Artagnan.de - Fanfiction zu Dumas' drei Musketieren

Reviews zu «Die Saat des Bösen»

Rochefort schrieb am 02.09.2014 - 14:17 Uhr zu Kapitel «Heimtücke»:

Liebe Alienor!

Vergiftete Buchseiten - ja, von dieser Methode habe ich auch schon öfter gehört und gelesen. Sie ist wirklich besonders heimtückisch und ein solcher Mord mit den Mitteln der damaligen Zeit auch nur schwer nachzuweisen. Was ich mich nur frage, ist, ob die Giftmenge, die man dabei aufnimmt, ausreicht, einen Menschen schon nach einer Nacht zu töten oder ob es nicht etwas länger dauern würde, bis eine tödliche Dosis erreicht ist. Für Georges kann man jedenfalls nur hoffen, dass er tatsächlich keine Lust mehr auf Bibellektüre hat.

Da er nun langsam aber doch echte Zweifel an Annes Aufrichtigkeit bekommt, wird er für sie zur ständigen Gefahr. Und Anne wäre nicht sie selbst, wenn sie nicht versuchen würde, diese Gefahr aus dem Weg zu räumen. Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie die ewigen zähen Diskussionen einen ungeduldigen Menschen wie sie ermüden. Ich fürchte, das Leben von George ist keinen Pfifferling mehr wert und ich bin schon gespannt, wie sich die Dinge nun weiter entwickeln werden.

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

@Rochefort

Danke für dein Review. Ja, die Methode mit den vergifteten Buchseiten ist wirklich besonders heimtückisch, deswegen dachte ich mir auch, dass das genau die Methode wäre, die Anne anwenden würde, ohne dabei auch nur einen Hauch von Skrupel zu empfinden. Ich glaube, dass die Wirkung des Giftes davon abhängen würde, wie viel jemand in dieser Bibel liest, wenn jemand es stundenlang tut und dabei mehrmals die Finger ableckt und umblättert, würde die Dosierung sicherlich reichen, jemanden sofort zu töten. Eines kann ich dir schonmal verraten…ich halte mich ja zum größten Teil an die Vorgaben aus dem Roman, auch was den armen Georges btrifft ;)
Anne betrachtet ihn in der Tat mittlerweile als große Gefahr, obwohl er vorher für sie so nützlich war und sie möchte ihn um jeden Preis so rasch wie möglich aus dem Weg räumen. Und mit jemandem wie Anne kann man tatsächlich nicht diskutieren, da sie dann rasch die Geduld verliert und ihre Mordlust wieder zum Vorschein kommt. Das Leben des armen Georges ist wohl wirklich keinen Pfifferling mehr wert, denn selbst wenn seine Stunde jetzt noch nicht gekommen sein sollte, wird es mit ihm kein gutes Ende nehmen, da er leider immer noch nicht eingesehen hat, dass Anne ihm nicht guttut und dieses Kapitel seines Lebens nicht abschließen will.

Liebe Grüße

Alienor

Rochefort schrieb am 02.09.2014 - 13:54 Uhr zu Kapitel «Annes Unschuld»:

Liebe Alienor!

Am Beginn dieses Kapitels werden wieder einmal Annes grenzenlose Selbstverliebtheit und Überheblichkeit deutlich. Für eine doch recht intelligente junge Frau denkt Anne aber manchmal erstaunlich stark “Schwarz-Weiß”. Nicht nur Männer fallen oft naiv und leichtgläubig auf falsche Liebesschwüre herein, da sind Frauen nicht anders. Dies sollte Annes z.B. während ihrer Zeit im Kloster schon aufgefallen sein bei Gesprächen mit anderen Novizinnen. Manche ihrer Aussagen erscheinen mir zu modern für eine Frau der damaligen Zeit, zum Beispiel die Formulierung “Kinder, Küche, Kirche”.

