Artagnan.de - Fanfiction zu Dumas' drei Musketieren

Reviews zu «Fatality»

kaloubet schrieb am 10.08.2019 - 16:30 Uhr zu Kapitel «Time to consider»:

Der arme de Wardes, ich fühle mit ihm. Seine Schwierigkeiten und seinen Selbstzweifel habt ihr herrlich beschrieben, man kann ihm beim verzweifelten Versuch, was Lesbares zu Papier zu bringen, nachgerade über die Schulter gucken. Lustig fand ich auch Aramis´ Bedenken und Athos´ Großzügigkeit, mit der er diese vom Tisch wischt - klar, es geht zwar nicht um Bettgeschichten, aber unangenehm stelle ich mir sein Gespräch mit dem Advokat doch vor ;) Ist es nicht interessant, dass in der Welt, in der eigentlich Messer und Schwert regieren, die Schwierigkeiten nun mit der Feder beseitigt werden? ;)

Ich bin ja nun sehr gespannt, ob ihr Mylady den Mord via Felton begehen lasst, die Ausgangslage ist ja nun eine sehr ähnliche wie im Buch.

Liebe Grüße

Kaloubet


Antwort des Autors:

Liebe kaloubet,

vielen Dank fürs treue Lesen und Reviewen trotz der allgegenwärtigen Urlaubszeit :-)

Dein Gedanke dazu, dass der Konflikt hier nun “mit der Feder” bereinigt werden soll, ist sehr interessant. Darauf waren wir beim Schreiben gar nicht gekommen - uns ging es eher darum, wie Aramis Lord Winter erklärt, dass die Musketiere ihren Aufenthalt in England ja nicht beliebig ausdehnen können, ohne dass Tréville sie vermisst, und die Lösung, dass Athos sich vor Gericht vertreten lassen könnte, schien uns einigermaßen adäquat. Aber du liegst völlig richtig… ursprünglich hatte der Plan ja auch bei Dumas tatsächlich so ausgesehen, Mylady wegen ihrer zweiten Ehe vom Gericht verurteilen zu lassen, um sie dadurch von ihrem Auftrag, Buckingham zu ermorden, abzuhalten. Und ich denke, ich verrate nicht zuviel, wenn ich sage, dass wir im Folgenden uns jetzt wieder ins Geschehen des Romans “einsortieren”... wir hatten uns für die Geschehnisse unserer Geschichte bloß gewissermaßen Raum geschaffen, indem wir den Zeitraum zwischen Myladys Ankunft in England und ihrer Gefangennahme ein wenig ausgedehnt haben, um dort die Ereignisse um den Comte de Wardes unterzubringen.

Schön, dass dir die Szene mit Athos und Aramis so gut gefallen hat… es gibt ja nicht so sehr viele lustige Stellen in dieser Geschichte, aber wenn so unterschiedliche Ansichten und Einschätzungen aufeinanderprallen, ist auch mal ein Augenzwinkern drin ;-) Dass das Gespräch mit dem Anwalt für Athos ein wenig peinlich sein könnte, da stimme ich dir zu; allerdings könnte ich mir vorstellen, dass es ihm im Gespräch mit einem unbeteiligten, unbekannten Dritten, dessen Interesse an der ganzen Angelegenheit rein professioneller Natur ist, vielleicht eher gelingt, seine Gefühle zu verdrängen und die Geschichte mit ihm und Mylady gewissermaßen auf die juristische Ebene zu abstrahieren.

Wir freuen uns auch, dass du dich beim Lesen so gut in den Comte de Wardes hineinversetzen konntest. Er steht hier vor dem Problem, Richelieu vom Scheitern seines Planes in Kenntnis setzen zu müssen, wobei er erst mal überlegen muss, was da eigentlich schiefgelaufen ist und inwieweit er selbst daran schuld ist. Dass der Kardinal nicht begeistert sein wird, liegt ja auf der Hand…

Liebe Grüße

duchesse

Rochefort schrieb am 15.07.2019 - 15:24 Uhr zu Kapitel «Nor Hell a fury like a woman scorned»:

Liebe Duchesse, lieber Aramis!

