Artagnan.de - Fanfiction zu Dumas' drei Musketieren

Reviews zu «Alter schützt vor Dünkel nicht»

Rochefort schrieb am 09.11.2015 - 14:40 Uhr zu Kapitel «Kapitel 4»:

Liebe Kaloubet, lieber Aramis!

Der subtile Humor in diesem Kapitel hat mir wirklich gefallen. Einfach herrlich, wie Athos einen eitlen Freund mit sanfter Gewalt dazu bringt, dieses “hässliche Ding” von Brille auf seiner Nase zu akzeptieren. *gg* So amüsant die Schilderung für den Leser auch ist - Aramis’ horrende Angst vor dem Altern ist etwas durchaus Ernstes und für ihn sicher extrem belastend. Eure Interpretation, dass dies eine Triebfeder für seinen ruhelosen Ehrgeiz ist, hat mir gefallen. Es erscheint mir plausibel, dass ein Mann mit Aramis’ Charakter nahezu panische Furcht davor haben muss, hinfällig, hilflos und sozusagen von der “Gnade” anderer Menschen abhängig zu werden.

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort,

“dass ein Mann mit Aramis’ Charakter nahezu panische Furcht davor haben muss, hinfällig, hilflos und sozusagen von der “Gnade” anderer Menschen abhängig zu werden” - *hüstel* ich muss zugeben, diese Angst hab ich auch, das ist sozusagen autobiografisch, ebenso wie die Lesebrille *erröt*. Manche Leute (ich eingeschlossen) neigen überdies dazu, Defizite mit gesteigertem Leistungswillen zu kompensieren. Dass das nicht besonders gesund ist, liegt auf der Hand…man kann letztlich sich selbst und dem Alter nicht entfliehen, man muss lernen, beides zu akzeptieren, alles andere wäre Selbsttäuschung.

Vielen Dank für deine Zustimmung und deine einfühlsamen Worte, kaloubet und ich haben uns sehr darüber gefreut!
Liebe Grüße
Aramis

Rochefort schrieb am 09.11.2015 - 14:11 Uhr zu Kapitel «Kapitel 3»:

Liebe Kaloubet, lieber Aramis!

Dieses Kapitel hat etwas richtig Anheimelndes. Fast wähnte ich mich wieder bei unserem letzten Schlossurlaub beim Lesen *zwinker*. Man fühlt, Athos hat ein Zuhause und auch so etwas wie inneren Frieden gefunden. Schade, dass es ihm nicht bestimmt ist, dies auf immer mit Aramis zu teilen.

Sehr nett fand ich die Szene am Morgen mit Hahnenschrei und Hundegebell!

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort,

Mistviecher *zwinker*, bei uns verbellen sie gern die Katzen - die uns dann früh am Morgen wecken, weil sie Hunger haben, und es gibt nichts Nervtötenderes, als eine hungrige Katze. Immerhin haben wir die den beiden erspart ;). Ja, Athos hat seinen Frieden und sein Heim gefunden, ich finde, das hat er auch im Buch. Zumindest so lange, bis Raoul sich unglücklich verliebt *seufz*. 

Vielen, vielen Dank für dein Review, liebe Grüße

Kalou

Rochefort schrieb am 09.11.2015 - 13:57 Uhr zu Kapitel «Kapitel 2»:

Liebe Kaloubet, lieber Aramis!

Der Herr Abbé ist doch wirklich sowas von eitel und leicht zu provozieren in mancher Hinsicht, einfach unglaublich *zwinker*! Nur gut, dass Athos die Sache von der heiteren Seite sehen kann. ;-)) Eine ernstere “Angelegenheit” ist freilich das aus diesem Männlichkeitsbeweis entsprossene Kind. Ich kann die Argumente beider Männer verstehen; ich tendiere eher zu Aramis’ Meinung - ein Bekenntnis zu diesem Kind könnte unabsehbare Konsequenzen für alle Beteiligten haben.

Ich musste sehr schmunzeln bei Aramis’ Ansinnen, seinem Geliebten aus Gründen der Diskretion den Fluchtweg per Strickleiter durchs Fenster zu offerieren.