Dass es mir Georges früher oder später zu einem ernsten Konflikt kommen würde, damit war zu rechnen. Annes Idee, ihm ihre Jungfräulichkeit ausgerechnet in der Hochzeitsnacht mit Olivier anzubieten, ist wieder ein ebenso geschickter wie skrupelloser Schachzug und passt gut zu ihr. Doch lange wird dieses Doppelspiel nicht mehr funktionieren - Anne wird bald handeln müssen…

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

@Rochefort

Danke für dein Review. Ja, Anne ist wirklich extrem überheblich und selbstverliebt und trotz ihrer Intelligenz denkt sie manchmal sehr verallgemeinernd. Sie geht nur von sich aus, da sie selbst nicht zur Liebe fähig ist, glaubt sie daran, dass auch andere Frauen ähnlich denken müssten wie sie. Naivität in Liebesdingen ist in der Tat keine Frage des Geschlechtes, sondern des jeweiligen Charakters. Du hast wohl Recht, manche Aussagen die Anne macht sind wohl zu modern für ihre Zeit, ich werde versuchen, mich noch intensiver damit zu befasse, wie eine Frau des 17. Jahrhunderts denken würde. Annes hofft, dass sie Zeit gewinnen kann, indem sie Georges ihre Jungfräulichkeit anbietet, doch sie wird bald feststellen müssen, dass er nicht mehr so leicht zu besänftigen ist wie früher. Ja, lange wird ihr Doppelspiel nicht mehr funktionieren und sie wird bald handeln müssen…womit sie sich aber womöglich in noch größere Schwierigkeiten bringt.

Liebe Grüße

Alienor

Rochefort schrieb am 01.09.2014 - 14:08 Uhr zu Kapitel «Oliviers Antrag»:

Liebe Alienor!

Olivier scheint es wirklich kaum erwarten zu können, Anne zu seiner Gemahlin zu machen. Trotzdem er sie noch gar nicht lange kennt, macht er ihr bereits einen Heiratsantrag. Das zeigt, in welchem extremen Ausmaß er dieser Frau verfallen ist, denn ansonsten ist Olivier ja ein besonnener Mensch und zurückhaltender Mensch. Anne lässt sich wie üblich Hintertürchen in jede Richtung offen und hat für alle möglichen Wendungen, die diese Sache nehmen könnte, bereits einen Plan parat. Ihre Skrupellosigkeit ist immer wieder erschreckend. Allein ihre Ansichten über Kindererziehung… *schauder*...

In Frankreich gab es meines Wissens damals keine Inquisition. Sodomie galt aber trotzdem als “Verbrechen”, das mit dem Tode bestraft werden konnte. Enguerrand ist einerseits äußerst scharfsichtig und sagt geradezu prophetisch voraus, was Anne anrichten wird, andererseits ist es sehr ungeschickt von ihm, seinen Bruder in Anwesenheit seiner Liebsten zur Rede zu stellen. Bezüglich der Tatsache, dass es nicht zu Athos’ Charakter passt, seinen jüngeren Bruder mit dem dunklen Geheimnis unter Druck zu setzen, stimme ich mit Kaloubet überein. Ich denke, würde ein Mann wie Athos nicht tun.

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

@Rochefort

Danke für dein Review. Ja, Olivier brennt wirklich regelrecht darauf sie zu heiraten, obwohl er Anne noch gar nicht lange kennt…er ist leider blind vor Liebe und glaubt, mit dieser Frau den Rest seines Lebens zu verbringen. Er ist ihr mit Haut und Haaren verfallen, das ist ja das tragische. Ja, Anne ist wirklich eiskalt und an Skrupellosigkeit nicht zu überbieten. Ihre Ansichten über Kindererziehung sind wirklich abscheulich, und deswegen ist es auch ein Glück, dass sie mit dem armen Athos kein Kind haben wird, denn das hätte bei ihr sicherlich nichts zu lachen.
Und danke für den Hinweis, dass es damals in Frankreich keine Inquisition gab, das hatte ich gar nicht gewusst, bis ich hier von Aramis darauf hingewiesen worden bin. Ich werde das dann wohl umändern, dass Enguerrand nicht ins Visier der Inquisition gerät. Du hast Recht, das war wohl wirklich etwas ungeschickt von Enguerrand, es wäre wohl plausibler gewesen, wenn er Athos alleine zurechtgewiesen hätte und nicht wenn Anne dabei ist. Und was Athos Charakter angeht..da werde ich wohl noch versuchen, mich noch intensiver in ihn hineinzudenken, mich zu fragen was er wohl tun würde. Denn ich kann euch nur zustimmen, Athos würde wohl niemals seinen Bruder mit dessen Geheimnis unter Druck setzen, weil das einfach nicht seinem Charakter entsprechen würde.

