Artagnan.de - Fanfiction zu Dumas' drei Musketieren

Reviews zu «Das Geheimnis der Duchesse»

Rochefort schrieb am 08.07.2014 - 12:52 Uhr zu Kapitel «Das Geheimnis der Duchesse»:

Liebe Alienor, lieber Aramis!

Eine gelungende und berührende Geschichte! Ich fand es immer sehr bedrückend, dass Raoul in Afrika einen so sinnlosen Tod stirbt. Schön, dass Ihr hier seinem Schicksal eine andere Wendung gebt.

Die innige Zuneigung von Raoul zu Madame de Chevreuse entstand sicherlich dadurch, dass er ihre tiefe, mütterliche Zuneigung all die Jahre über fühlen konnte, unbewusst freilich, aber deswegen nicht weniger intensiv. Ein Glück, dass er den Entschluss fasste, sich auch von ihr zu verabschieden, obwohl er wusste, dass diese Begegnung schmerzlich sein würde. Mit dem Einfühlungsvermögen einer Frau und Mutter hat sie sofort erkannt, was den anderen Freunden Raouls nicht aufgefallen ist, nämlich, dass der junge Mann zutiefst traurig und verzweifelt ist. All seine Verstellungskunst war hier vergebens.

Als Raoul ihr sein Leid gebeichtet hatte, konnte sie im Grund gar nicht anders, als ihr Geheimnis zu lüften. Nur etwas sehr Einschneidendes konnte den Unglücklichen jetzt noch davon abhalten, in den Tod zu gehen. Dass Raoul so unverhofft erfährt, wer seine leibliche Mutter ist und ihre klugen, einfühlsamen Worte rütteln ihn genügend auf, um seinen Entschluss rückgängig zu machen.

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort,
vielen Dank fürs Lesen und dein einfühlsames Review!! Wir freuen uns sehr, wenn diese Geschichte in deinen Augen gelungen wirkt! Ja, Raouls Ende im VdB ist wahrhaftig viel zu traurig, außerdem taucht die Chevreuse dort dezidiert auf, und daher scheint es ziemlich seltsam und verwunderlich, dass Raoul und Marie einander im Roman nie treffen. Ein solches Treffen zwischen Mutter und Sohn herbeizuführen, ist die Grundidee dieser Geschichte. Ja, es war wohl die Fügung eines gnädigen Schicksals, dass Raoul beschließt, vor seinem Aufbruch nach Afrika noch einmal Madame de Chevreuse aufzusuchen. Ich denk mal, ihre Offenheit ihm gegenüber und ihr nunmehriges Eingeständnis, seine Mutter zu sein, haben letztlich sein Umdenken in Beziehung auf Louise und die Liebe schlechthin bewirkt.

Nochmal Danke und liebe Grüße!
Aramis

 

kaloubet schrieb am 07.07.2014 - 19:13 Uhr zu Kapitel «Das Geheimnis der Duchesse»:

Eine sehr gute Idee, dieses Gespräch! Was der Vater nicht vermag, vermag vielleicht die Mutter? Ihr schildert sehr überzeugend die Umstände, die dazu führten, dass Raoul im Ungewissen blieb, und nun, auch wenn er sich in der Vergangenheit sehr zu Marie hingezogen gefühlt hat, müssen ihm ja wahrhaft die Schuppen von den Augen fallen! Vielleicht ist es auch ein wenig diese seltsame Liebesgeschichte, die ihn überzeugt, dass es mehr auf der Welt gibt, als eine einzige Wahrheit, denn seine Eltern sehen sich ja auch nur sehr sporadisch und der Beginn ihrer Beziehung war ein Zufall, der tatsächlich der Komik nicht entbehrte. So erkennt er, dass es durchaus mehrere Wege geben kann ... und dass eine Sackgasse nicht unbedingt den Weltuntergang bedeutet.

Liebe Grüße

Kalou


Antwort des Autors:

@Kalou

Danke für dein Review. Das freut mich, dass es uns gelungen ist, die Umstände die dazu führten, dass Raoul nicht seine wahre Identität erfuhr, überzeugend zu schildern. Für Raoul war es ja wirklich eine Überraschung, er hatte bereits jahrelang ein besonders inniges Verhältnis zur Herzogin, wäre jedoch nie auf die Idee gekommen, dass sie seine Mutter ist. Durch die wirklich sehr ungewöhnliche Geschiche seiner Eltern konnte Raoul wirklich viel lernen, er hat jetzt auch begriffen, dass der Zufall im Leben zu Wendungen führen könnte, mit denen er nicht gerechnet hat. Ihm ist klar geworden, dass Louise es nicht wert ist, in Afrika sinnlos sein Leben wegzuwerfen. Er hat jetzt wirklich erkannt, dass eine Sackgasse nicht den Weltuntergang bedeutet und wird die Herzogin, die nun nicht nur eine gute Freundin, sondern auch seine Mutter ist, gewiss noch häufig besuchen. Aramis wird ihren Teil des Reviews per PM beanworten, ich finde die Herzogin hat sie sehr gut getroffen in dieser Geschichte. Ich hatte mir schon immer gedacht, dass es schade ist, dass Raoul und die Herzogin im VdB keinerlei Kontakt mehr hatten, deswegen bin ich froh, dass ich mit ihr diese Geschichte schreiben konnte. Beim Lesen des VdB habe ich mich immer gefragt, ob sie vielleicht das geschafft hätte, was Athos nicht gelungen ist.

Liebe Grüße

Alienor


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