Artagnan.de - Fanfiction zu Dumas' drei Musketieren

Reviews zu «Im Glanz und Schatten der Sonne»

Rochefort schrieb am 13.10.2014 - 21:15 Uhr zu Kapitel «Gefährlicher Leichtsinn»:

Liebe Duchesse, liebe Alienor!

Einsam und unglücklich inmitten von Überfluss und Reichtum ... die Schilderung von Porthos’ momentanen Lebensumständen ist Euch wirklich gut gelungen. Ich konnte mich richtig in den traurigen Hünen hinein versetzen. Doppelt bedrückend muss ihm sein momentanes Leben erscheinen, nachdem er mit seiner Gattin eine so glückliche Ehe geführt hatte - und das, obwohl er sie ursprünglich doch eigentlich eher nur des Geldes wegen geheiratet hatte. Aber oft geht das Leben seltsame Wege…

Porthos hat in jedem Fall Recht mit der Erkenntnis, dass er schleunigst etwas an seinem Leben ändern muss. Und im nächsten Augenblick steht offenbar diese - in dem Fall allerdings unfreiwillige und ziemlich unerwünschte - Veränderung in Gestalt diese Dubois schon in der Tür! ;-)) Porthos Entsetzen angesichts der horrenden Summe ist verständlich und auch sein Zorn, als der Verwalter ihm keine passende Erklärung liefern kann. Allerdings glaube ich nicht, dass er in  der ersten Rage getroffenen harten Entscheidung festhalten wird. Dazu ist Porthos zu gutmütig und großzügig.

Ein Glück, dass er sich dann doch an jene verhängnisvolle Nacht in dem Pariser Gasthaus erinnert. Nach reichlichem Weingenuss kann man beim Würfelspiel schon mal den Überblick über die eigenen Verluste verlieren. Aber trotzdem - wenn Porthos das Gefühl hat, dass hier etwas faul ist, dann sollte er dieser Eingebung folgen. Meist trügt einen der Instinkt in solchen Situationen nicht. Gut möglich, dass ihm da jemand eine üble Falle stellen und sich in den Besitz seiner Ländereien setzen möchte!

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

@Rochefort

Danke für dein Review. Ich beantworte es diesmal, weil duchesse noch für zwei Wochen in Urlaub ist. Es freut uns, dass es uns gelungen ist, Porthos momentane Lebensumstände so zu schildern, dass man sich gut in ihn hineinversetzen kann. In Porthos Fall ging das Leben wirklich seltsame Wege, seine Gattin war ja für ihn am Anfang nur eine gute Geldquelle, doch im Laufe ihrer Ehe hat er tatsächlich Gefühle für sie entwickelt, umso tragischer ist es, dass sie nun nicht mehr an seiner Seite ist. Für Porthos ist Dubois Auftauchen wirklich ein Schock, denn er befürchtet nun, sein gesamtes Vermögen zu verlieren und auch seine Ländereien,  und er ist ja schon fast fünfzig und in diesem Alter wäre es schwierig für ihn, wenn er wieder ein mittelloser Mann wäre, der sich als Soldat verdingen muss. Und du liegst ganz richtig mit deiner Vermutung, Porthos hat seinen Verwalter nur deswegen entlassen, weil er völlig neben sich stand und geschock war wegen seiner Schulden, natürlich wird er ihn nicht einfach auf die Straße setzen, Porthos ist wirklich gutmütig und großzügig, da sind wir ganz deiner Meinung.
Es ist wirklich ein Glück, dass Porthos sich nun an jene verhängnisvolle Nacht erinnert, in der er die Schulden gemacht hat und nun in Paris mit Hilfe von d´Artagnan der Sache auf den Grund gehen möchte. Deine Vermutung könnte durchaus stimmen, womöglich will da wirklich jemand Porthos eine Falle stellen, und seinen Besitz und seine Ländereien an sich bringen.

