Artagnan.de - Fanfiction zu Dumas' drei Musketieren

Reviews zu «Perte de l´Innocence»

Schnuffel schrieb am 30.05.2015 - 19:58 Uhr zu Kapitel «Dernier acte»:

Wie gut, das d’Artagnan sich wieder gefangen hat, sonst hätte ich ihm die Ohren langgezogen ;) Ihr schreibt sooooo wundervoll, bitte hört niemals damit auf!! Ich werde auch alles lesen und kommentieren, wirklich! Nur hört nicht auf. Das wäre so gemein, wie einem Kind den Lolli zu klauen (oder einem Musketier den Degen ;) )
Ich fand die Kombination Aramis-Athos zunächst gewöhnungsbedürftig (aber nur deshalb, weil ich Athos für mich alleine haben will ;) ) aber ihr schreibt das so toll und plausibel, dass ich meine Meinung geändert habe: die zwei sind füreinander bestimmt! Ich will Athos zwar immer noch für mich alleine, aber ich gönne es den beiden ;)
Liebe Grüße


Antwort des Autors:

Liebe Schnuffel,

vielen Dank für deine Zustimmung, dein Lob freut uns sehr!! Wenn du weiterlesen magst, es gibt hier noch ein paar Co-Geschichten von uns über die beiden, und wir sind grad beim Schreiben einer neuen, denn das Duo Athos & Aramis lässt auch uns nicht los *zwinker*. In kaloubets Interpretation seines Charakters ist Athos ein sehr sinnlicher Mensch, der sich von beiden Geschlechtern angezogen fühlt,  doch die böse Erfahrung mit Mylady hat ihm die Frauen vergällt, er wendet sich daher nun lieber Männern zu. Und Aramis mit seinem femininen Äußeren und poetischen Empfinden kann in ihm nicht nur Begehren, sondern sogar Liebe wecken…

Nochmal vielen Dank für dein Review und liebe Grüße!
Aramis

LadyAramis schrieb am 07.04.2015 - 21:38 Uhr zu Kapitel «Dernier acte»:

Hallo ihr zwei!

Athos und Aramis das ist in der Tat ein ungewöhnliches Paar, denn meist sind es bei Slash Fanfiction mit den Musketieren ja Porthos und Aramis, bzw. Athos und d’Artagnan die zueinander finden. Und doch passt es mit den beiden, die hier unter so dramatischen Umständen ihre Liebe zueinander entdecken.

Die Sprache ist genau in dem blumigen, romantischen Stil gehalten, den ich an Dumas und auch Victor Hugo so mag. Sie ist ein schöner Rahmen für eine Geschichte, die wirklich ans Herz geht. Man leidet durchaus mit Aramis, der auf einmal erkennt, dass er eine Frau nicht auf die Art und Weise liebt, die Sex beinhaltet. Stattdessen liebt er Männer. Und eben Athos. Die Liebeszene der beiden ist sehr schön, sehr zart und behutsam aufgebaut, quasi als Kontrast zu der doch sehr rolligen Marie.

Es ist auch wunderbar, das ihr auf den inneren Konflikt der Männer eingeht. In vielen Slashstories ist das immer: Oh ich bin schwul…naja kein Problem. Ihr aber zeigt mit d’Artagnans Reaktion deutlich, dass es zu der Zeit keineswegs so akzeptiert war, sondern mit vielen Problemen einherging und als sündig galt. Gerade für den gläubigen Aramis eine schwere Prüfung.

Ja, ich bin begeistert. Mal sehen, was ich beim Stöbern noch finde!

Grüsslis

Lady Aramis

 

   


Antwort des Autors:

Liebe Lady Aramis, das freut uns, dass dir unsere Geschichte zusagt :-). Die Freunde akzeptieren die beiden schlussendlich, aber die Welt ganz bestimmt nicht, deswegen werden sie sich zeitlebens verstecken müssen. Für d´Artagnan ist das dennoch eine schwer zu verdauenende Entdeckung, da er Athos halt so sehr auf ein Piedestal stellte. Beide entdecken sich in dieser Geschichte, auch wenn für mich Athos in den Zweisamkeiten ein Mann ist, der schon länger weiß, dass er auch Männer liebt. Zweifellos ist das ooc und nicht im Sinne Dumas, aber es macht Spaß. ihn so zu schreiben. Zumal seine Frauenfeindlichkeit und Abstinenz das auch wieder ein wenig nahelegt. Zu den Zweisamkeiten gehören mehrere Geschichten, viel Spaß beim Stöbern ;-)

Liebe Grüße und danke für dein Review

Kalou

Rochefort schrieb am 05.09.2013 - 15:11 Uhr zu Kapitel «Dernier acte»:

Liebe Kaloubet, lieber Aramis!

