Artagnan.de - Fanfiction zu Dumas' drei Musketieren

Reviews zu «Beginn einer Freundschaft»

AramismyLove schrieb am 26.07.2015 - 13:28 Uhr zu Kapitel «Ausblick»:

Eine wunderbare Geschichte.

Ich konnte meine Nase gar nicht mehr vom Handy entfernen :D

Ich habe morgens im Bett gelesen, im Bus-vor der Arbeit-nach der Arbeit auf dem Rückweg- beim Kochen…..Und ich habe es bedauert, das mein Handy nicht wasserfest ist sonst hätte ich wahrscheinlich auch unter der Dusche gelesen :)

Kurz: Fantastisch und fesselnd

Ihr habt Aramis so unbeschreiblich gut dargestellt, man sollte glauben ihr habt den Mann gekannt ?! ^^

Ich erschaffe mir immer meine eigenen Musketiere, und ich glaube, ich bleibe dem Aramis den ich jetzt (dank euch)in Gedanken habe sehr lange treu.

 

 

 

 


Antwort des Autors:

Liebe Aramismylove,

vielen lieben Dank für dein Review, wir freuen uns, wenn dir unsere gemeinsame Geschichte gefallen hat!
Was Aramis betrifft, so gebe ich zu, er ist in gewisser Weise mein alter ego, ebenso, wie Athos kaloubets kongenialer Imagination angehört… 
Diese FF schildert die beginnende Freundschaft zwischen Athos, Porthos und dem jungen Aramis, und wir haben uns bemüht, einen möglichst anregenden Hintergrund dafür zu schaffen *zwinker*.

Nochmal vielen Dank für deine freundlichen Worte!!
Liebe Grüße
Aramis

Rochefort schrieb am 13.10.2014 - 20:34 Uhr zu Kapitel «Ausblick»:

Liebe Kaloubet, lieber Aramis!

Das sehr persönliche, tiefgründige Gespräch zwischen Aramis und Athos nach dem abendlichen Tavernenbesuch ist ein sehr gelungener Abschluss dieser interessanten und äußerst spannenden Geschichte. Überhaupt gefiel es mir sehr gut, wie sich die beiden einerseits so grundverschiedenen und doch, auf mancher Ebene, so ähnlichen Männer einander annähern. Wie Gefühle sich ihren Weg aus den Tiefen ihrer Seele an die Oberfläche bahnen. Noch verschließen beide diese Gefühle tief in sich, doch ein Grundstein für Zukünftiges ist gelegt…

Wie es seine Natur ist, hadert Aramis mit seinem Schicksal, seiner Bestimmung. Athos hilft ihm hier ein Stück weiter in der Kunst, sich selbst zu verstehen. Der Vergleich mit der Natur der Katze ist unheimlich passend. Aramis hat in seinem Wesen in der Tat etwas Katzenhaftes an sich. Dass Athos fürchtet, dem jungen Mann ein schlechtes Vorbild zu sein, zeigt, wie sehr er ihn bereits in sein Herz geschlossen hat und wie vehement er bemüht ist, jedwedes Übel von ihm fern zu halten.

Und für Aramis bedeutet die Erkenntnis, dass der Mann, den er schon jetzt in höchstem Maße bewundert und verehrt, ihn tatsächlich seiner Freundschaft für würdig erachtet, buchstäblich alles.

Liebe Grüße

Rochefort

Rochefort schrieb am 13.10.2014 - 20:09 Uhr zu Kapitel «Paris»:

Liebe Kaloubet, lieber Aramis!

Oh weh - was Tréville da von Aramis fordert, nämlich einen detaillierten Bericht der Geschehnisse - muss sich für den jungen Mann wahrlich anfühlen wie ein, bildlich gesprochen, Spießrutenlauf vor versammelter Mannschaft. Aramis ist nicht der Mensch, der mit seinen Taten prahlt, schon gar nicht, wenn er sie selbst als überhaupt nicht heldenhaft, sondern im Gegenteil, als eher verwerflich empfindet. Er besitzt weder Porthos’ Großspurigkeit noch Athos ruhige Selbstsicherheit in solchen Situationen.

Umso höher ist es Tréville anzurechnen, dass er den jungen Mann richtig beurteilt und ihn darüber hinaus - durch seine Weisung, über die Vorgänge Stillschweigen zu bewahren - auch vor Spott und Häme anderer schützt. Die Art und Weise, wie Aramis sich seine Aufnahme in die Kompanie der Musketiere verdient hat, wird jedenfalls mit Sicherheit einmalig bleiben in der Geschichte des Regiment, soviel steht fest *zwinker*! Und man merkt ihm deutlich an, dass er es selbst immer noch nicht recht glauben kann, auf welche Weise sich sein Leben so unerwartet verändert hat - und dass es da mit einem Mal Menschen gibt, die ihn “Freund” nennen…

Liebe Grüße

Rochefort

 


