Artagnan.de - Fanfiction zu Dumas' drei Musketieren

Reviews zu «Sans toit ni loi»

duchesse schrieb am 16.03.2019 - 22:38 Uhr zu Kapitel «Pas de quartier»:

Liebe kaloubet,

puh, die Schilderung der Kampfszenen in diesen Kapitel ist dir wirklich äußerst packend und eindringlich gelungen. Das nervenzerreißende Warten auf den Angriff, die unübersichtliche Situation während der Kämpfe, die schaurige, unwirkliche Szenerie danach sind großartig beschrieben, ich meine jetzt im literarischen Sinne, natürlich sind das keine Situationen, die man gern miterleben würde. Aber trotz aller Grausamkeit gehen sie mir weniger an die Nieren als die Kriegsverbrechen an der Zivilbevölkerung in den vorherigen Kapiteln… die Soldaten und die Rebellen auf ihren jeweiligen Seiten, mit welcher Motivation auch immer sie in den Kampf ziehen, wissen wenigstens, was auf sie zukommt und worauf sie sich einlassen, und sie haben eine Waffe in der Hand und die Möglichkeit, sich zu wehren. Die Männer, Frauen und Kinder auf dem Floß hingegen… oder in der Kirche… nee, da denk ich jetzt nicht wieder drüber nach, nicht vor dem Schlafengehen.

Sehr treffend fand ich auch d’Artagnans Gedankengänge im vorigen Kapitel. “Gib dem Dummkopf eine Uniform und ein Gewehr, und er wird zur Bestie” - dem ist nichts hinzuzusetzen. Und er hat ja recht, die Ungerechtigkeit der alten Ordnung - ebenso exemplarisch wie berührend dargestellt am Schicksal seiner Liebsten - war unerträglich und die Revolution gerechtfertigt. Doch das bedeutet nicht, dass in ihrem Namen begangenes Unrecht nicht trotzdem Unrecht ist und bleibt. Wenn es darum geht, dafür das Bewusstsein zu schärfen, ist Fiktion nicht weniger wert als Forschungsliteratur.

Liebe Grüße

duchesse


Antwort des Autors:

Liebe duchesse,

entschuldige meine verspätete Antwort, ich bin manchmal schreckich vergesslich. Dabei habe ich mich wirklich sehr über dein so zustimmendes Review gefreut! Danke dafür!! Mir geht es inzwischen übrigens ähnlich, muss das Alter sein: Früher konnte ich noch recht unbefangen grausame Szenen schreiben und lesen, jetzt habe ich auch mehr Mühe damit. Meine weiteren Geschichten werden sicher nicht mehr so schrecklich. Danke dir, dass du trotzdem weitergelesen hast! Was das Bewusstsein angeht: Da stimme ich dir absolut zu!

Liebe Grüße

Kalou

duchesse schrieb am 11.03.2019 - 18:12 Uhr zu Kapitel «Retrouvailles»:

Liebe kaloubet,

das Wiedersehen zwischen Raoul und Porthos ist sehr schön, eine Atempause und ein Hoffnungsschimmer inmitten dieses düsteren Szenarios. Bemerkenswert fand ich hier Porthos’ Sensibilität: ohne dass Raoul lange erzählen muss, spürt er an dessen verlorengegangener Kindlichkeit, was er Schlimmes durchgemacht haben muss. Gut, dass er Raoul jetzt in seine Obhut nimmt.