Der Beginn dieses Kapitels ist wirklich herrlich unterhaltsam und amüsant. Ich sah alles richtig bildlich vor mir: den neugierigen Porthos, die verzweifelten Versuche des armen Grimaud, eine Indiskretion zu vermeiden, vereitelnd, die Hektik im Bett, als Aramis panisch nach einem Ausweg sucht… - einfach zu köstlich! ;-)) Die gelassene Reaktion des Hünen war irgendwie zu erwarten, Porthos ist alles andere als ein Moralapostel und so leicht nicht aus der Ruhe zu bringen. Genauso typisch ist allerdings auch die Reaktion des Gascogners: Aramis gleich zum Sündenbock zu machen, ja ihn sogar zum Duell zu fordern, anstatt den beiden auch nur die Gelegenheit zu geben sich zu erklären. Das ist jetzt vielleicht etwas boshaft, aber d’Artagnan hat immer schon dazu geneigt, zuerst zu handeln und dann nachzudenken… ;-)) Aber man muss ihm zugute halten, dass er danach sein unmögliches Verhalten einsieht und ehrlich bereut - auch dazu gehört Charakterstärke!  Brilliant, wie Athos ihn zur Rede stellt - da sitzt jedes einzelne Wort!

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Liebe Cornelia/Rochefort
ja, Porthos ist wahrlich ein Schatz, auf ihn können sich die Freunde hundertprozentig verlassen! Er hat, wie er selbst sagt, genug von der Welt gesehen, um auch ungewöhnlichen Dingen mit Toleranz zu begegnen - und in diesem Fall, angesichts der nun offenbar gewordenen intimen Beziehung zwischen Athos und Aramis, ist er sogar ehrlich glücklich über diese Entwicklung, seinen beiden Freunden zuliebe. D´Artagnan dagegen? Ja, wie du sagst, sein Hirn setzt offenbar komplett aus, lahmgelegt durch seine rasende Eifersucht! Athos` beeindruckende Worte, mit denen er dem Gascogner ins Gewissen redet, sind eindeutig der Höhepunkt dieses Kapitels - kaloubet hat in ihnen Athos` überragenden Charakter wieder kongenial und beeindruckend vor Augen geführt.
*grins* Ich muss zugeben, es hat mir Spaß gemacht, den frechen d`Artagnan hier mal ein wenig in die Knie gehen zu lassen - er hat ja schon bei Dumas in den “Drei Musketieren” im Kapitel “Les Mousquetaires du Roi et les Gardes de M. le Cardinal” Aramis gegenüber nicht gerade freundliche Gedanken gehegt! Aber er ist lernfähig -
Vielen Dank fürs Lesen und deine freundlichen, tiefsinnigen Reviews!!
Liebe Grüße
Aramis

 

AlienorDartagnan schrieb am 05.09.2013 - 07:39 Uhr zu Kapitel «Dernier acte»:

Ich bin jedenfalls sehr erleichtert, dass die Freundschaft der vier doch nicht zu Ende ist, und Athos das Duell verhindern konnte. :)
Aber wenn meine Vermutung, dass der Gascogner mehr für Athos empfindet, stimmt, dann kommt noch so einiges an Problemen auf die Freunde zu. Kann auch sein, dass ich mich täusche, aber meiner Meinung nach spricht d´Artagnans heftige Reaktion Bände. Womöglich ist es aber einfach nur so, dass er tatsächlich nicht sehr tolerant ist was Liebe unter Männern betrifft. Ich bin schon gespannt darauf, mehr darüber zu erfahren, ob der Gascogner wirklich etwas für Atthos empfindet.
Bleibt nur zu hoffen, dass d´Artagnan das Geheimnis der beiden für sich behalten wird, aber ich schätze ihn schon so ein, dass er um seiner Freunde willen schweigt, denn sicherlich weiss er, wie hart Sodomie bestraft wird, und er kann nicht wollen, dass Athos und Aramis so eine Strafe erleiden müssen.
Bleibt nur zu hoffen, dass alle ihrem Motto “Einer für alle und alle für einen” treu bleiben. Ich bin schon sehr gespannt auf das nächste Kapitel.

