Artagnan.de - Fanfiction zu Dumas' drei Musketieren
Reviews zu «Was im Winter geschah»
AstridB schrieb am 07.01.2012 - 22:47 Uhr zu Kapitel «Neues Jahr, neues Glück»:
Schon gruselig, im Winter bei Dunkelheit über den Friedhof zu gehen. Das macht schon im Sommer keinen Spaß. Und dazu die wenig übersichtlichen französischen Friedhöfe. Das ist echt ne Erleichterung für Athos, zu Wissen, dass Anne nicht gestorben ist. Ich denke, er könnte sich jetzt ach Gedanken machen, ob Anne ihn sucht und womöglich auf Rache aus ist.
Antwort des Autors:
@Astrid
Danke für dein Review. Ja, du hast Recht, das ist wirklich gruselig, ich würde mich nachts nicht auf einen Friedhof wagen. Und du liegst richtig…Athos muss ja wirklich befürchten, dass Anne auf Rache aus sein könnte. Deswegen ist er auch gegangen, als sie noch ohnmächtig war, denn obwohl er sie gerettet hat, glaube ich nicht, dass sie sonderlich dankbar gewesen wäre. Zu seinem Glück weiss sie ja nicht, dass er in Paris ist…sonst wäre sie sicherlich schnell mit Rachegedanken hinter ihm her. Paris ist ja groß, selbst im 17. Jahrhundert schon, da wird er Anne bestimmt nicht sofort wieder über den Weg laufen. Und insgeheim hofft er ja, dass sie mit dem Geld dass er ihr gelassen hat, Paris verlässt.
kaloubet schrieb am 07.01.2012 - 10:23 Uhr zu Kapitel «Neues Jahr, neues Glück»:
Die Beschreibung des Friedhofes fand ich sehr gut gelungen, die skelettartigen Hände der Bäume sieht man richtig vor Augen. Eine gruselige Szenerie für eine gruslige Tat! Auch wie Athos düster durch die Straßen läuft, ist gut nachvollziehbar, gerade fünf Monate nach der Tat muss er leiden. Und dann trifft er ausgerechnet auf Anne? Verständlich, dass dann seine Schuldgefühle verschwinden, wenn er sieht, dass sie lebt. Aber zu einfach sollte er es sich dann doch nicht machen, immerhin wollte er sie töten, das finde ich an sich schon bedenklich, auch wenn die Tat schiefging.
So steht ihm ja jetzt ein neues Leben bevor, die Frage wäre, ob er bei den Musketieren bleiben oder nach la Fère zurückgehen würde. Wäre auch was für eine FF- er kehrt zurück, aber sein Bruder hat sich dort schon eingerichtet ... übrigens wohnte er damals noch auf la Fère, Bragelonne ist eine Erbschaft nach den 3M.
Eine schöne Sylvestergeschichte, es wäre ihm zu gönnen gewesen ;-)
Antwort des Autors:
@Kalou
Danke für dein Review. Ich habe schon oft darüber nachgedacht, wie Athos von seinen SChuldgefühlen hätte befreit werden können, und da kam mir an Silvester die Idee für diese Geschichte. Ja, er wollte sie töten, und weiss auch, was für eine entsetzliche Tat das war, und so kam mir der Gedanke, dass er sie in der FF ja retten könnte. Aber ich stimme dir zu, es ist schon bedenklich, wie schnell er die Beherrschung verlor, er muss sich auf jeden Fall bewusst machen, dass so etwas nie wieder geschehen darf. Und ich hatte auch im Roman immer den Eindruck, dass er wusste dass es falsch war, und nie wieder eine solche Tat begehen würde.
Eigentlich gar keine schlechte Idee, mal über sein neues Leben nach dieser Nacht eine FF zu schreiben. Daraus könnte man auch eine interessante Geschichte mit einem bösen Bruder machen, der ihn um sein Erbe bringen will…und da könnte man dann auch die Musketiere, die ihm zur Seite stehen, wieder einbauen. Werd mal sehen, ob ich da nicht was draus mache. Also stand la Fére, wo er mit Anne gelebt hat, praktisch später leer, und er lebte mit Raoul dann auf Bragélonne?