Liebe Grüße

Alienor

kaloubet schrieb am 28.08.2014 - 22:00 Uhr zu Kapitel «Heimtücke»:

Das vergiftete Buch über die Falkenjagd - das war doch bei Charles IX das Mittel der Wahl um ihn zu vergiften - zumindest in der Reine Margot - da hätte Athos, pardon, Olivier, ja einen berühmten ... äh, Vorgänger? Vorvergifteten? Wie nennt man so jemand? ;-) Georges ist seltsam, einerseits liegt er lamentierend im Bett, andererseits traut er seiner Angebeteten nicht mehr wirklich - sie hat schon recht, ein Tritt in den Hintern würde man ihm wünschen. Jetzt ist dann auch einmal gut, mehr als ihre Argumente auftischen, kann sie nicht, und wenn er ihr immer noch nicht glaubt, nun, so muss sie eben zu anderen Mitteln greifen. Ich bin ja mal gespannt, was mit der Bibel geschieht, ich habe da so einen Hintergedanken ...

Liebe Grüße

Kalou


Antwort des Autors:

@Kalou

Danke für dein Review. Ja, an die Szene in La Reine Margot(meiner Meinung nach neben den Musketieren einer der besten Romane von Dumas) kann ich mich noch gut erinnern, ich fand, dass diese Methode auch gut zu Mylady passen würde, dass sie ein solches Mittel wählen würde, weil es ihrem berechnenden, hinterhältigen Charakter entspricht, jemanden auf diese Weise aus dem Weg zu räumen. Übrigens ist mir diese Methode schon in vielen historischen Romanen die ich gelesen habe untergekommen, und zwar in allen Epochen von Mittelalter über REnaissance bis Barock. Was Georges betrifft, er hat immer noch keine Ahnung wie gefährlich Anne ist, sonst würde er mit Sicherheit nicht im Bett liegen und eifersüchtig herumlamentieren sondern schleunigst das Weite suchen. Man würde Georges wirklich einen Tritt in den Hintern wünschen…aber Anne hat natürlich etwas ganz anderes mit ihm vor…sie will ihr Problem endgültig lösen, so wie sie es immer tut. Was die Bibel betrifft..da frage ich mich gerade, was für einen Hintergedanken du da haben könntest…ahnst du vielleicht, was ich mir da gedacht hatte, wie es möglicherweise weitergehen könnte? Ich hatte die Idee aber wieder verworfen, war mir nicht sicher ob das passt. Ich weiß jetzt noch nicht so genau wie die Geschichte weitergehen soll, ich muss jetzt warten, bis ich wieder eine gute Idee habe. Aber den Gedanken den ich wegen der Bibel schon hatte..womöglich verfolge ich den ja weiter..werde ich mir in Ruhe überlegen.

Liebe Grüße

Alienor

Aramis schrieb am 23.08.2014 - 21:42 Uhr zu Kapitel «Heimtücke»:

Hm, dass die Nonnen im Kloster von Templemar  Shakespeares “Romeo und Julia” lesen, scheint mir äußerst unwahrscheinlich - die französische Rezeption der Werke Shakespeares setzte im 18. Jh. mit Voltaires Übersetzung des Hamlet—Monologs und Le Tourneurs  französischer Gesamtübersetzung von 1745 ein, und ich bezweifle, dass die Nonnen die Tragödie in englischer Originalsprache gelesen haben. Anne selbst allerdings könnte das Drama wohl kennengelernt haben, aber erst während ihres Aufenthaltes in England als Baroness of Sheffield.
Ob diese Vergiftungsmethode mit Arsenikpulver zwischen den Buchseiten auch klappt?? Erinnert mich jetzt an den “Namen der Rose”  - ich hab aber keine Ahnung mehr, welches Gift dort verwendet wurde ...
Annes Gespräch mit Georges schleppt sich mühselig und zäh dahin, seine ewigen Vorwürfe und sein Gejammer nerven total, kein Wunder dass sie ihn endlich aus dem Weg haben will. Hm, ob Athos, trotz seiner allzu blinden Verliebtheit, wirklich selber in die Stadt reiten würde, um für Georges einen Doktor zu holen? Ich denk mal, als Sohn eines Comte kann er es sich leisten, einen Bedienten hinzuschicken -

