Artagnan.de - Fanfiction zu Dumas' drei Musketieren

Reviews zu «Par vengeance»

duchesse schrieb am 03.08.2014 - 22:40 Uhr zu Kapitel «Vengeance et fuite»:

Hallo Aramis,

auch dieses zweite Kapitel ist wunderbar getroffen, genau so könnte es gewesen sein! Ich finde vor allem sehr treffend, dass Aramis nach dem Gelingen seines Racheplans nicht im geringsten euphorisch reagiert, sondern eher ein wenig unter Schock zu stehen scheint… obwohl er sicherlich vorher gründlich darüber nachgedacht hat, wird ihm jetzt erst richtig klar, dass er sich damit den Weg zurück in sein “altes” Leben unwiderruflich verbaut hat. Gut, dass Porthos da ist… und ihn mit einer dumas-würdigen List vor der Kardinalsgarde rettet :-)

Liebe Grüße,

duchesse


Antwort des Autors:

Liebe duchesse,

auch für dieses Review hier herzlichsten Dank! Ich freu mich sehr über deine Zustimmung, vor allem zu Aramis` Verhalten - in diesem tödlichen Duell mit dem Leutnant ist seine bisher verborgene dunkle Seite hervorgebrochen, und diese nun klar erkennen zu müssen, löst bei ihm, wie du schon erwähnt hast, Schock und tiefe Betroffenheit aus. Rochefort hat in ihrem Review eine für mich sehr einleuchtende Analyse geliefert, warum Aramis seinen Racheplan so extrem hartnäckig und wie besessen verfolgt. Dass damit auch sein Fluchtweg zurück in den Schoß der Kirche nun für ihn verbaut ist, macht seine persönliche Lage nur noch schlimmer.
Bei Dumas erfährt man ja weiters nichts Näheres über die unmittelbaren Folgen dieses Duells, daher war hier wieder mal Platz für gewisse Spekulationen *zwinker* - ich freu mich, wenn dir Porthos` spontane Idee ein Lächeln entlocken konnte!

Liebe Grüße
Aramis
  

 

duchesse schrieb am 03.08.2014 - 22:23 Uhr zu Kapitel «Rencontre»:

Hallo Aramis,

ich bin leider erst jetzt dazu gekommen, deine neue Geschichte zu lesen. Die erste Hälfte ist schon mal sehr vielversprechend, eine prima Idee, einmal das erste Zusammentreffen von Porthos und Aramis zu schildern. Du knüpfst auch wieder äußerst geschickt an den Roman an… dort erzählt Aramis d’Artagnan ja, wie er durch seine Fechtstunden Porthos kennengelernt hat, und wer könnte so etwas wohl besser erzählen als du?

Das Zwiegespräch der beiden am Ende des Kapitels gefällt mir sehr, es ist herrlich, wie Aramis seine diversen Geheimnisse hinter doppeldeutigen Formulierungen versteckt, die der gute Porthos natürlich nicht durchschaut…

Liebe Grüße,

duchesse


Antwort des Autors:

Liebe duchesse,

vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast, die Geschichte zu lesen und zu reviewen! Ich hab dieses Thema schon länger mit mir rumgeschleppt, bin aber erst vor kurzem dazu gekommen, es definitiv aufzuschreiben -
Ja, diese gewisse Stelle in Dumas` Roman hat mich drauf gebracht - Aramis hält sich, was seine erste Begegnung mit Athos und Porthos betrifft, d`Artagnan gegenüber ja sehr zurück, mit genauen Auskünften, deshalb war`s für mich naheliegend, hier wieder mal zwischen den Zeilen zu lesen *zwinker*. Und mich hat`s gereizt, mir das erste Treffen zwischen ihm und Porthos, diesen beiden so unterschiedlichen Charakteren, mal näher auszumalen. 
Vielen Dank nochmal für dein Review, ich freu mich sehr, wenn dir das Kapitel gefallen hat!

Liebe Grüße
Aramis

Rochefort schrieb am 14.07.2014 - 15:18 Uhr zu Kapitel «Vengeance et fuite»:

Lieber Aramis!