Liebe Grüße

Alienor

kaloubet schrieb am 07.10.2014 - 21:34 Uhr zu Kapitel «Gefährlicher Leichtsinn»:

Ups, das klingt nicht gut - aber sechstausend Livres Spielschulden? Scheint mir ein recht hoher Betrag - und dass Porthos es diesem Dubois unbesehen abnimmt, finde ich fragwürdig, da könnte ja jeder kommen und behaupten, Ihr schuldet mir Geld. Der Kerl hätte einen Schuldschein oder so dafür vorlegen müssen, das wäre das Mindeste gewesen. Mich wundert, dass Porthos nicht ihn anstelle seines Verwalters herausgeschmissen hat ... Sehr schön fand ich, wie ihr Porthos´ Einsamkeit und Langeweile schildert, die er mit Einkäufen zu kompensieren sucht. Ein nachvollziehbares, aber leider sinnloses Verhalten.

Liebe Grüße

Kalou


Antwort des Autors:

@Kalou

Danke für dein Review. Ich antworte diesmal darauf, weil duchesse morgen für drei Wochen in Urlaub fährt. Ja, sechstausend Livres Spielschulden sind in der Tat ein extrem hoher Betrag und Porthos merkt leider gar nicht, dass er da womöglich übers Ohr gehauen wird. Was den Schuldschein betrifft, darauf werden wir noch in einem der nächsten Kapitel zurückkommen. Porthos hat in seinem ersten Schock gar nicht daran gedacht, nach diesem Schuldschein zu fragen. Eigentlich hätte Porthos ja wirklich misstrauisch werden müssen und Dubois gleich hinauswerfen müssen, aber soweit hat er im ersten Schockmoment gar nicht gedacht. Er hat sich ja zunächst noch gar nicht an jenen Abend erinnert, als er in Paris mit diesen Edelmännern um Geld gespielt hat. Es freut uns, dass es uns gelungen ist, Porthos Einsamkeit und Langeweile rüberzubringen, wir halten uns da ganz an den VAA, wo Porthos, als der Gascogner ihn aufsuchte, sich deutlich anmerken ließ, dass er sich langweilte und sich einsam fühlte. Für Porthos ist es eine bittere Ironie des Schicksals, als junger Mann träumte er von Reichtum und Prunk, und jetzt ist er nicht glücklich, obwohl er all nun hat. Doch Porthos konnte damit nicht die innere Leere füllen und die Langeweile vertreiben und nun besteht für ihn die Gefahr, dass er ein Schloss und alle Ländereien verliert. Er muss jetzt rasch handeln und d´Artagnan um Hilfe bitten, da er selbst nicht weiß, was er in dieser Sache tun soll. Mit fast fünfzig Jahren ist Porthos zu alt, um noch einmal zu den Musketieren zu gehen, das harte Soldatenleben ist für einen Mann in seinem Alter nichts. Doch wenn er Ländereien und Schloss verliert, bliebe ihm keine andere Wahl.

Liebe Grüße

Alienor 

Aramis schrieb am 07.10.2014 - 20:04 Uhr zu Kapitel «Gefährlicher Leichtsinn»:

Liebe Alienor und duchesse,

Hodierna - ein seltener Name, den hab ich echt noch nie gehört! Bedeutet er etwas Besonderes? Wie seid ihr auf ihn gekommen?
Berührend, dass Porthos in der Gemeinschaft mit seiner Gattin offensichtlich eheliches Glück gefunden hat! Und die beiden waren im Ausdruck ihrer gegenseitigen Gefühle offenbar auch ein erfrischend unkonventionelles Paar: Porthos und seine Gemahlin beim Elfentanz im Mondschein hätt ich zu gern gesehen! *zwinker*
Umso trauriger und bedrückender, dass sich nun über dem einsamen Hünen offenbar eine finanzielle Katastrophe zusammenbraut. Aber dass er deshalb gleich seinen Verwalter rauswirft, erscheint mir doch eine ziemlich überzogene Reaktion, so hartherzig hätt ich Porthos nicht eingeschätzt, auch wenn er wegen dieser üblen Sache verständlicherweie äußerst nervös und entsprechend gereizt ist. Außerdem kennt der Mann ja seine Vermögensumstände wie kein zweiter und könnte ihm daher helfen, Licht in dieses mysteriöse Dunkel zu bringen. Das erhofft Porthos sich nun offenkundig von d`Artagnan - hoffentlich kann sein alter Freund ihm tatsächlich helfen!