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort,

vielen Dank für deine wieder so treffenden und  kongenialen Reviews zu den letzten Kapiteln dieser Geschichte! Ich antworte mal auf dieses, weil du hier Aramis in erster Linie ansprichst: Ja, er empfindet seine notgedrungene (wenn auch durchaus erfolgreiche)Travestie in Zusammenhang mit seiner Befreiungsaktion in dieser Hafenkaschemme zu Bordeaux als zutiefst peinlich und entwürdigend. Er würde dieses Abenteuer am liebsten für immer stillschweigend begraben, aber da macht ihm Trévilles Befehl leider einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Gott sei Dank besitzt der Hauptmann ein sehr gutes Urteilsvermögen und dazu eine gute Portion Humor und würdigt Aramis` Taten als sinnvoll und absolut noltwendig, um seine Gefährten zu befreien und zugleich den geheimen Auftrag zu erfüllen.
Ja, wie du schon so richtig gesagt hast, Aramis kann seine nunmehrige Zugehörigkeit zu den Musketieren wahrhaftig noch nicht ganz fassen, nicht glauben -

Vielen Dank nochmal und liebe Grüße!
Aramis

Rochefort schrieb am 13.10.2014 - 19:48 Uhr zu Kapitel «Rückreise»:

Liebe Kaloubet, lieber Aramis!

Ich konnte gut nachfühlen, warum Aramis nach dem Erlebten keinen Schlaf findet. Ein Glück, dass Athos an seiner Seite ist und mit viel Einfühlungsvermögen das Richtige sagt. Für den jungen Mann ist es allerdings vor allem ein “Zauberwort”, das in diesem Gespräch alles verändert und seinem Lebensweg eine neue Richtung gibt: Freundschaft. Plötzlich wird ihm klar, dass er hier gefunden hat, wonach er sich sein ganzes bisheriges Leben gesehnt hat: Menschen, zu denen er gehört, die ihn schätzen, denen er etwas bedeutet. Um diesen eben gefunden Schatz zu bewahren, ist er bereit durch jede Hölle zu gehen.

Ich fand es sehr gelungen, dass Ihr diese neue Gefühlslage von Aramis in der Geschichte auch auf die Stimmung und die Geschehnisse auf der Rückreise übertragt. Über allem liegt plötzlich so etwas Heiter-Beschwingtes. Und auch Mireille scheint, mit Hilfe von Porthos Verhandlungsgeschick und Überredungskünsten, ihr Glück gefunden zu haben. Oder zumindest liegt der Weg in eine besser Zukunft greifbar vor ihr.

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort,

kaloubet hat zur Zeit sehr viel zu tun, daher hoff ich mal, es ist in ihrem Sinn, wenn ich noch auf dieses deiner kongenialen Reviews zu den letzten 4 Kapiteln unserer Geschichte antworte:  Freundschaft - ja, sie ist es, sie befreit Aramis aus seiner  Einsamkeit und gibt seinem Leben, wie du schon so richtig sagtest, eine vollkommen neue Richtung. Wahre, aufrichtige Freundschaft ist wohl das Höchste, was eine Mensch einem anderen auf dieser Welt schenken kann, und sie ist seltener und kostbarer als jeder Edelstein. Aramis kann sie deshalb so schätzen, weil er weiß, was es bedeutet, allein zu sein, weil er ihren Mangel in seinem bisherigen Leben nur zu klar und drückend fühlen musste.
Und auch Mireille lacht nun das Glück - ich gebe zu, eine solch positive Wendung der Dinge, sowohl für sie als auch für Aramis, mutet wohl wenig realistisch an. Aber es ist halt so schön, angenehm und verführerisch, das wirkliche, reale Leben in solchen Szenen mal für einige Augenblicke zu vergessen…

Vielen Dank und liebe Grüße!
Aramis   

Rochefort schrieb am 13.10.2014 - 19:29 Uhr zu Kapitel «Abrechnung»:

Liebe Kaloubet, lieber Aramis!

Packend und schonungslos, wie Ihr die Abrechnung mit Farru schildert. Die Passage hat mir sehr gut gefallen; ja, der Agentenalltag kann verdammt hart sein, da spricht mein alter ego aus eigener Erfahrung. ;-))  Sentimentalität oder auch nur Gnade kann man sich oft nicht leisten, wenn man überleben will. Deshalb kann ich das Handeln von Diaz auch nachvollziehen. Farru war kein ehrenhafter Gegner und er hätte jede Schwäche oder Nachsicht seiner Gegenspieler schamlos ausgenützt.

Besonders begeistert hat mich, dass Athos für das geheime Schreiben dasselbe Versteck, nämlich den Hemdkragen, gewählt hat, das auch ich in Gedanken in Erwägung gezogen habe. Wirklich genial, dass Ihr dieselbe Idee hattet. Da sieht man, dass Musketiere doch sehr passable Agenten abgeben! *zwinker*

Schön, dass mein heimlicher Wunsch, Mireilles Schicksal würde eine günstige Wendung nehmen und sie würde die Möglichkeit erhalten, diesem herabgekommenen Bordell zu entfliehen, erfüllt wurde. Ein edler, menschlicher Zug von Aramis, dass er sich für das Mädchen einsetzt, nachdem sie den Freunden so tatkräftig geholfen und dabei ihr eigenes Leben riskiert hat. Dass Aramis nach dem eben Erlebten von düsteren Gedanken heimgesucht wird, war zu erwarten. Ja, es ist wohl ein Unterschied, im fairen Kampf, Mann gegen Mann, zu töten oder Menschen hinterrücks meucheln zu müssen. Dass Aramis trotzdem keine Reue verspürt, empfinde ich irgendwie als aufrichtig und geradlinig. Er will vor sich selbst nicht heucheln, er weiß, dass er tat, was er tun musste, also gibt es auch nichts zu bereuen.