Dachte ich es mir fast, dass es die Freunde nicht über sich bringen, den verwundeten Comte einfach seinem Schicksal zu überlassen! :-)  Aber dass Mylady bereits im Haus ist, darauf wäre ich nicht gekommen. Super, Euch fallen immer wieder neue, spannende Wendungen ein!

Wäre diese Frau nicht solch eine Furie, man müsste sie bewundern für ihre Schlauheit, Entschlossenheit und Furchtlosigkeit. Das Haus nach vollbrachter Untat in Brand zu stecken, ist wirklich ein teuflischer Plan. Ihr scheint völlig gleichgültig zu sein, dass dabei ein ganzes Stadtviertel in Flammen aufgehen kann und zahlreiche Unschuldige umkommen können.  Ein Glück, dass d’Artagnan seinem Instinkt gerade noch rechtzeitig gefolgt ist und de Wardes ebenfalls über ein untrügliches Gespür für Gefahren verfügt. Das war mehr als knapp! Wirklich dramatisch geschildert! :-)

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort,

auch für dieses Review unseren herzlichsten Dank! Und wenn dich dieses Kapitel sogar ein wenig überraschen konnte, freut uns das umso mehr! :)

Ja, wir haben Mylady hier (analog zu Dumas) als eine wahre Teufelin gezeichnet - ihre Rachsucht kennt kein Pardon, und ihre Gewalttätigkeit keine Grenzen. Mir persönlich gefallen solch ausschließlich negative Figuren ja weniger, ich hab sie bei weitem lieber als eine Mischung aus Gut und Böse, also gewissermaßen menschlicher dargestellt, aber in dieser FF wollten bez. mussten wir uns an die charakterliche Vorgabe des Romans halten, der uns ja die speziellen Anknüpfungspunkte für unsere Geschichte lieferte.
Duchesse hat d`Artagnan in ihrer Antwort schon hervorragend charakterisiert, und ich denke ebenfalls, dass unser Gascogner inzwischen dazugelernt hat. ;) Deshalb ließen wir ihn hier auch zu de Wardes` Lebensretter werden, damit er eine Chance bekommt, seine schwere Schuld an dem Grafen abzutragen…

Vielen Dank nochmal und liebe Grüße!
Aramis

Rochefort schrieb am 15.07.2019 - 15:10 Uhr zu Kapitel «Heaven has no rage like love to hatred turned»:

Liebe Duchesse, lieber Aramis!

Ich sagte schon einmal, dass ich de Wardes starken Willen, seinen scharfen Verstand und seine absolut edelmännische Haltung bewundere. Diese Eigenschaften zeigt er auch in diesem Kapitel in hohem Maße. So sehr ihm die Ereignisse dieser Nacht auch zugesetzt haben müssen, sieht er es als seine Pflicht, seinen Rettern durch eine Einladung in sein Haus zu danken. Und trotz aller schrecklichen Wahrheiten, die das Gespräch mit den vier Freunden in der Folge ans Licht bringt, verliert er nie seinen Auftrag im Dienste Frankreichs aus den Augen, lässt sich weder von persönlicher Angst oder Schwäche, noch von seelischem Schmerz oder Rachegefühlen beirren. 

Aus seinem Handeln spricht wahrer Adel und man könnte in ihm mit Recht ein Spiegelbild des jungen Athos sehen. Bleibt nur zu hoffen, dass ihn seine Ehrenhaftigkeit am Ende nicht doch das Leben kostet.