Monsieur de Fracasse - der Name ist gut gewählt *schmunzel*, ich nehme an, Du hast dabei an die gleichnamige Filmfigur gedacht. Offenbar ein Lebemann und Frauenheld reinsten Wassers - und allzu sehr von sich eingenommen, wie sich noch zeigen wird. Ja, auf Hochmut kann sehr rasch der tiefe Fall folgen…

Der Gegensatz zwischen der heiter-dekadenten Stimmung bei der Soirée und Aramis’ martialischem Auftritt schafft sogleich eine Atmosphäre prickelnder Spannung. Und dann der lang ersehnte Augenblick der Rache - vorüber in Bruchteilen einer Sekunde. Ein verheerender Fehler von de Fracasse, seinen zu allem entschlossenen Gegner zu unterschätzen… Aramis hat ein Jahr lang nur für dieses eine Ziel gelebt, nun, als er es erreicht hat, ist ihm zumute, als wäre ihm der Sinn des Daseins abhanden gekommen, statt Triumphgefühl ist da plötzlich nur Leere…

Ein Glück, dass der wichtigtuerische Monsieur de Chavigny wieder einmal lautstark die neuesten Neuigkeiten ausposaunt. Diesmal rettet er Aramis damit das Leben, denn Porthos zieht blitzschnell die richtigen Schlüsse. Die List von Porthos ist wahrhaft köstlich, alle Achtung vor seinem spontanen Einfallsreichtum, ich musste so grinsen! Das war haarscharf. Gut, dass Rochefort nicht dabei war, der hätte sich wohl nicht so leicht täuschen lassen *zwinker*!

Das erste Zusammentreffen zwischen Aramis und Athos ergibt sich in Folge also unter denkbar dramatischen Umständen - und beide sind unverkennbar tief beeindruckt voneinander. Somit haben sich die drei Unzertrennlichen gefunden und für Aramis beginnt von einem Moment auf den anderen ein völlig neuer Lebensabschnitt, dank der rettenden Idee seiner beiden neuen Freunde. Was ich mich aber gefragt habe: Ist er bei den Musketieren wirklich vor dem Zugriff der Justiz sicher? Immerhin, da er ja bei der Soirée völlig offen aufgetreten ist, könnte doch einmal jemand sein Gesicht erkennen, auch wenn er nun unter anderem Namen lebt…


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort,

“Was ich mich aber gefragt habe: Ist er bei den Musketieren wirklich vor dem Zugriff der Justiz sicher?”
Ja, dies ist wahrhaftig ein äußerst berechtigter Einwand! Ich gestehe, ich hab mich da mal an Dumas` Vorgabe gehalten und dies nicht weiter hinterfragt. Eigentlich wär`s in der Tat wohl weit besser, der zukünftige Aramis ginge zur Fremdenlegion nach Algerien, anstatt in Paris zu bleiben! *zwinker*
Monsieur de Fracasses Namen hab ich tatsächlich aus diesem gewissen Film mit Jean Marais geklaut, da hast du ganz recht! *grins* Und ja, es ist in der Tat ein äußerst schwerer Fehler beim Fechten, seinen Gegner zu unterschätzen -
Ich freu mich sehr, wenn dir Porthos` spontane List gefallen hat! Sicher, bei Monsieur de Rochefort wär er damit nicht so ohne weiteres durchgekommen! *zwinker*

Vielen Dank für dein wieder so scharfsinniges, treffendes Review!!
Liebe Grüße
Aramis

 

Rochefort schrieb am 14.07.2014 - 14:43 Uhr zu Kapitel «Rencontre»:

Lieber Aramis!

Eine Geschichte über Aramis’ Racheplan und sein Zusammentreffen mit Porthos - eine wirklich gute Idee, ich war gleich begeistert! Besonders gefallen hat mir, wie Du den Fechtmeister und die Atmosphäre in der Fechtschule schilderst - Du merkt man gleich Dein Fachwissen. ;-)) Ich dachte mir, dass der Fechtmeister eine historische Figur ist; Deinen Antworten auf die Reviews konnte ich entnehmen, dass ich recht hatte. Hmm, könnte mir gut vorstellen, dass auch Rochefort bei Monsieur d’Ancy Lektionen nehmen würde… ;-))

Die Tatsache, dass der Meister sich entschließt Aramis zu unterrichten, zeigt, dass er Eindruck auf ihn gemacht hat; bereits in jungen Jahren merkt man, dass Aramis eine charismatische Persönlichkeit ist. Sicher auch der Grund, warum Porthos beginnt, sich für den Fechtschüler zu interessieren. Beide so gegensätzlichen Charaktere zeichnest Du äußerst lebendig und glaubwürdig. Besonders gut kommen Aramis’ zwei Gesichter heraus: seine feine, höfliche, zurückhaltende, fast schüchterne Seite  - dahinter aber die wilde, nur sehr mühsam gezügelte Leidenschaft, der fast hochfahrende Stolz, die tödliche Entschlossenheit.