Liebe Grüße

Rochefort

Rochefort schrieb am 09.10.2014 - 15:44 Uhr zu Kapitel «Verführungskünste»:

Liebe Kaloubet, lieber Aramis!

Endlich komme ich wieder einmal dazu, Euch zu schreiben. Das ist wirklich nicht lustig derzeit im Büro… “Odile” und Mireille machen ihr Sache ausgezeichnet, ich musst schmunzeln, wie gekonnt Aramis die Rolle des Freudenmädchens spielt. Diese schauspielerische Leistung verdienet wirklich Respekt, vor allem unter dem Stress, unter dem die beiden stehen. Schließlich hängt von ihrem Geschick möglicherweise das Leben der Kameraden ab.

Die Schurken nehmen das blutige Ende, das sie verdient haben. Verständlich, dass die Musketiere nicht lange fackeln. Im umgekehrten Falle hätten ihre Widersacher auch keine Gnade gekannt.

Sehr gelungen fand ich die Szene im nächtlichen Treppenhaus. Sozusagen die erste intime Berührung zwischen den beiden, aus der Not heraus entstanden - und doch ist die Reaktion darauf eindeutig, auch wenn keiner wahrhaben will, was da in ihm vorgeht, was er da fühlt und in eindringlichster Weise empfindet. Verständlich, dass Aramis zutiefst verwirrt ist. Und Athos erschreckt - er ist viel zu edelmütig um die Unerfahrenheit des Jungen auszunützen. So kommen für ihn nur der Rückzug und die Distanz als einzige mögliche Reaktion auf sein Begehren in Frage. Beide müssen ihre Empfindungen rasch unter Kontrolle bekommen, denn es geht um Leben und Tod - da bleibt keine Zeit, eigene Gefühle auszuloten.

In der Haut von Farru möchte ich nicht stecken. Die Erkenntnis, das Spiel verloren zu haben, muss ziemlich niederschmetternd für ihn sein, denn er hat den Tod vor Augen. Wäre interessant, was der Spanier mit ihm geredet hat. Offenbar kannten die beiden einander schon und waren seit längerer Zeit Gegenspieler. Athos Edelmut, Farru gehen zu lassen, nachdem er geredet hat, gefällt mir. Nur ob es klug ist? Farru ist wohl kein Mann, der eine solche Geste zu würdigen weiß...

Dass Aramis nach Ende des Verkleidungsspiels sorgsam sein Äußeres wieder in Ordnung bringt, bevor er zu seinen Kameraden zurück kehrt, hat mir ein Lächeln entlockt - das passt einfach zu ihm! ;-))

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort, herzliches Beileid für den Bürostress. Sowas ist immer übelst und meistens wenig menschlich. Aber reden wir von was Nettem: Vielen Dank für dein Review!! Nein, Farru gehen zu lassen, ist ganz bestimmt nicht klug, aber Athos neigt zu Edelmut, der manchmal ein wenig selbstmörderisch sein kann. Verweisen wir mal auf Mordaunt ;-) ... Ja, die beiden kommen sich da näher, das konnten wir uns irgendwie nicht entgehen lassen, Aramis in Frauenkleidern lädt einfach zu sehr zu einer solchen Szene ein ;-). Athos bemerkt da wirklich, dass er mehr für den jungen Mann empfindet und auch bei Aramis prickelt es ... doch noch ist keiner bereit, diesen Weg auch zu gehen. Aramis ist großartig in seinem Verkleidungsspiel, ohne ihn wären alle verloren gewesen und Aramis schrieb das auch wirklich ganz mitreißend und überzeugend. Es freut uns, wenn wir dir im Büro einen angenehmen Moment verschaffen konnten - nochmal vielen Dank und viele Grüße

Kalou

AlienorDartagnan schrieb am 24.09.2014 - 23:55 Uhr zu Kapitel «Ausblick»:

Viel Schlaf wird Aramis wohl in dieser Nacht nicht mehr bekommen, wenn er mit Athos in desssen Wohnung geht und sie noch ein Glas Wein trinken. Aber womöglich ist er so aufgeregt, dass er sowieso keinen Schlaf finden würde, und da kann er auch genausogut noch mitgehen. Aramis will ja auch mehr über diesen Eid wissen, was auch verständlich ist, wenn man bedenkt, dass er mit diesem Eid sein ganzes Leben dem Schutz des Königs weiht. Wie Athos ihm bei einem Glas Wein so wahrheisgetreu erzählt…wenn er den Eid ablegt, gehört sein Leben nicht mehr ihm sondern dem König und Treville. Und durch die gefährliche Mission in Bordeaux hat er ja schon einmal einen Eindruck davon bekommen was das für ihn bedeutet. Und Athos hat Recht, nicht der eigene Tod ist das Schlimmste für einen Musketier, sondern das Töten anderer Menschen und dass er womöglich seine Freunde sterben sehen muss und nichts dagegen tun kann. Aramis wird als Musketier häufiger Dinge tun müssen die ihm womöglich zutiefst wiederstreben, und sein Eid wird, wie Athos so treffend bemerkt, keiner sein, der ihn Gott näherbringt, eher im Gegenteil. Ich hoffe wirklich, dass Aramis es sich nach diesem Gespräch nicht noch anders überlegt und den Eid doch noch ablegt. Sicher, es ist kein Eid fürs Leben und ein Musketier kann ihn jederzeit quittieren, doch sicherlich taten das damals die wenigsten, da das einen Gesichtsverlust vor den Kameraden bedeutet hätte und man dann vermutlich als Feigling und Verräter galt wenn man den Dienst quittierte. Ja, Aramis spürte wohl damals schon, dass in ihm immer ein Teil sein würde, der die Erziehung im Priesterseminar nicht ganz verleugnen kann, hier zeigt sich bereits der spätere Abbé, den wir aus dem VAA kennen. Schon damals ahnte Aramis wohl, dass sein Eid nicht für immer sein würde. Er hat bei den Musketieren zwei gute Freunde gefunden, da ist es durchaus verständlich, dass er gerne den Eid ablegen möchte um weiterhin mit ihnen zusammensein zu können, doch genügt das um das Leben als Musketier zu bewältigen? Ist es wirklich das Richtige für ihn? Darüber wird er sich erst noch klar werden müssen. Athos ´Worte sind wirklich äußerst treffend und zeugen auch von eigener bitterer Erfahrung…wohl kaum ein Mann der den Musketieren beitritt, tut dies nur aus edlen, heroischen Motiven heraus. Den meisten erging es wohl genau wie Aramis, dass das Schicksal sie in das Regiment verschlagen hat…bei Athos war es eine unglückliche Liebe und Schuldgefühle wegen eines vermeintlichen Mordes, bei anderen Männern war es möglicherweise so, dass sie nachgeborene Söhne waren, für die vom väterlichen Erbe nichts übrigblieb, Aramis ist also durchaus nicht der Einzige, der nicht aus heroischen Motiven heraus zu den Musketieren kam. Dass ARamis jetzt Schuldgefühle hat ist normal, er muss erst noch lernen damit umzugehen. Aber er ist keineswegs schlechter als die anderen Musketierere, von denen sicherlich jeder so sein eigenes Päckchen zu tragen hat. Sie sind nicht die Helden, für die er sie womöglich gehalten hat, sondern ganz normale Menschen mit Stärken und Schwächen. Und Athos hat genau die richtigen Worte für Aramis Charakter gefunden, er ist eher ein Löwe als ein Lamm, und ein reizbarer Löwe ist im Priesterseminar dauerhaft einfach nicht gut aufgehoben, seinem temperamentvollen Naturell kommt das Leben bei den Musketieren viel mehr entgegen. Aramis sollte auf Athos hören und stolz darauf sein, froh sein, dass er kein Lamm ist, das sich willig zur Schlachtbank führen lässt. Ja, Aramis sollte seinem Naturell gemäß leben und es nicht verleugnen, aus einem Löwen kann man eben kein Lämmchen machen. Aramis wurde wohl von seiner ängstlichen Mutter nach dem Tod des Vaters auf dem Schlachtfeld übermäßig behütet, so dass er nie, wie andere Jungen seines Alters die Möglichkeit hatte, sich im Umgang mit Waffen zu üben und zu lernen mit seinem Temperament umzugehen, seine Mutter hat auch offenbar nicht erkannt, dass das Leben eines Priesters nicht seinem Naturell entsprach und er nicht in ein Priesterseminar gehörte. Umso bewundernswerter ist es, dass Aramis bereits nach einem Jahr so ein guter Fechter geworden ist der durchaus auch schon mit erfahrenen Kämpfern mithalten kann, das zeigt wie ehrgeizig er ist. Armer Athos, seine Vergangenheit macht ihm so sehr zu schaffen, dass er glaubt, für Aramis kein gutes Vorbild sein zu können. Und Aramis hat seine Antwort scheinbar völlig falsch gedeutet und glaubt, dass Athos ihn loswerden wolle. Hoffentlich können sie dieses Missverständnis noch aufklären. Noch weiß Aramis ja nichts von Athos dunkler Vergangenheit und ahnt deswegen nicht, dass Athos aufgrund dieser glaubt, kein gutes Vorbild sein zu können. Athos denkt wirklich sehr schlecht von sich, wie seine Aussage, dass er glaubt kein guter Mensch zu sein beweist. Ich finde, dass Athos ein guter Mensch ist, eben ein ganz normaler Mensch, der auch seine Fehler und Schwächen hat, und damals, als er Mylady erhängte, hat er aus dem Affekt heraus gehandelt, er ist keinesweges ein eiskalter Mörder, der eine hilflose Frau töten würde, wie er wohl selbst von sich denkt, er hat damals einfach die Beherrschung verloren. Das entschuldigt seine Tat zwar nicht, doch es zeigt, dass er keinen schlechten Charakter hat. Er wird seine Vergangenheit eben einfach nicht los, und hat genau wie Aramis mit inneren Dämonen zu kämpfen, die er einfach nicht loswird. Athos hat Recht, die beiden sollten versuchen, sie gemeinsam zu verscheuchen. Ach, das ist so schön geschrieben, dieses intensive Gespräch der beiden, so berührend, vor allem die Umarmung am Schluss. Ich habe beim Lesen richtig mit den beiden mitgefühlt. Und was mir bei euch auch so gut gefällt in euren Geschichten: Ihr versteht es Athos und Aramis Gefühle rüberzubringen ohne dabei in Kitsch abzugleiten, gerade das liebe ich so an euren Geschichten, und auch wie authentisch ihr die Charaktere schreibt, wie sie mit ihren inneren Dämonen zu kämpfen haben. Nun ist also der Grundstein der Freundschaft der beiden gelegt und das war sehr berührend zu lesen. Nun kann Treville am Morgen also einen noch sehr müden, aber sicherlich auch zufriedenen Aramis in die Reihen der Musketiere aufnehmen, das freut mich wirklich für Aramis. Ist die Geschichte eigentlich abgeschlossen, oder kann ich mich über weitere Kapitel freuen? Auf jeden Fall hat es mir sehr gut gefallen und ich muss sagen, dass eure Geschichten wirklich Suchtfaktor haben. In anderen Foren nehme ich es den Usern sehr übel, wenn sie Athos und Aramisslash schreiben, aber bei euch kann ich gar nicht genug davon kriegen, liegt wohl auch daran, dass ihr es einfach sehr gut schreiben könnt, ohne dabei in billigen Kitsch abzugleiten und die Charaktere auch sehr trefflich wiedergeben könnt.

