Artagnan.de - Fanfiction zu Dumas' drei Musketieren

Reviews zu «Oktoberherausforderung 2004»

kaloubet schrieb am 06.10.2004 - 14:54 Uhr zu Kapitel «Eine Nacht im Herbst»:

Hallo,
ich fand die Geschichte gut durchdacht, die Aufforderung war gut gelöst und die einzelnen Teile überzeugend eingebunden. Das, was man meiner Meinung nach der Geschichte am meisten vorwerfen könnte, wäre die Kürze, mit der sie ein so wichtiges Thema wie die Glaubensfragen behandelt. Ich meine, es würde einige Musketiere recht hart treffen, wenn sie merkten, dass ihr Capitaine im Herzen Hugenotte ist. Aber das benötigt eine andere Form der Geschichte, und ist nicht im Rahmen einer Herausforderung möglich. Deswegen laste ich es dieser Geschichte nicht an - hier bedienst du dich eben dieses Mittels zur Intrige, warum auch nicht? Gut gefallen hat mir die Auflösung, dass Rochefort eben nicht dem Tod geweiht war und d’Artagnan nur falsch gelauscht hatte. Gut auch, dass Athos sagte, die Hugenotten seien selbst schuld und Tréville ihn seltsam ansah. Und die besoffenen Väter nebst Katerfrühstück :-) Die Aufgabe ist gut gelöst, die Geschichte überzeugend (nur das sein/seine hat mich, zugegeben, auch gestört) - ein Lob dafür!
Grüsse
Kaloubet


Antwort des Autors:

Liebe Claudia,

ich hatte - zugegeben - darüber nachgedacht den Glaubenskonflikt mehr auszubauen und einige Szenen dazu habe ich in der endgültigen Version herausgeworfen. Das war vielleicht ein Fehler, denn ich hatte vor auf die besagte Athos/Trevilleszene weiter aufzubauen. Darum hatte ich auch eine Intriege konzipiert die dieses Geheimnis erst ans Licht bringt.
D’Artagnans falsches Lauschen hat mir beim schreiben viel Spaß gemacht, dass er sehr rasch schlussfolgerungen zieht die sich dann als völlig falsch erweisen.
An das Sein/Seine werde ich in Zukunft denken, danke für den Hinweis!
Danke für das Lob!

Ath

HeikeB (anonym) schrieb am 03.10.2004 - 20:51 Uhr zu Kapitel «Eine Nacht im Herbst»:

Hallo,

so, ich habe auch mal die Zeit gefunden, diese Herausforderung zu lesen.
Leider muss ich sagen, dass sie mir nicht besonders gut gefallen hat. Sicher waren die Elemente gut untergebracht, aber vor allem den Schluss fand ich langweilig. Sicher sollte sie ein gutes Ende haben, aber dass diese Sache mit Cavoyes noch mal so ausgewälzt wurde, fand ich unnötig.
Ich fange mal von vorne an. Die Vorgaben waren gut eingebaut, nur dass die Lieder so extrem lang waren. Gut, das ist Geschmackssache, aber ich habe nur das erste Lied vollständig gelesen. Wenn man nicht weiß, welche Melodie das hat, schläft man ja ein. Das ist jetzt nicht böse gemeint, aber ich habe die Bibel noch nicht gelesen und wenn man die Zusammenhänge nicht kennt, ist das nicht so prickelnd und hat tiefe Bedeutungen.
Dann, ein weiterer, sehr wichtiger Punkt. Ich weiß, dass es nervt, aber diese Rechtschreibung… Im Allgemeinen sind die Wörter ja richtig geschrieben, aber dann gibt es ja noch gewisse Regeln bei der Groß- und Kleinschreibung. Wenn man von ohrenbetäubenden Krachen spricht, wird das Adjektiv klein geschrieben. Außerdem die Kommaregeln. Da habe ich mir keine Beispiele für aufgeschrieben, aber Tatsache ist, dass viele fehlen. Und noch was: Bei wörtlicher Rede wird das “sagte” klein geschrieben, also: “Rochefort sitzt in der Bastille”, sagte d’Artagnan.  Das wird auch klein geschrieben, wenn die wörtliche Rede mit Ausrufe- oder Fragezeichen endet.
Ich glaube nicht, dass das alles Tippfehler waren, aber die meisten fallen einem doch auf, wenn man nochmal drüber liest. Ich wäre auch sofort bereit, nur für Rechtschreibung und sowas betazulesen.
Der Ausdruck war auch nicht immer allzu gut, finde ich. Ach ja, und noch was: Wenn einer nur “Eminenz haben dies und das getan” sagt, klingt das so… hm, unachtsam, respektlos. Ich komme ja nicht gerade aus dem 17. Jahrhundert, aber haben die da nicht “Seine Eminenz haben dies und das usw.” gesagt? Das fiel mir auch bei den Majestäten auf, wo du gesagt hast, “Majestät haben dies und das”. Egal.
Am Anfang hat der Attentäter sehr sehr lange gesungen, ehe ihm Silvanus eine Ohrfeide gegeben hatte. Das kam mir seltsam vor. Ich hätte erwartet, dass er ihn schon nach drei Zeilen zum Schweigen bringt.
Diese Szene im Rosengarten war seltsam. Die Wachen stehen in respektvoller Entfernung, aber müssen doch trotzdem ein Auge auf den Kardinal und den König haben. Und ganz überraschend verschwinden die beiden dann. Fand ich nicht so gut gelöst. Aber das mit den Fischgräten war ganz witzig.
Dass das Hugenottenhaus ein temple war, hat mich sehr gefreut. Viele beachten das nicht.
Tréville ein Hugenott? Hm, wems gefällt. Aber egal, für die Handlung war das ja notwendig.
Typisch für Cavoyes war natürlich, dass er der Einzige ist, der sich von Richelieu nicht einschüchtern lässt. Ich habe nicht allzu viele Geschichten gelesen (aus Zeitmangel), er kommt sicher noch oft vor, aber wenn man die nicht kennt… Ich war froh, dass Biscarrat und Bernajoux nur nebenbei vorkamen, denn inzwischen zucke ich jedesmal zusammen, wenn ich diese Namen lesen.
Cavoyes ist aber noch sympathsich.

