Artagnan.de - Fanfiction zu Dumas' drei Musketieren

Milady ist zurück


3. Ein neuer Plan


Innerhalb der ersten Stunden steigerte sich Miladys Hass auf Rochefort so sehr, dass man meinen könnte mehr Hass habe in einem Frauenherz nicht Platz. Doch mit jeder Stunde wuchs der Hass in ihr um seine Doppeltegröße. Jeden Abend betete sie dafür, dass ihr Vorhaben gelingen möge.
Am dritten Tag kam der Arzt wieder. “Tut mir leid, Madame. Solang die Wunde noch nicht richtig verheilt ist kann ich euch nicht aus dem Bett entlassen. Das ist eine sehr schwierige Angelegenheit. So leid es mir tut, ihr braucht jetzt viel Geduld.” Es war Milady als würde in ihr ein Traum zerbrechen.  “Kann man den da gar nichts machen?” fragte Milady verzweifelt. “Nein, tut mir leid!” , sagte der Arzt und packte seine Sachen zusammen in sienen Koffer.In Milady kochte die Wut. Was sollte sie jetzt nur tun?
Nachdem der Arzt ihr einen neuen Verband angelegt und sein Honorar eingezogen hatte, ließ er Milady mit dem Zimmermädchen allein.
Das Mädchen war vielleicht 22 Jahre alt, blond und sehr schüchtern. Vielleicht konnte Milady sich mit ihr anfreunden. Vielleicht würde sie sie noch brauchen als Nachrichten- Botin.
Milady setzte ihr süßestes Lächeln auf. “Würden sie mir bitte ein Glas Wasser holen?” “Natürlich, Madame!” sagte die Kleine und verschwand. Milady sank in die Kissen.
Aber da kam ihr eine grandiose Idee. Wenn sie auch selbst an das Bett gefesselt war, so sollte Rochfort doch seine Strafe bekommen. Was damals in englischer Gefangenschaft bei Felton funktioniert hatte, klappte vielleicht auch bei diesem kleinen Mädchen! Sie musste sich nur eine gute Geschichte einfallen lassen. Sie war noch am überlegen, da kam dieses kleine Mädchen mit dem gewünschten Glas Wasser wieder. “Vielleicht möchten sie mir heut Nachmittag ein bisschen Gesellschaft leisten? Ich bin hier sonst so allein. Aber jetzt muss ich mich erstmal erholen.” Das kleine Mädchen bekam einen roten Kopf. “Aber natürlich Madame!” “Wie heißen sie denn?” “Carolin, Madame.” “Gut ,Carolin. Kommen sie bitte erst so um drei. Ich brauche erstmal Ruhe ” Das Mädchen knickste und verließ den Raum.
In Wahrheit überlegte Milady in dieser Zeit wie sie Carolin um den Finger wickeln konnte. Sie musste das Vertrauen des Mädchens erwerben. Aber wie?
Am Mittag kam Carolin um ihr das Essen zu bringen. Milady erkannte sie an ihrem leichten, federnden Schritt. Milady stellte sich schlafend. Schließlich hatte sie Carolin erzählt, dass sie sich erholen wollte.  “Wir wollen das Mädchen nicht gleich verschrecken.” dachte Milady musste innerlich bei diesem Gedanken schmunzeln. Carolin stelte den Teller mit Suppe auf den Nachttischschrank und wartete. Als keine Reaktion von Milady kam, wand sie sich zum gehen.
Als das Mädchen das Zimmer wieder verlassen hatte, schlug Milady die Augen wieder auf. “Im Grunde genommen konnte einem dieses Mädchen schon leid tun.” dachte Milady, während sie aß. Jetzt kam ihr die rettende Idee. Sie sank wieder in die Kissen und lächelte. So würde Rochfort seine gerechte Strafe bekommen.  Eine Weile kämpfte Milady noch gegen den Schlaf, aber schließlich übermannte er sie. Mit einem Lächeln auf den Lippen schlief sie ein.


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