Artagnan.de - Fanfiction zu Dumas' drei Musketieren

Reviews zu «Auguste et Alexandre»

Rochefort schrieb am 25.06.2013 - 12:50 Uhr zu Kapitel «Auguste et Alexandre»:

Lieber Aramis!

Eine nette Idee, die Schreibwerkstatt von Alexandre Dumas zum Schauplatz einer Fanfiction zu machen! Die Schilderung von Dumas’ Schreibtisch mit all den weiblichen Gunstbeweisen lässt einen schmunzeln. :-)) Das Gegensatzpaar Alexandre - Auguste ist sehr unterhaltsam: hier Dumas mit seinem Temperament und seiner überbordenden Phantasie und da der nüchterne, pragmatische Auguste. Aber gerade aus der Zusammenarbeit gegensätzlicher Charaktere entspringen oft recht brauchbare Ergebnisse, weil sie sich gut ergänzen. Wie sie gemeinsam ihre Figuren und Ideen entwerfen ... ja, so könnte es durchaus gewesen sein. Ich bin Maquet übrigens sehr dankbar, dass er zur Ehrenrettung Seiner Eminenz einspringt und er nicht der infernalische Schurke des Romans wird - “heilige, nationale Ikone” klingt da schon besser! ;-))

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Liebe Cornelia/Rochefort,
Vielen Dank für Deine Review!! Ich muss zugeben, diese Szene ist ein spontaner Ausfluss gewisser Diskussionen im Thread “Schreiben mit Co-Autor” in der Schreibwerkstatt, und ich fand`s für mich persönlich sehr amüsant, mir vorzustellen, wie im Fall Dumas-Maquet die literarische Zusammenarbeit zwischen den beiden vielleicht aussehen hätte können. Es gibt auch einen interessanten Film zu diesem Thema, “L`autre Dumas”, mit G. Depardieu als Alexandre, den er dort eigentlich ganz gut verkörpert. Das hat mich auch zu dieser kleinen Spielerei animiert.
*grins* Richelieu als Oberschurke ist historisch natürlich vollkommen untragbar, und da ist es kein Wunder, wenn dem peniblen, korrekten Auguste der Kamm schwillt!
Nochmals vielen Dank fürs Lesen und Deinen freundlichen Kommentar!
Liebe Grüße
Aramis

kaloubet schrieb am 22.06.2013 - 17:00 Uhr zu Kapitel «Auguste et Alexandre»:

*g* - das ist Depardieu! Hast du den Film gesehen? Ich mag ihn nach seinen letzten Eskapaden zwar überhaupt nicht mehr, ich dachte, er habe mehr Hirn, aber diese Szene passt zu ihm. Dumas selbst habe angeblich täglich geschuftet wie ein Berserker, in seinem Chateau hatte er eine Art Gartenhaus, in das er sich wohl zum Schreiben zurückzog. Nichtdestotrotz ist der Dialog genial *blumenwerf*, man sieht die zwei regelrecht vor sich. Was sicherlich stimmt und was du toll dargestellt hast, ist die Lebendigkeit Dumas´ - nein, er schrieb, im Gegensatz zu Maquet, nicht knochentrocken, bei ihm findet sich das ganze Leben zwischen den Buchdeckeln. Ich frag mich grad - war er beim Erscheinen der Musketiere schon dick? Ab 40 ließ er sich gehen, vorher war er dürr, und die 3M schrieb er mit 40 in etwa. Das waren die Pralinés und Petit Fours, die er für seine Arbeit erhielt, jetzt wissen wir es ;-). Klasse geschrieben!!


Antwort des Autors:

Liebe kaloubet,
vielen Dank für Deine Review!! Ich freu mich sehr, dass diese kleine literarische Szene Deine Zustimmung findet! Ich hatte schon leise Bedenken, muss ich sagen, ob Dumas` Persönlichkeit wohl auch einigermaßen passend rüberkommt. Ich hab keine Ahnung, wie beleibt er zum Zeitpunkt der “3 Musketiere” bereits war, aber ich denke mal, er war sicher eine eindrucksvolle Persönlichkeit, groß, breitschultrig, voll Verve und Elan, mit einem Faible für gutes Essen und Trinken. Den Film “L`autre Dumas” hab ich auf DVD, und ich find Depardieu sehr ansprechend in Dumas` Rolle (sein von Dir erwähnter, leider nunmehr offensichtlicher Mangel an Gehirnaktivität *grins!* scheint da, Dieu merci, nicht sonderlich zu stören).
Nochmals vielen Dank fürs Lesen und liebe Grüße!
Aramis 

AlienorDartagnan schrieb am 21.06.2013 - 16:46 Uhr zu Kapitel «Auguste et Alexandre»:

Eine tolle Idee von dir, mal eine humorvolle FF über Dumas und Maquet zu schreiben. :)
Mir hat schon der Anfang gut gefallen, wie du die Schreibtische der beiden beschrieben hast…bei Dumas würde ich mir auch eher Champagner, Theaterplakate, Briefe von Bewunderern und Konfekt vorstellen…während Marquet sich lieber mit dicken Büchern und staubigen Aktenmappen umgibt. Und bei Dumas kann ich mir gut vorstellen, dass er ein begeisterter Champagnertrinker war, immerhin liebten seine Musketiere ja auch dieses perlende Getränk.
Ein Präsend von der Comtesse La Chévre? Ich finds toll, wie du dir ausgedacht hast, was Dumas womöglich zu bestimmten Romanfiguren inspiriert hat. Die Chevreuse gab es ja wirklich, aber niemand kann ausschließen, dass Dumas da reale Frauen einfließen liess. Dumas, der schon am frühen Morgen Champagner trinkt und sich Konfekt schmecken lässt, erinnert mich irgendwie an den Lebemann Porthos…ein richtiger Feinschmecker und Genießer eben. Mir gefällt es, wie du die beiden in Dialogform über eine neue Romanidee diskutieren lässt, und dabei der erste Musketierroman herauskommt. Einfach brilliant, sich eine FF auszudenken, in der es darum geht, wie dieser Roman entstanden sein könnte. :)
Mit dieser FF hasst du mir auf jeden Fall meinen von dem heißen Wetter eigentlich total vermurksten Tag etwas versüsst. Schon der Anfang des Dialogs hat mir sehr gut gefallen…Maquet findet die Epoche der Musketiere, des Kardinals und des Königs interessant, und Dumas denkt dabei gleich an Duelle, Liebesromanen und Pulverdampf denkt…eben alles, was später auch im Roman vorkam. Und Maquet hat natürlich Gatien de Courtils Memoiren genau studiert, und dank deiner FF weiss ich jetzt auch, dass Athos und Aramis bei Courtils Brüder waren.
Der Dialog passt wirklich gut zu Dumas und Maquet, denn Maquet, dessen Spezialgebiet eher die historische Recherche ist, will die Musketiere alle als draufgängerisch darstellen, während Dumas sich darüber Gedanken macht, jedem noch eine persönliche Note zu geben. Und Dumas hat, was Athos betrifft, einfach die besseren Ideen…ein Heldentod auf dem Schlachtfeld wäre doch etwas simpel und zu vorhersehbar gewesen. Es ist ja schon interessant, wie Dumas vier so völlig unterschiedliche Charaktere so treffend darstellen konnte.
Ich musste beim Lesen richtig schmunzeln, als Maquet so entsetzt reagierte, als Dumas vorschlug, Richelieu zum Widerling des Romans zu machen. Richelieu als nationale, heilige Ikone..der Gedanke ist einfach zu komisch…
Ja, aus solchen Gedankengängen könnte dann durchaus Rochefort als böser Gegenspieler hervorgegangen sein. Und ich könnte mir auch gut vorstellen, dass diese Lady Carlisle als Vorlage für Mylady diente. Und ich finde auch den Schluss gut geschrieben, als Maquet sich einen Anfangssatz ausdenkt, und Dumas ihn berichtigt, um den Roman nicht wie eine langweilige Abhandlung beginnen zu lassen.
Wenn man deine FF so liest, beginnt man sich zu fragen, wie der Roman wohl geworden wäre, wenn Maquet ihn alleine geschrieben hätte…dann wäre es sicherlich ein ganz anderer Roman, und wahrscheinlich längst nicht so fesselnd und brilliant wie aus Dumas Feder.
Eine echt tolle FF die du da geschrieben hast, die werde ich bestimmt noch ein paarmal lesen. :)

Liebe Grüße

Alienor


Antwort des Autors:

Liebe Alienor,
vielen Dank für Deine Review!! Ich freu mich, wenn diese kleine Szene die grausliche Hitze draußen ein wenig verdrängen konnte!
*grins* Deine Assoziation zwischen Madame de Chevreuse und der Comtesse de La Chèvre ist klasse! “chèvre” heißt auf Französisch nämlich soviel wie “Ziege” *kicher!* Ich hatte diese Gemeinsamkeit zwischen den beiden Damen beim Schreiben gar nicht bemerkt! (siehe Betriebsblindheit)
Diese Geschichte stellt übrigens wieder mal eine typische Bauchreaktion von mir dar, nämlich in Zusammenhang mit dem Thread “Schreiben mit Co-Autor” in der Schreibwerkstatt - irgendwie hab ich da was loswerden müssen, daher diese Szene mit Auguste & Alexandre. Hm, ich hoff nur, ich hab hier nicht zu sehr am Image des verehrten Herrn Dumas gekratzt! Verehrer(Innen) berühmter Schriftsteller können äußerst militant sein *schluck!*
Nochmals vielen Dank fürs Lesen und Deinen wohlwollenden Kommentar!
Liebe Grüße
Aramis


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