Artagnan.de - Fanfiction zu Dumas' drei Musketieren

Reviews zu «Le malade en mousquetaire»

LadyAramis schrieb am 06.06.2015 - 16:20 Uhr zu Kapitel «Le malade en mousquetaire»:

Hallo Aramis,

Was für eine schöne, unaufgeregte Krankenszene! Auch der nackte (oder fast nackte) Aramis, der wie ein Wanderpokal weitergegeben wird, entbehrt natürlich nicht einer gewissen Komik, auch wenn ich sehr mit dem armen Aramis mitfühle. Krank zu sein ist schliesslich kein Vergnügen! Aber mit einer so liebenswerten und entschlossenen Hausmutter muss man sich um ihn wohl auch in Zukunft keine Sorge machen.


Antwort des Autors:

Ach ja, ein grippaler Infekt und meine Molière-Lektüre haben diese Geschichte damals veranlasst, der Titel ist eine Hommage an Molières geniale Komödie “Le malade imaginaire” - ich liebe seine pedantischen Ärzte mit ihren obligaten Klistierspritzen! Gott sei Dank verhindern Aramis` Freunde und Madame Péronne mit vereinten Kräften ihre gnadenlose Anwendung. *Brrr!*

Vielen Dank für dein Review und liebe Grüße!
Aramis

Rochefort schrieb am 13.03.2013 - 13:26 Uhr zu Kapitel «Le malade en mousquetaire»:

Lieber Aramis!

Ich habe mich beim Lesen der Geschichte köstlich amüsiert. Der übereifrige Doktor mit der Klistierspritze - ich habe das so richtig bildhaft vor mir gesehen. ;-)) Eine Szene, die fast auch aus der Feder von Wilhelm Busch stammen könnte. Was für den unbeteiligten Beobachter sehr witzig erscheint, ist allerdings für den armen Aramis alles andere als amüsant. Ich kann gut nachvollziehen, dass er sich vehement gegen Klistiere und Adlerlässe wehrt. Zum Glück hat er tatkräftige Unterstützung durch seine Freunde und Madame Péronne. Mir ist die resolute Hauswirtin übrigens außerordentlich sympathisch. Wohl mag ihre Fürsorglichkeit manchmal etwas anstrengend sein, aber ich finde, Aramis kann sich glücklich schätzen, hier jemanden zu haben, der an seinem Wohlergehen interessiert ist und sich ehrlich Sorgen um ihn macht, wenn es ihm nicht gut geht. Solche Menschen sind selten genug.

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort,
vielen Dank für Deine Review! Ich freu mich sehr, dass Du Spaß an dieser Geschichte hattest! Ich hab das Ganze ziemlich spontan niedergeschrieben, aus Frust über meine derzeitige Grippe (Gott sei Dank hab ich sie nun einigermaßen hinter mir!). Ich find`s übrigens witzig, dass  Madame Péronne Dir offensichtlich zusagt - kaloubet und Alienor mögen sie gar nicht, sie ist ihnen wohl ein bissl zu hausdrachenhaft, in ihren fürsorglichen Maßnahmen! Meine kindlichen Erinnerungen an meine Großmutter und ihre damaligen Schwitzkuren haben einiges zu dieser Figur beigetragen, glaub ich - Oma war auch sehr hilfreich, aber total anstrengend! 
Nochmals vielen Dank und liebe Grüße!
Aramis

kaloubet schrieb am 11.03.2013 - 18:34 Uhr zu Kapitel «Le malade en mousquetaire»:

*g* - Mme Péronne ist ja ein wahrer Drache und Aramis hingebungsvoll ergeben, sie geht gar so weit, den Hustensaft zu probieren! Todesmutig würde ich sagen. Das kleine Wortgefecht zwischen den Herren fand ich gut, nur ist fraglich, ob ´sich am Boden wälzen´ zu Aramis´ Gesundung beiträgt. Gut getroffen war auch dieser Ärzteton ´wie geht´s uns denn´ - brrr, ich kann Aramis´ Aversionen voll und ganz nachvollziehen. Aber ob diese Schwitzkur wirklich Erfolg brächte? Garen im eigenen Saft, gruslig, ich dachte immer, man müsse was gegen das Fieber tun, nicht dafür? Da scheint sich Mme Péronne ein wenig übernommen zu haben. Aber was ein rechter Musketier ist, übersteht auch das ;-). Eine wirklich witzige Geschichte!