Liebe Grüße

Alienor


Antwort des Autors:

Liebe Alienor, vielen Dank für deine lobenden Worte! Es freut mich sehr, dass dir unsere Geschichten gefallen, und nein, diese hier wird nicht mehr fortgesetzt. Doch wird es ganz bestimmt weitere Geschichten mit Athos und Aramis geben, wir haben einfach zu viel Spaß am Schreiben :-)

Ich halte mich knapp, Family kommt gerade heim, aber ich lese und beantworte ganz bestimmt noch deine anderen Reviews!

Auf jeden Fall danke dafür!

Liebe Grüße

Kalou

AlienorDartagnan schrieb am 24.09.2014 - 23:18 Uhr zu Kapitel «Ausblick»:

Ja, Athos hat Recht, ein Uhr ist wirklich schon spät, die drei Freunde sollten sich nun wirklich zur Ruhe begeben, wenn sie am nächsten Morgen so früh zu der Aufnahmezeremonie erscheinen müssen. Ja, bei dem vielen Wein sind die Stunden dahingeflossen wie nichts, und wenn sie jetzt nicht gehen, sitzen sie am Morgen immer noch im Tannenzapfen. Ich bin schon sehr gespannt wie ihr diese Aufnahmezeremonie beschreiben werdet…ich kann mich noch erinnern, dass die im Borderie Film aus den 60 ern vorkam, da nahm Treville d´Artagnan feierlich in die Reihen der Musketiere auf, wobei er ihn seltsamerweise dafür in den höchsten Tönne lobte, dass er gleich drei Frauen verführt hätte. Das war ein wenig kurios, weil der Hauptmann sowas sicherlich nicht getan hatte, aber ansonsten hat mir die Szene in dem Film sehr gut gefallen. Aber zurück zu diesem Kapitel, ich bin sehr gespannt, wie diese Aufnahmezeremonie in eurer Geschichte aussehen wird. Und nach dieser Zeremonie wird Aramis endgültig zu den Musketieren gehören und nie wieder der schmächtige Priesterseminarist sein. Oje, Aramis schwankt schon, obwohl er den Weingenuss ja an diesem Abend laut eigenen Worten in Grenzen gehalten hat…er verträgt eben noch nicht so viel, was verständlich ist, wenn man bedenkt, dass im Priesterseminar der Wein nicht gerade in Strömen floss. Und er wird wohl noch länger brauchen, bis er sich an den Alkohol gewöhnt hat, er wird wohl noch ein paarmal verkatert sein, bis er endlich trinkfester wird. Porthos hats gut, seine Wohnung ist nicht weit, er kann gleich in die Federn plumpsen und gemütlich eindösen, während Athos und Aramis noch weitergehen müssen. Und sie sollten wirklich nicht lange Wurzeln schlagen, denn das nächtliche Paris des 17. Jahrhunderts, in dem es noch keine Straßenlampen gab, war alles andere als sicher, das war der ideale Tummelplatz für gefährliches Gelichter aller Art. Aramis Gedanken sind hier sehr gut beschrieben, besonders gut gefällt mir der Satz mit den Sternen, die unwandelbar am ewigen Ort bleiben, während sein Leben sich so grundlegend gewandelt hat. Ja, es wird noch eine Weile dauern, bis er sich ganz in seinem neuen Leben als Musketier angekommen fühlt und sich an alles gewöhnt hat.