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort,

:) vielen Dank für deine Ausdauer beim Lesen und deine wie immer so prägnanten Reviews! Wir freuen uns beide wirklich sehr über dein ungebrochenes Interesse an unserer Geschichte, und auch darüber, dass dir de Wardes als Mensch und als Rocheforts Mitarbeiter ;) sympathisch ist. Wir haben uns bemüht, ihn als einen ehrenhaften und pflichtbewussten jungen Mann zu schildern, der jedoch nicht frei ist von persönlichen Schwächen, Nöten und Verstrickungen. Ich denke, diese Eigenschaften sind es, die ihn auch für Athos anziehend machen. Einem charakterlichen Scheusal würde der Musketier sicher niemals beistehen…

Nochmal vielen Dank und liebe Grüße!
Aramis

Rochefort schrieb am 15.07.2019 - 14:46 Uhr zu Kapitel «No mercy»:

Liebe Duchesse, lieber Aramis!

Die düstere, unheilschwangere Stimmung am Beginn des Kapitels verheißt schon nichts Gutes… *schauder* Der Schurke, der den armen de Wardes ins Jenseits befördern sollte, verdient zwar wenig Mitleid, trotzdem ist es erschreckend, wie gnadenlos Mylady agiert. Und wieder haben die Freunde ihre Gegnerin unterschätzt - es scheint, als wäre sie ihnen immer einen Schritt voraus. Mylady ist einfach ein Mensch, der nichts dem Zufall überlässt und immer noch ein Ass im Ärmel hat. Athos’ Frustation ist verständlich!

De Wardes wird wohl bald den Tag verfluchen, an dem er sich mit dieser Agenten-Tätigkeit in England einverstanden erklärt hat ;-)) - was dem Comte derzeit widerfährt, ist wahrlich nichts für schwache Nerven. Und noch ist kein Ende des Unbills in Sicht…

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort,

danke für dein Review! Wir freuen uns, dass dir die Geschichte immer noch so gut gefällt :-)

Der Schauplatz auf der London Bridge ist mal wieder ein “Kind” unserer Recherchen über London im 17. Jahrhundert. Was mir völlig neu war, war die Tatsache, dass die Brücke damals dicht bebaut war, es gab dort jede Menge Wohn- und Geschäftshäuser und eben vor der Reformation auch die Kirche St-Thomas-on-the-Bridge, weil auf der Brücke so viele Leute lebten, dass sie eine eigene Gemeinde bildeten. Das fanden wir so spannend, dass wir die Brücke unbedingt als Schauplatz aufnehmen wollten.

Dass die Musketiere Mylady unterschätzen, obwohl sie es allmählich besser wissen müssten, ist gut beobachtet. Sie ist förmlich eine Naturgewalt in Menschengestalt; ihre Durchsetzungsstärke, ihre Intelligenz, vor allem aber ihre kriminelle Energie bewirken, dass ihr kaum jemand gewachsen ist. In dieser Szene beweist sie einmal mehr ihre Skrupellosigkeit, die den Freunden eine deutliche Warnung sein sollte, aber auch ihre Courage und ihren Einfallsreichtum.

Der Comte de Wardes ist nun tatsächlich in einer wenig beneidenswerten Lage: zu der Zwickmühle aus dienstlichen und privaten Verstrickungen kommt nun auch noch die Bedrohung durch Myladys Rache…

Liebe Grüße

duchesse

kaloubet schrieb am 13.07.2019 - 10:13 Uhr zu Kapitel «Nor Hell a fury like a woman scorned»:

Welch ein spannendes Kapitel, herrlich - aber wie fies, an der Stelle abzubrechen, an der sie flieht ;). Haben sie sie erwischt?? Ah, d´Artagnan hatte wirklich die richtige Intuition, de Wardes wäre tot gewesen. Klasse fand ich die Szene, in der de Wardes versucht, die Pistole zu laden, es einhändig aber nicht schafft. Das klang erstens sehr professionell (hattet ihr schonmal so eine Pistole in den Händen?) und zweitens sehr spannend. Man hat regelrecht mitgefiebert. Gut fand ich auch das Gespräch am Anfang - ich gehe absolut mit Athos mit, wenn er sagt, dass de Wardes sich klar und deutlich eine Einmischung verboten hat, find es aber überzeugend, dass die vier schlussendlich das Haus überwachen. Zum Glück! Ich bin jetzt sehr auf das nächste Kapitel gespannt :)