Auf dem anderen Schauplatz zeichnet sich hingegen aller retrouvailles zum Trotz wenig Erfreuliches ab. Es wäre eine grausame Ironie des Schicksals, wenn Athos jetzt, da Raoul in (relativer…) Sicherheit ist und seinen Vater am Leben weiß, der Schlacht zum Opfer fällt - andererseits muss man sagen, dass das Schicksal für so viele andere hier Ähnliches oder noch Schlimmeres in petto hat, was Athos und seine Gefährten ja auch zu der Todesverachtung geführt hat, mit der sie in diesen Kampf gehen…

Liebe Grüße

duchesse


Antwort des Autors:

Liebe duchesse, auch für dieses Review vielen herzlichen Dank! Ich glaube, dass Porthos unter all seinem bärenhaften Auftreten ein sehr sensibler Mensch ist, der die Dinge spürt, aber vielleicht nicht immer benennen kann. Raoul ist für ihn so eine Art Sohnersatz, ich glaube, er liebt ihn fast so, wie es ein Vater tun würde. Er ist in seiner Ruhe und Stärke genau das, was Raoul jetzt braucht. Athos und seine Kampfgefährten ... nun ja, sie stehen am Abgrund und haben nichts mehr. Ihnen bleibt nichts, sie haben kein Heim, keine Heimat, einfach gar nichts mehr und werden gnadenlos verfolgt. Ganz ehrlich, ich stelle mir eine solche Erfahrung absolut grausam vor, was kann schlimmer sein?

Liebe Grüße und danke, dass du meine Geschichte weiterliest, obwohl sie wirklich an manchen Stellen arg grauslig ist.

Liebe Grüße

Kalou

duchesse schrieb am 11.03.2019 - 17:39 Uhr zu Kapitel «Chaleur»:

Liebe kaloubet,

ich habe es endlich geschafft, mal wieder ein Stückchen weiterzulesen. Die Szene zwischen Athos und Camille fand ich sehr berührend, sie hat fast etwas Unwirkliches. Und auch Camille scheint noch immer ein Geheimnis zu umgeben; wer sie wohl früher, vor der Flucht gewesen sein mag? Bemerkenswert ist auch, dass sie es ist, die Athos Halt zu geben vermag. Seinen Aufruf zum Kämpfen fand ich äußerst eindringlich, gerade weil er völlig frei von Pathos ist, und das braucht es auch gar nicht…

Liebe Grüße

duchesse


Antwort des Autors:

Liebe duchesse, vielen Dank für´s Weiterlesen und Reviewen. Ich frage mich ja immer, wie weit ich mit meinen zwischenmenschlichen Schilderungen gehen kann, ob das nicht zu unrealistisch ist - ich meine, sie leben in Felsen und mitten im Krieg - aber ich glaube, dass viele Menschen grad in Ausnahmesituationen Grenzen überschreiten, die sie in normalen Zeiten als tabu ansehen würden. Oder Wege gehen, für die sie sich normalerweise mehr Zeit gelassen hätten. So wollte ich es auch zwischen Athos und Camille schildern: sie kommen sich näher, obwohl sie sich ´normalerweise´ vielleicht gar nicht bemerkt hätten. Bzw. nie aufeinanderzugegangen wären. 

Liebe Grüße

Kalou

duchesse schrieb am 11.02.2019 - 19:23 Uhr zu Kapitel «Cholet»:

Liebe kaloubet,

so nach und nach habe ich wieder ein Stück weitergelesen. Bei der Szene am Fluss packt einen einmal mehr das kalte Grauen, ebenso wie bei der brennenden Kirche im letzten Kapitel und den Prahlereien der Soldaten. Die Gewissheit, dass solche Verbrechen gegen die Menschlichkeit in jedem Krieg vorkommen, wirft die Frage auf, was die Leute dazu treibt, so etwas zu tun. Befehl? Das Gefühl, Macht ausüben zu können? Die Freiheit, alles nur erdenklich Böse tun zu können? Ich weiß es nicht, wirklich nicht… mit Sicherheit ist es aber nicht das Bestreben, im Dienst irgendeiner politischen Idee zu handeln. Die Revolution und ihre Ideale hat garantiert keiner der Soldaten mehr im Kopf. Offenbar ist das ein Zwiespalt, den nicht einmal die Historiker aufzulösen vermögen, wie nahe damals unbestreitbare Errungenschaften der Revolution auf der einen Seite und die Terreur auf der anderen Seite beieinanderlagen. Dieser Zwiespalt zeigt jedenfalls unweigerlich und universell, dass auch im Namen einer guten Sache himmelschreiendes Unrecht verübt werden kann, das durch nichts zu rechtfertigen ist, schon gar nicht als Einsatz für eben jene Sache…