Liebe Grüße
Aramis


Antwort des Autors:

@Aramis

Danke für dein Review. Danke für den Hinweis mit “Romeo und Julia”, ich wusste gar nicht, dass Shakespeares Werke sich erst im 18. Jahrhundert durch Voltaires Übersetzung des Hamlet in Frankreich verbreitet haben. Ich werde das Kapitel einfach ändern, ich muss aber erst recherchieren, welche Romane damals in Frankreich gelesen wurden. Ich denke ich werde die Shakespeare Szene dann rausnehmen und Anne wird das Werk durch Lord Winter kennenlernen, da hast du mich auf eine gute Idee gebracht. “Der Name der Rose” habe ich schon fast fünf Jahre nicht mehr angeschaut, ich muss mir den echt mal wieder ansehen, ich weiß nämlich auch nicht mehr, welches Gift dort genommen wurde. Ich habe diese Vergiftungsmethode mal in einer Doku in der es um Gifte im Mittelalter ging gesehen. Ob diese Methode so funktionieren wird wie Anne sich das gedacht hat will ich mal noch nicht verraten, dazu komme ich im nächsten Kapitel. Für Anne ist das wirklich ein mühseliges und zähes Gespräch, und Georges ahnt nicht, dass all seine Vorhaltungen und sein Gejammer nichts mehr nützen werden, da Anne längst seinen Tod beschlossen hat. Wenn das mit der Bibel nicht funktioniert wird sie sich bestimmt schnell etwas anderes überlegen. Diese Bibel wird in dieser Geschichte noch eine furchtbare Rolle spielen, soviel kann ich schonmal verraten, aber womöglich wird es nicht Georges sein, den es trifft. Du hast Recht, soweit habe ich gar nicht gedacht, Athos würde wohl wirklich einen Diener nach Bourges schicken anstatt selbst zu reiten, die de La Fères haben ja genug Bedienstete und es wäre unlogisch wenn er das selbst tut. Danke für deine sehr hilfreichen Hinweise, denn so kann ich das Kapitel verbessern. Was historische Fakten angeht werde ich in Zukunft wohl noch sorgfältiger recherchieren müssen, damit mir so ein Fehler wie das mit Shakespeare nicht nochmal unterläuft. Ich finds sehr gut, dass du hier reinschreibst wenn dir Fehler an meinen Texten auffallen, kannst du gerne immer so machen, ich bin dir nicht böse wenn du etwas Kritik anzubringen hast, im Gegenteil, ich bin froh darüber, weil ich das dann verbessern kann.

Liebe Grüße

Alienor

kaloubet schrieb am 19.08.2014 - 21:02 Uhr zu Kapitel «Annes Unschuld»:

Ich weiß nicht, dieser Georges kommt mir wirklich verboten dumm vor - wie kann er denn dieser Frau noch etwas glauben, nachdem er bemerkt, dass sie sich auf´s Beste verstellen kann? Er selbst stellt fest, dass sie Olivier immer verliebt anschaut, aber er selbst lässt sich am Ende durch das Versprechen auf eine Nacht täuschen? Ok, Männer neigen dazu mit dem Schwanz zu denken, aber ein klein wenig mehr Durchblick hätte ich ihm doch gewünscht. Wobei die Überlegungen Annes in Bezug auf Männer zu Beginn durchaus interessant zu lesen sind, klar, sie verachtet sie und sieht sie als Mittel zum Zweck, mehr nicht - als kleiner Tipp: du wiederholst des Öfteren Annes Ideen und Wünsche, zum Beispiel die Sache mit dem See - einmal erwähnen reicht, die Leser erinnern sich dann schon ;-)

Liebe Grüße

Kalou


Antwort des Autors:

@Kalou

Danke für dein Review. Was Georges betrifft, den habe ich  mir beim Lesen des Romans, als der Henker am Ende das Schicksal seines Bruders schildert, recht naiv vorgestellt, weil er, obwohl Mylady ‘Athos dazu gebracht hat sie zu heiraten, als Pfarrer weiterhin als ihr Liebhaber vor Ort blieb…ich dachte mir, dass jemand, der das so einfach hinnimmt schon sehr naiv sein muss, dass sie ihm irgendwelche Lügen erzählt hat, damit er dieses Spiel mitmacht ohne zu murren oder eifersüchtig zu sein. Aber du hast wohl Recht, vielleicht ist es wirklich ein wenig unglaubwürdig, wenn er sieht, dass sie Olivier verliebt anschaut, aber sich trotzdem mit dem versprechen auf eine Nacht mit ihr ruhigstellen lässt..
Ich werde in Zukunft auch versuchen, mich was Annes Gedanken und Überlegungen betrifft nicht mehr zu wiederhole, das war ja schon in meinen anderen Geschichten so, dass ich manches zu oft widerholt habe. Wie du hier schreibst, die Leser erinnern sich…da brauche ich nicht alles mehrmals zu schreiben, ich muss wirklich darauf achten, dass sich nicht immer solche Wiederholungen bei mir einschleichen. Danke für deine Hinweise, das hilft mir wirklich weiter beim Schreiben, ich werde in Zukunft darauf achten, dass sich keine Wiederholungen einschleichen. Und auch nicht gleich anfangen das Kapitel zu schreiben, sondern mir erst einmal Gedanken machen, wie die einzelnen Personen in so einer Situation handeln würde.

Liebe Grüße

Alienor

kaloubet schrieb am 19.08.2014 - 20:49 Uhr zu Kapitel «Oliviers Antrag»:

Oha, nun kommen wir also zu dem Antrag - tja, zu blöd gelaufen, dass der Comte seinen Sohn enterben will, wenigestens einer, der den Überblick behält, Recht hat er. Hm, nach Bourges fahren und Kleider kaufen? Eher nicht, der Adel ließ sich die Schneider kommen ;-) und Kleider von der Stange gab´s noch nicht. 

Enguerrand stellt seinen Bruder zur Rede? Recht hat er, aber der Moment scheint mir schlecht gewählt, er müsste warten, bis er mit ihm alleine ist. So, vor der Frau seines Herzens, wird Olivier nie klein beigeben. Mir scheint, diese ganze Diskussion dürfte nicht hier stattfinden, nicht, wenn Enguerrand seinen Bruder wirklich überzeugen will. Es ist nicht nötig, dass er ihm seine Bedürfnisse aufzeigt, Olivier weiß, was es heißt, der drittgeborene Sohn zu sein. Das noch dazu vor Anne zu tun, zeugt von erstaunlich wenig Takt. genauso, wie Olivier wenig Takt beweist, wenn er Enguerrand vor Anne droht. Ganz ehrlich, ich denke nicht, dass Athos zu so etwas fähig gewesen wäre, auch wenn sein Bruder seine zukünftige Frau kritisiert hätte. Nun Anne das Geheimnis nicht zu verraten, bringt auch nicht mehr viel, er hätte vorher schweigen müssen. Jetzt ist es zu spät, die Würfel scheinen gefallen.

Viele Grüße

Kalou


Antwort des Autors:

@Kalou

Danke für dein sehr hilfreiches Review. Das der Adel sich die Schneider kommen ließ und man noch keine Kleider kaufen konnte in der Stadt das wusste ich gar nicht, ich werde das dann in dem Kapitel abändern und auch in den folgenden Kapiteln daran denken. In historischen Romanen hatte ich schon öfters gelesen, wie adelige Frauen im Mittelalter und Barock in die Stadt fuhren um Kleider zu kaufen, aber das waren meist auch sehr schlechte historische Romane, und ich habe da wohl unbewusst diesen Fehler übernommen.
Und du hast wohl Recht, es wäre wirklich logischer, wenn Enguerrand seinen Bruder zur Rede stellt wenn sie alleine sind, da er ja wissen müsste, dass dieser wenn Anne dabei ist zu ihr halten wird. Du liegst da wohl ganz richtig, als Adelssöhne würden sowohl Olivier als auch Enguerrand etwas mehr Taktgefühl haben. Und wenn ich so darüber nachdenke, wird Athos wohl wirklich nicht zu so einer Drohung fähig sein, im Roman zeigt sich ja immer wieder, dass er sehr viel auf Ehre und Gewissen hielt, das wäre wohl wirklich nicht das Mittel das er wählen würde um seinen Bruder davon abzuhalten dem Vater von der heimlichen Hochzeit zu erzählen. Manchmal fällt es mir immer noch schwer mich in Athos hineinzudenken, obwohl er mein Lieblingsmusketier ist, da muss ich mir wohl für die einzelnen Kapitel etwas mehr Zeit nehmen und genau überlegen wie er handeln würde.
Das hat mir jedenfalls wirklich sehr weitergeholfen, dass du mir das so offen schreibst, wenn ich in einem Kapitel etwas besser machen kann, ich wäre froh, wenn du das immer so machst, wenn es Kritikpunkte gibt, darfst du das ruhig erwähnen, das gilt auch für alle anderen hier, es stört mich nicht, im Gegenteil, es ist für mich hilfreich.

