Artagnan.de - Fanfiction zu Dumas' drei Musketieren

Reviews zu «Histoires de lettres»

LadyAramis schrieb am 12.04.2015 - 23:11 Uhr zu Kapitel «Réveil»:

Hallo ihr Lieben!

Was für eine schöne Geschichte. Liebevoll, zärtlich und schwungvoll geschrieben mit einem Hauch von Drama und ganz viel Romantik. Ich mag keine Kinder, nicht einmal in Geschichten, aber Raoul finde ich dann doch irgendwie ganz süss. Schön, dass er die Leidenschaft seines Vaters für Aramis’ Haare teilt!

Amüsant sind Aramis’ Abenteuer als Priester, ich musste bei der Lektüre seines Briefes mehrmals schmunzeln.  Erinnerte mich irgendwie an Don Camillo, unser guter Musketier, der sein Temperament auch mit Priesterweihe nicht so recht im Zaum halten kann.

Vielleicht ging es mir am Ende eine Spur zu schnell. Ich weiss nicht, sie hätten von mir aus noch eine Weile an der Richtigkeit ihrer Beziehung zweifeln können. Immerhin ist Aramis ein Mann Gottes und Athos sehr moralisch, da erschien es mir etwas gar einfach gelöst, dass sie nach einem Bettgespräch einfach über ihre Skrupel hinweggehen können. Aber natürlich ist die Geschichte so sehr schön und in sich ruhend.

Es muss ja nicht immer Drama sein.

Liebe Grüsse

Lady Aramis


Antwort des Autors:

Liebe Lady Aramis, nein, ein Drama wollten wir hier nicht schreiben ;-). Nur das Wiederfinden von zwei alten Freunden beschreiben, die zuerst ein wenig um den Brei herumreden, weil sich halt doch einige geändert hat ... wie sag ich´s ihm?? ;-). Es freut uns, wenn wir Raoul so darstellen konnten, dass er dir sympathisch ist, auch wenn er Aramis ganz schön auf die Probe stellt. Er wäre für Athos in der Tat ein Anlass, ihre Beziehung zu hinterfragen, aber sie kennen und lieben sich in diesem Paralelluniversium ja schon recht lange, deswegen bringt er es nicht fertig, Aramis die Tür zu weisen. Er will es auch gar nicht, denn er steht - immer noch in unserem Paralelluniversum - über der kleinlichen Moral. Damit ist er in der Tat ein wenig ooc ... vielen Dank für deine lobenden Worte, wir freuen uns, dass dir unsere kleine Spielerei gefallen hat!

Liebe Grüße

Kalou

Rochefort schrieb am 02.09.2013 - 14:58 Uhr zu Kapitel «Réveil»:

Liebe Kaloubet, lieber Aramis!

Nachdem ich angefangen hatte zu lesen, begann ich schon zu fürchten, dass die Geschichte tragisch mit einer endgültigen Trennung der beiden Liebenden enden könnte, dass Athos’ Furcht um die Zukunft seines Sohnes die Oberhand gewinnen würde. Aber seine Gefühle für Aramis waren stärker als alle Zweifel und das fand ich großartig. “Die Liebe ist heilig - in welcher Gestalt sie ihr Antlitz auch immer zeigen mag!” Besser könnte man es nicht formulieren. So ist dieses abschließende Kapitel zu einem Plädoyer für die große, wahre Liebe geworden. :-)) Aramis hätte sich wohl nie träumen lassen, dass es ihm einmal vergönnt sein wird, so viel Glück und Erfüllung im Leben zu finden. Sehr interessant fand ich es, seine Beziehung zu Marie de Chevreuse so zu definieren, dass es zwischen den beiden nie zum körperlichen Liebesakt gekommen ist und genau das der Grund war, warum ihm die Chevreuse dann den Laufpass gab. Aramis Abneigung gegen sie ist nachvollziehbar, denn alle ihre Handlungen zeugen von purem Egoismus und Gewissenlosigkeit. Sollte sie Einfluss auf Raouls Leben nehmen wollen, könnte daraus kaum etwas Gutes erwachsen. Die abschließende “Familienszene” mit Aramis, Athos und Raoul beim Frühstück im Bett ist Euch richtig gut gelungen und ich musste ständig über den lebhaften Kleinen schmunzeln.

