Artagnan.de - Fanfiction zu Dumas' drei Musketieren

Reviews zu «Der Weinkeller zu Amiens und andere Prüfungen»

Rochefort schrieb am 23.01.2018 - 11:37 Uhr zu Kapitel «Kapitel 7»:

Liebe Kaloubet, lieber Aramis!

Ich kann Aramis sehr gut nachfühlen, wie hart es ihn ankommt, das eben so glücklich erworbene edle Pferd gleich wieder verkaufen zu müssen - und das weit unter seinem Wert, denn Herbergskosten und Arzthonorar können doch trotz allem nie an den Preis eines solchen Vollblüters heranreichen.  Athos sieht die Sache hingegen ganz und gar pragmatisch. Schade, dass Rochefort nicht in der Nähe war, er hätte die Pferde sicher nur allzu gern gekauft, obwohl - ich fürchte, in dieser Episode ist er gerade gar nicht gut auf die vier Freunde zu sprechen *zwinker*!

Wenn Porthos in Erscheinung tritt, muss man immer sofort schmunzeln. Der Hüne verbreitet einfach Heiterkeit, egal wie trist eine Situation auch sein mag. Und seine Umarmungen können einem Mann, dessen Gesundheit etwas angeschlagen ist, in der Tat gefährlich werden! ;-))  Ein humorvolles und herzerwärmendes Kapitel über das Wiedersehen der vier Unzertrennlichen!

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort,

jawohl, *seuuufz*, der Verkauf dieses Pferdes kostet Aramis Herzblut, und es ist wirklich schade, dass der Comte de Rochefort da nicht zur Stelle war ;) - aber du hast recht, grad nach der Affäre mit den Ferrets ist es wohl besser, wenn die Freunde ihm nicht vor die Augen kommen *hüstel*....

Porthos musste einfach mit rein, wir wollten ihn und seinen unverwüstlichen Charme unbedingt dabeihaben, und dass die vier Freunde nach all den Unannehmlichkeiten und Gefahren nun endlich wieder vereint sind, hielten wir für einen passenden Abschluss unserer Geschichte.

Vielen lieben Dank für dein Interesse und dein unermüdliches Lesen und Reviewen! Wir freuen uns wirklich sehr darüber!
:)

Liebe Grüße
Aramis

Rochefort schrieb am 22.01.2018 - 15:30 Uhr zu Kapitel «Kapitel 6»:

Liebe Kaloubet, lieber Aramis!

Kein übler Plan, den Athos sich da zurecht gelegt hat: Aramis als Beistand für seine Kriegskameraden, um ihnen in den dunkelsten Stunden Kraft zu geben und ihre Seelen vor Laster und Verdammnis zu bewahren- und dieser erkennt natürlich sofort, worauf sein Freund hinaus will und steuert mit Klugheit und Fingerspitzengefühl die richtigen Argumente bei. Besonders der Hinweis, dass Aramis diese Zeit sozusagen als Prüfstein auf seinem Weg zum Priesteramt sieht, verfehlt seine Wirkung nicht - auch wenn der Rektor, im Gegensatz zu seinem Kollegen - eine wahrhaft harte Nuss in diesem Disput ist!

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort, vielen Dank für dein Review! Ich habe es gleich auf dem Handy gelesen und mich drüber gefreut, kam aber noch nicht zum Antworten (aufm Handy ist das zu mühselig). Ja, wir haben uns gefragt, was Aramis noch aus den Klauen des Rektors retten kann, denn der hätte diesen Novizen natürlich zu gerne bei sich bzw. im Konvent behalten. Verständlich bei den Qualitäten, die Aramis mitbringt. Der einzige Ausweg erschien uns in dieser Argumentation, die ja so falsch nicht ist ;)

Nochmals danke für´s Lesen und Reviewen

Liebe Grüße

Kalou

Rochefort schrieb am 17.01.2018 - 13:58 Uhr zu Kapitel «Kapitel 5»:

Liebe Kaloubet, lieber Aramis!