Aramis’ wilden Rachedurst sehe ich zu einem großen Teil begründet in den Erlebnissen seiner Kindheit, in der er stets seine Emotionen unterdrücken musste, man ihm nie gestattete, er selbst zu sein. Immer musste er sich fügen, erdulden ohne Widerrede. Die Schmähung seines arroganten Widersachers ließ hier offenbar den Damm mühsam aufrecht erhaltener Selbstbeherrschung, ja Selbstverleugnung brechen. Diese eine Demütigung war eine zu viel und stellvertretend will er hier für alle ihm zugefügten Verletzungen Rache nehmen. Deshalb die fast schon irrationale Besessenheit, mit der er seinen Racheplan verfolgt.

Sehr gelungen auch die Szene in Aramis’ kleiner Wohnung. Man merkt, dass beide Männer Gefallen aneinander finden. Aramis jedoch gibt sich noch bedeckt, will sich, aus verständlichen Gründen, nicht in die Karten schauen lassen, während Porthos instinktiv fühlt, dass hinter der Sache mit den Fechtlektionen mehr steckt, als der junge Mann zuzugeben bereit ist.

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort,
vielen Dank für dein wieder so scharfsinniges Review!! Ich finde deine Analyse zu Aramis` hier offen zutage tretendem, vielschichtigem Charakter wieder total aufschlussreich und überaus treffend! Ja, sein Racheplan grenzt an Wahnsinn, und das hat, wie du schon so kongenial gezeigt hast, auch seinen tieferen Grund. Er lebt im Moment nur noch für die Wiederherstellung seiner Ehre, seiner Unversehrtheit, und verfolgt diese nun bis zum bitteren Ende.
Porthos fühlt sich, denk ich mal, sowohl angezogen als auch irritiert, durch diesen ambivalenten jungen Mann, und er würde gerne mehr über ihn wissen -
Ich freu mich sehr, dass du Monsieur d`Ancy und seine Fechtschule überzeugend geschildert findest! Ja, er ist in der Tat eine historisch reale Gestalt, lebte zur Zeit der “3 Musketiere”, daher war`s für mich naheliegend, ihn zu Aramis` brillantem Fechtmeister zu machen.

Nochmal vielen Dank für dein kongeniales Review!
Liebe Grüße
Aramis

AlienorDartagnan schrieb am 14.07.2014 - 14:00 Uhr zu Kapitel «Vengeance et fuite»:

Oh schön, auch mein Lieblingsmusketier Athos spielt also in dieser Geschichte noch eine Rolle :) Ob Porthos Aramis wohl erst einmal bei ihm unterbringen möchte? Wäre ja ein gutes Versteck, niemand würde dort nach Aramis suchen. Der schweigsame Grimaud öffnet ihm gerade eine Flasche Wein und er hat Fleischpastete und Brot und Käse, das sieht ja nach einem gemütlichen ausgiebigen Frühstück aus…was wird er wohl davon halten, wenn Porthos jetzt auftaucht mit Aramis, den Athos ja noch gar nicht kennt, im Schlepptau? Die Kardinalsgardisten waren also auch schon in der Rue Ferrou, sie scheinen ja wirklich die ganze Stadt nach Aramis abzusuchen…aber wenn sie bereits dort waren, kommen sie gewiss nicht noch einmal und Aramis wäre dort sicher. Athos ist sicherlich auch überrascht, dass dieser auf den ersten Blick so harmlos wirkende Aramis, der vom Aussehen eher an ein unschuldiges junges Mädchen erinnert, einen der besten Fechter der Kardinalsgarde im Duell getötet hat. Ob Athos Porthos und Aramis wohl helfen wird? Ich kann verstehen, dass Athos unbedingt die Geschichte, wie es dazu gekommen ist hören will, erst wenn er diese kennt, wird er es glauben können. Ich ahne schon, worauf Athos mit seiner Frage, ob Aramis wirklich in den Schoß der Kirche zurückkehren kann, hinaus will? Ob er bereits mit dem Gedanken spielt, Treville darum zu bitten Aramis in das Regiment der Musketiere aufzunehmen? Oh, Aramis wurde also bereits aus dem Seminar geworfen..und das kurz vor seiner Weihe, ihm stehen also jetzt auch gar nicht mehr viele Wege offen. Und Porthos spricht nun das aus, was wohl auch Athos denkt…mit seinem kämpferischen Talent wäre Aramis bei den Musketieren gut aufgehoben. Athos und Aramis Idee ist wirklich sehr gut, denn in den Reihen der Musketiere wäre Aramis wirklich vor den eventuellen Racheversuchen der Kardinalsgardisten sicher. Und Treville könnte gewiss auch dafür sorgen, dass das Duell keine Konsequenzen für Aramis hat. Was für ein Glück für Aramis, dass sein Vater ein Jugendfreund von Tréville und ein Liebling des Königs war…so wird er gewiss nicht auf dem Schafott enden sondern zu den Musketieren kommen :)
Aramis hat sicherlich wirklich niemals im Traum daran gedacht eines Tages zu den Musketieren zu kommen, aber dies ist wirklich der beste Weg für ihn, und er hat auch neue Freunde gefunden, denn wie Porthos es so schön ausspricht “Ein Hoch auf Eure Freunde”, er zählt Aramis also bereits zu seinen Freunden und ist sicher, dass auch Athos dies tun wird :)
Wie schön, dass Tréville Aramis, in Erinnerung an dessen Vater, in das Regiment aufgenommen hat und Aramis nun zwei neue Freunde gewonnen hat. Diese Geschichte hat mir sehr gut gefallen, es war schön, endlich einmal lesen zu können, wie die drei Unzertrennlichen zusammenkamen. :) In gewisser Weise ist das Porthos zu verdanken, ohne ihn wäre Aramis nie zu den Musketieren gekommen, sondern aufs Schafott, und ohne ihn hätte er auch Athos nie kennengelernt und sie wären nie die drei Unzertrennlichen geworden. Ich finde es schön, dass Porthos in deiner Geschichte eine so wichtige Rolle hat, er ist ja in FFs sonst meist eher ene Nebenfigur. Danke für diese schöne, berührende Geschichte über den Beginn der Freundschaft der drei.

Liebe Grüße

Alienor


Antwort des Autors:

...ja, für Porthos ist der junge d`Herblay bereits definitiv ein Freund, sonst hätte er sich bestimmt nicht so dermaßen für den Jungen eingesetzt. Auch Athos scheint von dem jungen Mann angetan, und beide bestimmen ihn nun, das gute Andenken an seinen seligen Herrn Vater zu nützen und Monsieur de Tréville um die Musketierskasacke zu bitten. Und ja, du hast recht, ich wollte Porthos hier ein bissl in die Mitte des Geschehens rücken, er ist eindeutig die treibende Kraft, und dass der junge Chevalier d`Herblay bei den königlichen Musketieren landet, ist letztendlich ihm zu verdanken.

Vielen Dank für dein dermaßen umfangreiches Review!! Ich freu mich sehr, dass dir die Geschichte gefallen hat!
Liebe Grüße
Aramis

AlienorDartagnan schrieb am 14.07.2014 - 13:42 Uhr zu Kapitel «Vengeance et fuite»:

Oh, das hat sich aber schnell zu den Musketieren herumgesprochen, dass es Fracasse erwischt hat, dass er tot ist. Ob Porthos sich jetzt bereits denken kann, dass Aramis etwas damit zu tun hat? Den Musketier Chavigny kenne ich ja schon aus der Geschichte die du mit Kalou geschrieben hast, ist der eigentlich von euch erfunden, oder war er wirklich ein historischer Musketier? Im Roman kommt er ja, soweit ich mich erinnere nicht vor. Aber bei mir ist der Roman auch um ein paar Seiten gekürzt, vielleicht kam er deswegen in meiner Ausgabe(710 Seiten) nicht vor. Oje, und es scheinen ja schon alle genau zu wissen, dass es Aramis war der ihn getötet hat…und nun kann sich Porthos natürlich denken, wer dieser Priesterseminarist ist. Natürlich hat das bei den Musketieren für viel Spott gesorgt…dass einer der besten Fechter der Kardinalsgarde von einem kleinen Priesterseminarist getötet wurde…das war bestimmt bei de Musketieren der Brüller des Tages. Nun wird Porthos also klar, warum Aramis so eifrig das Fechten lernte, jetzt begreift er warum er die Stunden beim besten Meister von Paris genommen hat. Nun ärgert es ihn bestimmt, dass er Aramis seine Ausrede abgekauft und nicht weiter nachgeforscht hat. Auweiah….der Kardinal ist fuchsteufelswild und lässt die ganze Stadt nach Aramis durchsuchen? Das könnte für ihn böse enden..auf Duelle steht ja die Todesstrafe, und der Kardinal wird sich, nachdem er einen seiner besten Fechter verloren hat, sicherlichbeim König dafür einsetzen dass Aramis mit dem Tod bestraft wird. Porthos tauscht also mit Chavigny die Morgenwache und gibt ihm dafür drei Flaschen Wein aus um Zeit zu haben etwas zu unternehmen um Aramis aus der Patsche zu helfen? Er scheint ja sehr beeindruckt von Aramis zu sein und ihn auch zu mögen, sonst würde er das gewiss nicht tun. Armer Aramis, er hat nun die bittere Erkenntnis gewinnen müssen, dass seine RAche ihm keineswegs die Freude und Genugtuung gebracht hat die er erwartet hat…er hat einen Menschen getötet und damit wird er fertigwerden müssen. Jung und ungestüm wie er ist, ist ihm gar nicht klar gewesen, dass er für das was er tut einen bitteren Preis bezahlen muss, dass die Rache ihm nicht das bringen wird was er sich erhoffte.  
Aramis denkt also Porthos sei gekommen um ihn zu verhaften, aber ich bin mir sicher, dass das nicht der Fall ist, dass Porthos ihm helfen will. Oje, die Häscher des Kardinals sind bereits da? Hoffentlich findet Porthos noch einen Ausweg wie er Aramis aus dieser unglücksseligen Sache heraushelfen und ihn vor dem Schafott bewahren kann. Ich glaube ich ahne was Porthos da vorhat…Aramis soll die Decke über den Kopf ziehen und sich schlafend stellen, damit die Kardinalsgardisten glauben, er wäre dort mit einer Frau im Bett und wolle nicht gestört werden…ein genialer Plan der funktionieren könnte, denn die Gardisten werden den Gesuchten ganz sicher nicht in Porthos Bett vermuten. Wow, das ist so genial zu lesen, ich musste echt herzhaft lachen bei Porthos List…das war wirklich eine geniale Idee…und die Kardinalisten sind voll darauf hereingefallen..einfach herrlich. :)
Und Porthos hat sich da sehr überzeugend als Aramis Nachmieter ausgegeben, der den Priesterseminaristen gar nicht kannte und sich in seiner neuen Mansardenwohnung mit einer jungen Frau vergnüngt. Die Kardinalsgardisten sind voll darauf hereingefallen…das hast du echt super geschrieben, man muss wirklich lachen wenn man das liest. Jetzt bin ich aber mal gespannt, welches Versteck Porthos sich für Aramis ausgedacht hat.

Review Teil 4 folgt

Liebe Grüße

Alienor


Antwort des Autors:

...“das war bestimmt bei de Musketieren der Brüller des Tages.” *lach* Genau! Ja, de Chavigny hab ich aus den “Intrigen” übernommen (er ist rein unserer Fiktion entsprungen und kommt bei Dumas nicht vor), denn er passt mit seiner großspurigen Art so gut als Überbringer dieser aufregenden Nachricht *zwinker*
Was Porthos` spontanen Plan betrifft, so freu ich mich sehr, dass er dich amüsiert und zum Lachen gebracht hat! Ich geb`s zu, seine Idee, die Kardinalisten auszutricksen, ist auch mir ganz unverhofft gekommen, beim Schreiben! *grins*...

