Artagnan.de - Fanfiction zu Dumas' drei Musketieren

Reviews zu «Die Schlangengrube»

Rochefort schrieb am 28.02.2014 - 11:51 Uhr zu Kapitel «Der Froschtest»:

Liebe Alienor!

Dieser Froschtest ist wirklich eine äußerst kuriose Praktik, um eine Schwangerschaft festzustellen. Aber es gab in früheren Zeiten ja viele heute sehr seltsam anmutenden Verfahren in der Medizin - auf jeden Fall ist das sehr interessant.

So verwerflich auch Myladys Charakter ist - ihre Kaltblütigkeit und unerschütterliche Zuversicht in scheinbar ausweglosen Situationen nötigt einem trotzdem irgendwie Respekt ab. Sie ist jemand, der niemals aufgeben würde. Der hässliche, bucklige Kerkerwächter ist da ein geradezu ideales “Opfer” für ihre Verführungskünste. Wie Du richtig schreibst - ein Mensch wie er wird kaum je Liebe und Zuneigung erfahren haben, schon gar nicht von einer begehrenswerten Frau. Doch wenn er nur ein wenig nachdenken würde, müsste ihm klar sein, dass Mylady nur mit ihm “anbandelt”, um aus ihrer misslichen Lage zu entkommen. Aber wie es so schön heißt: “Liebe macht blind…”

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

@Rochefort

Danke für dein Review. Ja, früher gab es wirklich sehr kuriose und auch ekelerregende Praktiken, um eine Schwangerschaft festzustellen. Ich habe ja viel recherchiert für dieses Kapitel und bin da auf so einige Methoden gestoßen, unter anderem auf Weizen urinieren, doch für die FF habe ich den Froschtest gewählt, weil das damals die schnellste Methode war.
Das stimmt, ein wenig Respekt nötigt einem Myladys Kaltblütigkeit schon ab, so erschreckend man sie auch finden mag. Aufgeben kennt sie nicht, was ja an sich, wenn es nicht mit Kaltblütigkeit verbunden ist, eine sehr gute Eigenschaft ist. Sie erkennt gleich die Schwachstellen dieses Kerkermeisters, nämlich dass er sich nach weiblicher Nähe und Liebe sehnt, und weiß das für ihre Zwecke auszunutzen. Leider denkt er nicht nach, er fühlt sich so geschmeichelt und genießt ihre Aufmerksamkeit, dass seine Gedanken aussetzen und er tatsächlich darauf hofft, dass aus ihm und ihr ein Paar werden könnte. Liebe macht wirklich blind, vor allem die männer, und das weiß Mylady ganz genau, und bisher hat ihr ja keiner widerstehen können, sie hat noch immer bekommen was sie wollte. Und natürlich glaubt sie felsenfest daran, dass ihr auch diesmal niemand etwas anhaben kann. Aber eines kann ich dir schonmal verraten, genau diese Selbstüberschätzung könnte ihr später noch zum Verhängnis werden.

Liebe Grüße

Alienor

kaloubet schrieb am 27.02.2014 - 21:36 Uhr zu Kapitel «Der Froschtest»:

Das ist ja ein seltsamer Test - armer Frosch *schüttel*. Ob das sehr präzise war? Eher nicht, ich mag gar nicht an die Umstände denken, unter denen diese Art Test verwendet wurde. Abgesehen davon, dass ich Frösche wirklich gern mag. Aber Mylady hat ja noch mehr Möglichkeiten in petto, ich gehe mal davon aus, dass dieser Jeannot ihr relativ schnell verfällt - und dass die Menschen nur sehen, was sie sehen wollen, ist leider nur zu wahr.

Liebe Grüße

Kalou


Antwort des Autors:

@Kalou

Danke für den Review. Mir grauste es auch, als ich von dieser Methode bei Wikipedia las, ich hätte nie gedacht, dass man damals solche Methoden angewandt hat. Ob der Test sehr präzise war und die Ergebnisse zutrefen, kann ich nicht sagen, dazu stand im Internet nichts. Es gab auch noch eine andere Methode, das Urinieren auf Weizenkörner, und wenn diese keimten, was meist nach mehreren Tagen geschah, war die Frau angeblich schwanger. Ich vermute mal, dass diese Tests nicht so präzise waren wie heutige Schwangerschaftstests, die medizinisch nicht versierten Menschen damals aber an die Ergebnisse glaubten, bis das Gegenteil bewiesen wurde. Mylady weiß genau, wie sie es schaffen kann, einen Mann für sich zu gewinnen, und bei Jeannot wird sie es wirklich nicht schwer haben, da er bisher in der Liebe kein Glück hatte und ihr deswegen wahrscheinlich mit Haut und Haaren verfallen wird. Aber eines kann ich schonmal verraten…die Tatsache, dass sie sich für unangreifbar und anderen überlegen hält, könnte ihr noch irgendwann zum Verhängnis werden.

