Artagnan.de - Fanfiction zu Dumas' drei Musketieren

Reviews zu «Bazin»

kaloubet schrieb am 11.08.2018 - 18:30 Uhr zu Kapitel «Simara»:

Was ist wohl des Katers Kern? :D - herrlich, man sieht die kleine Katze vor sich, hört sie schnurren, fühlt ihre Krallen, das ist klasse geschildert. Tjaja, und sofort wird Aramis zum Bediensteten, das schaffen wirklich alle Katzen ;) Bazins Abneigung ist seltsam, kommt sie vielleicht daher, weil der Gute schrecklich abergläubisch und der Kater schwarz ist? Simara ist ja, wenn´s denn der Katzenname wird, auch ein wenig unheilverkündend, ich habe irgendwo mal gelesen, dass der Name für den Teufel steht? Oder sinniert Aramis an einer Stelle über die Umdrehung seines Namens? Weiß grad nicht mehr ... Auf jeden Fall ist dir da wieder eine herrliche, häusliche Episode gelungen, mehr davon - vor allem würde mich ja interessieren, was tatsächlich in Simara steckt. Nur ein Stubentiger oder tatsächlich ein Mephisto?

Liebe Grüße

Kalou


Antwort des Autors:

Liebe kaloubet,

ob bloßer Kater oder verkappter Dämon, das muss der Leser für sich entscheiden ;). Das Kapitel spielt ja zu Beginn des VdB, in dem Aramis laut Dumas seinem inneren Dämon verfällt *seufz*. Aber es steckt auch ein bissl was von E.T. A. Hoffmanns “Kater Murr” drin, den ich sehr mag. Und ein eigenes Erlebnis, das ich letzten Winter mit einer rotgetigerten kleinen Katze hatte, die seitdem immer noch in meinem Pferdestall logiert :)

Ja, der Name Simara ergibt sich, wenn man “Aramis” rückwärts liest, und ein solcher Alias-Name war laut allgemeiner Meinung typisch für den Teufel - in Wilhelm Hauffs Roman “Mitteilungen aus den Memoiren des Satan” nennt sich der Teufel  bezeichnenderweise Herr von Natas. Deshalb reagiert Bazin in den VAA (Kap. 8) auch so erregt, als d`Artagnan ihn aufstöbert und nach Aramis fragt. Er sagt dort zum Gascogner: “D`abord, Aramis était son nom de perdition, dans Aramis on trouve Simara, qui est un nom de démon.”
In einer Fußnote meiner VAA-Ausgabe steht dazu: “Smarra ou les Démons de la nuit”, conte publié par Nodier en 1821. Smarra était le nom d`un incube dans la tradition populaire dalmate.
Ich glaub, ich muss dieser Anmerkung mal nachgehen…;)

Vielen Dank für dein freundliches Review! Ich freu mich, wenn dir der kleine Kater gefiel! :)
Liebe Grüße
Aramis/Simara

kaloubet schrieb am 03.07.2018 - 21:12 Uhr zu Kapitel «Rückkehr»:

Oh Gott, der arme Bazin . selbst nach solch grausliger Erfahrung will sein Herr nicht endlich den Degen an den Nagel hängen? Parbleu, er wird aus reiner Verzweiflung zu Hammel mit Minzsoße greifen ;) - nein, im Ernst, das ist ein herrlicher, weißer Fleck, den du dir da rausgegriffen hast. Tatsächlich laufen sie ja Bazin über den Weg und er wird garantiert wissen wollen, was alles passiert ist. Die Abhandlung über das englische Essen ist klasse, über das Wetter ebenfalls . hat mich irgendwie an die Ch´ti erinnert ;). Und auch Aramis´ Zusammenfassung der Ereignisse ist derart treffend, schön, das aus seiner Sicht zu lesen. Danke für diese wunderbare Episode!