Liebe Grüße

Alienor


Antwort des Autors:

Liebe Alienor,
kaloubet hat die Geschichte als fertiggestellt markiert, es bleibt also dem Leser überlassen, sich die weiteren Folgen und Entwicklungen bezüglich der amourösen Beziehung zwischen Athos und Aramis auszumalen *zwinker*.
Dass körperliche Liebe zwischen Männern damals mit dem Tod bestraft wurde, ist bekannt - und man kann den beiden nur wünschen, dass es ihnen gelingt, ihre Liaison geheimzuhalten! Das “Tous pour un” muss sich also, wie d`Artagnans reuevolle Einsicht und Bitte um Verzeihung zeigt, auch hier wieder als oberste Maxime bewähren.
Vielen Dank nochmal fürs Lesen und deine ausführlichen Reviews!
Liebe Grüße
Aramis

AlienorDartagnan schrieb am 05.09.2013 - 07:32 Uhr zu Kapitel «Dernier acte»:

Porthos nimmt die Sache ja wirklich mit Humor, ich finde es schön, wie gelassen er mit der Erkenntnis, dass seine Freunde ein Liebespaar sein könnten, umgeht. Er scheint für seine Zeit sehr tolerant und verständnisvoll zu sein. Oje…nun kommt also der Gascogner zu dein Freunden…ob er wohl etwas merken wird? Und wird er die Sacha genauso gelassen und tolerant hinnehmen wie Porthos? Es passt jedenfalls zu d´Artagnan, dass er gleich misstrauisch ist und sich fragt, was da womöglich nicht stimmt. Wie schön ihr den Dialog der Freunde geschrieben habt, ich konnte mich beim Lesen richtig gut in alle hineinversetzen. Und ich war richtig gespannt, habe mich die ganze Zeit gefragt, wie der Gascogner wohl mit der Wahrheit umgehen würde. Ich fand es richtig schäbig von d´Artagnan wie er Athos anschrie und Aramis Vorwürfe machte…er ist offenbar nicht so tolerant wie Porthos. Oder…könnte es sein, dass er selbst mehr für Athos empfindet und nun eifersüchtig auf Aramis ist? Zumindest ein wenig erinnert seine Reaktion an einen vor Eifersucht rasenden Liebhaber.
Nein..bitte kein Duell zwischen dem Gascogner und Aramis….ist damit ihre Freundschaft unwiderbringlich zerstört? Ich finde es richtig gut, wie Athos Aramis verteidigt und für ihn einstehen will..wie wird d´Artagnan wohl darauf reagieren?
Immerhin scheint Athos sich sicher zu sein, dass´der Gascogner ihn nicht töten wird, oder hat er es einfach darauf ankommen lassen um Aramis zu schützen?
Review Teil 3 folgt

Liebe Grüße

Alienor


Antwort des Autors:

Ja, d`Artagnan kann diese Eröffnung durchaus nicht so gelassen sehen wie Porthos. Athos ist ja sein großes Vorbild, das er nun hier in seine Augen unweigerlich in Trümmer fallen sieht! Und er ist wahnsinnig eifersüchtig, wie du richtig bemerkt hast, deshalb seine wütende Attacke in Richtung Aramis, den er für die amourösen Verirrungen seines Idols verantwortlich macht. Doch Athos verteidigt seinen Freund und seine Liebe in einer großartigen Rede - kaloubet hat diese kulminierende Szene, die Konfrontation zwischen Athos und d`Artagnan, wunderbar gestaltet.
Liebe Grüße
Aramis

AlienorDartagnan schrieb am 05.09.2013 - 07:18 Uhr zu Kapitel «Dernier acte»:

Schön, dass ihr so schnell weitergeschrieben habt. Ich werde das Review wieder in zwei Etappen posten, hoffe das stört euch nicht.
Óh, wie schön, dass jetzt auch Porthos in der Geschichte in Erscheinunt trifft. Kein Wunder, dass Grimaud ihn nicht zu Athos lassen will…denn was wird Porthos wohl sagen, wenn er ARamis dort vorfindet? Würde er daraus die richtigen Schlüsse ziehen? Und wie würde er darauf reagieren? Ich kann schon verstehen, dass Aramis da ein wenig panisch ist, und doch bezweifele ich,, dass Porthos sich von seinen Freunden abwenden würde.  Aramis Worte sind ja nicht einmal gelogen..aber in diesem Moment müssen sie für Porthos sehr unglaubwürdig klingen.
Oh, wie schön, ich haber mich nicht getäuscht…Porthos scheint, genau wie ich ihn eingeschätzt habe, zu seinen Freunden zu halten, selbst wenn er ahnt was da vorgeht, das macht ihn in dieser Geschichte richtig sympathisch. :)
Review Teil 2 folgt

Liebe Grüße

Alienor


Antwort des Autors:

Liebe Alienor,
vielen Dank fürs Weiterlesen und dein  ausführliches Review! Ja, du hast recht, Porthos würde seine Freunde niemals im Stich lassen, und er freut sich ehrlichen Herzens für Athos, dass dieser in Aramis nun einen wahrhaft liebenden Freund gefunden hat. Auch Grimaud verhält sich vollkommen loyal, von seiner Seite her haben die Freunde ebenfalls nichts zu befürchten.
Ich schreib unter den beiden nächsten Teilen deines Reviews weiter.
Liebe Grüße
Aramis

Rochefort schrieb am 04.09.2013 - 15:05 Uhr zu Kapitel «Acte n° 2»:

Liebe Kaloubet, lieber Aramis!

Aramis abgrundtiefe, jedes normale Maß sprengende Verzweifung herauszuarbeiten, ist Euch in diesem Kapitel meisterhaft gelungen. Allein schon die Szenerie - die herabgekommen Spelunke, in der Athos versucht sich zu betrinken, und dann die schmutzigen, dunklen Gassen des verrufenen Stadtviertels - all das verstärkt noch die beklemmende, düster-hoffnungslose Atmosphäre. Dass Aramis versucht, durch Athos’ Klinge seinem Leben ein Ende zu setzen, zeigt, dass er in diesem Moment wahrlich nicht mehr Herr seiner Sinne und Emotionen ist. Er hätte seinem Freund nichts Schrecklicheres antun können, als ihm die Schuld an seinem Tod aufzubürden. Daran wäre Athos mit Sicherheit endgültig zerbrochen. Es zeugt von sehr viel menschlicher Größe, dass Athos ihm das vergeben kann - ich glaube nicht, dass ich es könnte. Indem er Aramis, trotz aller moralischen Bedenken, einen neuen Weg Liebe zu erleben aufzeigt, rettet sein Freund ihm das Leben. Denn ich denke, nichts anderes hätte Aramis’ Seele noch einmal aus der Finsternis reißen können und ohne das schicksalhafte Zusammentreffen mit Athos hätte er wohl noch in dieser Nacht den Tod gefunden.

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Liebe Cornelia /Rochefort,
vielen Dank fürs Weiterlesen und deine Review! Du hast, wie immer, kongenial den Kern der Sache zum Ausdruck gebracht!
Ja, Aramis ist total am Ende, seiner selbst nicht mehr mächtig, und ohne Athos` unverhofftes Einschreiten hätte er sich eine Kugel in den Kopf oder durchs Herz gejagt, so sicher wie das Amen im Gebet. Dass es Athos dennoch gelingt, ihm den Missbrauch seiner Person als Todeswerkzeug zu verzeihen und ihn zu retten, ist dem Bewusstsein seiner eigenen furchtbaren Erfahrung mit Mylady zu verdanken und seinem Mut, alle Bedenken hintanzustellen und selbst das Verfemte, Geächtete und Verbotene zu wagen, wenn die Freundesliebe es erfordert. Ja, wie du sagst, solch menschliche Größe ist ungewöhnlich, und kaloubet hat diesen besonderen Zug in Athos` Charakter wieder zutiefst beeindruckend geschildert.
Nochmals vielen Dank und liebe Grüße!
Aramis

AlienorDartagnan schrieb am 04.09.2013 - 07:39 Uhr zu Kapitel «Acte n° 2»:

Oh wie schön, dass Athos jetzt schon in dieser Geschichte auftaucht :). Klar, dass Athos verwundert sein muss, den Freund so innerlich aufgewühlt in einer dunklen Gasse anzutreffen. Mir gefällt es, wie ihr die Begegnung der beiden geschrieben habt. Kein Wunder, dass Athos das Schlimmste vermutet und denkt, Aramis würde verfolgt werden, er sieht vermutlich gerade wie ein Gehetzter aus. Beide, Athos und Aramis sind wieder einmal sehr gut geschrieben, und ich konnte mich beim Lesen richtig in sie hineinversetzen.?
Richtig dramatisch fand ich die Stelle, an der die beiden sich duellierten und Athos Aramis verletzte. Da hatte ich wirklich Angst dass es mit der Freundschaft der beiden vorbei sein könnte. Ich kann gut verstehen, dass Athos entsetzt war, als er sah, dass er seinen Freund verletzt hat . Ob Aramis wohl wirklich mit diesem Duell den Tod gesucht haben könnte? Aramis tut mir gerade so leid, wie gut dass jetzt Athos da ist um ihm beizustehen…ob er wohl jetzt merken wird, dass er sich eher zu Männern hingezogen fühlt? Dass er Athos alles erzählt ist sicherlich gut..vielleicht fühlt er sich danach ja ein wenig besser. Manchmal tut das ja gut, sich richtig auszusprechen, und es könnte für Aramis jetzt genau das Richtige sein. Und beide haben ja eine ähnliche Geschichte hinter sich, auch Athos wurde ja von Mylady sehr enttäuscht und musste seine Träume von Liebe begraben.
Aramis wird von Athos Stirnkuss berührt..womöglich fängt er gerade hier an, mehr für den Freund zu empfinden. Athos sehnt sich schon so lange nach Liebe, und scheint auch eine Neigung zu Männern zu haben, da ist er natürlich froh, dass Aramis jetzt bei ihm ist. Am Schluss schreibt ihr ja, dass Athos Aramis schon lange heimlich geliebt hat…und es bleibt abzuwarten, wie lange Aramis noch mit seinem Gewissen ringen wird und noch glaubt, es wäre eine Sünde, diesen Gefühlen nachzugeben.
Es ist jedenfalls schön, dass Aramis jetzt bei Athos ist, der ihn ein wenig trösten kann, und ich bin schon gespannt wie es mit den beiden weitergeht. Ein sehr schönes Kapitel und ich bin froh, dass ihr so schnell weitergeschrieben habt. :)

Liebe Grüße

Alienor


Antwort des Autors:

Liebe Alienor,
ich antworte diesmal in kaloubets und meinem Namen, wir haben ausgemacht, uns bei der “offiziellen” Reaktion mal abzuwechseln.
Vielen Dank fürs Weiterlesen und deine umfangreiche Review zum 2. Kapitel!
Nein, es ist nicht Aramis, der in dieser Kneipe seinen letzten Groschen vertrinkt, sondern ein gewisser Freund, der ja, wie wir wissen, dem Wein äußerst zugeneigt ist. *zwinker*. Ja, Aramis springt trotz seiner wilden Verzweiflung nicht in die Seine, aber nicht etwa, weil er dem Leben die Stirn bieten will, sondern im Gegenteil, weil er beschließt, sich mannhaft mit Waffengewalt umzubringen - seinen Freund Athos, der sich seinem Entschluss unverhofft entgegenstellt, macht er zu seinem Selbstmordwerkzeug. Dieser ist natürlich angesichts Aramis` unfassbarer Tat zutiefst geschockt  - aber letztendlich gelingt es ihm, Aramis` Lebensmut wieder zu wecken, indem er ihm einen neuen Weg erschließt, höchste Liebe nun auch in körperlicher Form zu genießen.
Kaloubet hat Athos hier wieder kongenial als einen Mann geschildert, der selber den Abgrund tiefster Schmerzen durchleiden musste, aber seinem jungen Freund nun aufgrund seiner Erfahrung und seines Mutes zum Unkonventionellen echte Hilfe in dieser furchtbaren Seelenlage bieten kann.
Liebe Grüße
Aramis

AlienorDartagnan schrieb am 04.09.2013 - 07:24 Uhr zu Kapitel «Acte n° 2»:

Oh, wie schön, ein neues Kapitel :) Ich werde es in zwei Etappen posten, ich hoffe es stört nicht, denn mein Internetanschluss spinnt leider noch immer.
Oje, armer Aramis, in was für ein verkommenes Loch von Schänke hat es ihn denn da verschlagen? Ihm scheint es ja wirklich gerade nicht sehr gut zu gehen, die unglückliche Liebe zu Marie lässt ihn leiden, und ich leide beim Lesen richtig mit ihm mit. Und richtig erschüttert war ich beim Lesen, als Aramis auf der Seinebrücke stand und darüber nachdachte zu springen. Armer Aramis, bleibt nur zu hoffen dass sein Liebeskummer ihn nicht zu so einer Verzweiflungstat treibt. Ich war richtig erleichtert, zu lesen dass er dann doch nicht gesprungen ist, dass er trotz seines Schmerzes dem Leben die Stirn bieten will. Und keine noch so unglückliche Liebe wäre es wert, dass er dafür einfach sein Lebenwegwirft.
Review 2 folgt

Liebe Grüsse

Alienor

AlienorDartagnan schrieb am 03.09.2013 - 15:40 Uhr zu Kapitel «Acte n°1»:

Die Chevreuse scheint ja zu tieferen Gefühlen gar nicht fähig zu sein und Aramis nur für ihr persönliches Vergnügen benutzen zu wollen…eine richtig fiese, intrigante Hofschranze..irgendwie ist sie mir in dieser FF so richtig unsympathisch und ich leide richtig mit dem armen Aramis mit. Aramis scheint ja doch noch vom Priesterseminiar entscheidend geprägt zu sein, dass er glaubt, eine Todsünde zu begehen wenn er sich der Chevreuse hingibt..oder ist es einfach die Angst, weil es für ihn das erste Mal wäre, dass er bei einer Frau liegt(ich kann mich erinnern, dass ihr in eurer letzten Geschichte erwähnt hattet, dass ARamis noch mit keiner Frau richtig intim geworden wäre). Eine Frau wie die Chevreuse könnte Aramis niemals das geben was er sich wohl wünscht, eine Liebe, bei der es nicht nur um Befriedigung der Triebe sondern auch um Seelenverwandtschaft und tiefe geistige Verbundenheit geht. Ich kann verstehen, dass Aramis zutiefst verletzt ist, dass er sich fragt, wie er sich in dieser Frau so täuschen konnte, und ich fühle beim Lesen richtig mit ihm. Sie ist zu einer Furie geworden, und das nur, weil er nicht bereit war, das zu tun was sie wollte. Ob er sich da wohl eine Feindin geschaffen hat? Ob die Chevreuse überhaupt zu wahrer Liebe fähig ist? Oder sind Männer wie Aramis für sie nur eine Gelegenheit, ihre Eitelkeit und ihre sexuellen Bedürfnisse zu befriedigen? Mich hat es beim Lesen richtig wütend gemacht, wie sie Aramis als Schwächling, Hanswurst und Jammerlappen bezeichnete. Ihr habt das wirklich sehr gut geschrieben, ich habe bei jeder zeile mit dem armen Aramis mitgefühlt und war wütend auf Marie. Ich freue mich schon auf das nächste Kapitel 

Liebe Grüße

Alienor


Antwort des Autors:

Liebe Alienor, das freut mich jetzt, dass die arme Marie dich so sauer machte - dann ist es uns gelungen, sie entsprechend unserer Vorstellung zu schildern ;-). Ich gebe zu, wir sind nicht sehr nett mit ihr umgegangen, aber das passte einfach in die Logik der Geschichte, es ist nicht unbedingt eine Charakteranalyse, die immer und vor allem zu Marie aus dem Buch passt. Wir bzw. ich (Aramis schrieb Aramis) habe sie ziemlich überzeichnet. Dennoch glaube ich, dass sie tatsächlich mit den Männern spielte und dem Akt selbst nicht viel Gewicht beimaß - siehe Roche l´Abeille, man verführt mal kurz einen Geistlichen. Auch das Aussetzen von Raoul ist nicht sehr nett, doch das hat mit unserer Geschichte nichts zu tun. Uns war wichtig, dass Aramis merkt, dass er mit Frauen, respektive Marie, nichts anfangen kann und von ihr halt hochkant hinausgeschmissen wird. Hm, so ganz fein ist er zwar dann auch nicht, sein Bauerntölpel ist nicht gerade nett, aber die Beschimpfungen hat er nicht verdient, da geb ich dir Recht!

Vielen Dank für dein Review, es freut uns, dass du das Kapitel gerne gelesen hast, war es doch ein wenig ... heftig ;-)

Liebe Grüße

Kalou

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