Liebe Grüße

duchesse


Antwort des Autors:

Liebe duchesse, zuerst einmal vielen Dank für dein Weiterlesen! Ich habe die Geschichte auch vor kurzem erst wieder einmal durchgelesen und muss gestehen, dass ich euch da wirklich einiges zumute. Ich kann mich erinnern, dass ich bei den Recherchen zu der Geschichte vom kalten Grausen gepackt wurde - das war wirklich ein Völkermord, bis hin zu den Lampenschirmen aus Menschenhaut. Die hab ich nicht mit reingenommen, aber mich, wie du, gefragt, was geschehen muss, dass ein Mensch so etwas macht. Wir waren in Oradour sur Glane und es war grausig. Einfach nur schrecklich, und ich kann in keinster Weise nachvollziehen, wie man so etwas tun kann. Die Täter hätten ja die Wahl gehabt. Nichts, gar nichts kann solche Greuel rechtfertigen. Man kann sich nur daran erinnern und sagen: Nie mehr.

Ganz liebe Grüße und vielen Dank fürs Weiterlesen

Kalou

 

Rochefort schrieb am 23.01.2019 - 15:26 Uhr zu Kapitel «La Gabare»:

Liebe Kaloubet!

Sehr spannend. Im Moment sieht es so aus, als würde das Glück sich doch noch einmal den Fliehenden zuneigen. Was der Bauer sagt, klingt plausibel und zeigt wieder mal: egal wer regiert, die Sünden der Mächtigen hat in irgendeiner Form immer der “kleine Mann” auszubaden. 

Nun bleibt nur zu hoffen, dass der Bauer und Betrand tatsächlich kein falsches Spiel spielen und die Freunde die verbleibenden drei Tage unentdeckt überstehen.

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort,

ja, es sollte nicht nur düster sein ;) - die Freunde müssen irgendwann ja auch mal wieder Glück haben. Was den Bauern anbelangt, so verrat ich mal, dass er ehrlich ist. Ich denke, die Bauern haben wirklich unter der Revolution gelitten, zumindest gegen Ende, als immer mehr Soldaten benötigt wurden. Insofern ist sein Missmut hoffentlich nachvollziehbar und für die Freunde natürlich ein Glücksfall.

Danke für dein treues Weiterlesen, ich mute euch ja ziemlich lange Abstände zwischen den Kapiteln zu… und danke für dein wohlwollendes Review!

Liebe Grüße

Kalou

duchesse schrieb am 22.01.2019 - 22:31 Uhr zu Kapitel «Réflexions»:

Liebe kaloubet,

wirklich beeindruckend, wie du die Musketiere als Charaktere in diesen historischen Kontext stellst. Zu sagen, dass man nicht in ihrer Haut stecken möchte, ist sträflich untertrieben. D’Artagnans Gewissenskonflikt ist sehr eindringlich geschildert, sein Entschluss, zu bleiben, um die Revolution nicht von der Unmenschlichkeit eines Turreau vereinnahmen zu lassen, ist nachvollziehbar. In Porthos’ Reflexionen fehlt diese übergeordnete Ebene, sein Entschluss, Raoul zu retten, kommt aus dem Herzen, nicht aus dem Kopf, ist jedoch umso verständlicher.

Was Athos und Aramis erlebt haben, sprengt die Grenzen des Vorstellbaren, und doch denke ich, dass es berechtigt ist, auch solche Elemente wie die Gräuel der guerre de Vendée in eine FF aufzunehmen, gerade wenn sie bedeutsam für den Fortgang der Geschichte sind und mehr sind als bloße historische Dekoration. Wie so oft kommt es auch hier auf den Zusammenhang an, aber es ist für mich ein himmelweiter Unterschied, ob solche Dinge historisch belegt sind oder ob ein Autor sie sich um der Gewaltdarstellung selbst willen ausgedacht hat (wie es z.B. überaus oft in Krimis etc. der Fall ist). Im letzteren Fall pflege ich dann für gewöhnlich das Buch zuzuklappen (und lieber mit “Hase Hoppel und seine Freunde” oder etwas Vergleichbarem aus der Bibliothek meines Kindes weiterzumachen), im ersteren fühle ich mich jedoch verpflichtet, mich zusammenzureißen, in dem Wissen, dass die Wirklichkeit wahrscheinlich noch um ein Vielfaches grausamer war.