“... die Geistlichkeit, die man rief, wurde man so leicht nicht wieder los!” Köstlich, diese Abwandlung des bekannten Zitats! *schmunzel* Und leider nur allzu wahr, wie sich hier bald herausstellt. Ich fürchte, die Freunde haben die Hartnäckigkeit der beiden Diener Gottes unterschätzt und Athos hat nicht Unrecht, dass ein guter Plan vonnöten ist. Denn der Einfluss der Jesuiten ist in der Tat weitreichend genug, um einem Mann seine Zukunft ein für allemal zu verbauen…

Die Schilderung des gemeinsamen Abendessens ist wunderbar humorvoll. Treffend kommen die beiden gegensätzlichen Temperamente der Geistlichen zum Ausdruck. Der Pfarrer ist dabei der bei weitem harmlosere Gegner. Bei ihm könnte die Strategie, ihn mit einem opulenten Mahl einzulullen funktionieren. Aber bei dem Jesuiten…

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort,

vielen Dank fürs Weiterlesen und deine beiden treffenden Reviews! :) Ja, wir dachten uns, dass die beiden Geistlichen, vor allem der Herr Rektor, sicher nicht so rasch aufgeben werden, und dagegen ist in der Tat eine gute Strategie vonnöten ;). Aber ein Gastmahl ist natürlich sehr geeignet, um eine behagliche Atmosphäre zu schaffen, in der man dann womöglich zu einer annehmbaren Lösung finden kann…
Diese Episode fußt auf der gewissen Passage in den 3M, in der Aramis auf die Frage seiner Freunde, was er denn mit seinen beiden Geistlichen gemacht hätte, behauptet, er hätte sie zum Essen eingeladen und sie betrunken gemacht - daraufhin hätten sie ihm verboten, die Musketiere zu verlassen, und der Jesuit wollte sich gar dort aufnehmen lassen. Naja, wer`s glaubt? ;)

Liebe Grüße
Aramis 

Rochefort schrieb am 17.01.2018 - 13:47 Uhr zu Kapitel «Kapitel 4»:

Liebe Kaloubet, lieber Aramis!

Der Wechsel zwischen tiefsinnig-ernsthaftem Gespräch der beiden Freunde und den eingestreuten heiteren Szenen in diesem Kapitel ist besonders gelungen. Armer Aramis, es ist wirklich starker Tobak, was er hier von Athos zu hören bekommt. Umso mehr muss ihn das Gesagte erschüttern, da er doch weiß, dass der Freund ihn nie belügen würde. Es muss also hinter seinen Worten auch tatsächlich Erlebtes stecken und das verstört Aramis, der so gern an das hehre Ideal der Liebe glauben möchte, zutiefst.

Besonders nett ist die Szene, in der Aramis die derangierte Haarpracht seine Freundes wieder in Ordnung bringt. ;-)

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort, wir haben uns vorgestellt, wie Athos vermutlich aussah - nach zwei Wochen im Keller - und das muss furchtbar gewesen wein. Vermutlich waren seine Haare so verfilzt, dass sie ein prächtiges Rattennest abgegeben hätten - zum Glück hält Aramis gegen, denn Athos hätte sie abgeschnitten ;) Was seine Bemerkungen angeht, ist er tatsächlich absolut desillusioniert und mehr als das, er ist kaum mehr fähig, Frauen realistisch zu betrachten. Das ist für Aramis, der auf der anderen Seite der Waage steht und so ganz das Gegenteil glauben möchte, in der Tat schwer zu verdauen. Dass er seinen Freund dafür nicht einfach untertaucht, ist ihm hoch anzurechnen ;)

Ganz liebe Grüße und danke!

Kalou

Rochefort schrieb am 11.01.2018 - 14:05 Uhr zu Kapitel «Kapitel 3»:

Liebe Kaloubet, lieber Aramis!

In diesem Kapitel treffen in Bezug auf das Thema Frauen wahrhaftig zwei Gegenpole aufeinander, wie sie extremer nicht sein könnten: Athos mit seiner rabenschwarzen Sichtweise des schönen Geschlechts und seinem durch bitterste Erfahrung ausgelösten Frauenhass und Aramis, der die Frauen und die Liebe zu ihnen völlig realitätsfern überhöht und sie sozusagen auf ein unerreichbares Podest hievt gleich den Minnedichtern des Mittelalters.

Und da Aramis Athos über alle Maßen schätzt und respektiert, muss dessen düsterer Pessimismus zu diesem Thema umso verstörender auf den jungen Mann wirken.

Sehr berührend auch die Schilderung der zarten Andeutungen des Sich-zueinander hingezogen-Fühlens der beiden Freunde und der Verwirrung, die diese Empfindung in ihnen auslöst.

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort,

ja, die beiden mögen einander, mehr als sie ahnen, und daher trifft Athos` Pessimismus Aramis auch viel härter als die frauenverachtenden Äußerungen eines jeden anderen. Sie befinden sich, wie du schon so treffend sagtest, auf vollkommen konträren Positionen, beide glauben, die richtige Anschauung in Sachen Frauen und Liebe zu haben, und gleichzeitig spüren sie, wie da im Disput plötzlich etwas von ihnen Besitz ergreift, das sie sich nicht erklären können. Es ist für beide eine Ausnahmesituation: Athos wäre beinah einer Alkoholvergiftung erlegen, und Aramis trägt an den Folgen seiner schweren körperlichen und seelischen Verwundung. Das macht sie beide offener füreinander, empfänglicher, zum Teil auch mitteilsamer, aber auch schwermütiger als im “normalen” Leben…

Vielen lieben Dank für dein Weiterlesen und dein einfühlsames Review! :)
Liebe Grüße
Aramis  

Rochefort schrieb am 10.01.2018 - 15:19 Uhr zu Kapitel «Kapitel 2»:

Liebe Kaloubet, lieber Aramis!