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Liebe Rochefort, vielen Dank für dein wohlwollendes Review! Bei dem Kleinen im Bett musste ich immer an die Krümel denken, aber Athos ist ja in der glücklichen Lage, jemanden für´s  Aufräumen zu haben ;-). Athos war schon hin- und hergerissen, er kämpft ja mit seinem Pflicht- und Ehrgefühl, deswegen war die Situation nicht sehr einfach für ihn. Schlimmer wird es sicher, wenn Raoul mal älter ist und Fragen stellt ... aber noch ist ihnen sorglose Dreisamkeit vergönnt ;-). Hmja, und der Aspekt mit der Toleranz war uns schon wichtig, so ganz ungefährlich war das ja damals nicht ... der Dreh mit Marie war genial, so konnte er die ´Untreue´ seines Freundes sehr viel gelassener sehen.

Nochmal danke für´s Lesen und Reviewen!!

Liebe Grüße

Kalou

Rochefort schrieb am 29.08.2013 - 14:46 Uhr zu Kapitel «Certitude»:

Liebe Kaloubet, lieber Aramis!

Ein auf emotionaler Ebene unglaublich packendes und äußerst einfühlsam geschriebenes Kapitel! Die Zweifel und Ängste der beiden Freunde am Beginn ihres Wiedersehens, Aramis’ Gefühlsausbruch - hier zeigt sich, dass, wenn etwas sein tiefstes Innerstes berührt, er zu keinerlei Verstellung, ja nicht einmal zu vorsichtiger Zurückhaltung mehr fähig ist, sondern von seinen Emotionen einfach mitgerissen wird! - und dann Athos’ Erkenntnis, wie sehr er seinen Freund wirklich liebt… All das habt Ihr großartig beschrieben. Hut ab! Sehr gelungen auch die Passage, wo sich die aufgestaute Spannung in beiderseitiger Heiterkeit ob der nächtlichen Episode mit der Chevreuse entlädt.

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Oh, danke!!! Dein Review freut uns sehr!! Hmja, die Episode mit der Chevreuse war ja für Athos irgendwie auch nicht rühmlich und dass Aramis darüber lachen kann, erleichtert ihn natürlich maßlos. Und Aramis muss ja die Hutschnur reißen, nach all dem Hin- und Her, das Athos ihm da auftischt ;-)

Liebe Grüße

Kalou

Rochefort schrieb am 29.08.2013 - 11:09 Uhr zu Kapitel «Soupçons»:

Liebe Kaloubet, lieber Aramis!

Athos’ Brief ruft in Aramis Bilder aus seiner Kindheit wach - das kann ich gut nachvollziehen, dass die Worte oder die Anwesenheit eines vertrauten Freundes solche Erinnerungen wecken. Wenn ich heute meine beste Freundin sehe oder höre, dann schwelgen wir auch immer wieder in Reminiszenzen an unsere Abenteuer und Streiche von damals! :-)) Aus Aramis Antwort auf Athos’ Brief spricht Einsamkeit und eine tiefe Sehnsucht; kein Wunder, dass Athos beunruhigt ist. Angesichts der Tatsache, dass da einmal mehr zwischen ihnen war als Freundschaft, kann er Aramis’ Reaktion auf seine veränderten Lebensumstände nicht abschätzen, fürchtet Unverständnis oder gar einen Bruch zwischen ihnen. Doch seinen klugen und einfühlsamen Freund kann er mit seinen schriftlichen Ausflüchten nicht täuschen, ja im Gegenteil, Aramis muss nun erst recht misstrauisch werden und annehmen, dass Athos ihm etwas Wichtiges verschweigt. Sehr passend zu Aramis’ Scharfblick, dass er sofort die Stelle mit dem durch Raoul verursachten seltsamen Schnörkel im Brief registriert und (fast) die richtigen Schlüsse zieht! Aramis rascher Entschluss, sich durch einen persönlichen Besuch bei Athos Klarheit zu schaffen und wie er sich dabei von Abbé wieder im Handumdrehen in den kriegerischen Kavalier verwandelt, gefällt mir. Nichts ist so nervenaufreibend wie Ungewissheit…

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Liebe Rochefort, danke für´s Weiterlesen und Reviewen! Nein, Athos kann Aramis nicht hinter´s Licht führen, er ist weiß Gott kein Meister im Lügen ;-) - und Aramis ein schlauer Fuchs. Zumal sich die beiden nahestanden und man da ja sowieso ein besonderes Gespür entwickelt, wenn etwas nicht stimmt. Aramis hat ganz Recht, wenn er dem auf den Grund gehen will! Athos wäre ihm noch lange ausgewichen ...