Liebe Grüße

Kalou


Antwort des Autors:

Liebe kaloubet,

wow, vielen Dank, dass du dieses Kapitel tatsächlich gleich gelesen hast! :)
Da gibt es ja dieses Zeitfenster, im Kapitel 81, von spätabends bis am nächsten Morgen, an dem sich Athos und Aramis wieder treffen, und ich hab mir gedacht, anstatt zur Longueville zu gehen könnte er doch auch in seinem Pariser Refugium mit Bazin über seinen Aufenthalt in England diskurieren.
*seufz* Bin schon ein bissl blind, aber jetzt hab ich alle Tippfehler hoffentlich glücklich draußen…
Die Ch`ti sind mir, ich geb`s zu, kein Begriff, die muss ich  googeln *erröt*...

Vielen Dank für dein wohlwollendes Review, ich freu mich, wenn dir die Szene gefiel!
Liebe Grüße
Aramis 

kaloubet schrieb am 04.06.2018 - 17:33 Uhr zu Kapitel «Ein königlicher Auftrag»:

Oh, herrlich, eine neue Geschichte um Bazin - warum entdecke ich sie erst so spät?? Da hat die Mailfunktion nicht funktioniert. Hm, wenn du was Neues schreibst und ich nicht reagiere, könntest du mir dann eine kleine Mail schicken? Ich bin immer begierig auf neue Geschichten von dir! Diese hier gefällt mir ganz besonders, weil es ja indirekt auch um Athos geht. Da hat Bazin ganz recht, der Herr Graf neigt zu Himmelfahrtskommandos *g* und seine Sorge um Aramis ist nicht unbegründet. Herrlich, wie Aramis in seinem Innersten doch von Bazins Sorge angerührt wird, wie er ins Schwanken kommt und dieses sogleich von sich weist. Herrlich auch, wie er Bazin dieses ´monsieur l´abbé´ verbietet, der arme Diener, er tat mir richtig Leid dabei - da wähnte er sich angekommen in seinen schönsten Träumen und nun dreht sich Aramis einmal um sich selbst und wird wieder zum Musketier :)

Auch der Vergleich mit dem Koadjutor und der Abend ist eine wunderbare Anekdote, klasse, wie sich Aramis seines Standes bewusst ist. Er ist, bei allem Heißsporn, dennoch ein kühl kalkulierender Kopf - im Gegensatz zu seinem Freund :D

Liebe Grüße

Kalou


Antwort des Autors:

Liebe kaloubet,

*seufz* ja, die automatische Mailbenachrichtigung funktioniert immer noch nicht - vielen Dank daher, dass du dieses Kapitel dennoch entdeckt und gelesen hast! :) Ja, Bazin hat allen Grund, sich Sorgen zu machen, denn als Jesuit ist Aramis in England ein Staatsfeind. Nur gut, dass niemand dort hinter dem ehemaligen Musketier und seinen kriegerischen Sitten den Jesuitenpater vermutet! Im Ernst, ich hab mich schon ein bissl gewundert, dass Dumas diese Gefahr nicht anspricht. Oder hab ich die betreffende Stelle bloß überlesen??
Die Parallele zwischen Aramis und de Gondy ist dagegen dumaskonform, er erwähnt der Ähnlichkeit der beiden ausdrücklich. Umso mehr Grund, dass “mein” Aramis sich entschieden vom Herrn Koadjutor distanziert ;)

Nochmals vielen Dank fürs Lesen und dein freundliches Review!
Liebe Grüße
Aramis

Rochefort schrieb am 17.05.2018 - 15:00 Uhr zu Kapitel «Ein königlicher Auftrag»:

Lieber Aramis!

Leider bin ich jetzt lange nicht zum Lesen und Reviewen gekommen… Bazins Sorge, was Aramis’ geplantes Vorhaben betrifft, ist gut nachvollziehbar, handelt es sich doch wirklich um ein ziemliches “Himmelfahrtskommando”. Aber damit muss der treue Bazin leider leben: sein Herr ist sozusagen ein “Wanderer zwischen zwei Welten” und die des Kampfes und des Abenteuers wird ihn immer wieder rufen.