Liebe Grüße

Alienor 

Aramis schrieb am 27.02.2014 - 01:03 Uhr zu Kapitel «Der Froschtest»:

Oje, das sieht ja gar nicht gut für den armen Jeannot aus! Mylady wird ihn um ihren kleinen Finger wickeln, und er wird schlussendlich dafür bezahlen müssen, wenn er sie entfliehen lässt! Sie ist wirklich eine äußerst gerissene Verbrecherin, da mag die Situation noch so trist und aussichtslos für sie sein, sie verliert dennoch niemals ihre Zuversicht und zieht sofort alle Register, und sich abermals erfolgreich rauszuwinden. Ihre Schönheit ist ihre beste Waffe, mit der lockt sie jedes Mannsbild in ihre Fänge. Auch der Arzt wird ihr wohl nicht widerstehen können, wie`s aussieht -
Dieser Test, den du hier beschreibst, ist wirklich äußerst kurios! Ich bin schon sehr gespannt, welches Ergebnis er bringen wird!

Liebe Grüße
Aramis


Antwort des Autors:

@Aramis

Danke für den Review. Ja, der arme Jeannot hat keine Chance, ihm wird es genau wie den anderen Männern, die Mylady mit Haut und Haar verfallen sind, ergehen. Mylady gelingt es immer, die Männer um den kleinen Finger zu wickeln, und sie findet bei jedem Mann die richtige Strategie. Sie ist wirklich eine gerissene Verbrecherin, die ihre Schönheit als Waffe einzusetzen versteht. Wenn diese Schönheit eines Tages nicht mehr da ist, dann wird es für sie sehr schwierig werden, das zu erreichen was sie will. Sie überschätzt sich wieder einmal total und der Gedanke, dass ihr Plan scheitern könnte, kommt ihr gar nicht. Den Test fand ich auch extrem kurios, als ich bei Wikipedia davon las, konnte kaum glauben, dass das früher so gemacht wurde. Es war wohl damals der einzige schnelle Schwangerschaftstest, den man anwenden konnte. Ich will dir nicht zuviel verraten was das Ergebnis betrifft…aber Mylady ist nicht ohne Grund so zuversichtlich.

Liebe Grüße

Alienor

kaloubet schrieb am 16.01.2014 - 18:35 Uhr zu Kapitel «Michelettos Plan»:

Dieser Barbarossa erinnert mich an diesen Vampa aus dem Grafen von Monte-Christo, der hatte sein Revier auch in den Katakomben - war aber eine nettere Gestalt ;-). Ich weiß nicht, ob Micheletto so intelligent handelt, denn Barabarossa ist ein Gauner, der wird ihn ausnehmen wie ein Huhn und an diesem Plan kann wohl noch mehr schiefgehen - was dem Kardinal sicher nicht gefallen wird. Mir scheint, Micheletto ist nicht so intelligent und auch ein klein wenig größenwahnsinnig. Jetzt hat er sich schon Richelieu zum Feind gemacht und nun muss er ihn nochmal hintergehen ... Äh, eine kleine Bemerkung: Palais Royale klingt nach Casino Royale, was ja vom Tenor her durchasu zur Geschichte passt ;-). Das Haus des Kardinals hieß aber Palais Royal (oder Palais Cardinal).

Viele Grüße

Kaloubet


Antwort des Autors:

@Kalou

Danke für dein Review. Ich muss zugeben, dass ich den Grafen von Monte Christo nicht so kenne, ich sollte wirklich mal den Roman lesen. Es könnte in der Tat ein Fehler sein, dass Micheletto sich mit einem solchen Gauner verbündet, das könnte für ihn noch böse enden. Micheletto ist zwar ein alter Freund, doch bei einem Gauner und einem Auftragskiller hört bei Geld die Freundschaft auf und einer könnte versuchen den anderen zu hintergehen. Micheletto ist nicht unbedingt der Hellste, eher ein geldgieriger Befehlsempfänger mit nur wenig Skrupeln. Und wenn Richelieu dahinter kommt, dass er ihn hintergeht, könnte auch das böse enden, den der Kardinal duldet so etwas nicht. Ich werde dann nächstens immer Palais Royal schreiben, mir ist gar nicht aufgefallen, dass Royale nach Casino klingt.  Danke für den Hinweis, das wäre mir sonst gar nicht aufgefallen.