Liebe Grüße
Aramis

Liebe Güße
Aramis


Antwort des Autors:

@Aramis

Danke für dein Review. Ich beantworte es diesmal, weil duchesse für drei Wochen in Urlaub fährt. Den Namen Hodierna hatte ich mir ausgedacht, duchesse hatte ihn auch noch nie gehört. Der Name bedeutet nichts Bestimmtes, es ist ein Name, der im Mittelalter in Frankreich häufiger vorkam und dann später in Vergessenheit geriet, so wie bei uns beispielsweise der Name Kunigunde. Ich fand einfach, dass der Name irgendwie zu der Coquenard passt, und Dumas nennt ja auch nie ihren Vornamen. Ja, nachdem es am Anfang nur eine zweckmäßige Ehe war, haben Porthos und seine Gemahlin mit der Zeit doch noch zueinander gefunden, und zu ihrer Zeit dürften sie mit dem Standes und Altersunterschied wirklich sehr unkonventionell gewesen sein. Nun ist Porthos seit fast zehn Jahren Witwer und hat wohl eine ganze Weile über seine Verhältnisse gelebt und zudem war er so leichtsinnig, sich mit ihm völlig unbekannten Adeligen auf ein Spiel um Geld einzulassen. Keine Sorge, Porthos ist nicht so hartherzig, er stand gerade unter Schock, als er seinem Verwalter kündigte, später wird ihm dann klar werden, dass diese Kündigung nicht gerechtfertigt war. Als hartherzig schätzen wir Porthos auch nicht ein, und deswegen werden wir wohl in einem der nächsten Kapitel auch noch einmal auf den Verwalter zurückkommen. Dieser könnte ihm ja tatsächlich helfen, herauszufinden, wie diese hohen Schulden entstanden sind. Für Porthos steht sehr viel auf dem Spiel, wenn er seine Ländereien und das Schloss verliert, dann wird er nichts mehr besitzen und müsste sich wieder als Soldat verdingen, was mit fast fünfzig Jahren alles andere als ein Zuckerschlecken ist. So muss er wirklich darauf hoffen, dass d´Artagnan ihm helfen kann herauszufinden was da geschehen ist. Doch eines können wir schonmal verraten…womöglich wird der Gasogner ja schon bald ganz andere Sorgen haben.

Liebe Grüße

Alienor

kaloubet schrieb am 26.03.2014 - 14:08 Uhr zu Kapitel «Wie der Vater, so der Sohn»:

Ah, diese Frauen ;-) - kaum taucht ein hübscher Viscomte auf, schon wollen sie ihn haben ;-). Verständlich, doch scheint diese Amélie recht undurchsichtig zu sein, eine zweite Maribel? Raoul sieht eben gut aus, kommt aus einem guten Haus, das zieht solche Frauen an - aber noch ist es ja nicht sicher, ob Athos mit seinen Einschätzungen Recht behält. Sehr schön fand ich übrigens seinen Satz, dass man sich in seinen Einschätzungen immer unsicherer wird, je älter man wird. Da ist was dran und ich denke, damit relativiert er auch seine eigene Haltung - er ist nicht stur, wie sein eigener Vater war, sondenr besorgt und durchaus bereit, seine Überzeugungen zu überdenken, was ja auch sein Hinterherreiten beweist. Ein anderer hätte Raoul verbannt. Raoul andererseits hat natürlich auch Recht, Entscheidungsfreiheit zu verlangen, er ist in einem Alter, in dem ihm das zusteht und ich denke, in seinem geheimen Innersten freut sich Athos vielleicht sogar darüber, dass sein Sohn ein solcher Dickschädel ist und für das kämpft, was er haben will ;-)

Liebe Grüße

Kalou


Antwort des Autors:

@Kalou

Danke für dein Review. Aramis ging es genauso wie dir, auch sie hat gleich an Maribel gedacht. Nun, wir wollen nicht zuviel verraten…nur soviel, dass Raoul im Moment durch die rosarote Brille eines Verliebten schaut, und deswegen sein Urteislvermögen getrübt ist, und Athos eben eine gute Menschenkenntnis hat :)
Das freut uns, das du den Satz sehr schön fandest…wir wollten Athos nämlich als besorgten Vater darstellen und keineswegs als einen Menschen, der seinem Sohn wegen seiner Vorurteile seine Liebe nicht gönnt. Athos möchte Raoul schützen, nur Raoul erkennt das leider im Moment nicht, da er blind vor Liebe ist und alles für Amélie tun würde. Womöglich freut Athos sich ja wirklich ein wenig darüber, dass Raoul für das kämpft was er möchte, aber natürlich will er ihn auch schützen. Eines kann ich schonmal verraten..RAoul wird Athos Hilfe womöglich noch brauchen.