Liebe Grüße

Kalou


Antwort des Autors:

Liebe kaloubet,

vielen Dank, wir haben uns wie immer sehr über dein lobendes Review gefreut. Toll, dass du noch immer Spaß an der Geschichte hast :-)

Ja, d’Artagnan hatte hier, zum Glück für de Wardes, den richtigen Riecher. Ich halte d’Artagnan ohnehin für einen Menschen, dessen Intuition seine große Stärke ist… er sieht die Dinge nicht nur, wie sie dem Anschein nach sind, sondern er bedenkt immer (zuweilen auch unbewusst), was aus ihnen werden könnte. Ob das nun Chancen sind, Ideen oder Gefahren, er hat stets einen Blick für die in einer Sache verborgenen Möglichkeiten und liegt damit oft richtig.

Was ihn hier dazu bringt, in dem anfänglichen Gespräch der vier so vehement dafür eintritt, de Wardes vor Mylady zu beschützen, liegt aber, denke ich, nicht nur an seiner Befürchtung, dass von ihr Gefahr ausgeht, sondern auch in hohem Maße daran, dass ihn nun (freilich mit einiger Verspätung) das schlechte Gewissen zwickt, das ihm schon in unserer Vorgänger-Geschichte “Feuerprobe” gut zu Gesicht gestanden hätte. Wie er Athos gegenüber zugibt, meint er, schuld an de Wardes’ fataler Lage zu sein, und dieser Einwand ist schließlich ein gewichtiges Argument, das Athos dazu bringt, seinen Widerstand gegen die Überwachung des Hauses aufzugeben.

Besonders freuen wir uns auch über dein Lob für die Stelle mit der Pistole. In Wirklichkeit habe ich von der Materie nullkommanull Ahnung, die einzige Waffe, die ich jemals in meinem Leben in der Hand hatte, war eine Wasserpistole :-) Aber zum Glück gibt es ja das Internet mit detaillierten Beschreibungen von Aufbau und Funktionsweise dieser Art von Waffen, daraus habe ich diese Passage dann zusammengestrickt, und Aramis, die sich für eine FF auch schon mal damit befasst hatte, hat noch mal mit Argusaugen drübergelesen. Das Laden einer solchen Radschlosspistole muss jedenfalls eine ziemliche Fummelei gewesen sein, so dass es nur verständlich ist, dass der Comte als unfreiwilliger Linkshänder Schwierigkeiten hat, selbst wenn er sich eigentlich gut damit auskennt…

Liebe Grüße

duchesse

kaloubet schrieb am 22.06.2019 - 10:59 Uhr zu Kapitel «Heaven has no rage like love to hatred turned»:

Hola, irgendwie ist mir dieses Kapitel entgangen! Aramis hatte mir zwar geschrieben, dass ihr es hochgeladen habt, aber dann waren Klassenfahrt, Ferien ... entschuldigt bitte meine Verspätung, sorry, sorry! Zumal dieses ein wirklich grandioses Kapitel ist, gerade Athos´ Reaktionen gefallen mir sehr! Dass er in de Wardes sein jüngeres Selbst sieht, ist eine geniale Idee und sehr nachvollziehbar. Dass er sich seiner Vergangenheit derart konsequent stellen muss, schaudert mich, das muss grauenvoll für ihn sein. Aber es tatsächlich an der Zeit, alles offen darzulegen, denn sonst würden sie Mylady niemals habhaft werden. Wenn sie es denn einmal schaffen werden, was ja nicht sicher ist. Auch dass de Wardes Richelieu die Treue hält, ist bewundernswert, eigentlich hätte er ja, angesichts ihrer höllischen Verbrechen, alles Recht, den Freunden zu helfen. Politik sollte nicht alles rechtfertigen. Ich bin nun sehr gespannt, ob er am Ende nicht für diese selbstlose Haltung büßen muss .... 

