Artagnan.de - Fanfiction zu Dumas' drei Musketieren

Reviews zu «Eine Nacht in Toulon»

Rochefort schrieb am 04.03.2013 - 13:36 Uhr zu Kapitel «Eine Nacht in Toulon»:

Liebe Alienor!

Eines gleich vorab: Die Geschichte aus der Ich-Perspektive zu schreiben ist Dir sehr gut gelungen! :-)) Ich finde auch den Rahmen sehr schön, den Du gewählt hast, nämlich Raoul als alten Mann  seine Lebenserinnerungen für seine Nachkommen niederschreiben zu lassen. Die Schilderung des Geister-Wirtshauses ist richtig beklemmend - man fröstelt förmlich beim Lesen. Ich denke, es hat eines so einprägsamen und in gewisser Weise “übernatürlichen” Ereignisses bedurft, um Raoul aus seinem Schmerz und Selbstmitleid zu reißen und zur Umkehr zu bewegen. Die Worte seines Vaters haben ihn in seiner tiefen Verzweiflung nicht mehr erreicht. Ich glaube, dass durch ihre Tat nun auch Myladys Seele Ruhe gefunden hat. Indem sie Raoul das Leben rettet, leistet sie Wiedergutmachung für ihre früheren Verbrechen. Ein versöhnliches Ende!

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

@Rochefort

Danke für dein Review. Es freut mich, dass es mir gelungen ist, die Geschichte aus der Ich-Perspektive zu schreiben..ich war mir nämlich erst nicht sicher, ob ich das hinbekommen würde, da ich bisher nur in der dritten Person geschrieben habe. Und mir gefiel der Gedanke, Raoul als alten Mann, mit der Weisheit eines langen Lebens, seine Geschichten für seine Kinder und Enkel erzählen zu lassen. Schön, dass du beim Lesen gefröstelt hast..genau das wollte ich mit der Beschreibung des Wirtshauses erreichen, dass es schaurig rüberkommt. Für Raoul war es wirklich ein Schock, damit konfrontiert zu werden, was mit ihm geschehen würde, wenn er Selbstmord beging. Und du liegst goldrichtig…Mylady hat auch Erlösung gefunden, nachdem sie Raoul das Leben gerettet hat…damit hat sie alles, was sie zu Lebzeiten getan hat, wiedergutgemacht. Und Raoul konnte so erkennen, dass Selbstmord keine Lösung ist und es für ihn auch einen anderen Weg gibt.

Liebe Grüße

Alienor

Aramis schrieb am 14.02.2013 - 06:56 Uhr zu Kapitel «Eine Nacht in Toulon»:

Liebe Alienor,
eine sehr interessante, berührende Geschichte! Mir gefällt Deine Idee, mit Hilfe von Myladys Geist den in seinem Liebesschmerz Raoul wieder zur Vernunft zu bringen und zur Umkehr zu bewegen. Ja, sich das Leben zu nehmen, ist keineswegs eine Lösung - und es ist schön zu lesen, dass nun ein erfülltes Leben auf Raoul wartet. Dass er seine Geschichte als alter Mann in der Ich-Form für sein Kinder und Enkel erzählt, macht das Ganze besonders eindringlich.
Liebe Grüße
Aramis


Antwort des Autors:

@Aramis

Danke für dein Review. Freut  mich, dass dir die Idee gefällt. Ich dachte mir, dass Myladys Geist genau die Richtige wäre, um Raoul zur Umkehr zu bewegen, zu ihren Lebzeiten konnte sie ja auch jeden überzeugen wovon immer sie wollte. Ich fand es immer so traurig, dass Raoul sich im Roman das Leben nahm, und Athos so mit in den Tod riss. Ich fand es immer besonders tragisch, dass Raoul nicht erkannt hat, dass das Ende seiner Liebe zu Louise nicht das Ende seines Lebens bedeuten muss. Und es freut mich, dass es mir gelungen ist, die Geschichte in der Ichform aus der Sicht von Raoul zu schreiben, denn es war das erste Mal, dass ich mich an der Ich-Form versucht habe. Ich werde jetzt bestimmt öfters Geschichten in der Ich-Form schreiben.. Bei Dumas hat mich Raouls Ende immer sehr traurig gemacht, deswegen nimmt es mit ihm in meinen Geschichten meist ein glücklicheres Ende.

Liebe Grüße

Alienor

kaloubet schrieb am 13.02.2013 - 20:48 Uhr zu Kapitel «Eine Nacht in Toulon»:

Hallo Alienor,

ein interessanter Ansatz, Milady als Untote wieder auferstehen zu lassen. Die Idee, Raoul in einer Vorschau das sehen zu lassen, was seine Abfahrt anrichten würde, ist gut und könnte, wenn es denn Untote gäbe, funktioniert haben. Auch die Beschreibung dieses seltsamen Gasthauses ist interessant, es passt ja zu Raoul, der an nichts mehr Geschmack findet.

Athos allerdings reagiert seltsam, finde ich. Die Erklärung, dass es Milady war - mein Gott, Milady! - müsste ihn doch, verzeih den Ausdruck, regelrecht umhauen. Er müsste sie mindestens suchen gehen ... und dann einen dreifachen Walzer tanzen - achso, nein, der war noch nicht erfunden, - weil sein Sohn zu Hause bleibt. So ist er wohl noch ein wenig benommen vom Wein?

Kleiner Hinweis: er erwiderte, nicht erwiederte. Passiert mir auch gern. Und im Französischen stehen die Farbadjektive hinter den Nomen: ´la femme blanche´, nicht ´la blanche femme´, das klingt seltsam.

Liebe Grüße

Kalou


Antwort des Autors:

@Kalou

Danke für dein Review. Ich dachte mir beim Schreiben dieser FF, dass Mylady Raoul einen gehörigen Schrecken einjagen könnte, indem sie ihm vor Augen führt, was mit ihm selbst geschieht, wenn er sein Leben wirklich beendet, und dass er damit seinen Vater mit in den Tod reißt. Du hast Recht, das Gasthaus passt wirklich zu Raoul, und spiegelt auf gewisse Weise sein Empfinden an jenem Abend wieder. Und danke für deinen Hinweis mit Athos Reaktion..vermutlich habe ich ihn in dieser Geschichte zu wenig ausgearbeitet, weil ich mich beim Schreiben zu sehr auf Raouls Gefühle konzentriert habe,  und ich, weil ich in der Perspektive des Icherzählers geschrieben habe, nicht wie sonst zwischen den einzelnen Charakteren hin und herwechseln konnte. Stimmt, Athos müsste Mylady suchen gehen, und auch noch etwas mehr geschockt sein…ich werde mal sehen, ob ich diesen Teil der Geschichte nicht nochmal etwas überarbeite.
Und danke für den Hinweis…mir war gar nicht aufgefallen, dass ich erwidert mit ie geschrieben habe. Das mit dem Namen des Gasthauses werde ich auch verbessern..das ist manchmal wirklich verwirrend, dass man das Französische nicht wortwörtlich übersetzen kann. Ich mache beim Französischen immer noch oft den Fehler, alles wortwörtlich zu übersetzen, wie man es im englischen auch machen würde.

Liebe Grüße

Alienor


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