Liebe Grüße

Alienor

Aramis schrieb am 11.08.2014 - 07:50 Uhr zu Kapitel «Annes Unschuld»:

Na, da hat Anne ja noch mal Glück gehabt, dass Georges ihrer Überzeugungskraft trotz seiner berechtigten Zweifel erlegen ist und sich mit Hilfe ihrer dubiosen Argumente und ihres lügnerischen Versprechens wieder einmal breitschlagen hat lassen - schön dumm von ihm! Aber so sind sie halt, die Männer, wie Anne grimmig feststellt - Olivier eingeschlossen. Dass sie seine Familie ausrotten, ihren zukünftigen Ehemann ebenso wie Georges töten und sich damit zur alleinigen Erbin von La Fère machen will, um uneingeschränkt über den gesamten Familienbesitz herrschen zu können, zeigt wieder deutlich ihre Menschenverachtung und Grausamkeit, die sie nur zu gut hinter Liebenswürdigkeit und engelhaftem Charme zu verbergen weiß. Und sie ist fest überzeugt, dass ihr perfider Plan gelingen wird. Doch was die gefährlichen Folgen ihrer Heirat betrifft, wird Georges dennoch recht behalten.

Liebe Grüße
Aramis


Antwort des Autors:

@Aramis

Danke für dein Review. Ja, Anne hat Glück gehabt…Georges ließ sich von ihren Argumenten und der Aussicht auf eine Nacht mit ihr tatsächlich überreden. Das ist wirklich dumm von ihm, er hat gar nicht gemerkt, wie sie ihn wieder einmal an der Nase herumgeführt hat. Genau wie Olivier ahnt er nichts von Annes finsteren Plänen. Keiner der beiden erkennt hinter der sanften, engelhaften Fassade die eiskalte Mörderin die eine ganze Familie töten würde nur um an deren Vermögen zu kommen. Anne glaubt fest daran, dass ihr perfider Plan auf jeden Fall gelingen wird. Noch ahnt sie nicht, dass Georges tatsächlich Recht behalten wird, was sie für sie gefährlichen Folgen dieser Hochzeit angeht,, dass die Lilie auf ihrer Schulter sie beinahe das Leben kosten wird. Sie glaubt nach wie vor, dass nichts schiefgehen kann, ihre Pläne niemal scheitern werden.

Liebe Grüße

Alienor

Aramis schrieb am 08.08.2014 - 12:13 Uhr zu Kapitel «Oliviers Antrag»:

Hm, dieser Enguerrand scheint ja ein durchaus helles Bürschchen zu sein, nachdem er offensichtlich imstande ist, Annes heimliche Absichten zu durchschauen. Umso seltsamer kommt es mir daher vor, dass er vor ihren Augen mit Olivier, seinem ungeliebten großen Bruder, Streit vom Zaun bricht. Und als dann auch noch in ihrer Anwesenheit die Rede auf sein düsteres Geheimnis kommt, das offenbar so schrecklich ist, um ihn für immer mit seinem Vater zu entzweien, muss er sich`s ja wohl denken können, dass Anne nun alles daransetzen wird, um es auf die ein oder andere Art herauszubekommen. Ein solch höchst willkommenes  Druckmittel, um Enguerrand ein für alle Mal kaltzustellen, präsentiert sich ihr ja wahrhaftig nicht alle Tage! Tja, es wäre wohl in der Tat weit klüger gewesen, er hätte sich still verhalten und hinterher den liebesblinden Olivier alleine abgepasst -
Was wohl der arme Georges nun zu Annes heimlicher Heiratsabsicht sagen wird? Ich kann mir nicht vorstellen, dass er das ohne jeden Widerstand und zutiefst ergeben hinnimmt, schwerst verliebt wie er ist - auch wenn sie ihm womöglich weismachen will, diese Eheschließung  wäre sowieso ungültig, und sie täte es ja nur, um sich am Vicomte zu bereichern und hinterher mit Georges zu fliehen, oder welche Lügen auch immer sie sich in Bezug auf ihn ausgedacht hat. Ich bin neugierig, wie er drauf reagieren wird…

