Artagnan.de - Fanfiction zu Dumas' drei Musketieren

Reviews zu «Die Nymphen von Vaux»

Rochefort schrieb am 07.11.2017 - 14:07 Uhr zu Kapitel «Die Nymphen von Vaux»:

Lieber Aramis!

Vielen Dank für diesen interessanten Einblick in das Leben und vor allem den Sturz von Fouquet; Du hast das exzellent recherchiert. Wenn Fouquet wohl sicher nicht ganz schuldlos an seinem Untergang gewesen sein wird, so macht dieses eiskalte, abgefeimte Intrigenspiel um ihn zu Fall zu bringen und seine “Verbrechen” zu beweisen, doch sprachlos und wütend. Ein Herrscher, der so vorgeht, verdient es nicht, als “Sonnenkönig” bezeichnet zu werden!  Und noch ungerechter und widerwärtiger ist das Vorgehen gegen die Familie und Freunde des Finanzministers.

D’Artagnans Haltung ist bewundernswert und zeugt von Charakterstärke. Nur Wenige zollen auch einem völlig Wehrlosen Achtung und Respekt. Sehr berührend auch die Schilderung der Freundschaft zwischen Fouquet und Aramis, zwei Menschen, die auf vielen Ebenen wohl so etwas wie Brüder im Geiste sind. Umso tragischer, dass diese Freundschaft so bitter enden musste…

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort,

ja, Fouquet war sicher nicht unschuldig, denk ich, aber was da gegen ihn gestartet wurde, war eine Schmutzkampagne übelster Sorte, und  sein Prozess lief alles andere als fair ab. Am allerärgsten find ich die Sippenhaftung, die man gegen seine Familienangehörigen und Freunde praktizierte, da kamen sicher auch völlig Unschuldige zum Handkuss. Auch die Familie es obersten Richters d`Ormesson fiel in königliche Ungnade, weil dieser aufgrund der unzureichenden Beweislage Fouquet nicht zum Tod verurteilen wollte. Daran kann man sehen, wie tyrannisch und ungerecht der König sich in dieser Sache verhielt! Ich teile deine Meinung zu Louis XIV voll und ganz! *grrr*

Das letzte Treffen zwischen Fouquet und Aramis im VdB ist extrem emotionsgeladen, es hat mich total berührt, und das war der Auslöser für dieses Kapitel…

Vielen Dank für dein Lesen und dein freundliches Review! :)
Liebe Grüße
Aramis

kaloubet schrieb am 12.10.2017 - 18:13 Uhr zu Kapitel «Die Nymphen von Vaux»:

Bah, da laufen einem beim Lesen wahre Schauer über den Rücken. Das ist Staatswillkür der reinsten Form, wie sie auch heute noch zu finden ist. Der Einzelne wird geopfert, Mitleid gibt es keins und angemessen ist das in keinster Weise. Fouquet war sicher nicht unschuldig, bei aller geschickter Verteidigung, aber das hat er nicht verdient. Das Ende ist ergreifend, das Porträt, das er von Aramis zeichnet, einfach wunderbar - da schwingt mehr als nur Freundschaft mit.

Danke für diese interessante Geschichte, dass Fouquet derart übel mitgespielt wurde, war mir nicht bewusst.

Liebe Grüße

Kalou


Antwort des Autors:

Liebe kaloubet,

ja, ich denke ebenfalls, dieser Prozess war zu einem gewissen Grad ein Akt der Willkür. Vor allem auch im Hinblick auf Fouquets Haftbedingungen und angesichts der üblen Schmutzkübelkampagne, die da gegen ihn gestartet wurde. Man wollte ihn offenbar nicht nur seiner Veruntreuungen überführen sondern auch seine Reputation in der Öffentlichkeit vernichten. Grrr, irgendwie kommt mir das von der heutigen Politik her bekannt vor! Und dann diese Sippenhaftung, die find ich total fies! Da denkt man unwillkürlich ans Dritte Reich!
Das dramatische letzte Treffen zwischen Fouquet und Aramis im VdB war der Auslöser für dieses Kapitel, ich musste es irgendwie verdauen…

Vielen Dank für dein Lesen und dein verständnisvolles Review!
Liebe Grüße
Aramis 


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