Liebe Grüße

Kalou

Rochefort schrieb am 28.08.2013 - 14:21 Uhr zu Kapitel «Première réponse d´Athos»:

Liebe Kaloubet, lieber Aramis!

Die Szenen zwischen Athos und seinem kleinen Sohn sind rührend und liebevoll geschrieben. Ich kann mir gut vorstellen, dass Athos nach all den Jahren innerer, seelischer Zerrissenheit nun hier auf seinem Landsitz, mit der veranwortungsvollen Aufgabe, ein Kind groß zu ziehen, seinen Frieden gefunden hat und endlich wieder echtes Glück empfinden kann. Seine Unsicherheit und Zurückhaltung in seinem Brief an Aramis ist verständlich. Er kann sich nicht sicher sein, wie er auf die Wahrheit über Raoul und dessen Mutter reagieren würde, kann auch nicht ganz sicher sein, wie Aramis nach all den Jahren nun zu ihm und dem, was in der Vergangenheit passiert ist, steht und wie es wäre, wenn sie einander nun tatsächlich wieder begegnen.

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Liebe Rochefort, danke für dein Review - es freut mich, dass ich Athos´ Unsicherheit begreifbar gemacht habe, ich denke, er ist ein Mensch, dem das Verstellen nicht liegt, er möchte offen sein ... kann es aber hier nicht und das macht ihm zu schaffen. Ich sehe ihn auch als Familienmensch, dem durch Mylady viel genommen wurde und der durch Raoul die Chance bekommt, ein wenig Glück wiederzuerlangen.

Liebe Grüße

Kalou

Rochefort schrieb am 28.08.2013 - 13:55 Uhr zu Kapitel «Lettre d`Aramis»:

Liebe Kaloubet, lieber Aramis!

Aramis als “devotes Schaf” bei den Lazaristen ;-)) ... das konnte ja nicht gut gehen! Armenfürsorge, Lehrtätigkeit bei aufsässigen, rüpelhaften Schülern und Landpomeranzen, die ihn zum Ziel ihrer verliebten Schwärmereien machten ... ich musste richtig schmunzeln beim Lesen. :-)) Nein, das ist nichts für den stolzen, philosophischen Aramis, dessen Geist immer rege und auf der Suche nach Herausforderungen ist; ich denke, bei solcher Bestätigung würde er über lang oder kurz regelrecht verkümmern. Da muss man fast schon von Glück sprechen, dass die Schlägerei und das daraus resultierende Duell mit dem frechen Landjunker dieser Episode bei den Lazaristen ein jähes Ende bereitete und Aramis nun an der Schwelle zu einem neuen Lebensabschnitt zählt. Die Konzeption des Jesuitenordens, die Anforderungen, die der Orden an seine Mitglieder stellt - das entspricht viel mehr dem Wesen von Aramis, vor allem auch seinem ständigen Schwanken zwischen eine militärischen und einer geistlichen Karriere. Hier könnte er nun endlich die Möglichkeit finden, beides zu vereinen. Ich bin schon gespannt, wie Athos auf die Neuigkeiten reagieren wird.

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Liebe Rochefort, da Aramis das offizielle Beantworten der Reviews an mich delegiert hat, antworte ich mal, auch wenn sie dieses wunderbare Kapitel geschrieben hat ;-). Ja, Aramis bei den Lazaristen mit fast schon Bußübungen beauftragt, das konnte nicht gutgehen, die Jesuiten entsprechen seinem Charakter um Meilen besser. Trotzdem pendelt er zwischen zwei Polen, sein explosiver Charakter ist nunmal wenig devot und wird ihn mit Sicherheit noch in weitere Schwierigkeiten bringen :-).

Danke für dein Review und liebe Grüße

Kalou

AlienorDartagnan schrieb am 10.08.2013 - 13:00 Uhr zu Kapitel «Réveil»:

Schade, dass Aramis und Athos im 17. Jahrhundert als Männer keine Kinder haben können..sie wären sicherlich gemeinsam sehr gute Eltern. Glücklicherweise gibt es bereits den kleinen Raoul, somit müssten die beiden also nicht kinderlos leben.
Die Chevreuse hätte sich wohl wirklich nicht, wenn man nach Aramis Worten geht, als Comtesse de La Fére geeignet, sie war ja eine sehr lebenshungrige Frau die amouröse Abenteuer liebte und zudem auch noch manchmal intrigant war, und das beschauliche Landleben und die Rolle als treue Ehefrau wäre wohl nichts für sie. Ich kann schon verstehen, dass Athos das traurig macht, aber ihm wäre auch keine zweite Enttäuschung, wie bei Mylady, zu wünschen. Und dass die Herzogin ihren kleinen Sohn bei dem Priester zurückließ, das war wirklich herzlos, denn sie konnte ja wirklich nicht wissen, ob dieser, von dem sie damals glaubte, er wäre der Vater des Junge, sich tatsächlich um ihn kümmern würde. Raoul hätte genausogut in einem Waisenhaus landen können. Sicherlich wäre es ein Skandal gewesen, wenn ihr uneheliches Kind offiziell geworden wäre, aber sie hätte zumindest dafür sorgen können, dass der Junge irgendwo in gute Hände kommt, und ihn nicht einfach zu einem Priester, den sie gar nicht richtig kannte, schicken. Für Athos wird es wirklich nicht leicht werden, später zu entscheiden was er seinem Sohn sagen soll. Allerdings halte ich es für bedenklich, ihm zu sagen er wäre ein Waisenkind, da Raoul ihm so ähnlich sieht und dann schon etwas ahnen wird, und für ein Kind ist es sicherlich hart, wenn es nichts über seine Herkunft weiss.
Der Chevreuse scheint es ja wirklich immer nur um das eine zu gehen (heute würde man sie wohl als Nymphomanin bezeichnen) wenn sie den armen ARamis einfach so, nur weil er nicht gleich mit ihr schlafen wollte, hinauswarf und sich von ihm abwandte.
Dass Aramis noch völlig unerfahren war, als Athos ihn in die Freuden der Liebe einführte, war beim Lesen dieser GEschichte für mich eine große Überraschung.
Was war eigentlich mit dem Comte de Chalais? War die Chevreuse für seinen Tod verantwortlich? d´Artagnan war für AThos wohl wirklich nur ein Freund, zu dem Gascogner, der Ketty, Mylady und Constance verführte, würde wohl so ein Verhältnis auch gar nicht passen. Und Athos ist wohl in dieser FF das, was man heute bisexuell nennt.
Oje..das ist ja eine echt gefährliche Situation..bleibt nur zu hoffen, dass die Magd Aramis im Schrank nicht entdeckt, sonst wäre alles aus. Und ich fand das so süss, wie der kleine Raoul mit seinem Patschehändchen Aramis, als die Magd fort ist, an die Nase greift. Wie gut, dass der Junge noch zu klein ist um zu ahnen, was es mit dem Mann im Schlafzimmer seines Vaters auf sich hat.
Athos scheint seinem Diener Grimaud bedingungslos zu vertrauen, sonst hätte er ihn sicherlich nicht hereingerufen. Grimaud wird sicherlich niemandem davon erzählen.
Und mir hat auch die Stelle, als sie mit Raoul im Bett frühstücken sehr gut gefallen, da sind sie ja schon fast wie eine richtige Familie. Diese morgendliche Begegnung zwischen Aramis und RAoul ist wirklich schön zu lesen. :)
Vielleicht kann Aramis ja doch bleiben, oder, falls das nicht möglich ist, AThos zumindest häufiger besuchen, denn seine Dienerschaft wird sicherlich keinen Verdacht schöpfen, wenn ein guter Freund aus alten Tagen häufiger zu Besuch kommt und offiziell im Gästezimmer schläft.
Ein sehr schönes Kapitel, ihr habt das wirklich sehr gefühlvoll und berührend geschrieben, und ich habe beim Lesen wirklich mit den beiden mitgefühlt. Ja, so langsam fange ich an Slash zu mögen, zumindest dann, wenn er so gut geschrieben ist. :)

Liebe Grüße

Alienor


Antwort des Autors:

Liebe Alienor,

danke für dein langes Review, das wir umso mehr zu schätzen wissen, als du sagst, dass du allmählich Slash zu mögen beginnst! Wir konvertieren dich? ;-) Ah, ein kleiner Hinweis: Athos hat nur die Kleider von Aramis in den Schrank geworfen, nicht seinen Freund *g*, das hätte dem armen Aramis sicher nicht gefallen. Ja, Athos habe ich mir bisexuell vorgestellt, denn sonst wäre sein Abenteuer mit Marie oder auch mit Mylady nicht begründbar gewesen. Angeblich sind wir das ja alle bis zu einem gewissen Grad ;-). Chalais war in eine Intrige verstrickt, die den Tod Richelieus und vielleicht das Ersetzen von Louis durch Gaston auf dem Thron zum Ziel hatte, eine der Strippenzieherinnen war Marie. Sie gewann den Comte de Chalais für diese Intrige und war, als sie aufgedeckt und er hingerichtet wurde, somit für seinen Tod verantwortlich. Eine nicht ungefährliche Dame, da hatte Aramis ganz recht…und es ist sicher besser für Athos, die Hände von ihr zu lassen.