Liebe Grüße

Alienor

Rochefort schrieb am 25.03.2014 - 15:46 Uhr zu Kapitel «Wie der Vater, so der Sohn»:

Liebe Duchesse, liebe Alienor!

Ein Konflikt zwischen zwei Menschen, die einander so nahe stehen wie Athos und Raoul, ist immer bitter. Ich kann beide Seiten irgendwie gut verstehen. Raoul kennt das Misstrauen seines Vaters Frauen gegenüber und traut ihm daher kein objektives Urteil zu. Und die starke Anziehung, die Amélie offenbar auf ihn ausübt, trübt seine Wahrnehmung und lässt ihn jede Vorsicht außer Acht lassen. Was Athos betrifft, so habe ich wiederum das Gefühl, dass er sich hier nicht nur durch sein generelles Vorurteil Frauen gegenüber leiten lässt - die Argumente, die er gegen Amélie ins Treffen führt, scheinen mir durchaus Hand und Fuß zu haben. Womöglich heuchelt das Mädchen seine Zuneigung tatsächlich nur und ist nicht die, die sie zu sein vorgibt. Seine Sorge scheint also durchaus berechtigt.

Athos Verhalten und sein Entschluss am Ende des Kapitels zeigen, dass er einen starken und aufrechten Charakter hat. Er will keinen Bruch mit Raoul herauf beschwören und kann - aufgrund seiner eigenen Erfahrungen - das Fühlen und Handeln seines Sohnes sehr wohl nachvollziehen und verzeiht ihm daher auch seine Dickköpfigkeit und seine übereilte Abreise nach Paris. Er tut gut daran, dass er seinen Sohn  nicht alleine lässt und ihm folgen will. So kann er notfalls zur Stelle sein, sollte Raoul Hilfe brauchen.

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

@Rochefort

Danke für dein Review. Für Raoul ist es wirklich nicht leicht, er steht jetzt zwischen den Menschen, die ihn am meisten in seinem Leben bedeuten, auf der einen Seite Amélie, und auf der anderen Athos, da fühlt er sich natürlich hin und hergerissen. Und erbetrachtet die Welt gerade durch die rosarote Brille eines Verliebten, das macht die ganze Sache nur noch schwieriger, da er so für Athos gar nicht mehr zu erreichen ist. Ich kann dir nur zustimmen, AThos lässt sich hier nicht von seine Vorurteile Frauen gegenüber leiten, er hat wirklich ein ungutes Gefühl bei Amélie, er bemerkt an ihrem Verhalten, dass da etwas nicht stimmen kann.
Das freut mich, dass es uns gelungen ist, Athos starken und aufrechten Charakter darzustellen, das passt zu ihm, dass er seinem Sohn dessen Dickköpfigkeit verzeiht und ihm zur Seite stehen wird, indem er ihm nach Paris folgt. Und es könnte gut sein, dass Raoul noch seinen Trost und seine Hilfe brauchen wird. Und ich bin sicher, dass Raoul, wenn die erste Verliebtheit nachlässt, auch etwas kritischer werden wird, was seine Amélie betrifft. Mehr will ich mal noch nicht verraten.

Liebe Grüße

Alienor

Aramis schrieb am 24.03.2014 - 19:01 Uhr zu Kapitel «Wie der Vater, so der Sohn»:

Oh, diese Amélie de Giouli erinnert mich fatal an jene Maribel gleichen Namens in “Athos` Dämonen”! Etwa eine heimliche Schwester der äußerst gefährlichen jungen Frau, die dort Raoul ebenfalls so fatal und teuflisch geschickt in ihre mörderischen Netze verstrickte? *zwinker*
Raoul handelt jedenfalls, denke ich, hier schon ein wenig leichtsinnig, wenn er dieser jungen Frau zuliebe, die er kaum kennt, sofort nach Paris eilen will und ihretwegen mit seinem Ziehvater in schweren Konflikt gerät - Gott sei Dank trägt Athos ihm dies nicht nach, sondern beschließt vernünftigerweise, in Erinnerung an seine eigene naive Gutgläubigkeit und Fehler als junger Mann, seinem Sohn hinterher zu reisen, um Raoul endlich seine Vaterschaft zu gestehen und ihm zugleich hilfreich zur Seite zu stehen. Raouls heiße Liebe zu Amélie stellt ja offensichtlich sogar seine vormalige Zuneigung zu Louise in den Schatten! Das will was heißen *zwinker*