Liebe Grüße
Aramis


Antwort des Autors:

@Aramis

Danke für dein Review. Ja, es war äußerst unklug von Enguerrand, seinen Bruder in Annes Anwesenheit zur Rede zu stellen, so dass diese nun weiß, dass er irgendein Geheimnis hat. Aber Enguerrand hat, so gerissen er auch sein mag, eine sehr impulsive Ader, und der Neid auf seinen älteren Bruder führt bei ihm immer wieder dazu, dass er Olivier proviziert und beschimpft, obwohl dieser sein Geheimnis kennt. Aber Enguerrand weiß genau, dass Olivier niemals ein Versprechen, das er jemandem gegeben hat brechen würde, und deswegen glaubt er nicht, dass sein Bruder dem Vater wirklich alles erzählen wird. Und Anne wird in der Tat alles unternehmen um sein Geheimnis herauszubekommen, denn sie hofft, ihn auf diese Weise genauso in der Hand zu haben wie den armen Raoul. Und was Georges betrifft, da wird Anne es in der Tat nicht leicht haben, es wird noch zu einem heftigen Streit zwischen den beiden kommen.

Liebe Grüße

Alienor

kaloubet schrieb am 29.07.2014 - 21:39 Uhr zu Kapitel «Annes Entdeckung»:

Oha, nun erstaunt mich Raoul - dass er so unvorsichtig ist, hätte ich nicht gedacht, jeder könnte ja den Stall betreten, das ist wirklich nicht sehr weitsichtig. Dass es nun ausgerechnet Anne ist, ist natürlich ein weiterer Trumpf für sie, damit hat sie die Familie  in der Hand. Der Comte ist intelligent und kennt das Leben, er sollte seinem Sohn raten, Anne einmal den Enterbten vorzuspielen, nur um zu sehen, was sie macht. Es würde ihm vielleicht die Augen öffnen. Doch da sie mithörte, ist es nun leider zu spät dafür und das Schicksal ... nein, die falsche Schlange nimmt ihre Intrige auf.


Antwort des Autors:

@Kalou

Danke für dein Review. Ja, Raoul ist wirklich sehr unvorsichtig, jeder könnte den Stall betreten..leider denkt er nicht so weit, genau wie sein Bruder Olivier betrachtet er im Moment alles nur mit den Augen eines Verliebten und macht sich darüber, dass man ihn und seinen Geliebten ertappen könnte, keine Gedanken. Anne hat ihn nun wirklich ganz und gar in der Hand, sie kennt sein Geheimnis und könnte ihn der Inquisition ausliefern. Ja, dem Comte kann die junge Mylady nichts vormachen, er hat gleich erkannt, mit was für einer Frau er es da zu tun hat. Wenn Olivier ihr den Enterbten vorspielen würde, würde das leider nicht viel nützen, da sie nun mitgehört hat. Leider wird Anne nun alles daran setzen, den Comte, den sie als Hindernis auf ihrem Weg zur Comtesse betrachtet, aus dem Weg zu räumen. Und leider wissen wir ja aus dem Roman, dass Athos Comte war als er die Lilie an Myladys Schulter entdeckte…und ich habe mich schon immer gefragt, ob das Ableben seines Vaters etwas mit der mordlustigen Mylady zu tun hatte..Dumas hat zwar so etwas nie angedeutet, aber ich persönlich vermute, dass es so gewesen sein könnte.

Liebe Grüße

Alienor

1  2  3  4  5  Weiter  [Ende]
Angezeigt 1 bis 10 von 54