Artagnan.de - Fanfiction zu Dumas' drei Musketieren

Reviews zu «"Die Gräfin de Winter"»

kaloubet schrieb am 19.08.2014 - 21:28 Uhr zu Kapitel «Phönix aus der Asche»:

Ah, nun ist es also entschieden, Mylady tritt in Richelieus Dienste. Sehr schön fand ich den Vergleich mit dem Juwel und der Fassung, das passt sehr gut! Auch, dass Richelieu abwartet, ob sie sich billig anbiedert oder Haltung bewahrt, fand ich sehr überzeugend. Mylady hat sich, nach der schlechten Nachricht, sehr schnell gefangen, nun, das ist man von ihr gewöhnt, sie hat aber Haltung bewiesen, auch das passt zu ihrem Charakter. Der einzige Satz, den ich etwas seltsam fand, an dieser Stelle, war das mit dem Platz an der Sonne - war das nicht Wilhem II, der ihn geprägt hat? Er passt zwar inhaltlich, aber im historischen Kontext finde ich ihn nicht ganz so passend, er erinnert einfach zu sehr an die deutsche Kolonialpolitik. Doch das dürfte Haarspalterei sein, verzeiht.

Liebe Grüße

Kalou

AlienorDartagnan schrieb am 13.08.2014 - 20:46 Uhr zu Kapitel «Phönix aus der Asche»:

Und auch die Worte des Kardinals sind sehr treffend..dass er sich mit einem zersplitterten Juwel nicht abgeben würde, sonder nur mit einem, dass umso schöner ist, wenn es in einer neuen Fassung strahlt, was auf Mylady sicherlich zutrifft, wenn sie in seine Dienste tritt. Und Mylady als Juwel in dem Diadem das die Stadt Paris ist, das klingt wirklich sehr sehr passend. Ich glaube nicht, dass Mylady für ihre Entscheidung viel Zeit braucht, ihr wird längst klar geworden sein, dass sie nur so wieder aufsteigen und ihre Schulden hinter sich lassen kann. Ein Angebot das viele Türen öffnet, wie sie es selbst so treffend formuliert. Ja, sie wird als Agentin des Kardinals wirklich finanziell unabhängig sein, am Hofe eine repräsentative Stellung einnehmen, ein Leben wie es ganz nach ihrem Geschmack sein dürfte. Und sie weiß schon jetzt, dass sie sich bei Hofe behauptet wird, die Schlangengrube des Königshofes macht ihr keine Angst, das passt zu ihrem Charakter.
wie ich vermutet hatte..sie musste gar nicht lange überlegen, das Juweil am königlichen Hof wird nun also bald erstrahlen und alle anderen in den Schatten stellen. Und es passt auch zu Mylady, dass sie sich sehr interessiert und sehr genau den Goldring des Kardinals anschaut, als sie diesen küssen soll, ihr dessen Schmiedearbeit und die Fassung genau auffällt…bis sie den Ring graziös küsst, hat sie ihn genau angeschaut und bald wird sie sich selbst goldene Ringe leisten können.Nun ist Mylady also die Agentin des Kardinals, ich bin gespannt, wie ihr erster Auftrag aussehen und wie sie das bewältigen wird.
Dieses Kapitel hat mir sehr gut gefallen, du hast alles sehr gut beschrieben und ich finde dass du Mylady perfekt charaktersiert hast :)

Liebe Grüße

Alienor 

AlienorDartagnan schrieb am 13.08.2014 - 20:38 Uhr zu Kapitel «Phönix aus der Asche»:

Ja, dem Kardinal wird sicherlich bewusst werden, dass eine Frau, die so anziehend auf Männer wirkt wie Mylady die perfekte Spionin wäre, denn bei Myladys Schönheit setzt der Verstand der Männer rasch aus und sie verraten ihr womöglich brisante politische Geheimnisse. Und bei so einer schönen Frau mit einem engelsgleichen Gesicht vermutet auch niemand, dass sich eine Spionin dahinter verbergen könnte. Zudem wäre sie auch perfekt geeignet, wenn er in England eine Spionin bräuchte, denn gerade dort würde sie ja weil sie englisch ohne akzent spricht, als Einheimische durchgehen, und Mylady hatte ja einen englischen Vater, William Backson, und mit ihren hellen Haaren und dem blauen Augen sieht sie auch sehr englisch aus und nicht wie eine Französin.
Ja, das ist typisch Mylady…wie sie dem Kardinal gegenüber die trauernde Witwe spielt, obwohl sie (wie man im Roman nachlesen kann) Lord Winter ja selbst ins Jenseits befördert hat. Ihre geradezu perfekte Verstellungskunst macht sie ebenfalls zu einer guten Agentin, denn diese müssen sich ja häufig verstellen und andere täuschen, das kann sie sicherlich sehr sehr gut. Rochefort und der Kardinal scheinen sie zu durchschauen, merken, dass die trauernde Witwe nur gespielt ist. Beide erkennen wohl gerade, dass sie sehr viel Potenzial zur Spionin hat. Ich kann verstehen, dass Mylady lieber in Frankreich bleiben und nicht nach England zurückkehren möchte, und wenn sie für Richelieu arbeitet, kann sie auch in Frankreich bleiben, und hat außerdem seine Protektion. Ich denke, dass Mylady nicht deswegen in Frankreich bleiben will, weil sie das Land so sehr liebt, sondern weil sie in England wegen Mordes an ihrem Gatten sofort aufs Schafott kommen würde, Lord Winter hat sie ja sicherlich beim König wegen des MOrdvorwurfes angezeigt und sie wäre erledigt wenn sie zurückmusste, vermute ich mal. Der Kardinal ist ja bestens informiert, weiß genau, dass er König Lord Winter das Vermögen und die Ländereien und Güter seines verstorbenen Bruders zugesprochen hat, und Mylady somit fast völlig mittellos ist. Sie ist praktisch darauf angewiesen, für den Kardinal als Spionin zu arbeiten, wenn er sie nicht einstellt, wird es finanziell bald schwierig für sie. Ich frage mich gerade, ob Mylady wirklich nichts von diesem Gerichtsbeschluss wusste, oder ob sie nur die Entsetzte spielte. Für sie ist das ja wirklich schlimm, sie hat ja geglaubt, das Vermögen von Lord Winter stünde ihr nach dessen Tod auf jeden Fall zu. Der Kardinal kommta lso für ihre sämtlichen Schulden auf…das bedeutet eindeutig, dass er sie als Spionin einstellen wird, denn sonst würde er ja nicht so viel Geld für sie ausgeben, er hat ihren Nutzen für sich eindeutig erkannt. Und auch in der Angelegenheit mit ihrem Vermögen will er ihr helfen..das spricht doch Bände..er glaubt, dass sie das Zeug zu einer sehr guten Spionin, vielleicht sogar seiner besten Agentin, hat.
Und wie raffiniert Richelieu das alles eingefädelt hat..sie kann ja gar nicht ablehnen, denn wenn sie das täte, dann könnte sie niemals die Schulden, die sie mittlerweile, ohne etwas davon zu ahnen, bei ihm angehäuft hat, bezahlen, ihr bleibt also gar nichts anderes übrig als in seine Dienste zu treten. Nur so kann sie ihr bisheriges Leben im Luxus, das ihr so wichtig ist, weiterführen. Denn wenn sie pleite wäre würde sie aus ihrem Palais fliegen, und auf der Straße stehen, und dann wäre ihr gutes Aussehen auch bald runiert und sie könnt sich keinen reichen Gönner mehr suchen. Der Weg als Agentin des Kardinals ist also für sie im Moment der einzige mögliche weg.
MIr gefällt besonders Myladys Leitsatz"Wenn mir der Himmel nicht zu Willen ist, dann bewege ich die Hölle”; ja, das gibt ihren Charakter ganz deutlich wieder. Habt ihr euch diesen Satz selbst ausgedacht? Wirklich sehr sehr passend.

Review Teil 3 folgt

Liebe Grüße

Alienor

AlienorDartagnan schrieb am 13.08.2014 - 20:16 Uhr zu Kapitel «Phönix aus der Asche»:

Jetzt bitte der Kardinal also Mylady zu sich..da bin ich ja mal richtig gespannt, wie dieses Gespräch verlaufen wird, und wie es dazu kommen wird, dass er sie in seine Dienste nimmt. Richelieu wird sicher bald feststellen, dass die “junge Dame” sich keinesweges einschüchtern lässt, und für ihn noch sehr nützlich sein wird. Mylady hat das ganz richtig erkannt, ich glaube wenn der Kardinal nach jemandem schickt, dann meint er mit diesem “Ersuchen”; dass derjenige auf jeden Fall sogleich erscheinen soll und dass ein Nein nicht akzeptiert wird. Rochefort scheint ja gänzlich resistent gegen Myladys Charme zu sein, das erlebt sie gewiss nicht oft, dass jemand sich ihrem Charme entziehen kann und so reserviert auf sie reagiert. Ich bin gespannt, wie der Kardinal auf sie reagieren, ob er ihrem Charme erliegen wird. Er stellt ja nicht einfach so jede adelige Frau als Agentin ein, da muss jemand ihm schon beweisen, dass er das Zeug dazu hat. Der düstere Raum, in dem der Kardinal seine Besucher empfängt, wird ja mit seiner Düsternis nicht gerade anheimeln, aber das wird Mylady gewiss nicht abschrecken. Der Kardinal versteht sich ja bestens darauf, sogar freundliche Worten einen leicht bedrohlichen Unterton zu geben, ich bin gespannt, ob Mylady sich davon einschüchtern lässt, oder ob sie gelassen bleibt.
Nein, sie hat sich in Frankreich nichts zuschulden kommen lassen wovon der Kardinal wissen könnte..selbst seine besten und gerissensten Spione könnten nicht herausgefunden haben, dass sie die Lilie, mit der Straftäter gebrandmarkt werden auf ihrer Schulter hat, und dass sie in Frankreich schon einmal verheiratet war. Immerhin lässt sie sich nicht einschüchtern und kontert mit charmanter Konversation und Koketterie.

Review Teil 2 folgt

Liebe Grüße

Alienor

AlienorDartagnan schrieb am 07.08.2014 - 09:32 Uhr zu Kapitel «Im Salon Rambouillet»:

Und der schwarzgekleidete Begleiter des Kardinals ist wohl Rochefort? Rochefort hat in den Diensten des Kardinals bestimmt so viel zu tun, dass er nur dann, wenn sein Dienstherr Lust auf den Zirkel im Hotel Rambouillet hat, dazu kommt, an den interessanten, intellektuellen Diskussionen teilzunehmen. Und außerdem scheint Rochefort ein Pferdenarr zu sein und sich für diese Tiere genauso wie für die Gedichte begeistern zu können. Rochefort kam also nur in den Salon, um als Agent neue Informationen sammeln zu können, wozu so ein Salon, in dem sich fast der gesamte Pariser Adel trifft, sicherlich nicht schwierig ist. Ob der Kardinal wohl auch aus diesem Grund den Zirkel besucht? Mit der Marquise de Rambouillet scheint Rochefort ja eine enge Freundschaft zu verbinden, und es ist sicherlich nützlich für ihn, dass sie ihn mit Informationen über die Gäste versorgt. Warum kennt Rochefort sich so gut mit Pferden aus? War er nicht auch mal früher der Stallmeister des Kardinals bevor er dessen Geheimdienst leitete?
Oh, Rochefort hält also Ausschau nach Mylady de Winter…ich bin gespannt was er von ihr will. Dass Mylady bei keinem gesellschaftlichen Anlass fehlt, wundert mich nicht, sie setzt sich wohl gerne in Szene, kann dort außerdem immer den neuesten Klatsch erfahren rund weiß bald über jeden in der Stadt Bescheid. Charlotte de Winter trägt also ein traumhaftes Kleid, mit dem sie wahrscheinlich jeder anderen Dame im Salon die Schau stiehlt…und eine Frau wie sie würde wohl selbst im Kartoffelsack noch die Blicke der Männer auf sich ziehen. Oh, sie ist also neugierig auf den berühmten Kardinal  Richelieu und möchte ihn einmal aus der Nähe sehen. Ich ahne es schon…nun wird sie bald seine Agentin werden…eine Frau wie sie kann er nicht übersehen und wird sich sicherlich sagen, dass sie ihm in seinen Diensten als Agentin sehr nützlich sein könnte. Eine Frau die so viele Reize zu bieten hat wie Mylady kann einen Mann ausspionieren, da dieser nur Augen für ihre Schönheit haben und nicht einmal merken wird, dass sie ihm nur Staatsgeheimnisse entlocken will. Sie hat Rochefort also wiedererkannt und weiß nun, dass man sie wohl der Spionage für England verdächtigt. Ja, die direkte Aufmerksamkeit Richelieus ist ihr sicher, wenn er sie erst einmal erblickt hat..vielleicht war ihre Idee, ins Hotel Rambouillet zu kommen um ihn zu sehen doch nicht so gut. Aber, typisch Mylady, lässt sie sich von solchen Gefahren nicht abschrecken und will sehen was der Abend für sie noch bereithält, ja das passt zu ihr, sie würde niemals einfach den Salon verlassen um den Blicken des Kardinals zu entgehen. Richelieu hat sie also bereits gesehen und schaut zu ihr herüber, während er sich mit Rochefort und der Marquise unterhält…ob er da bereits wohl darüber nachdenkt, sie zu seiner Agentin zu machen?
Der Kardinal hat also einen eigenen Salon im Hotel de Rambouillet? Ob er Mylady wohl dorthin bestellen wird? Ich bin schon sehr gespannt wie es weitergeht und ob der Kardinal mit Charlotte de Winter sprechen wird. Ein sehr gut geschriebenes Kapitel, ich finde es schön, dass es mal eine Geschichte gibt, in der man erfährt, wie Mylady Agetin des Kardinals wurde und wie sie Rochefort kennenlernte.