Dass der völlig derangierte Zustand - sowohl körperlicher als auch seelischer Natur - ihres Gefährten Athos die beiden jungen Männer aufs Äußerste irritiert, ist gut nachvollziehbar. Und in d’Artagnan schüren Athos’ unheilvolle Andeutungen zusätzlich natürlich die bange Sorge um Constance. Der Gascogner liebt noch mit aller heftigen Inbrunst und Begeisterungsfährigkeit der Jugend.

Die hartnäckigen Versuche von Aramis und Planchet, Athos zum dringend notwendigen Bad zu überreden, sind sehr erheiternd zu lesen, ebenso wie das wiederholte störende Hineinplatzen des servilen Wirtes und die auftretenden Garderobeprobleme. *zwinker*

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort, in der Tat ist Athos´ Zustand nicht gerade, hm, vorbildhaft. Das wirkt d´Artagnans Verehrung ein wenig entgegen ;) und auch der arme Aramis muss hier die ersten bitteren Erfahrungen machen. Er ist schon so in Sachen Frauenwelt recht unsicher unterwegs, Athos´ Kommentare dazu werfen ihn natürlich noch mehr aus der Bahn, wohingegen d´Artagnan freu und fest zu Constance steht :). Er hat ja Recht, sie war es wert ;). Was das Bad angeht, so fanden wir, dass Dumas ein wenig oberflächlich über Athos´ Zustand hinwegging (ohne ihn kritisieren zu wollen, meine Güte, das läge uns fern), aber nach zwei Wochen im Keller ist sein olfaktorischer Zustand ganz sicher eine Zumutung (vermutlich wäre er es auch damals schon gewesen). Also tut ein Bad mehr als not ;) und Aramis erweist sich da ja als herrlich resolut.

Dir ganz herzlichen Dank für´s Lesen und Reviewen

Liebe Grüße

Kalou

Rochefort schrieb am 10.01.2018 - 15:10 Uhr zu Kapitel «Kapitel 1»:

Liebe Kaloubet, lieber Aramis!

Eine wunderbare alternative Erzählung der Episode in Amiens. Ich kann die beiden Engländer verstehen -  hier wird Ihnen nicht gerade ein Musterbild des kultivierten Frankreich geboten *schmunzel*. Eure detaillierten Schilderungen der Geschehnisse, sowohl über als auch unter der Erde sind köstlich und pointiert. ;-)) 

Der Wirt tut mir ehrlich leid, denn er konnte ja im Grunde wirklich nichts für das ganze Malheur. Was hätte er denn gegen die Weisung der Behörden tun sollen? 

Dass die Ratte am Anfang des Kapitels nicht sterben musste, fand ich übrigens besonders nett! :-))

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort,

ja, wir wollten die Sache mit dem Weinkeller mal ein wenig unter die Lupe nehmen und haben uns dabei ausgemalt, wie diese Episode in Amiens vielleicht abgelaufen wär, wenn Aramis d`Artagnan nach Amiens begleitet hätte. Du hast natürlich recht, der Wirt ist arm dran, und wir haben leider wenig dazu beigetragen, sein Unglück zu vermindern *hüstel*. Er konnte ja den Befehl von oben ja nicht gut verweigern…
Für die reisenden Herren Engländer ist das Ganze wohl ein gelinder Kulturschock! *kicher*
Die Szene mit Athos und der Ratte stammt von kaloubet, ich find sie total klasse und sehr lebensnah! ;) 

Vielen Dank für dein Lesen und dein freundliches Review! Wir freuen uns, wenn dir dieses Kapitel gefiel! :)
Liebe Grüße
Aramis

duchesse schrieb am 20.12.2017 - 22:41 Uhr zu Kapitel «Kapitel 6»:

Hallo kaloubet und Aramis,

nachdem ich jetzt das 5. und 6. Kapitel gelesen habe, bin ich mir ziemlich sicher, dass Dumas euch die Freiheit nachsehen würde, diese Szene so umzuschreiben, denn das Gespräch der drei Freunde mit dem Pfarrer und dem Jesuiten ist einfach herrlich amüsant! Der verfressene Pfarrer, der seinem Kollegen alles nachquatscht wie ein Papagei; Athos mit einer wahrlich bühnenreifen Schauspielleistung; der gestrenge Rektor, dem die ganze Angelegenheit zusehends entgleitet ; Aramis, für den so viel auf dem Spiel steht - das alles ist großartig geschrieben! Hat mir großen Spaß gemacht, das zu lesen :-)

Liebe Grüße

duchesse


Antwort des Autors:

Liebe duchesse, ganz herzlichen Dank für deine Reviews zu dieser kleinen Spielerei :) Es freut uns, wenn dir die Geschichte gefiel! Ich gestehe, dass ich es immer seltsam fand, dass Athos so unversehrt aus dem Keller auftauchte und auch Aramis schickt die zwei Geistlichen erstaunlich schnell zum Teufel. Das wollten wir versuchsweise ein wenig ändern ;)  - und fanden es ebenfalls sehr amüsant, das Ganze zu schreiben.

Entschuldige meine späte Antwort und nochmal danke fürs Lesen und Reviewen - und ein schönes Weihnachtsfest wünsche ich dir :)

Liebe Grüße

Kalou

duchesse schrieb am 18.12.2017 - 22:31 Uhr zu Kapitel «Kapitel 4»:

Hallo kaloubet und Aramis,

ach, typisch Athos… seine Ansichten über Frauen machen mich immer ein klitzekleines bisschen wütend. Am liebsten möchte man ihn aus seiner Badewanne fischen und kräftig durchschütteln. Ja, er hat mit Mylady verdammt schlechte Erfahrungen gemacht, die man seinem ärgsten Feind nicht wünscht. Ja, natürlich gibt es Frauen, die es nur darauf anlegen, Männern das Herz zu brechen. Aber ist es ihm überhaupt schon jemals in den Sinn gekommen, dass es UMGEKEHRT auch FRAUEN gibt, die unter dem Verhalten der MÄNNER leiden?! Es ist ja wohl keine exklusiv weibliche Erfindung, jemand anderen zu verführen, um ihn/sie nach Strich und Faden auszunutzen und anschließend fallenzulassen. Mit welchem Recht glaubt der Kerl, das ganze weibliche Geschlecht auf diese Art vorverurteilen zu dürfen und diese entzückenden Ansichten gleich noch seinen jüngeren Freunden als Instruktion an die Hand zu geben?! Gut, dass wenigstens Aramis hier widerspricht, aber auch er scheint zutiefst verunsichert…

Liebe Grüße

duchesse


Antwort des Autors:

Liebe duchesse,

ja, Athos` Ansicht über Frauen ist starker Tobak und vom weiblichen Standpunkt aus betrachtet kaum zu tolerieren. Doch seine Meinung über das weibliche Geschlecht ist auch ein Prüfstein für Aramis` intime Beziehung zu Marie, denn diese ist bei weitem nicht so gefestigt wie Aramis es sich wünscht. Athos` Äußerungen verunsichern ihn daher zutiefst, wie du in deinem Review bereits angemerkt hast, und das mit gutem Grund - seine Liebe zu Marie ist idealistisch überhöht, und Athos versucht daher, seinen jungen Freund auf den Boden der Tatsachen (oder was er unter Tatsachen versteht) zu holen, um ihm zukünftigen Liebeskummer und Leid zu ersparen.

Vielen Dank für dein Weiterlesen und dein Review!
Liebe Grüße
Aramis

duchesse schrieb am 17.12.2017 - 22:40 Uhr zu Kapitel «Kapitel 2»:

Hallo kaloubet und Aramis,

wieder ein sehr schönes Kapitel! Ich finde vor allem die Gratwanderung zwischen Tragik und Komik bemerkenswert gut gelungen: einerseits schmunzelt man über den armen Aramis, der - selbst (noch?) ohne Promille - es zwischen übereifrigen Gastgebern und stockbesoffenen Kameraden aushalten muss; andererseits sind die Beweggründe von Athos und d’Artagnan, sich dermaßen vollaufen zu lassen, ja durchaus alles andere als komisch. Beide Facetten kommen gleichermaßen gut rüber!

Liebe Grüße

duchesse


Antwort des Autors:

Liebe duchesse,

wir hatten durchaus unsern Spaß beim Schreiben, schön, wenn das entsprechend rüberkam;) Wobei ich gestehe, dass die lustigen Episoden fast alle aus der Feder von Aramis stammen ... deren Alter Ego in dieser Geschichte durch einige Prüfungen wandern muss ;)

Danke fürs Lesen und Reviewen

Liebe Grüße

Kalou

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