Artagnan.de - Fanfiction zu Dumas' drei Musketieren

Reviews zu «Die letzte Reise des Duque d`Alameda»

La_Reveuse schrieb am 25.03.2016 - 22:45 Uhr zu Kapitel «Die letzte Reise des Duque d`Alameda»:

Nachtrag

Sorry, das hatte ich übersehen, dass die Geschichte nur aus diesem Kapitel besteht und schon beendet ist. Gut, das ändert ja nichts, es ist eine stimmungsvolle  Anregung für die Phantasie der Leser . . . den Rest kann sich jeder selber denken . . . und Aramis je nach Gusto an Altersschwäche oder an einem Überfall durch Banditen oder an der Pest oder an gebrochenem Herzen sterben lassen.

Wäre es denn  wirklich ein Sakrileg, wenn Du die Geschichte weiterspinnst? Der Beginn ist so vielversprechend!

 


Antwort des Autors:

*zwinker* Ich plädiere für Selbstmord - oder besser gesagt, Sterbehilfe, von Aramis an sich selbst vollbracht. Das wäre eines antiken Helden würdig! Nein, diese Kurzgeschichte jetzt fortzuspinnen, das kann ich mit nicht vorstellen. Wollte man dieses Thema tatsächlich umfangreicher bearbeiten, dann müsste man es m. E. ganz anders angehen, als Fantasy/Mystery/Cross over/ Zeitreise - Geschichte oder sowas in der Art…

La_Reveuse schrieb am 25.03.2016 - 20:38 Uhr zu Kapitel «Die letzte Reise des Duque d`Alameda»:

Warum nur hat A. Dumas seine Geschichte von den vier Freunden (waren sie es eigentlich wirklich?) so enden lassen? Alle tot bis auf den einen, und was dem noch  zustößt bzw. was er noch erlebt - und eigentlich ja auch, was er bis dahin in Spanien wirklich getan und erlebt hat - das erfährt man gar nicht mehr. Dies hat mir nie gefallen wollen, vielleicht auch deshalb, weil ich von Natur sehr neugierig bin und gern eine vollständige (Lebens-)Geschichte lesen möchte. Immerhin hat Dumas in den drei Bänden vier Charaktere eingeführt - gut, mit Athos’ Sohn dann fünf, aber der Vicomte zählt für mich denn doch nicht voll. Den guten Aramis lässt er am Ende zurück, als einzig “Überlebenden”. Was geschieht noch mit ihm, in welchem Nirwana landet er? Von A.D. erfahren wir es nicht.

Umso schöner ist es, dass du jetzt etwas zu Aramis schreiben willst. Der Anfang ist  schon einmal sehr einfühlsam dargestellt, diese Gedanken über das Altern und über die Zeit, die man hinter sich gebracht hat - diese sogenannte “Jugendzeit” - kann ich sehr nachvollziehen. Man fragt sich “wo ist deine Lebenszeit geblieben? was hast du eigentlich getan oder erreicht? wo sind Freunde, Bekannte, Verwandte, die womöglich inzwischen schon tot sind, wo sind die, warum kann ich die nicht mehr - nie mehr - sehen?”

Hast du gut getroffen. Nun bin ich gespannt, was Aramis in sein Testament schreibt und was er wohl noch auf seiner Heimreise nach Frankreich wird erleben können/müssen - bevor er die “Große Reise” antreten muss ...


Antwort des Autors:

Liebe La Reveuse,

diese Geschichte ist kein Anfang sondern ein Abschluss, ich hab sie als fertiggestellt markiert. Das Ende bleibt zwar offen, aber man weiß ja, was passieren wird: Aramis kehrt nach Frankreich zurück, um dort zu sterben. Um über den Styx zu setzen und mit seinen geliebten Freunden wieder vereint zu sein, die ihn am jenseitigen Ufer erwarten. Nein, das muss Traum bleiben, jede weitere Fortsetzung dieser Szene wär banal.

Vielen Dank für dein Review und liebe Grüße
Aramis

kaloubet schrieb am 25.03.2016 - 19:05 Uhr zu Kapitel «Die letzte Reise des Duque d`Alameda»:

*Schnueff* - oh, ist das schoen! Schon de Anfang, man spuert die Hitze Spaniens, meint fast, dort zu sein - und dann diese Nachricht! Uh, alles ist zu Ende, das ist so schrecklich melancholisch, einfach wunderbar! Fast kommen mir die Traenen, echt und ehrlich! Grossartig! Ja, Aramis muss zurueck, er muss im Tod mit seinen Freunden vereint sein, alles andere waere undenkbar. Ein grossartiges Ende, man muesste es veroeffentlichen ....


Antwort des Autors:

Liebe kaloubet,

das Ende vom “Vicomte de Bragelonne” ist so schrecklich deprimierend, es ließ mir keine Ruhe, ich musste was dagegen tun *hüstel*. Und Aramis in Spanien, des Nachts an seinem Schreibtisch, das ist für mich wie ein Bild von La Tour - dunkel, geheimnisvoll, von einer einzigen Kerze erhellt…

Vielen Dank fürs Lesen und deine einfühlsamen Worte!
Liebe Grüße
Aramis

Rochefort schrieb am 14.03.2016 - 14:32 Uhr zu Kapitel «Die letzte Reise des Duque d`Alameda»:

Lieber Aramis!

Vielen Dank für dieses überaus berührende Kapitel. Es hat mich so bewegt, dass ich es mehrmals lesen musste. Wundervoll poetisch das Loblied an Spanien am Beginn des Textes. Die Schilderung von Aramis als alter Mann, seine Reaktion auf die Todesnachricht - das alles hast Du unglaublich einfühlsam beschrieben. Dass Aramis, für den es immer schon schwer war, sich jemandem zu öffnen, seine Seele im Exil, getrennt von seinen geliebten Freunden, gänzlich abschottete und niemanden mehr wirklich an sich heran ließ, kann ich mir gut vorstellen.

Doch alle Melancholie und Trauer verblassen am Ende vor dem Entschluss des alten Duque, in seine Heimat zurück zu kehren. So siegt am Ende doch die Hoffnung und das Ende des einen Weges ist der Anfang eines neuen…

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort,

*schnüff* vielen Dank für deine einfühlsamen Worte! Ich hab dieses Bild, Aramis in Spanien, in mir herumgeschleppt und musste es auf diese Weise “loswerden”, es hat mich nachts nicht mehr schlafen lassen. Außerdem kann ich dieses pessimistische, negative Ende vom “Vicomte de Bragelonne” nicht ertragen und wollte dem was entgegensetzen…

Vielen Dank für dein freundliches Review, ich freu mich sehr über deine Zustimmung!
Liebe Grüße
Aramis 


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