Liebe Grüße

Kalou


Antwort des Autors:

Liebe kaloubet,
vielen Dank für Deine Review! Ich freu mich, wenn Dich diese kleine Geschichte ein wenig erheitern hat können! Sie ist meiner derzeitigen Grippe gewidmet, hat also sozusagen realen Ursprung. Was diese Schwitzkuren betrifft, die hat meine Großmutter mit mir damals, als Kind, gerne gemacht, um das Fieber runterzutreiben, was auch bis zu einem gewissen Grad funktionierte - hier kommen also eigene, ausgestandene Leiden zum Tragen. Was Dr. Mauvillain betrifft, da haben Monsieur de Molière und seine gewissen Komödien mit reingefunkt - gibts dort nicht sogar Balletteinlagen mit Ärzten und Klistierspritzen? Komisch, dass Madame Péronne so schlecht ankommt *grins*, Alienor kann die auch nicht leiden - dabei tut die gute Frau doch eh alles, um den armen Aramis wieder auf die Beine zu bringen! Du hast recht, ich sollte sie außerdem mit einem accent versehen - vielen Dank für den versteckten Hinweis!
Liebe Grüße
Aramis

AlienorDartagnan schrieb am 10.03.2013 - 16:51 Uhr zu Kapitel «Le malade en mousquetaire»:

Eine wirklich sehr schöne Geschichte. Am Anfang der Geschichte habe ich mich wirklich gefragt, ob Aramis womöglich ein Duell verloren hat…doch da Athos ja sagte, dass er seine Duelle immer zu gewinnen pflegt…also musste Aramis wohl doch ernsthaft krank sein. Armer Aramis…mit hohem Fieber im Bett zu liegen ist wirklich kein Vergnügen, da tut er mir echt leid. Ich kann mir beim Lesen gerade richtig gut vorstellen, wie elend er sich fühlen muss..ich hab selbst grade ne fiese Erkältung, und deswegen fast das gesamte Wochenende im Bett verbracht.
Ein Aderlass wäre mit Sicherheit nicht das Richtige für Aramis, das würde ihn eher noch mehr schwächen..also mir ist es unbegreiflich, wieso viele Mediziner damals glaubten, mit Hilfe eines Aderlasses Krankheiten heilen zu können. Der Besuch seiner Freunde wird Aramis sicherlich, so lädiert er auch ist, etwas aufheitern können. Dass der Alkohol Aramis schaden könnte, glaube ich nicht, im Gegenteil, wenn man krank ist, kann ein kleines Glas Wein durchaus eine wohltuende Wirkung haben.  Diese Madame Peronne ist ja wirklich die reinste Spaßbremse…bei ihr kann sicherlich niemand gesund werden. Mit ihr hat Aramis es sicherlich nicht leicht. Dreitägiges Fieber..das habe ich noch nie gehört..es klingt aber gar nicht gut…aber es scheint ja zum Glück nicht wirklich gefährlich zu sein. Ich kann Aramis gut verstehen..ich kann Klistiere auch nicht ausstehen….der arme Aramis. Die Ärzte des 17. Jahrhunderts hatten ja wirklich sehr merkwürdige Behandlungsmethoden. Ich denke, dass heißer Tee, Bettruhe und ein Hustensaft (gabs den schon im 17. Jarhrhundert) sicherlich zu Aramis Heilung genügen würden.  Jetzt wird mir Madame Peronne auf einmal richtig sympathisch, wie sie sich dafür ausspricht, dass Aramis kein Klistier bekommen soll, wenn er das nicht will. Ein heißer Kräutertee wird ihm viel besser helfen. Wie gut, dass Ärzte heute keine Klistiere mehr bei Fieber und Erkältung verordnen. *grins* Ich musste richtig schmunzeln, als Porthos und Athos den aufdringlichen Arzt zum Gehen aufforderten….er war ja dermaßen hartnäckig, dass man sich fragen muss, ob er für jedes verabreichte Klistier bezahlt wird. Eine sehr schöne Geschichte, ich musste mehrmals beim Lesen schmunzeln. Uiii..wie es aussieht, hat Porthos sich angesteckt…nun müssen die Freunde wohl ihn vor dem Klistieren des hartnäckigen Arztes bewahren. Ja….leider ist die Ansteckungsgefahr in so einem Fall sehr hoch…und es würde mich nicht wundern, wenn es auch noch d´Artagnan und Athos erwischt.
Hat mir sehr gut gefallen…gerade weil ich selbst im Moment auch erkältet bin, werd mir gleich mal nen guten Kräutertee kochen.

Liebe Grüße

Alienor


Antwort des Autors:

Liebe Alienor,
vielen Dank für Deine ausführliche, umfangreiche Review! Ich laboriere grad an einer verfluchten Grippe herum, deshalb dieses Thema - und weil die Musketiere bei Dumas immer so auffallend gesund sind (von Athos` Duellverletzung und Aramis` Schusswunde mal abgesehen). Rotwein würd ich bei Kopfschmerzen echt nicht empfehlen, die werden davon nur noch ärger! (Bei mir zumindest) Damals gabs ja noch keine Krankenkassen, die Ärzte stellten den Patienten selber ihre Rechnungen, und je mehr medizinische Mittel angewendet wurden, umso teurer wurde das Ganze, und desto mehr Einnahmen konnten sie verzeichnen. Wenn man Molière glauben darf, dann gehörten Klistiere und Aderlässe zu den beliebtesten ärztlichen Behandlungsmethoden, damals in Frankreich -
Nochmals vielen Dank und liebe Grüße!
Aramis


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