Die Schilderung von Bazins Moralpredigten ist auch herrlich komisch - obwohl dem guten Adlatus sicher ganz und gar nicht zum Lachen zumute ist, muss der Leser doch herzlich darüber schmunzeln! ;-))

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort,

oh, dass ist nett von dir, vielen Dank für dein Review! :) Ja, Bazin hat wirklich nix zu lachen, Aramis ist nach wie vor vom musketiersmäßigem Kampfgeist erfüllt, anstatt von priesterlicher Milde ;). Im Ernst, ich hab mich gewundert, dass Dumas das Thema Jesuiten in England in den VAA nicht anspricht,denn  immerhin wurde dieser Orden dort strengstens verfolgt, und seine Mitglieder mussten mit der Todesstrafe rechnen, wenn sie erwischt wurden. Aramis kann also von Glück sagen, dass er nicht zusammen mit Charles I. das Schafott besteigen musste! Mordaunt hätte ihn sicher mit Genuss denunziert, wenn er von Aramis` Ordenszugehörigkeit gewusst hätte…

Nochmal vielen Dank fürs Lesen, ich freu mich, wenn dir das Kapitel gefiel! :)
Liebe Grüße
Andrea

Rochefort schrieb am 25.01.2018 - 14:36 Uhr zu Kapitel «Ein ereignisreicher Abend»:

Lieber Aramis!

Armer Bazin! Wie das hier Geschilderte deutlich erkennen lässt, wird er sich wohl bis an sein seliges Ende vergeblich mühen, das Leben seines “Schutzbefohlenen” in fromme, ruhige und geordnete Bahnen zu lenken *zwinker*. Köstlich, wie er und Aramis mit Geschirr beladen durch die nächtlichen Gänge des Konvents schleichen - und dann erst der grimmige, schwer bewaffnete Pater Montfaucon *kicher*  

Es zeigt sich deutlich - das Leben in so einem Konvent hat seine Schattenseiten. Auf Schritt und Tritt von neugierigen oder missgünstigen Mitbrüdern belauert zu werden, ist wahrhaft wenig erbaulich.

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort,

tja, ich hab den Verdacht, dass die Geistlichkeit im Grunde auch nicht anders tickt wie die gewöhnlichen Sterblichen und durchaus mit denselben Lastern behaftet ist wie ihre Schäfchen ;). Bazin versucht zwar, dem gegenzusteuern, aber leider ohne Erfolg, der Herr Abbé ist schlicht und einfach unbelehrbar, und grad in den VAA ist Aramis mit allen Fasern Musketier wie niemals zuvor. Aber ich denk mal, dass seine Mitbrüder, zumindest zum Teil, aus ähnlichem Holz geschnitzt sein müssen - als reisender Missionar unter Wilden, Piraten, Raubgesindel usw. braucht man sicher Waffenfertigkeit, denk ich mal, als Feldkurat sowieso, und wenn man Politiker, kaiserlicher Ratgeber usw. ist, dann wohl noch mehr…

Vielen Dank für dein wohlwollendes Review, ich freu mich sehr, wenn diese kleine Episode für dich amüsant zu lesen war! :)

Liebe Grüße
Aramis

Rochefort schrieb am 24.01.2018 - 14:21 Uhr zu Kapitel «Manus manum lavat»:

Lieber Aramis!

Ich denke, unser Monsieur l’abbé kann den Lohn für seine glücklich erfüllte geheime Mission guten Gewissens annehmen. Immerhin sind derlei Geschäfte ja mit erheblichen Risiken verbunden - da ist es nur recht und billig, wenn ein solcher Einsatz auch angemessen honoriert wird. Allerdings tut er gut daran, dergleichen vor dem - nomen est omen - listigen Pater Vieuxrenard zu verbergen, denn das hätte wohl unweigerlich die Kürzung seines Honorars für die Predigt zur Folge. ;-)

Aramis und sein ehemaliger Diener kommen, wie man sieht, nicht wirklich voneinander los *schmunzel*. Die Aussicht, das Küsteramt an der ehrwürdigen Kirche Notre Dame in Paris zu ergattern, spornt Bazin an, jegliche Hürde zu überwinden. Fast hätte ich erwartet, dass Aramis beleidigt reagieren könnte auf seinen ganz unverblümten Bestechungsversuch. Aber derlei Ämterkauf war ja damals durchaus üblich ... und nicht nur damals… ;-)) 

Das “Geschäft”, das Aramis stattdessen vorschlägt, gefällt mir - er agiert wie immer klug und vorausblickend. Bazin allerdings scheint zu fürchten, nun wieder in Dinge hinein gezogen zu werden, mit denen er ganz und gar nichts zu tun haben möchte…