AlienorDartagnan schrieb am 14.07.2014 - 13:24 Uhr zu Kapitel «Vengeance et fuite»:

Oh, der Mann mit dem breitkrempigen Federhut ist wohl Aramis? So ist es also nun so weit und es wird bald zum großen Showdown kommen? Aramis ist also nun so weit, dass er glaubt, seine Fechtkünste seien gut genug um Monsieur de Fracasse schlagen zu können? Ja, Ich erinnere mich….im Roman war es ja auch so, dass Aramis ihn aus einer Damenrunde herausholte, um ihn zum Duell herauszufordern, und dass Fracasse dachte, bald wieder zurück zu sein, nachdem er Aramis eine Lektion erteilt hatte und dann eine böse Überraschung erleben musste. Ich bin schon sehr gespannt, wie du diese Geschichte umgesetzt hast. Tja, nun wird Fracasse also von Aramis unterbrochen, jetzt ist es für ihn vorbei damit, der Damenwelt ein Lied zu trällern und von ihnen dafür angehimmelt zu werden, nun muss er sich Aramis stellen. Es sagt wirklich viel über Aramis Persönlichkeit aus, dass er die Mühe auf sich genommen hat, das Fechten von der Pike auf beim besten Fechtmeister von Paris zu lernen, nur um sich an diesem Monsieur Fracasse rächen zu können. Ja, er hat einen dunklen, rachsüchtigen Teil in seiner Persönlichkeit, und er ist mit seinen zwanzig jahren noch zu jung um diesen richtig kontrollieren zu können und nicht bei jeder Beleidigung aus der Haut zu fahren. Wobei ich ihn auch verstehe, es ist für ihn sicherlich kein schönes Gefühl gewesen, von diesem Mann so verspottet zu werden, ich kann verstehen, dass er es ihm heimzahlen wollte. Madame de Chamade ist also diejenige die Aramis Verse von Judith und Holofernes so liebte…und wahrscheinlich auch Gefallen an dem gutaussehenden Jüngling gefunden hatte, wodurch Monsieur Fracasse sich wohl in seiner Männlichkeit gekränkt sah und aus Eifersucht Aramis so beleidigte. Aramis sieht also verändert aus, so verändert dass die Chamade ihn fast nicht wiedererkannt hat…in diesem Jahr, in dem er das Fechten lernte, ging wohl mit seiner Persönlichkeit eine große Veränderung vor, so dass er nun auch eine andere Ausstrahlung hat. Er ist nicht mehr der Seminarist, jetzt ist er schon beinahe der Musketier, (und zweitweilige Abbé) den wir aus den Romanen kennen. Verständlich, dass Monsieur de Fracasse am liebsten bis zum Morgen warten würde…er würde sicherlich gerne den Abend lieber mit den ihn anschmachtenden Damen als bei einem Duell verbringen. Und ablehnen kann er nicht, weil er sich dann vor den Frauen blamieren würde. Und er ahnt ja auch nicht, dass Aramis, den er für einen Seminarist der sicherlich nicht richtig fechten kann hält, für ihn ein ernstzunehmender Gegner ist. Sein lässiges Verhälten, wie er den Damen völlig seelenruhig erklärt, dass er nur eine Stunde bräuchte um Aramis zu töten und dann wieder zu ihnen zurückkäme verrät das. Du hast dich sehr gut an die Romanvorlage gehalten, genau so wurde es ja bei Dumas beschrieben. Und es gefällt mir, wie du das in dieser Geschichte umgesetzt hast, es ist schön, endlich einmal ausführlich lesen zu können was damals geschah, wie Aramis zu den Musketieren kam.
Oje, der Ort für das Duell war ja nicht gerade gut gewählt, direkt vor dem Palais der Baronesse de Chamade, in einer bewohnten Straße. Duelle waren damals ja verboten, und derjenige der beiden der überlebt kann hart bestraft werden, wenn jemand es beobachtet hat. Und selbst wenn nicht..die Damen in dem Salon haben Aramis gesehen, eine kennt ihn sogar wegen seiner Verse von Judith und Holofernes…und so wird, wenn man Fracasses Leiche fällt, der Weg auch direkt zu Aramis führen, und dann könnte er mit dem Tode bestraft werden. Für Fracasse war das ja eine böse Überraschung, er konnte nicht ahnen, dass Aramis sich zu einem so guten Fechter entwickelt hat, dass er extra um Rache zu nehmen das Fechten erlernte, so etwas kommt auch gewiss nicht oft vor. Nun ist er also tot und Aramis könnte in böse Schwierigkeiten geraten. Ich bin schon gespannt, wie er aus dieser Nummer herauskommt, ob sein neuer Freund Porthos ihm da irgendwie helfen wird.