Review Teil 2 folgt

Liebe Grüße

Alienor


Antwort des Autors:

Liebe Alienor,

vielen Dank für deine wieder so ausführlichen und umfangreichen Reviews zu den letzten drei Kapiteln! Ich weiß jetzt nicht, auf welche davon kaloubet antworten möchte, daher halte ich mich mal hier etwas zurück *hüstel*...

Wir freuen uns sehr, dass du die Geschichte spannend und amüsant zu lesen fandest und die Gefühle unserer beiden Protagonisten in deinen Augen plausibel und nachvollziehbar rüberkamen.
Was Aramis betrifft, hab ich mir vorgestellt, dass es ihm sicher nicht leicht gefallen ist, vom ruhigen, einförmigen, geistlich-religiös orientierten Dasein im Priesterseminar ins deftige, raue Soldatenleben zu wechseln - es scheint mir ziemlich unwahrscheinlich, wenn er da keine entsprechenden Anfangsschwierigkeiten zu überwinden gehabt hätte. Und auch seine tiefe Freundschaft mit Athos und Porthos fällt ihm nicht einfach in den Schoß, sondern muss sich erst entwickeln und bewähren. Diese Entwicklung und erste Bewährungsprobe für den jungen ehemaligen Priesterseminaristen und die beginnende Freundschaft zwischen den drei zukünftigen inséparables haben wir versucht, in dieser Geschichte darzustellen.

Vielen Dank nochmal fürs Lesen und ausführliche Reviewen!
Liebe Grüße
Aramis

AlienorDartagnan schrieb am 24.09.2014 - 23:04 Uhr zu Kapitel «Paris»:

Nach all der Aufregung ist es für die drei Musketiere ja sehr angenehm, dass die Heimreise sich unspektakulär gestaltet, da können sie sich etwas von den Strapazen die sie durchmachen mussten ausruhen. Ich bin ja so gespannt, was in dem Brief steht, den Athos Treville gegeben hat, und was eigentlich hinter dieser ganzen Mission steckt, wofür die drei Freunde die Gefahren auf sich genommen haben. Nein, Athos übertreibt keineswegs wie der Hauptmann glaubt, denn ohne seine Hilfe würden die drei jetzt nicht vor Treville stehen und wären wahrscheinlich immer noch eingekerkert oder längst tot. Dieser “Jungspund” wie Treville ihn nennt, hat wirklich bewiesen, dass er das Zeug zum Musketier hat und dafür sollte er auch mit der Aufnahme in dieses Regiment belohnt werden. Und auch Porthos kann das bestätigen, da müsste der Hauptmann doch ein Einsehen haben. Allerdings sollte Aramis bei dieser Geschichte doch ein paar Details auslassen, dass er sich als Hafenhure verkleiden musste um seine Freunde zu befreien, braucht Treville ja nicht zu erfahren ;)
Oje, der arme Aramis, er tut mir gerade richtig leid…Treville scheint ja darauf zu beharren von ihm genau zu hören was sich alles zugetragen hat…wie soll er da so schnell eine andere Variante erfinden, in der die “Hafenhure Aramis aliais Odilie” nicht vorkommt? Vielleicht sieht er es aber auch zu eng und Treville würde vielleicht sogar herzhaft über die Geschichte lachen. Aramis hat also die ganze Geschichte wahrheitsgemäß dem Hauptmann berichtet, jetzt bin ich mal echt gespannt, wie dieser darauf reagieren wird. Hoffentlich sieht er die Sache locker und kann darüber lachen und Aramis Aufnahme bei den Musketieren ist nicht gefährdet dadurch. Aramis musste das ja tun um seine Freunde zu retten, dafür müsste der Hauptmann doch Verständnis haben. Und ich glaube mich zu erinnern, dass in einem der ersten Kapitel Treville selbst gesagt hat, “die Mission müsse ausgeführt werden, selbst wenn ihr euch dafür als Hafenhuren verkleiden müsst…”
Was für ein Glück, dass Aramis nicht mit seinen Taten prahlt, sich nichts darauf einbildet, denn gerade so kann er bei Treville Pluspunkte sammeln, da dieser ja offenbar Maulhelden nicht ausstehen kann. Und irgendwie findet der Hauptmann die Geschichte ja auch amüsant wie seine Reaktion zeigt und ich habe mich richtig gefreut, dass er Aramis nun in die Reihen seiner Männer aufgenommen hat. Das hat dieser sich auch wirklich verdient :) Und Treville hat genau richtig erkannt, dass Aramis beim Rest des Regiments zum Gespött werden würde, wenn diese von seiner Verkleidung erfahren würden. Ich bin aber sicher, dass Porthos und Athos auch dann darüber geschwiegen  hätten, wenn der Hauptmann sie nicht dazu angehalten hätte, da auch sie wissen müssen, dass die anderen Musketiere sich darüber lustig machen würden. Vor allem dieser Chavigny hätte sicherlich darüber gespottet, wenn er von der Geschichte erfahren hätte. Er scheint ja wirklich andauernd im Tannenzapfen anzutreffen zu sein. War das eigentlich damals wirklich so, dass kein Musketier ohne die Zustimmung des Königs in das Regiment aufgenommen wurde? Ich hoffe für Aramis wirklich, dass der König auf Treville hören und nichts gegen Aramis als Musketier haben wird. Das mit dem Aufenthalt am Meer wegen Halsübels dürfte wirklich etwas unglaubwürdig sein und Gerüchte geben, hoffentlich findet niemand heraus wo die Musketiere wirklich waren. Aber gelogen ists ja nicht, Athos Hals fühlt sich mit Sicherheit ja immer noch ein wenig übel an. Aber ein so vorwitziger Zeitgenosse wie Chavigny wird da sicherlich seine Zweifel haben. Aber Porthos hat Recht, Treville behandelte seine Musketiere wirklich wie Söhne, das steht auch irgendwo am Anfang des Musketierromans. Da wäre es durchaus nciht verwunderlich, wenn er einen oder mehrere Musketiere zur  Kur ans Meer schickt. Und so eine Kur musste ja auch später bei der Englandmission als Vorwand herhalten, war es da nicht auch Athos, der angeblich wegen Unwohlsein ein Kurbad aufsuchen musste, wobei die anderen ihn begleiteten? Das ist sehr schön geschrieben, wie aus zwei Freunden drei wurden, die drei Unzertrennlichen die wir aus dem ersten Roman kennen. Aramis ist keineswegs ein kleiner scheuer Kater in einem Rudel großmächtiger Löwen, das hat er jetzt in Bordeaux bei dieser Mission bewiesen, er ist Porthos und Athos ebenbürtig und hat ihre Freundschaft wirklich verdient. Aramis muss endlich den schmächtigen Priesterseminaristen der er einst gewesen ist hinter sich lassen dann kann aus ihm ein richtiger Musketier werden. Ein sehr schönes Kapitel, das mich wieder sehr berührt und auch zum Schmunzeln gebracht hat. Eure Geschichte hat mich wieder so in den Bann gezogen, dass ich ganz vergessen habe, dass ich eigentlich “Unter the Dome” zu Ende gucken wollte. Erst die WM, dann die Serie..ihr schafft es immer wieder, mich mit euren Geschichten so zu begeistern, dass ich alles um mich herum vergesse und nicht mehr aufhören kann zu lesen, das ist wirklich eine reife Leistung.