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort,

wow, du hast den Inhalt dieses Kapitels wieder kongenial auf den Punkt gebracht, ich weiß jetzt echt nicht, was ich deinen Ausführungen noch hinzufügen soll, vielen Dank für deine so treffsichere Analyse! :) Eigentlich wollte ich diese Geschichte ja mit den 3M beenden, aber jetzt sind mir doch die VAA auch reingerutscht ;)...da gibt es ja am Anfang diese humoristische Bazin-Episode zusammen mit d`Artagnan, gefolgt von dem gewissen Abenteuer mit der Strickleiter in Noisy, an der Bazin ebenfalls beteiligt ist.

Vielen Dank für dein Lesen und dein wohlwollendes Review! Ich freu mich, wenn diese kleine Szene dir gefiel!
Liebe Grüße
Andrea

 

kaloubet schrieb am 21.01.2018 - 11:00 Uhr zu Kapitel «Ein ereignisreicher Abend»:

*Kicher* nächtliche Diskussionen auf dem Gang des Klosters? Herrlich, einfach herrlich :D - hat was von Internatsatmosphäre, dabei stelle ich mir sowas aber lästig vor für erwachsene Männer. Der arme Aramis, er hat´s nicht leicht - noch dazu sein unfreiwilliger Dienst an der Damenwelt, das ist klasse geschildert *lach*. Und auch die Überlegungen zu Bazin sind lustig - und nachvollziehbar. Wie so eine alte Ehe, man bleibt zusammen, weil man sich aneinander gewöhnt hat und weil man Vorteile aus dem Zusammenleben zieht :D - hm, hier musste Bazin ja nur die Folgen einer Nacht mit einer Dame beseitigen, was würde er zu ... *hüstel* Johannes sagen? ;) ein super Kapitel, hat echt Spaß gemacht, es zu lesen!!

Liebe Grüße

Kalou


Antwort des Autors:

...ja, ich stell mir vor, in so einem Konvent, wo jeder jeden kennt und man einander vermutlich scharf beobachtet, hat man`s nicht leicht, was zu verbergen, und die Notwendigkeit, mit Hilfe einer Leiter aus dem Fenster zu klettern, wenn man nach 9 Uhr Abends das Haus verlassen will, lässt schon sehr auf deine erwähnten Internatsverhältnisse schließen ;).
Bazin`s Einstellung zu Aramis` intimer Beziehung mit Athos? Ich gestehe, darüber hab ich noch nicht wirklich nachgedacht, denn Aramis hat`s bisher immer penibel vermieden, dass Bazin da was mitbekommt, damit der keinen Herzinfarkt kriegt…hm, was meinst du, sollen wir dieses Thema mal bearbeiten und Bazin die beiden in flagranti erwischen lassen? ;)

Vielen lieben Dank für dein Interesse an dieser Geschichte und deine wohlwollenden Reviews!
Liebe Grüße
Aramis

 

 

kaloubet schrieb am 21.01.2018 - 10:49 Uhr zu Kapitel «Manus manum lavat»:

Oh, das ist Aramis wie er leibt und lebt - einerseits fein und edelsinnig, die Bezahlung seiner Dienste ist ihm irgendwie unangenehm, andererseits immer auf seinen Vorteil bedacht und durchaus käuflich ... verzeih, pragmatisch :D - diese Diskussion ist einfach herrlich und dass sich Bazin am Ende ein wenig über den Tisch gezogen fühlt, ist durchaus nachvollziehbar. Kein vieux renard, mais un fin renard, ce monsieur l´abbé :)

Liebe Grüße

Kalou


Antwort des Autors:

...hach, deine Beschreibung des Herrn Abbé ist einfach herrlich! Ja, so sehe ich ihn auch, diesen raffinierten Fuchs! ;) Sein Innerstes, seine innige Liebesfähigkeit, verbindet ihn mit Athos, und sein Äußeres, sein vernunftorientierter Pragmatismus, mit Porthos. Aber auch Bazin und er kommen nicht los voneinander, das ist ebenfalls so eine Schicksalsgemeinschaft, denn ihre versuchte Trennung war nur eine kurze und hat offenkundig auf Dauer nicht funktioniert ;)...