Review Teil 3 folgt

Liebe Grüße

Alienor


Antwort des Autors:

...” jetzt ist es für ihn vorbei damit, der Damenwelt ein Lied zu trällern” Klasse! Ich liebe solche sarkastischen Formulierungen! Ich glaub, deshalb mag ich auch Annes zynische Überlegungen so gern, in deiner neuesten Geschichte!
Ja, Aramis` dunkle Seite ist hier nicht zu übersehen - er folgt seinem Racheweg bis ans bittere Ende, und irgendwie hat dieser für mich den Charakter eines Rituals, was sich vor allem in der Wahl des Ortes zeigt, denn genau vorm Eingang zum Palais der Baronesse de la Chamade hat de Fracasse seine beleidigenden Worte ausgesprochen. Hm, ich finde, solche Denkweise ist gar nicht abwegig für einen Priesteramtskandidaten, der ja an kirchliche Rituale gewöhnt ist.
Fracasse, wie könnte es anders sein, unterschätzt die gesamte Situation und seinen jungen Gegner gewaltig, und das wird ihm nun zum tödlichen Verhängnis…

AlienorDartagnan schrieb am 14.07.2014 - 13:06 Uhr zu Kapitel «Vengeance et fuite»:

Schön, dass du so schnell ein neues Kapitel reingestellt hast :)
Der Adel lebte ja damal wahrhaftig nicht schlecht…gutes Essen, süße Dessertweine und Liköre, Konfekt und Musik und Tanz, ja so lässt es sich leben. Ich vermute mal, dass dieser Monsieur de Fracasse der Angeber ist, der Aramis so gedemütigt hat? Der kommt wohl bei der Damenwelt besonders gut an und sah in Aramis einen lästigen Konkurrenten. Und natürlich ist er einer dieser Kardinalisten…die ja schon immer gerne angegeben haben mit ihren Eroberungen. Er ist also ein Lautenspieler der auch noch eine tolle Tenorstimme hat, klar dass das der Damenwelt gefällt und er so reihenweise Eroberungen machen kann, sogar die Comtessen und Baronessen ihn regelrecht anzubeten scheinen. Das Ego eines solchen Mannes ist sicherlich arg angeknackst, wenn eine der Damen sich lieber mit ihrem Beichtvater unterhält. Madame de La Hay und die Baronesse de La Chamade scheinen ja völlig hingerissen von ihm und seinem Gesang zu sein. Insgeheim hoffe ich ja immer noch, dass er nicht der Mann ist, mit dem Aramis sich duellieren wird…es wäre wirklich schade, wenn ein solches Gesangstalent, Angeber hin oder her, im Duell sein Leben lassen muss. Diese Damen schmachen ihn ja regelrecht an, so wie heute Teenager einen Popsänger..schrecklich diese Anhimmelei…aber wohl für gelangweilte Adelsfrauen sicherlich eine aufregende Abwechslung in ihrem eintönigen Dasein das nur aus Gesellschaften in Salons mit Likör und Gebäck und gutem Essen besteht, jedoch sicherlich nicht viele Abenteuer zu bieten hat, da träumen einige von ihnen sicherlich von einer heimlichen Liebschaft mit dem singenden Kardinalist. Und nebenbei ist er auch noch ein brillianter Fechter…oje, das wird für den armen Aramis ja nicht leicht, falls dieser wirklich sein Gegner sein wird. Aber zum Glück weiß ich ja schon aus dem Roman, dass Aramis dabei nicht sein Leben lassen muss. Aber dennoch dürfte dieses Duell eines der größten, gefährlichsten Herausforderungen seines Lebens werden, und er wird dadurch erst richtig erkennen, dass er eine dunkle Seite in sich trägt, einen Jähzorn den er erst noch zu beherrschen lernen muss.

Review Teil 2 folgt

Liebe Grüße

Alienor


Antwort des Autors:

Liebe Alienor,

vielen Dank für dein Lesen und dein ausführliches Review!! Ich bin da echt immer wieder beeindruckt!
Ja, ich hab mich bemüht, die Kulisse in der Rue des Francs-Bourgeois ein wenig auszumalen, als Hintergrund für das Zusammentreffen zwischen Aramis und seinem verhassten Kontrahenten - seinen Namen hab ich aus diesem gewissen Film geklaut, “Fracasse der freche Kavalier”, mit Jean Marais in der Hauptrolle…

kaloubet schrieb am 14.07.2014 - 11:01 Uhr zu Kapitel «Vengeance et fuite»:

*Lach* - klasse!! Diese Bild von Porthos, der an die Tür tappt und den Kardinalisten einen Bären aufbindet - einfach genial! Und sehr geistesgegenwärtig, denn fast wäre es ja zu spät gewesen. Gut nur, dass niemand auf die Idee kam, genauer hinzusehen, da hätte sich Porthos auf indiskrete Weise outen müssen ;-). Gut fand ich auch, dass Aramis selbst nie an die Musketiere gedacht hätte, dass es nun seine Freunde sind, die ihn unter die Fittiche nehmen - und so nahm das Schicksal seinen Lauf ;-). Sehr gut auch der Showdown im literarischen Salon - dem armen Fracasse bleibt keine Wahl ... doch sein Tod ist ein Blitzschlag für den Rächer, den nicht bedachte, was er damit anrichten würde. Hier zeigt sich wieder Aramis´ komplexe Natur, noch ein wenig jung und unbedacht folgt er seinem Zorn und wirft sich gleich darauf seine Taten vor ... er kann nicht aus seiner Haut. Eine sehr schöne Geschichte, danke dafür!

Liebe Grüße

Kalou


Antwort des Autors:

Liebe kaloubet,

vielen Dank für dein so rasches und wohlwollendes Review!! Ich freu mich sehr, dass dich Porthos` spontane Idee zur Abwehr des kardinalistischen Suchtruppes amüsiert hat! *zwinker*
Dass Aramis nie selbst an die Musketiere gedacht hat, hab ich Dumas nachempfunden (Athos et Porthos…me décidèrent à demander une casaque de mousquetaire.), und auch der Dialog zwischen ihm und dem Leutnant Fracasse im Salon der Comtesse de la Haye folgt der bewussten Stelle in Dumas` Roman.
Ja, Aramis` Ambivalenz und Zweischneidigkeit sind wohl sein charakterliches Markenzeichen, einerseits ist er hitzköpfig, andererseits auch wieder notgedrungen einsichtig - na, wenigstens hat der junge Mann jetzt seine beiden Freunde an seiner Seite, um künftig auf ihn aufzupassen!

Nochmal vielen Dank und liebe Grüße!
Aramis

kaloubet schrieb am 13.07.2014 - 19:13 Uhr zu Kapitel «Rencontre»:

Ah, das erste Zusammentreffen von Aramis und Porthos, genial geschildert. Man sieht den Fechtmeister vor sich und kann sich absolut in die Athmosphäre eines Fechtsaals hineinversetzen. Dazu die beiden Portagonisten, mit sicherer Feder gezeichnet: Porthos, der selbstsichere, neugierige und dabei wohlwollende Lebemann, imemr bereit einem Neuling zu helfen, recht sicher im Einschätzen der Person, und Aramis, doppelbödig und verschwiegen, katzenhaft elegant und dabei gefährlich, noch ein Jüngling, aber schon dabei, seine Flügel zu entfalten und sich von seinem Studium zu emanzipieren, auch wenn er vielleicht selbst noch nicht weiß, dass er gerade an einem Scheideweg steht. Noch dominiert der Zorn, später wird es das Wissen um seine dunkle Seite sein ... ich bin sehr auf die Fortsetzung gespannt!

Liebe Grüße

Kalou


Antwort des Autors:

Liebe kaloubet,
vielen Dank für dein wohlwollendes Review!! Diese Geschichte ist mir schon länger irgendwie im Magen gelegen - bei Dumas wird das bewusste rencontre zwischen Porthos und Aramis ja nur ganz kurz angedeutet, daher hab ich mal wieder versucht, zwischen den Zeilen zu lesen -
Wenn die drei Protagonisten anschaulich rüberkommen, dann freut mich das sehr! Diesen gewissen Fechtmeister (im Original Monsieur Dancie) hat`s wirklich gegeben, er verfasste ungefähr zur Zeit, in der Dumas Roman spielt, zwei Bücher zur Fechtkunst und gilt, neben den entsprechenden italienischen und spanischen Meistern, als der typisch französische Vertreter des Rapierfechtens im 17.Jh. Daher war`s für mich irgendwie naheliegend, den zukünftigen Aramis bei ihm in die Fechtschule zu schicken -

Nochmal Danke und liebe Grüße!
Aramis

 

 

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