Du hast Recht, es wäre ihm zu gönnen gewesen. Und falls ich ne FF darüber schreibe, werde ich Athos auch ne Lovestory gönnen, auch dazu fällt mir bestimmt etwas ein, Madame Lussaie oder wie sie hieß wäre eine gute Kandidatin ;)
AlienorDartagnan schrieb am 20.12.2011 - 16:39 Uhr zu Kapitel «La neige du décembre»:
Eine sehr schöne, berührende Geschichte. Das Lied kenne ich nicht, aber ich finde, dass der Liedtext in deiner Geschichte perfekt eingefügt ist, Dieses Lied zu Athos Gedanken, während er durch die Kälte läuft, zu machen, ist eine sehr interessante Idee, die der Geschichte eine besondere Note gibt. Ist die Geschichte eigentlich abgeschlossen, oder gibt es eine Fortsetzung? Mich hat es etwas gewundert dass Mylady rote Haare hatte, aber das ist einmal etwas anderes, rote Haare hätten auch gut zu ihr gepasst, das hätte ihr etwas mysthisches verliehen. Und ich finde es sehr passend, dass du den gemeinsamen Frühling der beiden in den Gegensatz zum kalten Winter, in dem sie nicht zusammenkommen können, stellst.
Antwort des Autors:
Danke, danke - vielleicht hätte ich erwähnen sollen, dass die äußere Charakterbeschreibung auf dem Musical beruht, da hat sie rotes Haar ;-)
kaloubet schrieb am 19.12.2011 - 20:42 Uhr zu Kapitel «La neige du décembre»:
Magnifique! Un poème! Nein, wirklich, sehr schön. Du findest wunderbare Worte, das passt hervorragend zu den Strophen, ein wirklich sehr schöner Text. Danke dafür!
Antwort des Autors:
Danke für die Blumen, freut mich, dass es dir gefällt!
kaloubet schrieb am 18.12.2011 - 15:09 Uhr zu Kapitel «Un acteur»:
Auch mich hat das Gefecht sehr stark an das erinnert, was die Musketiere mit den Gardisten zu Beginn des Romans ausgefochten haben. Malingré ist aber nicht d´Artagnan, da braucht der Gascogner keine Angst zu haben, nehme ich an. Netter Verführungsversuch gegenüber Aramis, aber um den Abbé zu verführen, braucht es wohl ein wenig mehr ;-) - interessant, dass er ihn nicht gefordert hat, da war der Herr Abbé aber in einer sehr gelassenen Stimmung. Tréville wäre nicht erfreut gewesen ;-).
Antwort des Autors:
Auch dir ein Dankeschön für dein Review. Ich habe mit immer wieder überlegt, was wäre passiert, wenn d’Artagnan sich gravierend überschätzt hätte? Meine Antwort ist der grottenschlechte Malingré. Na ja Schaufechten hilft halt nicht wirklich im ernsthaften Gefecht.
Ich meine, im Buch hat Aramis auch d’Artagnan einiges klargemacht, daher war er für mich die richtige Person um Malingr#e den Kopf zurechtzurücken.
AlienorDartagnan schrieb am 18.12.2011 - 11:20 Uhr zu Kapitel «Un acteur»:
Eine wirklich schöne Geschichte. Als ich das mit der zarten, mädchenhaften Gestalt und dem bartlosen Gesicht las, dachte ich zunächst, dass der Schauspieler womöglich eine Frau und Spionin des Kardinals sein könnte. Allerdings sahen ja damals viele Schauspieler weiblich aus, weil damals die Männer ja auch Frauenrollen spielen mussten, weil die Frauen gar nicht auf der Bühne stehen durften. Das Gefecht mit den Gardisten des Kardinals zeigt, dass der Schauspieler doch ein mutiger Mann zu sein scheint, oder er hat einfach den Erst der Lage verkannt, und das ganze als Spiel angesehen. Mir gefiel die Duellszene, weil sie mich an die Duellszene aus Dumas Roman erinnerte. Das mit dem König war ja auch peinlich, da hatte Malingré ja Glück, dass der König ihn nicht darauf angesprochen hat. Oder wusste der König, dass es sich um einen Schauspieler handelte? Denn womöglich hat er ihn schon einmal spielen gesehen.