Nochmals sorry für meine Verspätung, liebe Grüße

Kalou


Antwort des Autors:

Liebe kaloubet,

du musst dich wirklich nicht entschuldigen, wir freuen uns ja über jedes Review, ganz gleich zu welchem Zeitpunkt, und dass es immer tausend Dinge gibt, die dafür sorgen, dass man nicht immer zu allem kommt, was man vorhat und möchte, kennen wir auch allzu gut ;-) Umso mehr freuen wir uns, dass du dir immer Zeit fürs Lesen und Kommentieren nimmst - vielen Dank dafür!

Dass du Athos gut getroffen findest, lässt mir gerade einige Steine vom Herzen fallen - bei den eigenen Lieblingsfiguren ist man ja immer besonders kritisch, und gerade bei Athos haben wir uns in dieser Geschichte ja einige Freiheiten erlaubt und ihn einer Art inneren Wandlung unterzogen, die dadurch in Gang gekommen ist, dass er seinen Freunden seine Vergangenheit Schritt für Schritt anvertraut. So schwer ihm dies auch fällt und so schmerzlich es für ihn ist, sich seinen Erinnerungen und seiner Schuld zu stellen, merkt er aber auch, welche Last ihm dadurch von der Seele genommen wird, zumal er bei seinen Freunden Rückhalt und Unterstützung spürt. Dem Comte de Wardes fühlt er sich gewissermaßen im Unglück verbunden und auch ein wenig verantwortlich dafür, ihn vor Myladys Rache wenigstens zu warnen. Er weiß ja, wozu sie fähig ist…

Liebe Grüße

duchesse

Rochefort schrieb am 17.06.2019 - 15:26 Uhr zu Kapitel «By mere chance»:

Liebe Duchesse, lieber Aramis!

Ja, eine gewiefte Spionin wie Mylady in einer Stadt wie London aufzustöbern, das gleicht wirklich der sprichwörtlichen Suche nach der Stecknadel im Heuheufen. Mit dem Hafenviertel und dem “Jolly Roger” hat Aramis allerdings einen guten Riecher - und rettet mit seinem Vorschlag zugleich dem Comte de Wardes das Leben. Diesen hinterhältigen Anschlag hätte er sonst unmöglich überleben können. Danke für diese so toll und dramatisch geschriebene Szene!

Nun besteht erstmals eine realistische Chance Mylady zu stellen….

Liebe Grüße

Rochefort

 


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort,

vielen Dank fürs treue Weiterlesen! Wir freuen uns sehr über dein Review und noch mehr über dein Lob :-)

In der Tat wären die Musketiere Mylady ohne eine Prise Zufall wohl kaum auf die Spur gekommen… London war ja schon damals eine regelrechte Großstadt (ich fand es beim Schreiben total spannend zu recherchieren, wie die Stadt damals aussah, und wir waren immer ganz aus dem Häuschen, wenn wir irgendwelche Elemente in unserer Geschichte unterbringen konnten… und der Jolly Roger aus eurer Geschichte musste natürlich auch mit rein!), und Mylady hat den Freunden gegenüber den Vorteil, dass sie erheblich ortskundiger ist. Doch hier hilft ihnen das Glück der Tüchtigen… auch wenn sie Mylady erst noch erwischen müssen! Und dass dies nicht so einfach ist, haben Lord Winter und Felton ja schon erfahren müssen…

Für de Wardes ist dieses erneute Zusammentreffen mit den Musketieren natürlich eine irrwitzige Schicksalswende. Nun verdankt er ihnen sein Leben… und noch weiß er ja gar nicht, warum sie eigentlich hinter Mylady her sind…

Liebe Grüße

duchesse

Rochefort schrieb am 29.05.2019 - 13:57 Uhr zu Kapitel «Ascending the scaffold»:

Liebe Duchesse, lieber Aramis!