Liebe Grüße
Aramis


Antwort des Autors:

@Aramis

Danke für dein Review. Eines kann ich dir schonmal verraten…Amélie hat mit Sicherheit ihre Tücken, und Raoul sollte doch lieber auf seinen Herrn Vater hören und trotz aller Liebe die er für diese junge Frau empfindet nicht seinen gesunden Menschenverstand ausschalten. Er handelt wirklich leichtsinnig, wenn er gleich mit Amélie nach Paris aufbricht und es wegen ihr sogar zu einem Konflikt mit seinem vermeintlichen “Ziehvater” kommen lässt. Da Athos als junger Mann selbst in Liebesdingen so leichtsinnig war und nicht auf seinen Vater gehört hat, er war ja blind vor Liebe und sah Mylady durch die rosarote Brille, kann er sich sehr gut vorstellen, was jetzt in Raoul vorgeht, dass dieser eben blind vor Liebe ist und deswegen Amélies wahren Charakter nicht erkennt. Athos ahnt bereits, dass sein Sohn ihn noch brauchen wird, wenn es ganz dicke kommt. Und ja, du hast Recht, das will wirklich was heißen, dass es eine junge Frau geschafft hat, Raouls Herz zu erobern, denn er war ja so fanatisch in Louise verliebt, dass er für andere Frauen gar keine Augen hatte. Ich erinnere mich noch an diese Szene im VAA, als sein Vater ihn der Chevreuse vorstellen wollte, und Raoul befürchtete, sein Vater könnte ihn einer gleichaltrigen Heiratskandidatin vorstellen wollen, da erinnerte er Athos energisch daran, dass sein Herz doch Louise gehöre. Doch trotz alledem ist es Amélie gelungen, Raouls Herz zu erobern, und das könnte tragisch enden, falls der junge Vicomte von ihr enttäuscht wird. Aber ich will mal noch nicht zuviel verraten ;)

Liebe Grüße

Alienor

Rochefort schrieb am 12.02.2014 - 16:54 Uhr zu Kapitel «Prolog»:

Liebe Duchesse, liebe Alienor!

Das hört sich nach einer spannenden neuen Geschichte an. Der Prolog ist schon sehr vielversprechend. Die Schilderung der festlichen Zeremonie hat mir sehr gefallen - das Ganze lief richtiggehend wie ein Film vor meinem inneren Auge ab. Mazarin ist auch gut getroffen! ;-)) Der falsche Jean-Michel de La Bricassard spielt ein gefährliches Spiel. Der echte Vicomte ist “mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit tot”... doch das ist nicht sicher genug. Vor allem, wenn er jetzt durch seine neue Position als Minister des Königs in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rückt.

D’Artagnans Gedanken und Gefühle sind unschwer nachzuvollziehen. Jemand, der einen sicheren, ruhigen Posten bei Hofe sucht, hätte sich wohl an seiner Stelle mit dem Erreichten zufrieden gegeben. Doch d’Artagnan hat tief in seinem Inneren offenbar den Ehrgeiz nach Höherem. Zudem kann ich mir gut vorstellen, dass ihn auch die Ungerechtigkeit verbittert: Männer mit weit geringeren Verdiensten um die Krone können sich aufgrund ihres Vermögens eine Karriere “erkaufen”, während der König vergessen zu haben scheint, wie oft der Hauptmann seiner Musketiere sein Leben für ihn gewagt hat…

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort,

schön, dass du auch wieder zu unseren Lesern zählst, und vielen Dank für dein freundliches Review! Es freut mich, dass du dir die Szene im Louvre gut vorstellen konntest und dass wir Mazarin “gerecht geworden sind” (ich persönlich mag ihn nicht, weder als Roman- noch als historische Figur) - aber ich denke, wir tun ihm nicht allzuviel Unrecht, wenn wir ihn hier sich selbst gerne reden hören lassen ;-)