Da hatte Malingé ja wirklich Glück, dass Aramis auf seine Annäherungsversuche so verständnisvoll reagierte, das hätte nämlich auch böse enden können. Womöglich glaubte der Schauspieler ja, dass Priester alle dem eigenen Geschlecht zugeneigt wären, wobei es damals bestimmt viele Priester gab, bei denen es so war. Und dank Aramis bringt Malingré jetzt auch mehr Verständnis für die Musketiere auf, und versteht, dass er ihnen mit seinem Verhalten geschadet hat. Die Musketiere könnten ja in dem Schauspieler wirklich einen neuen Freund gefunden haben. d´Artagnans Reaktion ist nur zu verständlich, da er ja nicht weiss, dass Malingé gar kein Musketier ist, muss er jetzt natürlich befürchten, dass der junge Mann seinen Platz bei Porthos, AThos und Aramis eingenommen hat, und auf Malingré ist er ja sowieso nicht so gut zu sprechen. Dass er am Nachmittag nicht mit den Musketieren zum Wachdienst kommen durfte, wird ihn auch schon stutzig gemacht haben, da er seinen Freunden sonst immer Gesellschaft beim Wachdienst leisten durfte. Und natürlich muss er, der sich schon lange danach sehnt, bei den Musktetieren aufgenommen werden, sich ärgern, dass dem vermeintlichen Musketier Mallingé, kaum älter als er selbst, dies gewährt wurde. Es macht Malingré sehr sympathisch, dass er mit d´Artagnan mitfühlt, und darauf besteht, dass die Freunde ihn einweihen. Das Ganze war ja auch wirklich lustig…ein Muskeiter, der keiner ist, und dass d´Artagnan ihn für einen hält, zeigt, dass Malingré ein guter Schauspieler ist. In ihm haben die Musketiere bestimmt einen neuen Freund gefunden, auf den d´Artagnan nicht eifersüchtig sein muss.
Antwort des Autors:
Danke für dein Review! Das Motiv mit dem Schauspieler, der alles durcheinander bringt, wird ja gerne mal in Krimi’s oder SF’s verwendet. Zudem hatte ich einen Film gesehen, indem ein Schauspieler in England (der immer nur Frauenrollen spielte) sich mit der Konkurrenz von Schauspielerinnen auseinandersetzen mußte. Der Film dürfte im 16. oder 17 Jhdt. gespielt haben. Nun, die Kombination des Schauspielers als Praktikant bei den Musketieren mit diesem engl. mädchenhaften Schauspieler ergibt - M. Malingré.
Ein bißchen verbiege ich die Historie ja schon, denn damals wurden die Rollen anders dargestellt. Ich glaube nicht, dass sie damals versucht hätten einen Musketier realitätsnah darzustellen.Ich habe mir also einen modernen Schauspieler vorgestellt, z.B. Darsteller des Musicals, die tatsächlich ja Schau-Fechten trainieren mußten. Malingré glaubt halt, das wäre wie richtiges fechten.
Das Duell ist, richtig erkannt, eine Anspielung auf das Duell mit d’Artagnan, ein bißchen Lester-Film steckt auch mit drin. Es ist quasi eine Alternative Duellszene, freut mich, dass sie dir gefällt.
Ich hab’ da bewußt was ausgelassen, denn aus dem Spott von Jussac und der Kardinalsgarde könnte auch noch manche peinliche aber komische Szene entstehen.
Ich freue mich sehr, dass dir die Geschichte gefällt und dass sie auch lustig rüberkommt. Ich finde das nämlich gar nicht so einfach eine lustige Geschichte zu schreiben.