Liebe Grüße

duchesse


Antwort des Autors:

Liebe duchesse,

das mit dem Hasen Hoppel kann ich absolut nachvollziehen. Wenn ein Buch zu grausam ist, kann ich es auch nicht lesen, vor allem dann nicht, wenn Kinder darin verwickelt sind. Bei historischen Gegebenheiten, die dann nicht en détail dargestellt werden, ist es etwas anderes. In die guerre de vendée habe ich mich eingelesen und ich fand diesen Zwispalt, in der die Revolution da steckt, unglaublich grausam, aber auch spannend. Wie kann man nur? möchte man fragen und andererseits versteht man aber auch die Leute, die an die neuen Ideen glaubten, die für sie gekämpft haben, und nun vor Royalisten stehen, die die Zeit zurückdrehen wollen. Für beide ging es ja um die Existenz. Und dieser Hintergrund passt einfach unglaublich zu unseren Freunden, die ja auch diesen Gegensatz zwischen Bürgern (d´Artagnan & Porthos) und Adligen (Aramis & Athos) verkörpern. D´Artagnan & Porthos haben ´bürgerliche´ Ideen, Geld scheffeln, Karriere machen, wohingegen Athos & Aramis einfach so vor sich hin leben. Geld? Ist egal. Ist einfach da. Hätten sie in der Zeit der Revolution gelebt, dann hätte ich mir gut vorstellen können, dass d´Artagnan & Porthos Revolutionnäre wären und die anderen beiden Royalisten, Auch wenn Raoul einmal im VdB von einer Zeit träumt, in der Könige nichts mehr gelten und Athos ihm Recht gibt ;)

Was die Gräuel der Vendée anbelangt, hab ich mich zurückgehalten, dieser Krieg ist im französischen Netz sehr gut dokumentiert, sehr ausführlich, fast jede Kolonne wurde beschrieben. Da kann man wirklich gruslige Dinge lesen, nur als Beispiel:

 De son côté, Westermann écrit au Comité de Salut public :

Il n’y a plus de Vendée. Elle est morte sous notre sabre libre, avec ses femmes et ses enfants. Je viens de l’enterrer dans les marais et les bois de Savenay. [...] J’ai tout exterminé.. 

Ich habe echt nichts dazu erfunden ... danke, dass du die Geschichte trotzdem liest, danke für deine Zustimmung und dein so zutreffendes Review!

Liebe Grüße

Kalou

 

Aramis schrieb am 21.01.2019 - 00:03 Uhr zu Kapitel «La Gabare»:

Liebe Kaloubet,

:) vielen Dank, dass du an dieser Geschichte weitergeschrieben hast! Brrr, die Atmosphäre dieses Kapitels ist einerseits bedrückend, andererseits aber auch voll heimlicher Hoffnung - gelingt es den Freunden, sich in den großen Seehafen durchzuschlagen? Oder spielt der Bauer, dem sie sich anvertraut haben, ein doppeltes Spiel? Im Moment sieht es jedenfalls nicht danach aus, und man wünscht sich wahrhaftig, dass ihr Vorhaben gelingen möge…
Ich finde deinen Stil wieder echt genial, du bringst die düstere Stimmung dieses Kapitels, vor allem in den Dialogen, dermaßen intensiv rüber, ich krieg dabei wahrhaftig Gänsehaut!