Was d’Artagnan angeht, so denke ich, dass er sich durchaus mit dem arrangieren kann, was er im Leben erreicht hat - seine Anpassungsfähigkeit und seine Qualitäten als Stehaufmännchen sind ja seine großen Stärken. Doch in bestimmten Situationen wie dieser bricht sich dann die Unzufriedenheit Bahn, wenn er sieht, was andere erreichen, und sich selbst damit vergleicht… ich würde das nicht einmal als Neid bezeichnen, eher als eine Art Frust…

Liebe Grüße,

duchesse

kaloubet schrieb am 10.02.2014 - 20:47 Uhr zu Kapitel «Prolog»:

D´Artagnan im Schatten der Macht, der Diener im Schatten, der Leutnant ohne Sou - das Leitmotiv seines Lebens. Ganz klar ist mir nicht - ist er bei euch schon Hauptmann oder noch Leutnant? Im letzten Satz ist er Leutnant, davor erwähnt ihr aber seinen Sold als Hauptmann ... der so schlecht nicht wahr, wenn ich mich jetzt richtig erinnere, immerhin sagt er zu Madeleine, dass er als Hauptmann standesgemäß wohnen müsse. Der Vicomte de Dalmais ist also ein Aufschneider? Nur Mazarin kennt sein Geheimnis? Hm, dann bin ich gespannt, was ihr mit ihm weiterhin vorhabt!

Liebe Grüße

Kalou


Antwort des Autors:

Liebe kaloubet,

vielen Dank für dein Review… und auch fürs aufmerksame Lesen *schäm* D’Artagnan ist in der Tat hier immer noch bloß Leutnant, auch wenn er sich naturgemäß für höhere Aufgaben für qualifiziert hält ;-) Danke für deinen Hinweis, wir haben die entsprechende Stelle noch einmal korrigiert!

Was den Vicomte angeht, so weiß auch Mazarin nicht, dass er sich quasi in die Adelsfamilie “eingeschlichen” hat… dieses Geheimnis teilt Jean-Michel de la Bricassard wohlweislich bloß mit einem, der berufsbedingt alles weiß (“Gott allein wusste, welche Opfer er gebracht hatte (...), und Er war auch der einzige, der sein Geheimnis kannte”). Und ja, wir haben noch was mit ihm vor ;-)

Liebe Grüße,

duchesse

Aramis schrieb am 06.02.2014 - 17:51 Uhr zu Kapitel «Prolog»:

Liebe Alienor & duchesse,
ein sehr eindrucksvoller Prolog! Man glaubt, die festliche Atmosphäre im Saal zu spüren, den feierlichen Glanz der Ministerernennung am Hof Louis` XIV vor sich zu sehen - und mitten drin den armen d`Artagnan inmitten seiner Musketiere, grauhaarig, enttäuscht und innerlich grollend, weil ihm eine ähnliche Auszeichnung durch den König bisher schnöde vorenthalten wurde. Das kann ich ihm äußerst gut nachfühlen! *zwinker*
“Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit tot” - *kicher* das ist wahrhaftig gut formuliert! Hoffentlich reicht diese Annahme auch aus, um Monsieur de La Bricassards heimliche Impersonifikation aufrecht zu erhalten. Ich bin gespannt, was der Herr damit bezweckt, immerhin hat er es ja nun mittlerweile schon zu einem hohen Würdenträger bei Hofe gebracht -

Liebe Grüße
Aramis


Antwort des Autors:

Hallo Aramis,

vielen Dank für dein Review! Ich habe schon gehört, dass du sehr gespannt auf die Geschichte warst, umso mehr freuen wir uns natürlich, dass dir das erste Kapitel auch gefallen hat.

Tja, dass d’Artagnan mit seiner Karriere zwischenzeitlich nicht 100% zufrieden ist, berichtet uns Dumas ja auch… insofern kann man sich gut vorstellen, dass ihn dieses Szenario, dem er da zwangsweise beiwohnt, gewaltig wurmt, zumal er ja sehr von sich selbst überzeugt ist ;-) Monsieur de La Bricassard hat es da eindeutig besser getroffen…

Liebe Grüße,

duchesse


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