AlienorDartagnan schrieb am 12.12.2011 - 10:01 Uhr zu Kapitel «Miséricorde (suite)»:
Ein sehr schönes, berührendes Kapitel. Ich finde, es ist dir sehr gut gelungen, die besondere Freundschaft der vier Musketiere deutlich werden zu lassen, ich finde es schön, dass Porthos, Aramis und d´Artagnan ihren Freund an diesem für ihn so traurigen Heiligen Abend nicht im Stich lassen. Und auch Athos hast du sehr gut charakterisiert, selbst in dieser Kälte im Schützengraben behält er noch seine stolze, aufrechte Haltung. Besonders rührend fand ich es auch, wie Porthos Athos ins Gewissen redet. Es ist dir gut gelungen, die Gefühle von Athos und auch die seiner Freunde zu beschreiben. Schön, dass Athos an diesem für ihn so bitteren Weihnachtsfest nicht alleine bleiben musste.
Antwort des Autors:
DANKE! Wie gesagt, ich habe mir überlegt, was Athos an Weihnachten so durch den Kopf gehen könnte. Und dass das sicher nicht besonders fröhliche Gedanken sein konnten, war klar. Was können ihm also seine Freunde schenken? Genau, Wein und Freundschaft ;-).
AstridB schrieb am 10.12.2011 - 12:56 Uhr zu Kapitel «Miséricorde (suite)»:
Die Vermutung lag ja Nahe, dass Athos Freunde ihn nicht allein lassen würden. Dennoch unerwartet, den Meßwein nehmen? Na da wird der Pfarrer nicht so ganz einverstanden sein ;-)
Deine Beschreibung der Situation in den Schützengräben ist sehr eindringlich. Mir gefällt auch die Feinfühligkeit von Porthos und wie er Athos überzeugt, dass dieser zu Krank für den Dienst ist.
Antwort des Autors:
Ja, Überraschungen gibt´s keine ;-). Ich habe mir nur überlegt, was einem Musketier grad in dieser Nacht durch den Kopf gehen könnte. Danke Für dein Review!
AstridB schrieb am 03.12.2011 - 22:27 Uhr zu Kapitel «Miséricorde»:
Die Geschichte finde ich ganz toll. Das ist ein ziemlich ungemütlicher Winter und dann auch noch Weihnachten im Schützengraben! Na, bei der Messe werden ja wohl kaum hübsche Mädchen anwesend sein, sonst… (oder war das im Lester-Film?)
und vermutlich ist Athos auch kränker, als er glaubt. Ich bin gespannt, ob seine Zähigkeit ausreicht. Aber vielleicht schaut ja Porthos noch nach seinem Freund.
Engel aus Kristall schrieb am 03.12.2011 - 17:03 Uhr zu Kapitel «Das Mädchen mit den Stickdeckchen»:
Ach Gott ist das traurig :-( Arme Mylady, so ein Ende wünscht man wirklich seinem ärgsten Feind nicht. Trotzdem ist es eine schöne Geschichte, vor allem das Ende hat auch etwas Hoffnungsvolles.
Antwort des Autors:
@Engel
DAnke für dein Review. Ich hatte vor einiger Zeit, als ich mich noch nicht so gut mit den Musketieren auskannte, eine andere Version dieser Geschichte geschrieben, in der Mylady überlebt und mit Athos, Janis und Raoul auf Bragélonne glücklich wird. Aber dann hab ich den Roman gelesen, und dachte mir, dass Athos Mylady ihre Taten sicherlich niemals vergeben hätte (immerhin hatte sie die Liebste seines besten Freundes ermordet) und deswegen habe ich die Geschichte so umgeschrieben, dass Mylady stirbt und auf Bragélonne begraben wird, Janis bei Athos aufwächst. Und dann hab ich extra den Sprung von fünf Jahren eingebaut, um zu zeigen, dass Janis und Raoul Athos Zukunft sind.