Nochmal vielen Dank für dein Review und liebe Grüße

Kalou

AlienorDartagnan schrieb am 10.08.2013 - 12:36 Uhr zu Kapitel «Réveil»:

Das wäre sehr traurig, wenn Athos Aramis wirklich sagen muss, dass sie sich nicht mehr sehen düren, dass es ein ENde haben muss. Seine Liebe zu Mylady ist unglücklich, und nun hat er wieder einen Menschen gefunden den er über alles liebt, das wäre schlimm für ihn, wenn er Aramis nicht mehr sehen kann, weil er ansonsten schnell in der ganzen Grafschaft als Sodomit verschrien wäre. Und wenn Aramis als guter Freund des Hausherrn bei ihnen einzieht, wäre das bestimmt für viele schon sehr verdächtig. Und Aramis leidet sicherlich genauso, für ihn wäre es auch nicht leicht auf diese Liebe verzichten zu müssen. Dass er Bragélonne verlassen will, damit Athos nicht in Verruf gerät, zeigt doch wie sehr er ihn liebt, er würde sogar auf diese Liebe verzichten, um den Freund zu schützen. Und Aramis denkt wirklich sehr modern für seine Zeit, damals waren leider wenige Menschen der Meinung, dass etwas, das die Natur gewollt hat, schlecht und falsch sein könnte. Damals machte die Kirche die Regeln, was sie verdammte, das verdammten letztendlich alle. Was war damals eigentlich die Strafe für Sodomie? Ich befürchte es könnte eine ganz schlimme Strafe sein, wie verbrennen…ich habe mal einen historischen Roman gelesen, in dem ein Bauer verbrannt wurde, weil er ein Verhältnis mit seinem Knecht hatte, ob das damals wirklich so war, weiss ich allerdings nicht.
Und was würde wohl aus dem kleinen RAoul werden, wenn Athos verbrannt wird? Falls er keine Verwandten hat, würde man ihm bestimmt das Gut wegnehmen und ihn davonjagen. Ich kann verstehen, dass ARamis sich in diesem Moment wünscht eine Frau sein zu können, denn als Frau könnte er ungestraft mit Athos zusammensein und niemand könnte etwas dagegen sagen. Aber ob er als Frau überhaupt an Athos näher herangekommen wäre? Immerhin mied Athos ja die Nähe von Frauen und misstraute ihnen…Aramis hätte es also sehr schwer gehabt.
Teil 3 Review folgt

LIebe Grüsse

Alienor

AlienorDartagnan schrieb am 10.08.2013 - 12:28 Uhr zu Kapitel «Réveil»:

Oh wie schön, ich freue mich, dass ihr so schnell weitergeschrieben habt. Mein INternet muckt noch immer und ich fliege häufig raus…ich muss das Review leider wieder in drei oder vier Etappen posten, hoffe es stört euch nicht, ist auch das letzte Mal dass ich das machen muss. . Falls es diesmal wieder nicht klappen sollte, und ich nicht mehr reinkome, werde ich spätestens Montag vom Internetcafe ausreviewen (die haben sonntags leider zu)
Und ich werd jetzt auch bald mal den PC Dienst anrufen, weil mich das Problem doch gewaltig nervt.
Schon der Anfang des Kapitels hat mir gut gefallen, obwohl es Slash ist, ist es so schön romantisch, wie Athos am Morgen neben Aramis aufwacht. Und das ist ihm wirklich zu gönnen, da er ja bisher wahres Glück in der Liebe nicht wirklich erleben durfte. Beide empfinden beim Aufwachen ein richtiges Glücksgefühl und da freut man sich beim Lesen wirklich mit ihnen. Mittlerweile nennt Aramis ihn also schon Olivier..das zeigt doch deutlich, wie nahe sie einander bereits sind. :)
Allerdings hat dieses Glück leider einen Wermutstropfen…von den Bediensteten die auf Bragélonne leben, darf natürlich niemand etwas von der Liebe der beiden erfahren, damals wurde Sodomie ja leider wirklich hart bestraft. Leicht werden sie es nicht haben, und sie werden ihre Gefühle füreinander der Öffentlichkeit verheimlichen müssen. Und dann ist da ja noch der kleine Raoul, der, wenn er größer wird, ja etwas ausplaudern könnte, Kindern kann man ja nur schwer klarmachen, dass sie bestimmte Dinge verschweigen müssen.
Fortsetzung vom Review folgt