Liebe Grüße

Alienor


Antwort des Autors:

Liebe Alienor!

Vielen Dank für dieses ausführliche Review! Ja, ich denke, ein Salon wie der von Madame de Rambouillet ist ein geradezu idealer “Umschlagplatz” für Informationen und das weiß ein Mann wie Rochefort natürlich zu nutzen. Dass er und Richelieu an diesem Abend dort sind, ist natürlich kein Zufall, haben sie doch Charlotte de Winter schon längere Zeit im Auge und wissen, dass sie ebenfalls im Salon anzutreffen sein wird. Der Kardinal will sich die Chance, eine offenbar so ungewöhnliche, attraktive und charismatische Frau als Agentin zu gewinnen, nicht entgehen lassen. Aber vorher möchte er sich persönlich ein Bild von der Dame machen.

Was Rochefort betrifft, so ist er immer noch Stallmeister Richelieus, das ist sein offizielles Amt. Dass er den Geheimdienst des Kardinals leitet, davon soll die Öffentlichkeit ja möglichst nichts erfahren…

Liebe Grüße

Rochefort

AlienorDartagnan schrieb am 07.08.2014 - 09:13 Uhr zu Kapitel «Im Salon Rambouillet»:

Sorry dass ich erst jetzt reviewe, aber ich hatte einen schlimmen Asthmaanfall und fühlte mich ein paar Tage lang total müde und geschwächt. Aber jetzt gehts mir schon etwas besser und ich werde schonmal ein Kapitel lesen :)
An das Hotel de Rambouillet kann ich mich noch erinnern, irgendwo im Roman wurde das doch erwähnt. Diese Marquise de Rambouillet scheint wirklich eine Liebhaberin und Mäzenin der Dichterszene zu sein, wenn sie ihn ihrem Haus solche Zirkel veranstaltet.  So ein intellektueller Zirkel war wohl auch für die Adeligen der damaligen Zeit eine angenehme Abwechslung, etwas ganz anderes als die üblichen Bälle, bei denen es ja meist nur um Hofklatsch und die neuesten Kleider ging. Der erste Minister von Frankreich…das ist doch Kardinal Richelieu? Dass er dort auftaucht wundert mich gar nicht, er war ja selbst ein begeisterter Autor, der unter anderem, wie man aus dem Roman erfährt, das Stück “Mirame” geschrieben hat. Somit dürfte er ab und zu auch das Bedürfnis zum gegenseitigen intellektuellen Austausch verspüren.

Review Teil 2 folgt

Liebe Grüße

Alienor

Aramis schrieb am 01.08.2014 - 12:32 Uhr zu Kapitel «Phönix aus der Asche»:

Liebe Charlotte de Winter, Rochefort und Armand-Jean du Plessis,

“Wenn mir der Himmel nicht zu Willen ist, dann bewege ich die Hölle” - ja, das ist wahrhaftig eine treffende Maxime und passt wie angegossen zu Myladys innerer Einstellung!  Ihre unwillkürliche Überraschung, Anspannung und Unsicherheit angesichts Richelieus heimlicher Absicht, aber auch ihr Mut und Überlebenswille kommen in eurem neuen Kapitel kongenial heraus - ja, in der Tat, genau so könnte sich das erste rencontre zwischen Lady de Winter und dem Ersten Minister abgespielt haben! Der bekannte Salon Madame de Rambouillets bietet dazu den idealen neutralen Hintergrund. Charlotte zögert nicht lange, als ihr das konkrete Ansinnen Richelieus klar wird, bange Halbherzigkeit ist beileibe nicht ihre Sache. Sie lässt sich nicht einschüchtern, biedert sich nicht an, aber sie greift sogleich entschlossen zu und ist sich absolut sicher, die an sie gestellten Erwartungen mit Hilfe ihrer geistigen wie körperlichen Talente hundertprozentig befriedigen zu können. Auch der Kardinal scheint genau zu wissen, welche immensen Vorteile er mit Hilfe einer solcherart begabten Frau in der Riege seiner Agenten zu erwarten hat, und diese Einschätzung zeigt sein bildhafter Vergleich ja auch klar und deutlich. Nun hat sich für Mylady also eine neue Laufbahn eröffnet, und sie ist entschlossen, das Beste daran zu geben, aber ebenso für sich selbst dabei herauszuholen. Rochefort bleibt Charlotte gegenüber kühl auf Distanz und von ihrem Charme äußerlich unbeeindruckt - hm, was mag er wohl insgeheim über sie denken? *zwinker*