Liebe Grüße

Alienor


Antwort des Autors:

Liebe Alienor, also, wir wollten dich nicht vom Fernsehen abhalten ;-). Aber es freut uns, wenn es uns gelungen ist ;-). Ja, Tréville wollte Athos auch im Roman ans Meer schicken, aber wegen seiner Schulter, das ist ein wenig glaubhafter ;-). Ein Halsübel - naja ... zum Glück fragt niemand nach ;-).

Tréville kann Spaß vertragen, denke ich, und vor allem gilt: Mission gut, alles gut. Was den Status angeht, so musste der König zustimmen, klar, es war ja seine Leibgarde.

Danke für dein Review, liebe Grüße

Kalou

AlienorDartagnan schrieb am 24.09.2014 - 22:23 Uhr zu Kapitel «Rückreise»:

Und auch Aramis kann nicht schlafen, er muss erst einmal damit fertig werden, dass er morden musste, um seinen Auftrag erfüllen zu können. Aber er hatte ja wirklich keine Wahl, da es für ihn und seine Freunde um Leben und Tod ging. Aber es ist natürlich für ihn nicht leicht mit seinem neuen Leben als Musketier fertig zu werden, in den letzten Tagen hat er so vieles erlebt, was er während seiner Zeit im Priesterseminar für unmöglich gehalten hätte. Ein heorischer, eines Soldaten würdiger Kampf…womöglich hatte Aramis das aus den Büchern, die er im Priesterseminar vermutlich gelesen hat. Er kann noch nicht wissen, dass es so etwas wie einen heroischen Kampf nicht gibt, dass es niemals heroisch ist zu töten, egal auf welche Weise. Er hatte wohl völlig andere Vorstellungen von dem Leben als Musketier und es ist nicht einfach für ihn, dass nun alles so ganz anders ist als er geglaubt hat. Sicher, Aramis hat sich nicht anders verhalten als seine Gegner…aber hatte er denn eine Wahl? Hätte er das nicht getan, wären sowohl er als auch seine Freunde jetzt tot, das sollte er auch bedenken. Aber es spricht natürlich für ihn und macht ihn sympathisch, dass er ein schlechtes Gewissen hat wegen der Morde, das zeigt, dass er sich trotz dessen, was er tun musste weil er keine andere Wahl hatte, seine Menschlichkeit bewahrt hat. Er wird als Musketier noch häufig töten müssen und es wird nicht leicht für ihn werden, vor allem dann wenn er zum ersten Mal in eine Schlacht ziehen muss, wird es die Hölle für ihn sein. Athos hat es genau auf den Punkt gebracht, sie hatten keine andere Wahl, die Mission musste erfüllt werden. Aramis könnte einen Schluck Cocnac jetzt wirklich gebrauchen, nach allem was er durchgemacht hat. Er hat seine erste Bewährungsprobe als Musketier glänzend bestanden, aber es wird wohl eine Weile dauern, bis er damit fertig geworden ist, dass das Leben als Musketier eben nicht wie er glaubte nur aus heroischen Heldentaten besteht. Er ist jetzt ein Soldat und deren Metier ist nun einmal leider das Töten, damit wird er zurechtkommen müssen. Ja, das Leben als Soldat ist wohl wirklich nur mit Alkohol zu ertragen, das hat Aramis jetzt erkannt, und bestimmt wird er sich noch häufig fragen, ob es wirklich die richtige Entscheidung war, ein Musketier zu werden. Aramis Zweifel sind wirklich nur natürlich für jemanden der frisch aus dem Priesterseminar kommt, wo man ihm von klein auf beigebracht hat “Du sollst nicht töten”.
Das nächtliche Gespräch zwischen Aramis und Athos habt ihr sehr gut geschrieben, und besonders gut gefiel mir, wie Aramis am Ende sagte, dass er bei den Musketieren bleiben will, weil er seine Freunde nicht im Stich lassen will, das macht ihn sehr sympathisch :) Es wird sicherlich nicht immer leicht für ihn sein bei den Musketieren, aber er hat zwei gute Freunde gewonnen, die er jetzt natürlich nicht wieder verlieren will. Athos hat Aramis als Freund bezeichnet, und da ist ihm wohl klar geworden, dass er jetzt endgültig zu den Musketieren gehört und Athos und Porthos nicht im Stich lassen möchte.