Mylady hat wirklich mitunter einen ausgeprägten Hang zu Symbolik und Theateralik - oder sollte man es psychologische Kriegführung nennen? ;-) Dem armen de Wardes muss ja auf dem Weg zum Treffpunkt schon angst und bange werden. Charlotte meint wohl, ihn dann leichter manipulieren zu können.

Das Streitgespräch zwischen Mylady und de Wardes ist Euch grandios gelungen. Mylady zieht wirklich alle Register um ihr Ziel zu erreichen - bewundernswert, dass der Comte ihr standhält. Er scheint wirklich einen guten Instinkt für Gefahren zu haben und lässt sich, einmal misstrauisch geworden, weder von Charlottes Schauspielkunst noch von seinen immer noch vorhandenen Gefühlen für sie irreleiten.

Mylady stellt eindeutig ihre persönliche Rache über ihren Auftrag und es besteht kein Zweifel, dass sie zu allem entschlossen ist. Es kann einem Angst werden um den armen de Wardes!

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort,

vielen Dank fürs treue Weiterlesen und für dein Review!

Du hast völlig recht, dass Mylady hier - angefangen bei der Wahl des Treffpunktes bis hin zum Einsatz der Tränendrüse - nichts dem Zufall überlässt. Sie ist es gewohnt, andere durch solche Inszenierungen dazu zu bringen, ihren Willen zu befolgen, und gerade bei de Wardes, der ohnehin nicht gerade eine harte Nuss ist und zudem sichtlich noch mit seinen Gefühlen für sie zu kämpfen hat, glaubt sie, leichtes Spiel zu haben. Umso größer ist ihre Wut, als sie merkt, dass er ihr die Stirn bietet. An diesem Punkt stellt sie auch die Schauspielerei ein, die Maske der weiblichen Verletzlichkeit fällt, und darunter kommt einmal mehr die Furie zum Vorschein…

Was sie am meisten auf die Palme bringt, ist einerseits seine Unbeirrbarkeit - egal, auf welche Weise sie ihn umzustimmen versucht, er bleibt bei seinem Entschluss - und andererseits, dass es ihr somit nicht gelingt, ihm seinen Willen aufzuzwingen. Gerade Leute, die es gewohnt sind, andere zu manipulieren, können es oft gar nicht gut vertragen, wenn das mal nicht so klappt, wie sie wollen. Der Grund für ihren Zorn liegt daher sicherlich nicht nur darin, dass er ihre Mission durchkreuzt - sein Widerstand verletzt sie im Innersten, und sie muss sich unbedingt an ihm rächen, um wieder ins innere Lot zu kommen. An diesem Punkt ist es ihr auch egal, ob sie ihn noch für ihre Pläne einspannen kann oder nicht - die Rache wird für sie zum Selbstzweck. Was in der Tat befürchten lässt, dass es für de Wardes jetzt ungemütlich wird…

Liebe Grüße

duchesse

kaloubet schrieb am 23.05.2019 - 14:50 Uhr zu Kapitel «No mercy»:

Ahh, brrr, ich hätte mich am liebsten neben Athos auf die Brüstung gestellt und dieses Weib zurückgeholt! Das war eine sehr spannende Szene und ich hätte mir gewünscht, dass sie Mylady endlich zu fassen kriegen ... sie hat wirklich genug Böses getan. Hm, dass sie nicht an ein Boot gedacht haben? War vielleicht zu unwahrscheinlich in dem tobenden Fluss? Aber ärgerlich ist es doch, jetzt kann sie ihr Teufelswerk fortsetzen. Dafür geht es de Wardes wieder einigermaßen, der arme Kerl. Zum Glück war ein kompetenter Arzt vor Ort, so ein Bruch ist ja nicht ohne ... tja, jetzt heißt es weitersuchen. Ein spannendes Kapitel, vor allem die Diskussion zwischen dem Halunken und Mylady fand ich klasse beschrieben.