Liebe Grüße
Aramis


Antwort des Autors:

Lieber Aramis, vielen Dank für dein Lob, das freut mich sehr! Und vielen Dank für´s Weiterlesen, obwohl ich arg hinterherhinke und meine Kapitel nur so häppchenweise fertig bekomme. Ich liebe Dialoge, ich find sie viel einfacher zu schreiben als Beschreibungen, da werden die Leute lebendig - und bekommen manchmal auch sehr eigene Züge ;) Der Bauer ist ehrlich, das sei schon mal verraten, aber aus allem raus sind die Freunde deswegen dennoch nicht.

Nochmal lieben Dank und herzliche Grüße

Kalou

duchesse schrieb am 20.01.2019 - 22:56 Uhr zu Kapitel «Secours»:

Liebe kaloubet,

ich habe gerade gesehen, dass du ein neues Kapitel zu dieser Geschichte gepostet hast, aber bis ich soweit bin, es lesen zu können, muss ich (zu meiner Schande…) noch einiges nachholen. Das werd ich heute abend wohl nicht mehr schaffen, daher reviewe ich erst mal an dieser Stelle… ich hoffe, du siehst mir das nach…

Der Plan zu Athos’ Befreiung ist phantastisch, die Umsetzung erfordert aber ausgesprochen starke Nerven… insofern ist er ganz typisch für eine Aktion, die aus Aramis’ geistiger Werkstatt stammt, ähnlich genial-durchgeknallt wie sein Plan zum Austausch des Königs im VdB. Ein Glück, dass es erst mal soweit gutgegangen ist…

Besonders gut gefallen hat mir auch der rabenschwarze Humor in diesem Kapitel… auch wenn einem das Lachen im Hals steckenbleiben will, hilft es ein bisschen, die düstere Stimmung zu ertragen. Wirklich besser geworden ist die Lage der Freunde ja nicht unbedingt.

Gespannt bin ich jetzt auf d’Artagnans Entwicklung. Er war ja derjenige, der am festesten zur Revolution gestanden hat, auch wenn er ihre grausamen Auswüchse mit Widerwillen betrachtet hat. Doch ich könnte mir vorstellen, dass die Lage, in der er sich befunden hat - um ein Haar seinen besten Freund im Namen der Revolution zum Tode verurteilen zu müssen -, ihm nachhaltig einen Schlag versetzt. Seine jugendliche Unbekümmertheit ist er ohnehin schon lange los, und die Nachricht von Raouls Tod muss ihn im Innersten treffen. Es würde mich wundern, wenn er in den nächsten Kapiteln noch derselbe wäre…

Liebe Grüße

duchesse


Antwort des Autors:

Liebe duchesse,

ein ganz herzliches Dankeschön für dein wohlwollendes Review! Das freut mich sehr! Ja, der Plan ist komplett verrückt - an den VdB hab ich gar nicht gedacht, aber du hast Recht :D - aber viele andere Möglichkeiten taten sich einfach nicht auf. D´Artagnan wird lernen, die Revolution mit anderen Augen zu betrachten, denn an dieser Stelle und in diesem Landstrich handelte es sich anerkanntermaßen um Völkermord. Das, was in der Vendée passierte, wurde inzwischen ganz klar so genannt. Dass ich mir ausgerechnet diese Hintergrundproblematik ausgesucht habe, macht meine Geschichte arg düster, das stimmt, dagegen kann auch der Humor, den die Freunde trotz allem behalten, auch nicht allzuviel ausrichten ... und ihre eigene Geschichte ist ja auch nicht gerade lustig. Was die Reviews anbelangt: Ich erwarte nicht, dass die Leser jedes Kapitel reviewen - manchmal weiß man ja gar nicht so genau, was man schreiben soll. Ein Review ab und an oder eins am Ende find ich auch klasse, das kann jeder halten, wie er will ;) - ich freu mich natürlich ganz klar über jedes :)

Liebe Grüße

Kalou

Rochefort schrieb am 17.05.2018 - 15:19 Uhr zu Kapitel «Fraternité»:

Liebe Kaloubet!