Liebe Grüße

Alienor

Rochefort schrieb am 15.01.2014 - 14:11 Uhr zu Kapitel «Michelettos Plan»:

Liebe Alienor!

Hu, das sind ja Methoden wie bei der heutigen Mafia, da fröstelt einen ja richtig beim Lesen. ;-)) Mehr als ein Fehler - und schon verschwindet man auf Nimmerwiedersehen! Kein Wunder, dass alle vor dem Kardinal zittern, wenn er so skupellos agiert. Aber es stellt sich die Frage, ob er sich im Endeffekt damit nicht mehr schadet als nützt, denn auch den besten Leuten unterläuft ab und zu ein Irrtum - Irren ist eben menschlich. Und sie dann gleich zu beseitigen ... nur mit Angst zu herrschen, hat schon viele Machthaber zu Fall gebracht, das ist nicht sehr klug. Besonders gut gefällt mir immer der Gegensatz zu der liebevollen Sanftheit, mit der Richelieu seine Katzen behandelt, und seinem sonstigen grausamen Agieren. Das erzeugt in den Szenen mit dem Kardinal immer so eine ganz eigene Stimmung.  Die düstere Szene in den Katakomben hat auch ihren Reiz. Ich kann mir schon vorstellen, was Micheletto mit der armen Alais vorhat. Sicher will er sie entführen und mit Barbarossas Hilfe an ein Bordell oder sonst jemanden, der für eine junge hübsche Frau gut zahlt, verkaufen. Micheletto spielt jedenfalls ein sehr gewagtes Spiel, wenn er versuchen will, seinen Auftraggeber zu hintergehen…

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

@Rochefort

Danke für dein Review. Ja, diese Methoden sind wirklich mafiaartig, und es freut mich, dass es dich beim Lösen frösteld, denn genau das wollte ich auch, dem Leser damit kalte Schauder über den Rücken jagen. Den Kardinal sollte man wirklich nicht unterschätzen, wer ihn zum Feind hat, der hat sein Leben schon so gut wie verwirkt. Richelieu ist ein Machtmensch, und der Gedanke, dass Irren menschlich ist ist ihm leider fremd. Ich stimme dir voll und ganz zu, der Kardinal würde sich selbst keinen Gefallen tun, indem er seinen besten Auftragsmörder beseitigen lässt. Und es freut mich, dass es mir gelungen ist, den krassen Gegensatz von Richelieu, einerseits seine Skrupellosigkeit und andererseits der liebevolle Umgang mit seinen Katzen, deutlich zu machen. Ich bin nämlich der Meinung, dass selbst Richelieu kein absolut böser Charakter ist und auch Gefühle wie Liebe ihm nicht fremd sind. Du liegst mit deiner Vermutung richtig, wegen ihrer Schönheit ist Alais für Micheletto und Barbarossa eine sehr lukrative Einnahmequelle. In der Tat, soviel kann ich dir schonmal verraten, könnte dieses Doppelspiel für Micheletto böse enden, falls der Kardinal dahinter kommt. Der Italiener wiegt sich in Sicherheit, glaubt, dass Richelieu keine Verbindungen zur Unterwelt hat…doch womöglich hat der Kardinal selbst dort Verbindungen.

Liebe Grüße

Alienor

Aramis schrieb am 14.01.2014 - 20:10 Uhr zu Kapitel «Michelettos Plan»:

Liebe Alienor,
aha, Micheletto hat sich also noch nicht in Luft aufgelöst, und sein Versagen in puncto Alais scheint ihm bei Richelieu mächtig Ärger einzubringen. Offenbar hat er nun einen hinterhältigen Plan gefasst, das Mädchen verschwinden zu lassen und gleichzeitig daran zu verdienen - sehr schlau! Aber warum will er diesen Barbarossa in seinen Plan einweihen? Den Gewinn müsste er ja dann mit diesem Halunken teilen, und im Verbrechermilieu traut keine Ratte der anderen. Ich bin gespannt, ob Micheletto hier ein doppeltes Spiel treibt!
Liebe Grüße
Aramis


Antwort des Autors:

@Aramis

Danke für dein Review. Nein, Micheletto hat sich noch nicht in Luft aufgelöst,, und er wird in der weiteren Handlung noch eine wichtige Rolle spielen. Ja, er hat einen sehr heimtückischen Plan gefasst, da ja für ihn nichts mehr an diesem Mord zu verdienen ist, da er schon bezahlt wurde, hat er sich nun entschieden, an Alais noch etwas Geld zu verdienen. Warum er Barbarossa in seinen Plan eingeweiht hat, erfährst du in einem der nächsten Kapitel, ich kann dir nur schonmal eines verraten: der Räuberhauptmann hat Verbindungen, die für Micheletto sehr nützlich sein können. Alleine kann er an Alais nichts verdienen, für seinen fiesen Plan benötigt er einen Helfershelfer…aber genau das könnte ihm auch zum Verhängnis werden, soviel kann ich schonmal verraten. Für Alais sieht es jedenfalls im Moment nicht gut aus, sie schwebt in großer Gefahr.

Liebe Grüße

Alienor

duchesse schrieb am 11.01.2014 - 16:56 Uhr zu Kapitel «Bittere Wahrheit»:

Liebe Alienor,

Jean-Francois hat Nerven, das muss man ihm lassen - in dieser Situation seine Mutter, deren Skrupellosigkeit er ja schon kennt, hinters Licht führen zu wollen, erfordert schon einige Kaltblütigkeit, er zockt da wirklich mit seinem Leben. Allerdings bleibt ihm ja auch kaum etwas anderes übrig, wenn er Athos und Raoul noch retten will…

Mit seiner Verstellungskunst macht er Mylady alle Ehre, als ihr Sohn. Sie hingegen scheint ihn völlig zu unterschätzen, oder der Triumph hat ihr schon das Hirn vernebelt… mir scheint, sie fühlt sich völlig sicher.

Liebe Grüße,

duchesse

 


Antwort des Autors:

@duchesse

Danke für dein Review. Ja, Jean-Francois spielt gerade wirklich mit seinem Leben, denn der Versuch, seine skrupellose, grausame Mutter hinters Licht zu führen, könnte durchaus auch schiefgehen. Aber, das hast du richtig erkannt, er hat ja keine andere Wahl, wenn er Athos und Raoul noch retten will, denn Mylady würde diese ermorden lassen ohne auch nur mi der Wimper zu zucken, nicht einmal das Ermorden eines unschuldigen kleinen Kindes verursacht bei ihr Gewissensbisse. Aber gefährlich ist es schon für ihn, denn wenn er sich gegen seine Mutter stellt, würde sie selbst ihn ermorden lassen. Ja, was die Verstellungskunst betrifft, da kommt er ganz nach seiner Mutter, auch wenn er sie im Gegensatz zu ihr nur zum Guten einsetzt. Ja, sie fühlt sich in der Tat völlig sicher, ihrer Meinung nach kann nichts sie mehr aufhalten, und sie glaubt, dass ihr Sohn charakterlich nach ihr kommt. Wer sich so leicht überschätzt wie Mylady, der kann durchaus noch überlistet und zu Fall gebracht werden. Diese Selbstüberschätzung würde ihr ja schon in den Musketieren zum Verhängnis, da fühlte sie sich auch sicher, als sie in dem Häuschen in Armentieres übernachten wollte.

Liebe Grüße

Alienor

duchesse schrieb am 11.01.2014 - 15:12 Uhr zu Kapitel «Ein trauriger Fund»:

Hallo Alienor,

oje, ich kann mir denken, warum d’Artagnan so schnell wie möglich zum Louvre kommen soll… ist es wegen seiner Schwester, die sich unvorsichtigerweise an Alais’ Petit Four vergriffen hat? Die Ereignisse überschlagen sich nun wirklich, und mir gefällt auch dein Aufbau der Kapitel, in denen du wie in einem Film mal zu den einen, mal zu den anderen Figuren und Schauplätzen “blendest”. Das ist schreibtechnisch sehr gut gemacht, da ja nun manche Szenen nahezu gleichzeitig stattfinden.

Liebe Grüße,

duchesse


Antwort des Autors:

@duchesse

Danke für dein Review. Ja, es könnte durchaus etwas mit seiner Schwester zu tun haben, dass er zum Louvre gerufen wird, soviel kann ich dir schon einmal verraten. Es freut mich, dass dir der Aufbau gefällt, ich mache das immer gerne, diese Blenden von einer Figur zur anderen, gerade wenn ich die Sichtweise mehrerer Charaktere erklären will. Eines kann ich dir schonmal verraten, im Louvre wird sich in den nächsten Tagen noch so einiges tun und die Ereignisse werden sich überschlagen. Noch schwebt der Dauphin in Gefahr, denn es gibt eine Verschwörung, die ihm auch weiterhin nach dem Leben trachten wird.