Dass Aramis das Landleben auf Bragelonne auf Dauer nicht ertragen würde, ja, damit hat Athos wohl recht. Er ist ein zu ruheloser Geist, immer auf der Suche…

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort,

oh, die Strickleiter geht gar nicht :) - das passt zu d´Artagnan, aber kannst du dir einen ehrwürdigen Grafen darauf vorstellen? Nein, auf keinen Fall ;). Ja, Athos ist in dieser Geschichtenkonstellation in solchen Dingen tolerant, immerhin hat er dem Abbé auch schon einiges zugemutet. Ich könnte mir im Übrigen vorstellen, dass das auch im Buch zu ihm passen würde, wenn er einen etwas anderen Werdegang hinter sich hätte. So vom Charakter her. Aber das ist eine andere Geschichte ;) - dennoch ist es schade für Aramis, dass er nichts von diesem Kind haben wird, auch ihn stelle ich mir durchaus als kompetenten Vater vor. Aber diese vermaledeiten Konventionen lassen das nicht zu.

Dir lieben, herzlichen Dank für das Review, sorry, dass ich spät antworte, ich kam diese Woche auch zu nix ...

Liebe Grüße

Kalou

Rochefort schrieb am 09.11.2015 - 11:39 Uhr zu Kapitel «Kapitel 1»:

Liebe Kaloubet, lieber Aramis!

Sehr nett! :-)) Aramis im Kampf mit nervtötenden geistlichen Abhandlungen - man kann sich lebhaft vorstellen, wie sehr diese Auftragsarbeiten seine Geduld strapazieren, kann er sich doch vielfach mit deren Inhalt so gar nicht identifizieren. Aber der Gute versteht es immer noch, zu leben und zu genießen, dem hat auch das fortgeschrittene Alter keinen Abbruch getan. *zwinker* Köstlich, wie vehement er sich, in Zusammenhang mit der Erwähnung der Brille von Athos, dagegen verwehrt, er könne irgendetwas von seiner jugendlichen Energie und Virilität eingebüßt haben *schmunzel* - Aramis hat offenbar ein ganz gewaltiges Problem mit dem Älterwerden.

Auch ich stellte mir wie Athos die Frage, warum er den Geliebten nicht öfter besucht, wenn sich an seinen Empfindungen für ihn nichts geändert hat. Vielleicht aus dem Wissen heraus, dass auf jedes Wiedersehen unweigerlich ein neuer schmerzlicher Abschied folgen muss, vielleicht auch, weil er meint, sich nicht in Athos’ Leben mit Raoul drängen zu dürfen.

Hmm, jener “Ausrutscher” mit Madame de Longueville ist allerdings pikant - kein Wunder, dass Aramis dem Geliebten gegenüber in peinlichster Verlegenheit ist. Dergleichen eingestehen zu müssen ist ja alles andere als angenehm…

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort,

vielen lieben Dank, dass du dir trotz immenser Arbeitsbelastung und  Bürostress dennoch Zeit genommen hast, diese Geschichte zu lesen und wie immer so pointiert und treffend zu reviewen!! Wir freuen uns sehr über deine Zustimmung un deine lobenden Worte!
Ja, wie du so richtig sagst, Aramis hat ein ziemliches Problem mit dem Älterwerden, die Beschwerden des Alters passen so gar nicht zu dem anspruchsvollen Bild, das er von sich hat (und natürlich auch weiterhin haben will) *hüstel*...
Die beiden Gründe, die du genannt hast, warum er Athos in den letzten beiden Jahren nicht besucht hat, sind sehr zutreffend! Ich hab mir zusätzlich noch vorgestellt, dass der Herr Pater Superior über Aramis` kriegerische Abenteuer in den VAA sicher nicht erfreut war und daher beschlossen hat, den Herrn Abbé mittels massiv verstärker Schreibtischarbeit “ruhigzustellen”. Das bringt dem Orden einiges ein und hält Aramis (halbwegs) verlässlich in seinen heiligen Mauern. Über das illegitime Kind weiß (hoffentlich!) keiner seiner scharfsinnigen Ordensbrüder Bescheid - wir haben uns entschlossen, Aramis` Beichte bezüglich Madame de Longuevilles Sohn bei dieser Gelegenheit auch gleich mit einzubauen. Puh, Gott sei Dank nimmt Athos es gelassen!

Liebe Grüße
Aramis 


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