Mir hat die Stelle gefallen, wo Richelieu Cavoyes befiehlt, d’Artagnan zu helfen, den Hauptmann zu suchen.
Wie gesagt, der Schluss hat mir nicht gefallen, es war sehr voraussehhbar, Verbannug und dann bemüht sich Richelieu natürlich noch selber, hinzureiten *schulterzuck*. War zu erwarten.

Tja, es tut mir ja leid, aber diese Herausforderung hat mir nicht gefallen.
Es tut mir auch leid, dass ich jetzt alles so genau aufgezählt habe, aber irgendwie musste ich ja meine Meinung darlegen.

Viele Grüße
Heike


Antwort des Autors:

Liebe Heike,

ich werde versuchen ausführlich auf alle deine Kommentare einzugehen.
Fangen wir beim Ende an. Ich bin nach “Die letzte Pflicht” gefragt worden wie das mit Cavoyes und der Verbannung war. Darum auch das lange Ende und die ausführliche Erzählung ich hatte eine Antwort darauf versprochen. Sie ist ein weiterer Puzzelstein zu dem recht Komplizierten Personenverhältnis das ich dort aufbaue. Ich wusste dass es lang war und hätte es vielleicht bei der Verbannung beendet ohne eine gewisse Vorgabe, so aber schrieb ich das Ende (und wenn ich es dann schreibe dann richtig) so wie es ist.

Die Lieder (Spezielle die Psalmen) waren lang und haben teilweise einen genauen Sinn wo ich sie eingebaut habe… im Kerker die Strophen ebenso wie die am Anfang. Ich weiß das ließt sich schwer wenn man mit der Materie unvertraut ist, aber speziell protestantische Kirchenlieder dieser Zeit sind selten kurz.
Silvanus hat auch nicht sofort realisiert was dieser Mann da eigentlich singt - und indirekt damit sagt. Dass ich Athos dort darauf eingehen lasse, liegt daran um den leser zu ermuntern weitere verborgene Bedeutungen zu finden.
Die Rosengartenszene war bizarr und sollte es auch sein, ein Versuch mal nicht alles so superernst zu schreiben. Darum auch das Rosenbeet…
Über Tréville habe ich mich sehr viel mit Maike unterhalten und sie hat mir erzählt dass seine Mutter strenge Hugenottin war, woraufhin ich entschied ihn heimlich immernoch an seinem Glauben hängen zu lassen. Erst dadurch entstand die Handlung nebenbei bemerkt.

Was dein Angebot Betazulesen angeht, das ist sehr lieb aber im Moment nicht diskutabel. Viele der Geschichten entstehen auf Reisen im Bus, irgendwo unterwegs und was weiß nicht alles, jetzt wo ich in Irland bin, daher haben sie mehr Fehler. Aber ein Betaleser ist trotzdem im Moment noch nicht wieder anzudenken, ich denke es wird eine Weile brauchen ehe ich da wieder jemanden finde.

Athelendar

PS. Es ist kein problem dass du dich so ausführlich geäußert hast, wozu veröffentlicht man eine Geschichte wenn nicht um des Echos willen?
Vielleicht sollte ich mal anfangen deine zu lesen.

Maike schrieb am 01.10.2004 - 19:27 Uhr zu Kapitel «Eine Nacht im Herbst»:

Mit einem Wort - genial!!! :-) Ich bin absolut begeistert von der Geschichte und freue mich richtig, daß Du einige von meinen Theorien verwendet und zu so etwas schönem ausgebaut habt… Wo soll ich bloß anfangen? Es gab so viele Stellen, die ich genossen habe - vor allem die Vorstellung, wie Cavoyes sich durchs Rosenbeet hackt, ist einfach nur herrlich… Auch der Kardinal hat mir gefallen, und das Mißverständnis mit Rocheforts angeblicher Hinrichtung… Klasse! Die ganze Handlung ist richtig schön durchdacht und stimmig, bis hin zu der Verbannung und dem sehr symbolischen Habicht. Also noch einmal - eine ganz und gar runde, gelungene Geschichte!

Viele Grüße

Maike

P.S.: Die Vorstellung, daß Gabrielle und Francoise sich - wahrscheinlich seufzend und kopfschüttelnd - über die Wiederherstellung ihrer versoffenen Erzeuger austauschen müssen, hat mich sehr zum Lachen gebracht… und mir fast schon verrückte Ideen für die Lioncourt-Geschichte gegeben. ;-)


Antwort des Autors:

Liebe Maike,

vielen Dank für das Lob! Es bedeutet mir viel. Und die genialen Ideen war zu guten Teilen auch mit von Dir! Vieles Davon wäre ohne dich niemals zustande gekommen.
Vielen, vielen Dank, besonders von dir - als einer der besten hier - bedeutet mir das Lob sehr viel.

Athelendar

PS. Wann immer du ein element von mir übernehmen magst: mach es einfach! Das mit Gabrielle und Francoise konnte ich mir nicht verkneifen…


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