Liebe Grüße

Alienor

duchesse schrieb am 11.01.2014 - 14:51 Uhr zu Kapitel «Die Muschelbrüder»:

Liebe Alienor,

ich finde die Geschichte weiterhin sehr spannend. Gut, dass Jean-Francois es geschafft hat, Raoul zu befreien - vielleicht steigt er ja dadurch ein wenig in Athos’ Achtung. Das Zusammentreffen der Geschwister hast du sehr einfühlsam beschrieben, für Jean-Francois muss es wirklich ein Schock sein, dem Ebenbild seiner Mutter gegenüberzustehen, zumal er ja, als sie starb, noch viel zu klein war, um das alles zu verstehen.

Auch die literarische Anspielung auf das Kirchenasyl hat mir sehr gut gefallen - Victor Hugo und der Glöckner von Notre-Dame lassen grüßen ;-)

Liebe Grüße,

duchesse


Antwort des Autors:

@duchesse

Danke für dein Review. Das freut mich, dass du die Geschichte spannend findest. Ja, es könnte durchaus sein, dass Jean-Frnacois nun in Athos Achtung steigt, dieser wird nun gewiss bald erkennen, dass Myladys Sohn charakterlich nicht nach seiner Mutter kommt. Ja, für den jungen Mann ist das in der Tat ein Schock, vor allem weil er seine Mutter ja immer verklärt hat, und nun muss er erfahren, dass sie nicht die ist für die er sie hielt.
Freut mich, dass dir diese Anspielung gefallen hat, ich habe da beim Schreiben auch an Victor Hugos Roman gedacht.

Liebe Grüße

Alienor

Rochefort schrieb am 08.01.2014 - 15:19 Uhr zu Kapitel «Madame d´Enfer»:

Liebe Alienor!

Dieses Kapitel hat mir besonders gut gefallen - so packend und mitreissend geschrieben wie es ist! Welch’ niederschmetternde Erkenntnis für Mylady, die sich eben noch als die triumphierende Siegerin wähnte, stattdessen zu erleben, dass man ihr Spiel durchschaut hat. Die List, die der König angewandt hat, war wohl überlegt - alle Achtung! Ich denke, dass man wirklich automatisch auf einen vertrauten Namen reagiert, wenn er umvermutet ausgesprochen wird. Bewundernswert ist auch, wie der König Haltung bewahrt. Es muss schockiernd für ihn sein zu realisieren, dass die Frau, die er offenbar wirklich vergöttert hat, eine berechnende Teufelin ist. Doch Mylady wäre nicht Mylady, wenn sie nicht immer noch ein Ass im Ärmel hätte. Ihr schauspielerisches Talent ist beachtlich, ebenso ihre Nervenstärke in dieser scheinbar ausweglosen Situation. Ich bin schon gespannt, was sie vorhat. Eine Vermutung habe ich schon…

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

@Rochefort

Danke für dein Review. Es freut mich, dass dieses Kapitel dir besonders gut gefallen hat. :) Ja, für Mylady ist es wirklich niederschmetternd, dass sie durchschaut worden ist, dass der König hinter ihr falsches, intrigantes Spiel gekommen ist. IHn wird sie jetzt nicht mehr becircen können. Die List des Königs hat Anne wirklich enttarnt, da hat sie sich durch ihre Unachtsamkeit selbst verraten..keiner Wunder, wenn man so viele Decknamen benutzt wie sie. Ja, es ist wirklich bewundernswert, dass der König, obwohl er nun unter Liebeskummer leidet, Haltung bewahrt. Es ist für ihn sehr schmerzhaft, denn er hat ja gedacht, in ihr eine Frau gefunden zu haben, die ihn liebt und nicht seine Krone. Ja, Mylady hat immer noch ein Ass im Ärmel, selbst wenn ihre Lage aussichtslos erscheint. In einem der nächsten Kapitel komme ich noch einmal auf Mylady und ihre weiteren Pläne zurück, Eines kann ich schonmal verraten, sie wird noch lange nicht aufgeben und der König hat in ihr nun eine gefährliche Feindin. Und wenn sie erst einmal in der Bastille sitzt, wird ihr bestimmt noch eine Möglichkeit zur Flucht einfallen.

Liebe Grüße

Alienor

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