kaloubet schrieb am 21.01.2018 - 10:41 Uhr zu Kapitel «Zuversicht»:

Lieber Aramis, jetzt ist mir doch echt entgangen, dass du weitergeschrieben hast! Entschuldige bitte die Verspätung ... das ist auch wieder ein herrliches Kapitel, das Humor und Ernst aufs Beste vermengt. Ha, man bekommt wirkich Mitleid mit Bazin, er hatte so viel Hoffnung und nun ist sie bitterlich enttäuscht worden. Die Diskussion zwischen Aramis und ihm ist einfach nur klasse. Aramis´ Überlegungen danach sind ernsthafter, der Abgrund, an dessen Rand er sich befindet, ist wirklich gefährlich. Er hat sicher Recht, wenn er sagt, dass Richelieus ´Geduld´ nichts Gutes verheißt, er, Aramis, tanzt auf Messers Schneide. Und dass er dem Gascogner Theater vorspielt, ja, das passt, er ist der Feinere, Intelligentere von beiden und lässt sich nicht von d´Artagnan vorführen wie so ein Schoßhund. Schön fand ich seine Überlegungen zu Athos, das hat mir seeeehhhr gefallen ;)

Liebe Grüße

Kalou


Antwort des Autors:

Liebe kaloubet,

eigentlich wollte ich die Bazin-Geschichte ja mit diesem Kapitel beenden, aber dann hab ich`s doch nicht lassen können und hab weitergeschrieben *seufz* ;) Vielen Dank für deine freundliche Rückmeldung, ich freu mich, dass dir diese gewisse Mischung verschiedener Aspekte gefiel! Ja, ich hab versucht, die entsprechende Szene im Roman ein wenig in meinem (bez. in Aramis` ;)) Sinne auszudeuten, und es erstaunt mich immer wieder, wenn ich entdecke, was man da so alles zwischen den Zeilen lesen kann. Das hab ich versucht, hier aufzuzeichnen, und die besondere Beziehung zwischen Athos und Aramis durfte dabei natürlich auf keinen Fall fehlen! ;)

Ich schreib unter deinem nächsten Review weiter…

Rochefort schrieb am 04.09.2017 - 14:55 Uhr zu Kapitel «Zuversicht»:

Lieber Aramis!

Armer Bazin - er wähnte sich am Ziel seiner Wünsche und wird nun wieder bitter enttäuscht! Kein Wunder, dass dem treuen Diener der Gascogner in dieser Situation wie der leibhaftige Versucher des Bösen erscheint. ;-)) Manchmal stellt er die Geduld seines Herrn mit seinen beständigen Vorhaltungen und seinem Lamentieren auf eine wahrhaft harte Probe, andererseits weiß Aramis, dass die Sorge einem ehrlichen und aufrichtigen Gemüt entspringt.

Auf dem Krankenlager zu liegen, in allergrößter Ungewissheit über das Schicksal seiner Freunde, und d’Artagnan die Initiative überlassen zu müssen - es ist gut nachvollziehbar, wie hart das Aramis ankommt.  Sehr treffend fand ich Aramis’ Überlegungen zu den Intentionen des Kardinals!

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort,

ja, d`Artagnans hochgemute Mobilität ist Aramis in seiner verletzungsbedingt tristen Lage ein wahrer Stachel im Fleisch, besonders, was Athos betrifft, und ich hab mir daher erlaubt, Aramis` Worte und Verhalten im Roman ein wenig in diesem Sinne umzudeuten ;). Auch Bazin schluckt seine schwere Enttäuschung sicher nicht so rasch runter, wie man das bei der Lektüre der “Drei Musketiere” unwillkürlich glauben muss…
Ich freu mich sehr über deine Zustimmung zu Aramis` Gedanken über Richelieu! Ich dachte mir, Richelieus auffallende Kulanz in der Buckinghamaffäre wie in der affaire des ferrets muss wohl ihre heimlichen politischen Gründe haben, denn der Kardinal ist sicher kein Mann, der sich von ein paar jungen Musketieren besiegen lässt.

Vielen Dank für dein Review und liebe Grüße!
Aramis

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