Liebe Grüsse

Alienor 

AlienorDartagnan schrieb am 09.08.2013 - 10:46 Uhr zu Kapitel «Certitude»:

Da Raoul Athos so ähnlich sieht, kann Aramis die GEschichte mit der Adoption natürlich nicht glauben…es ist zu eindeutig, dass es sein leiblicher Sohn ist, und natürlich wird das Aramis Neugierde, mehr über die Herkunft des Jungen zu erfahren, noch anstacheln.
Für Athos ist das eine schwierige Situation..er muss nun, da Aramis wissen will wer die Mutter ist, wohl oder übel Rede und Antwort stehen..na ob die Freundschaft der beiden wohl dieses Geständnis übersteht? Ich hoffe wirklich, dass ihre Freundschaft nicht daran zerbricht. Und für Aramis ist es natürlich ein SChock als er es schließlich erfährt, denn damit dass die Frau die er einst liebte, Raouls Mutter ist, hat er sicherlich nicht gerechnet. Aramis Worte, als Athos ihn schließlich um Vergebung fand, fand ich sehr berührend, es ist schön, dass er dem Freund das was geschehen ist nicht übel nimmt. Das liegt wohl daran, dass die Chevreuse ihm längst nicht mehr so viel bedeutet wie damals. Obwohl ich eigentlich Slash nicht so mag, fand ich die Szene, in der Aramis Athos seine Gefühle eingesteht doch sehr berührend und schön geschrieben, und ich bin froh, dass es mit den beiden ein so gutes Ende nimmt und ihre Freundschaft nicht zerbrochen ist. Athos und Aramis sind sich ja ähnlicher als man vielleicht denken mag, und sie geben ein wirklich schönes Paar ab. Auf jeden Fall war das ein sehr schönes Ende für eure Geschichte, und ich bin erleichtert, das alles so gut ausgegangen ist. Nun hat Aramis also doch eine Art Heimat gefunden und einen Menschen der ihn liebt und den er liebt, das konnte er auch bei den Jesuiten nicht finden.

Liebe Grüsse

Alienor


Antwort des Autors:

Liebe Alienor,

ich beantworte mal dieses Review stellvertretend für alle drei - danke dafür! Nein, dass du in drei Teilen geschrieben hast, ist nicht schlimm, aber es muss ja lästig sein, wenn das mit dem Internet nicht klappt. Ich drücke dir die Daumen, dass du da eine Lösung findest! Danke, dass du dir trotzdem die Mühe gemacht hast, ein so ausführliches Review zu schreiben!

Die Geschichte ist übrigens noch nicht ganz zu Ende, ein Kapitel kommt noch ;-) - und da wird dann auch klar, warum Aramis Athos wegen der Chevreuse niemals böse war ... Ja, Athos stelle ich mir immer als strengen, aber gutwilligen und menschlichen Gutsbesitzer vor, der bereit ist, seinen Bauern zu helfen. Eine Mühle war ja überlebenswichtig und es war sehr teuer, sein Korn bei anderen Müllern mahlen zu lassen, deswegen dachte ich mir, dass er für die Reparatur auch mal ins kalte Wasser springen würde. Was Raoul angeht, so kann er die Vaterschaft nicht verleugnen, das macht sowieso keinen Sinn, weil Aramis ihn ja sozusagen in flagranti erwischt hat und alle Anzeichen auf einen leiblichen Sohn hindeuten - deswegen gibt er auch relativ schnell auf und gesteht seine Vaterschaft ein.

Aramis quält die Eifersucht, deshalb diese Frage nach der Frau, das mit dem Sohn des Gärtners fand ich auch klasse :-) - war es nicht immer der Gärtner? *g*. Es freut uns, dass du die Geschichte nachvollziehbar findest, auch wenn die Slash nicht magst - wir haben uns bemüht, sie einigermaßen ´realistisch´ zu gestalten und sind gespannt, was du zu dem letzten Kapitel sagst.

Liebe Grüße und danke für das technisch schwierige Reviewen!

Kalou

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