Ich bin wirklich sehr erleichtert, dass die Freunde aus der Stadt gekommen sind, ohne dem Hurenwirt und Madame Boulette in die Hände zu fallen. Athos hat bereits intensive Gefühle für Aramis entwickelt, aber natürlich wagt er es nicht diese offen zu zeigen, weil das für einen Mann im 17. Jahrhundert leider böse enden konnte, da ist es nicht verwundertlich, dass er diese Gefühle erst einmal wie einen Schatz in seinem Herzen verwahrt. Und auch Porthos scheint verliebt zu sein…ich habe den Eindruck, dass er Gefallen an Mireille gefunden hat…so ein schönes junges Mädchen würde ja auch viel besser zu ihm passen als die alternde, geizige Coquenard. :) Ich bin mal gespannt, ob sich da etwas zwischen den beiden anbahnt. Aramis hatte also im Priesterseminar keine Freunde, was aber nicht verwunderlich ist, bei der strengen Erziehung die die Jungen dort erhielten, bahnten sich wohl nicht viele Freundschaften an, und das Leben dort war wohl sehr bedrückend und einsam für ihn. Umso schöner ist es, dass er jetzt zwei gute Freunde gefunden hat und nie wieder in das Seminar der Jesuiten zurüdk muss. Das hat Porthos wirklich klug eingefädelt, nun hat Mireille als Händlerin eine gute, abgesicherte Zukunft und muss nie mehr ihren Körper an irgendwelche Männer verkaufen. Ich musste etwas schmunzeln, als Porthos dem Winzer sagt, dass Mireille in den besten Häusern von Bordeaux gearbeitet hat..wie gut, dass er nicht weiß, was für Häuser das sind ;) Porthos hat das wirklich sehr gut gemacht, hat dem Mädchen seine Zukunft gesichert, für Mireille war es ein großes Glück, dass sie den drei Freunden begegnet ist. Sie kann nun selbst entscheiden, was sie tun möchte und dass der Winzer auch noch stattlich ist, macht es für sie noch leichter. Nie wieder wird sie in die Fänge eines Hurenwirtes geraten, und man freut sich beim Lesen wirklich für sie mit. Nach all dem Elend in diesem grässlichen Hafenbordell hat Mireille eine glückliche Zukunft wirklich verdient. Tja…Porthos ahnt zu diesem Zeitpunkt noch ncihts von Athos Gefühlen für Aramis, er glaubte wohl tatsächlich, dass Athos möglicherweise Gefallen an dem Mädchen gefunden hatte. Ich denke auch, dass Porthos ein guter Händler geworden wäre, er scheint wirklich Talent zum Verhandeln zu haben. Besonders gut gefällt mir Aramis abschließender Satz, dass er seinem Weg folgen will, wohin er ihn auch führen mag…ich bin sicher, dass er die richtige Enscheidung treffen wird. Ich freue mich schon, jetzt noch die beiden anderen Kapitel zu lesen.

Liebe Grüße

Alienor


Antwort des Autors:

Liebe Alienor, erstmal vielen Dank für alle deine Reviews, auch die vorherigen, die ich natürlich gelesen habe. Es freut mich sehr, dass wir es schafften, die Spannung zu halten, deine Kommentare zeigen, dass du nicht mit allen Entwicklungen gerechnet hast, uff, das ist gut, wenn wir nicht zu vorhersehbar schreiben ;-). Auch dass du die Art und Weise, in der wir die beiden Hauptcharaktere schreiben, als angemessen empfindest, freut mich sehr, immerhin ist es eine Art Paralleluniversum und ein wenig ooc. Für Aramis ist diese ganze Entwicklung nicht einfach und hier offenbart sich eine Übereinstimmung der beiden - denn beide hadern mit ihrem Schicksal, wenn auch aus grundverschiedenen Gründen. Auch deswegen finden sie zueinander ...

Nochmal danke für´s Lesen und Reviewen

Liebe Grüße

Kalou

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