Liebe Grüße
Aramis


Antwort des Autors:

Lieber Aramis!

Wir haben uns öfters gefragt, wie es dazu gekommen sein könnte, dass Mylady Richelieus Agentin wurde und wie sich eine erste Begegnung zwischen den beiden abgespielt habe könnte. Es freut uns, dass Dir die von uns erdachte Variante gefällt und plausibel wirkt. Danke für das treue Lesen dieser Geschichte!

Charlotte dürfte zu jenen Menschen gehören, die niemals aufgeben, egal welche Hindernisse sich ihnen in den Weg stellen, und ihre Charaktereigenschaften prädestinieren sie ja sozusagen für den “Beruf” einer Spionin. Was Rochefort betrifft, so ist er beileibe nicht unbeeindruckt von Mylady. Ich habe das versucht im ersten Kapitel auch deutlich zu machen in seiner Reaktion, als er sie zum ersten Mal sieht. Ich würde sagen, Rochefort bewundert Charlotte bis zu einem gewissen Grad sehr wohl, ihre Ausstrahlung, ihre Schönheit und ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten und dazu kommt natürlich ihre besondere Attraktivität als Frau. Doch er könnte sich nie in einen Menschen wie sie verlieben. Dazu müsste sie einen anderen Charakter haben…

Liebe Grüße

Rochefort

kaloubet schrieb am 31.07.2014 - 18:20 Uhr zu Kapitel «Im Salon Rambouillet»:

Ein schwarzes Pferd für den schwarzen Reiter, das passt, doch wird Rochefort noch eine Weile warten müssen, bevor er ihn einreitet. Interessant, dass ihn die Pferdeliebe mit Madame de Rambouillet verbindet, dass sie sich auch für Pferde begeistert, ist ja nicht selbstverständlich. Doch schimmert da mehr zwischen den Zeilen durch? Mir schien, er wäre ihr gegenüber nicht ganz uninteressiert ... 

Was Mylady anbelangt, so ist es wohl zu spät, sich unauffällig zurückzuziehen, in so einem Kleid, mit ihrer Prestance, da muss sie damit rechnen aufzufallen. Aber ich bin zuversichtlich, dass sie das zu ihren Gunsten ausnutzen wird.

Ein sehr anschaulich geschriebenes Kapitel, grad köntne man meinen, selbst dort zu sein.

Liebe Grüße

Kalou


Antwort des Autors:

Liebe Kaloubet!

Es freut mich, dass es uns gelungen ist, die Stimmung im Salon de Rambouillet anschaulich wiederzugeben! :-))

Ja, Rochefort hat eindeutig eine Vorliebe für die Farbe Schwarz…;-)) Sein eigentliches Lieblingspferd ist aber, soviel darf ich verraten, ein Brauner! Doch dazu mehr in einer anderen Geschichte. Was die Beziehung zwischen dem Comte und Madame de Rambouillet angeht, so entwickelte sich aus einem anfangs nur “beruflichem” Interesse von Seiten Rocheforts mit der Zeit echte Sympathie, doch diese ist rein freundschaftlicher Natur.

Mylady ist eindeutig eine Frau, die durch ihre bloße Anwesenheit schon die Blicke auf sich zieht - so zumindest stelle ich sie mir vor und daraus resultiert ja auch ihre Wirklung auf die Männerwelt… Und ja, sie ist sich dieser ihrer Stärke durchaus bewusst und versteht sie zu nutzen…

Liebe Grüße

Rochefort

Aramis schrieb am 31.07.2014 - 14:57 Uhr zu Kapitel «Im Salon Rambouillet»:

Lieber Rochefort & Armand -Jean du Plessis,

vielen Dank für euer neues, höchst interessantes Kapitel zu dieser Geschichte! Ja, der Salon Rambouillet ist in der Tat ein geistiges und kulturelles Zentrum der Stadt, und seine salonière eine zutiefst beeindruckende Frau. Auch Rochefort kann sich offensichtlich ihrer Liebenswürdigkeit und Klugheit nicht entziehen - und wenn sie überdies sogar Gestütsbesitzerin ist, dann hat sie mit Sicherheit seine Sympathie gewonnen! Edle Pferde sind ja Rocheforts Leidenschaft - ich glaube, ich rieche, was hier an realem Background dahinterstecken könnt`! *zwinker*
Nun begegnen also Richelieu, Rochefort und Mylady einander im Salon Rambouillet, und dass die Information, der Graf wäre rangoberster Agent Seiner Eminenz, bei Charlotte ziemliche Unsicherheit auslöst, ist angesichts ihrer persönlichen Situation nur zu verständlich. Dass der Kardinal sich ins Séparée zurückzieht, lässt darauf schließen, dass nun wohl das erste rencontre zwischen ihm und Mylady in die Wege geleitet werden soll - ich bin gespannt, ob ich damit richtig liege! Dass die “umtriebige Dame bei kaum einem kulturellen Anlass fehlt”, lässt mich natürlich auch an wen ganz bestimmten denken! *zwinker* Ich finds köstlich und höchst amüsant, beim Lesen, gewisse real existierende Eigenschaften hier in eurer Geschichte kongenial abgebildet zu sehen!

Liebe Grüße
Aramis


Antwort des Autors:

Lieber Aramis!

Vielen Dank für Dein wohlwollendes Review! Die Marquise de Rambouillet muss wirklich eine sehr interessante und außergewöhnliche Persönlichkeit gewesen sein und irgendwie bot es sich vom Verlauf der Handlung her an, die beiden abschließenden Kapitel in ihrem Salon spielen zu lassen. Und Du hast es völlig richtig erkannt: Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen und Ereignissen sind durchaus gewollt und nicht zufällig. *zwinker* Bei der Intensität, in der wir unsere Geschichten spielen und “leben”, komme ich einfach nicht umhin, manches davon auch in die Fanfiction einfließen zu lassen.

Was Charlottes erklärtes Ziel betrifft, nämlich sich in Frankreich eine neue Existenz aufzubauen, so wäre dieses natürlich durch solch einen Spionage-Verdacht extrem gefährdet. Doch nicht umsonst lässt sich Mylady gut mit einer Katze vergleichen, die bei jedem Sturz immer wieder sicher auf ihren Pfoten landet…

Liebe Grüße

Rochefort

duchesse schrieb am 27.01.2014 - 22:13 Uhr zu Kapitel «Heimkehr»:

Lieber Rochefort, lieber Armand-Jean du Plessis,

das neue Kapitel ist euch wirklich prima gelungen, besonders gut gefallen mir hier die Dialoge. Mit Hector habt ihr zudem eine sehr interessante Nebenfigur geschaffen, er ist schön charakterisiert, so dass man ihn so richtig vor sich sehen kann, wie er da hinter seinen Bücherstapeln hockt ;-) Mir scheint, er und Rochefort ergänzen sich ganz prima, was Rochefort ihm vielleicht an Intuition voraushat, macht Hector durch seine Akribie wett.

Auch Richelieu finde ich gut getroffen, die Geschichte mit Myladys Erbe weiß er sofort für seine eigenen Zwecke zu nutzen. Ich bin schon sehr gespannt auf das Zusammentreffen der beiden…

Liebe Grüße,

duchesse


Antwort des Autors:

Liebe Duchesse!

Herzlichen Dank, auch im Namen von Armand-Jean, für Dein nettes Review; wir freuen uns, dass Dir die Charaktere, wie wir sie schildern, gefallen. Hector ist für mich eine jener Personen, die für Männer wie Richelieu unverzichtbar waren. Sie stehen nicht im Vordergrund, doch von ihrer Arbeit hängt eine Menge ab und bei ihnen laufen viele Fäden zusammen. Dass Hector und Rochefort sich, was Akribie und Intuition betreffen, perfekt ergänzen, damit liegst Du völlig richtig. Rochefort ist auch überhaupt kein “Büromensch”, er braucht bis zu einem gewissen Grad die mit dem Agentenleben verbundene “Action”, liebt Herausforderungen und ist gern unterwegs. Hector hingegen kann auf derlei Abenteuer gut verzichten, das wäre ihm eindeutig zu gefährlich. Seine Stärken liegen auf anderem Gebiet.

Liebe Grüße

Rochefort

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