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Reviews zu «Nicodemus Tochter»

kaloubet schrieb am 02.05.2012 - 21:28 Uhr zu Kapitel «Nicodemus Tochter»:

Eine sehr schöne Geschichte. Die Idee der toten Tochter ist sehr romantisch und passt gut zu der Situation - das Kaleidoskop, das sie Raoul vorführt, kann weiß Gott Steine erweichen, wie könnte Raoul da unberührt bleiben? Die Idee seiner Mutter, verarmt und einsam, passt ja auch dazu, wie sie im VdB geschildert wird - nur leider ein wenig bösartiger, was ich persönlich immer schade fand.

Athos als Großvater, das ist ein schönes Bild, und die Sargszene aus dem VdB als Gegenpol, sehr eindrucksvoll. Auf dass der junge Mann einmal nachdenke, was er da alles anrichtet. Nur ob Athos sich in die Seine hätte stürzen wollen? Ich weiß nicht, erstens konnte er schwimmen, zweitens war er immer kategorisch gegen den Selbstmord und hätte eher den Kampf mit fünf Engländern gesucht ... was ja nix anderes ist, wen man genau hinschaut. Übrigens wusste Raoul von Mylady, Athos hatte ihm die Geschichte erzählt. Was genau, das steht allerdings in den Sternen, das weiß man nicht. Es ist gut vorstellbar, dass er ein wenig ;-) im Allgemeinen blieb. Deswegen würde mich ja das Gespräch interessieren, das die beiden nach Raouls Rückkehr führen ;-).

Ein Wort hat mich ein wenig irritiert, das war das ´desinfiziert´, ich glaube, dass das Konzept einer Desinfektion im 17. Jh. noch nicht bestand. Ich mag mich täuschen, vielleicht hatten die Araber diese Vorstellung, und wenn der gute Feldscher in Italien studierte, dann mag er vielleicht eine fortgeschrittene Ausbildung genossen haben ...

Grüße

Kalou


Antwort des Autors:

@Kalou

Danke für dein Review. Ich hatte die tote Tochter gewählt, weil sie einst in einer ähnlichen Situation wie Raoul war, und ihm deswegen besser vor Augen führen konnte, was er seinem Vater mit einem Selbstmord antun würde. Die Idee kam mir beim Anschauen der Serie Ghost Whisperer. Eigentlich hatte ich noch zwei Visionen mehr eingebaut, eine mit Guiche und eine mit Grimaud, diese dann aber beide wieder herausgenommen, damit die Geschichte nicht zu lang wird. Mir gehts genauso wie dir, ich finde es auch sehr schade, dass die Chevreuse im Vdb so schlecht wegkommt, in der Szene, als Aramis ihr begegnete.
Was die Szene mit Athos Selbstmord betrifft, die habe ich gewählt, damit Raoul vor Augen geführt werden konnte, dass Athos sich einmal in einer ähnlichen Situation befand wie er. Ich glaube auch nicht, dass Athos Selbstmord begangen hätte, deswegen habe ich es in dieser FF dabei belassen, dass er es vorhatte, sich dann aber für das Leben entschied, und damit Raoul sehen konnte, dass auch er sich für das Leben entscheiden sollte. Dass Raoul von Mylady wusste, das habe ich nicht gewusst, das überrascht mich etwas, weil Athos ihm ja auch sonst nicht viel erzählte, beispielsweise was seine eigene Herkunft betrifft. Ich glaube auch, dass Athos ihm eher wenig über Mylady erzählt hat.
Gut möglich, dass ich eine weitere Kurzfanfic über Raouls Rückkehr schreiben werde, die Idee ist gar nicht so schlecht :)
Ich könnte mir gut vorstellen, da eine FF zu schreiben, in der Athos und Raoul sich aussprechen, und in der es noch Rückblenden auf ihren Abschied in Toulon gibt.
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich nicht so genau weiss, ob es das Wort desinfiziert im 17. Jahrhundert schon gab, da ich mich noch nicht so gut mit den Gegebenheiten dieser Zeit auskenne, und nicht genau weiss, wie weit die Medizin damals war. Aber ich vermute, dass Mediziner, die in Salerno studiert haben, damals eine weitaus bessere Ausbildung hatten als andere Ärzte, denn dort wurde mit den ansonsten verbotenen Leichenöffnungen Anatomie studiert.
Ich werde jetzt erst einmal an meiner Hexen Fanfic und an meiner Alais Fanfic weiterarbeiten, aber danach könnte es durchaus ein Gespräch zwischen Raoul und Athos geben ;)


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