Artagnan.de - Fanfiction zu Dumas' drei Musketieren

Reviews zu «Requiem für einen Prinzen»

kaloubet schrieb am 24.09.2017 - 18:41 Uhr zu Kapitel «Requiem für einen Prinzen»:

Schnüff - das ist zu traurig - und gleichzeitig grandios. Das Zusammentreffen der beiden Väter, der eine im Geiste, der andere im Fleisch, das Aufkeimen des Verdachts, die duchesse, die - ganz dir Intrigantin - beide mit einer gewissen Zufriedenheit erkennt, das ist wirklich ausgezeichnet geschildert. Auch die Erklärung, warum Aramis derart nach Größerem trachtete, warum er sich in diesen Plan verrannte, macht Sinn und ist nachvollziehbar. Schade nur, dass Porthos deswegen sterben musste. Irgendwie erinnert mich der Tod Charles´ an den Raouls, würde Athos noch leben, wüsste er, wie er den Freund trösten könnte ;)

Liebe Grüße

Kalou


Antwort des Autors:

Liebe kaloubet,

ja, Raoul und Charles Paris sind sich in ihrem frühen Tod im Feld tatsächlich ähnlich *seufz*... und Athos tröstende Worte würd` ich zu gerne lesen! ;)
Der Duque d`Alameda ist die einzige fiktive Gestalt in dieser Szene, alle anderen sind geschichtliche Persönlichkeiten; auch die hier zitierte Leichenrede des Abbé de Bauyn ist historisch, ich hab sie bei meinen Recherchen zufällig im Internet entdeckt…

Liebe Grüße und vielen Dank für dein wohlwollendes Review!
Aramis  

Rochefort schrieb am 04.09.2017 - 14:44 Uhr zu Kapitel «Requiem für einen Prinzen»:

Lieber Aramis!

Welch seltsam gewundene Wege das Leben doch oft geht: ein Jüngling, welcher eigentlich 3 Väter hat, von denen sich der leibliche niemals zu ihm bekennen darf! Eine vielschichtige menschliche Tragödie breitet sich in dieser kurzen Episode vor dem Leser aus.

Es muss wohl zum Schlimmsten gehören, was ein erbarmungsloses Schicksal bereit halten kann, wenn Eltern einem Kind hinterher blicken müssen. Welch’ sinnlose Verschwendung, wenn ein blühender junger Mensch voll der besten Anlagen wie Charles Paris sein Leben so wegwirft - denn nichts anderes ist für mich ein solch’ wahnwitziger Heldenmut. Für den Duque d’Alameda fühlt es sich an, als wäre mit diesem Jüngling, seinem leiblichen Sohn, auch die Zukunft gestorben und damit jegliche Hoffnung. Erschütternd und großartig geschrieben!

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort,

ich hab mich unlängst mit dem historischen Charles Paris de Longueville beschäftigt und war total berührt von der Tragik seines frühen Todes im Feld, der seinem Leben im Alter von bloß 23 Jahren ein jähes Ende bereitete. Es existieren u.a. auch 2 Porträts dieses jungen Mannes, eins zeigt ihn im Kindesalter, das andere als jungen Erwachsenen, und man kann sich bei seinem Anblick gut vorstellen, dass Aramis tatsächlich sein Vater hätte sein können! *schnüff*...
In Wirklichkeit war Charles Paris ein natürlicher Sohn des Duc de La Rochefoucauld, der vom alten Herzog von Longueville als ehelicher Sohn und Erbe anerkannt wurde, und deshalb hat Dumas wohl auch die gewisse Rivalität zwischen La Rochefoucauld und Aramis um die Duchesse de Longueville in den VAA geschildert. 

Vielen Dank für dein Review und deine so einfühlsamen Worte! Ich kann deiner Ansicht wahrlich nur zustimmen! *seufz*
Liebe Grüße
Aramis


Angezeigt 1 bis 2 von 2