Diese Stimmung zwischen Hoffnung und Verzweiflung am Beginn dieses Kapitels ist unglaublich berührend. Zurückblicken zu müssen auf (fast) alles, was man einmal geliebt hat, das Zuhause, die vertrauten Menschen, das Heimatland, und zu wissen, dass all das unwiderbringlich verloren ist ... einfach grauenvoll, es schnürt einem die Kehle zu, wenn man es sich nur versucht vorzustellen. Auf der anderen Seite ist da aber der wiedergefundene Sohn, für dessen Leben und Zukunft es sich zu kämpfen lohnt ...

Was mir so gefällt ist, dass sich bei all der Tristesse dieser Situation immer wieder kleine Augenblicke der Heiterkeit, des Lächelns einstellen (wie das Bad im Bach) wie ein Sonnenstrahl, der sekundenlang einen wolkenverhangenen Himmel durchbricht.

Und nun hat auch Aramis wieder einen Grund zu hoffen, an die Zukunft zu denken - wie immer sie auch aussehen mag. Ich fiebere mit den Freunden, dass sie es schaffen!

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort, vielen Dank für´s getreue Lesen und Reviewen! Ich hab´s Aramis schon gesagt, ich weiß, dass ich sträflich langsam schreibe, darum fällt mein Dankeschön umso größer aus. Ja, auch Aramis kann sich jetzt auf etwas freuen, aber gleichzeitig wird es ein wenig seine Welt auf den Kopf stellen. Denn im Gegensatz zum Buch wird er seinen Nachwuchs nicht diskret einem anderen unterschieben können. Aber da sein Leben eh ein Scherbenhaufen ist - wie das seiner Freunde - muss er sich sowieso komplett neu sortieren. Dennoch stelle ich ihn mir auch hier als einen Menschen vor, der Familienbande nicht von vorneherein ablehnt, aber der nicht gebunden sein mag - und das passt halt schlecht zusammen. Athos hingegen hat seine raison d´être wiedererlangt, nun muss ihnen nur noch die Flucht gelingen ;)

Nochmals danke für dein Review und sorry für mein spätes Beantworten, wir waren mit dem Camper in den Cevennen. Es war wunderschön, aber Netz gab es nur solala :)

Kalou

Aramis schrieb am 05.04.2018 - 08:00 Uhr zu Kapitel «Fraternité»:

*seufz* na immerhin komm ich hier noch rein ;)

Schön, dass du wieder an dieser Geschichte weitergeschrieben hast, denn die Freunde befinden sich ja beileibe noch nicht in Sicherheit - und die würden sie nun umso mehr brauchen, angesichts Raouls Zukunft und der Eröffnung, die Agnès ihrem heimlichen Geliebten gemacht hat. Das erinnert mich jetzt ein wenig an die bewusste Passage in den VAA, aber hier berührt einen das beim Lesen weit mehr, da man mit Aramis` Gefühlen und Ängsten konfrontiert wird. Berührend auch, wie Athos des toten Grimauds gedenkt und die seelische Anwesenheit seines Dieners und Freundes zu spüren meint.
Hoffentlich lohnen sich die Strapazen dieser Reise, ich bin gespannt, ob sie es tatsächlich schaffen, Frankreich zu verlassen… 

Liebe Grüße
Aramis 


Antwort des Autors:

Lieber Aramis, vielen Dank für´s Weiterlesen und Reviewen! Es ist nicht so leicht, einer Geschichte zu folgen, wenn nur ab und an neue Kapitel gepostet werden, deswegen umso mehr ein herzliches Dankeschön für dein geduldiges Lesen! Ja, bei Agnès und Aramis war ich mir lange unsicher, ob ich das mit reinnehmen sollte, aber ich dachte an Mme de Longueville und wollte eine Parallele ziehen. Und so alt ist Agnès ja auch noch nicht ;) Ich hoffe, Aramis´ Gedanken waren einigermaßen nachvollziehbar und nicht zu sehr ooc ...

Nochmals danke, liebe Grüße

Kalou

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