Liebe Grüße

Kalou


Antwort des Autors:

Liebe kaloubet,

 im Bereich der mächtigen Brückenpfeiler ist ein kleines Boot sicher durch die tiefen Wasserwirbel, die sich dort bilden, gefährdet, daher rechnen die Freunde damit, dass Mylady den Schauplatz auf dem Landweg verlässt. Aber sie ist halt wieder mal unberechenbar, und sie hat klarerweise wegen des geplatzen Mordauftrags an de Wardes eine immense Wut im Bauch, die sie jede Gefahr vergessen lässt. Ja, diese Szene mutet wie eine jener gewissen Filmszenen an, wo man beim Zusehen drauf brennt, dass der Mörder endlich gefasst wird, aber nein, er entschlüpft dem Herrn Kommissar abermals, und man sitzt als Zuschauer hilflos und aufgebracht vor der Flimmerkiste und kann nix dagegen tun, es ist zum Verzweifeln! ;) So fühlen sich nun wohl auch die Musketiere…
Die Szene mit dem Gespräch zwischen Mylady und dem Anführer der Mörderbande stammt aus duchesses Feder, und sie wird sich sicher freuen, dass dir dieser Abschnitt besonders gefallen hat. :)

Liebe Grüße und vielen Dank für dein wohlwollendes Review!
Aramis

kaloubet schrieb am 04.05.2019 - 15:52 Uhr zu Kapitel «By mere chance»:

Boah, habt ihr das obere Review gesehen? Ich tippe einen Roman, das Tablet speichert den ersten Satz *arg* - und nur, weil ich einen Smilie eingebaut hab. *Grmpf* - ok, also nochmal. Euer Kapitel ist klasse.  action pur, ich liebe das. Die Zwischentöne sind auch toll dargestellt, die Angst des Pferdes, Athos Unbarmherzigkeit, Aramis Wiedererkennen der Schenke. Super, das hat mir wirklich sehr gut gefallen!

Liebe Grüße

Kalou


Antwort des Autors:

Liebe kaloubet,

vielen Dank dafür, dass du solche Schwierigkeiten auf dich genommen hast, um dieses Kapitel zu kommentieren ;-) Ob es an dem Smilie lag, weiß ich nicht… in der E-Mail-Benachrichtigung, die ich bekommen habe, stand der ursprüngliche Text deines Reviews nämlich vollständig drin. Sehr mysteriös…

Wie auch immer, wir freuen uns natürlich sehr, dass du es spannend fandest. In der Tat hat es ja ein Weilchen gedauert, bis an dieser Stelle mal ein bisschen Action ins Spiel kommt, aber eine Musketier-Geschichte ohne Herumklopperei, das geht ja gar nicht ;-) Schön, dass dir auch die kleinen Einzelheiten gefallen haben, wie das Verhalten des Pferdes (dazu muss ich beichten, dass ich von Pferden nullkommanull Ahnung habe) und auch, wie die ganze Szene in Aramis Erinnerungen an die Ereignisse aus eurer Geschichte “Zwischen den Fronten” weckt…

Was de Wardes’ Beweggründe, nochmals an Richelieu zu schreiben, angeht, so denke ich, dass er wirklich in einer fiesen Zwickmühle steckt… er kann ja auch gegen Mylady nichts unternehmen, weil er sonst indirekt ihren Auftrag sabotieren würde, also muss er sie gewähren lassen und hat leider das Pech, dass ihr ihre Rache vorerst wichtiger ist als die Ermordung Buckinghams. Und wie du schon in deinen Reviews zu den vorherigen Kapiteln so treffend bemerkt hast, hat er wohl auch immer noch Hemmungen, Charlotte wirklich Böses zuzutrauen… die rosarote Brille wackelt zwar, aber ob sie noch rechtzeitig fällt, werden wir in den nächsten Kapiteln sehen… ;-)

Liebe Grüße

duchesse

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