Artagnan.de - Fanfiction zu Dumas' drei Musketieren

Reviews zu «Tous pour un»

LadyAramis schrieb am 06.06.2015 - 16:53 Uhr zu Kapitel «La réponse d`Aramis»:

Hallo  Kaloubet und Aramis,

Was für eine wunderbare Geschichte! Am Anfang lernen wir einen spürbar eifersüchtigen Aramis kennen und das passt wunderbar zu der Tatsache, dass die Beziehung zwischen Aramis und d’Artagnan ja auch in der Originalgeschichte immer ein bisschen gespannt ist. Die Rivalität um Athos wäre ja ein guter Erklärungsansatz für die latente Abneigung der beiden:-) Aber besonders herzergreifend ist natürlich das Zusammenkommen zweier Seelen, die vielleicht nicht perfekt sind. Doch perfekt zueinander passen.

 Athos kurzer, lakonischer und doch so liebevoller Satz, der gewohnt romantisch und poetisch von Aramis beantortet wird ist dann natürlich das Sahnehäubchen. Ich werde noch ein richtiger Athos/Aramis Fan!

Liebe Grüsse

Lady Aramis

 


Antwort des Autors:

Hallo Lady Aramis,

dass unsere Geschichten dir gefallen freut uns natürlich sehr!! Ja, die beiden ringen ein wenig mit sich selbst, das war ja der Beginn unserer Zweisamkeiten, und Aramis betrachtet d´Artagnan mit Argusaugen. Auch später noch wird er dem Gascogner kritisch gegenüberstehen, auch weil die beiden ziemlich gegensätzliche Naturen sind. Athos hat ebenfalls eine nicht ganz richtige Sicht von Aramis, er hält ihn zuerst für weit unschuldiger, als er in Wahrheit ist, deswegen hadert er auch mit sich selbst. Aber schließlich gibt er seiner sündigen Seite nach ;-)

Danke für´s Lesen und Reviewen, hat mich grad auch dazu gebracht, die Geschichte nochmal zu lesen ;-)

Liebe Grüße

Kalou

Rochefort schrieb am 24.01.2013 - 13:54 Uhr zu Kapitel «La réponse d`Aramis»:

Lieber Aramis!

Wenn man diese Zeilen liest, fühlt man sich irgendwie in eine andere Welt versetzt… Ganz zauberhaft! Schöner kann man Gefühle wirklich nicht in Worte kleiden. Mit diesem Gedicht bleibt auch irgendwie offen, wie es mit den beiden weitergeht und der Leser kann die Geschichte in seiner Phantasie selbst weiter spinnen. Wird Athos den Mut aufbringen zu seiner Liebe zu stehen und Aramis Bitte und Angebot, ihn aus dem Dunkel zurück zu Licht und Leben zu führen, annehmen? Oder werden seinen Ängst und Zweifel stärker sein? Ich würde mir für die beiden von Herzen wünschen, dass die Liebe siegt!

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort,
vielen Dank für Deine Review und Dein Lob! Ich freu mich, dass Aramis` poetische Antwort auf das Billett seines Freundes Dich ansprechen hat können! Ja, die weitere Beziehung zwischen den beiden sollte für den Leser offenbleiben, ihre gegenseitige Liebe schwebt für mich auch irgendwie zwischen Traum und Wirklichkeit  - 
Danke und liebe Grüße!
Aramis

Rochefort schrieb am 24.01.2013 - 13:44 Uhr zu Kapitel «Pas de deux»:

Liebe Kaloubet!

Ein Kapitel, das mich sehr berührt und beeindruckt hat! Die Atmosphäre ist so dicht, dass man sich wie ein unsichtbarer Beoachter direkt neben Athos und Aramis wähnt. Ihre Gefühle, Sehnsüchte, Ängste, Zweifel… beschreibst Du mit größter Eindringlichkeit. Bewundernswert finde ich Athos’ Reaktion auf den Kuss von Aramis, denn er ist ja von dem Eingeständnis der wahren Gefühle seines Freundes völlig überrumpelt. Dass er ihn trotzdem nicht, und sei es im ersten Schock - denn ein Schock muss diese Offenbarung im ersten Augenblick für ihn sein - schroff von sich weist. Aber damit hätte er, wie Du richtig anmerkst, Aramis tödlich verletzt. Stattdessen reagiert Athos sehr einfühlsam und schafft damit die Basis dafür, dass sich die beiden näher kommen können. Den Zwiespalt der Gefühle bei Athos kann ich mir gut vorstellen, vor allem, da ich Athos immer als eher konservativ eingestellten Charakter gesehen habe, für den ein solcher Buch mit allen gesellschaftlichen und religiösen Konventionen doppelt schwierig sein muss. Dazu kommt das negative Bild, das Athos von sich selbst hat. Dass es Aramis trotzdem gelingt, seine Hemmungen und Ängste zu überwinden, zeigt, wie gut er seinen Freund kennt und beweist seine große Sensibilität.

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Liebe Rochefort, entschuldige, dass ich jetzt erst dein Review beantworte! Ich wollte es sofort tun, nachdem ich es gelesen hatte, dann kam mir was dazwischen und dadurch ging es mir unter. Pardon! Kaum entschuldbar, vor allem bei einem so netten Review! Vielen Dank dafür, es freut mich, dass dir dieses Kapitel gefiel. Es war nicht einfach zu schreiben, denn wie du sehe ich Athos als einen im Grunde recht konservativen Menschen, der an Konventionen festhält. Andererseits ist er sehr emotional und durchaus dem Laster nicht abgeneigt, also dachte ich mir, dass da eine kleine, winzigkleine Möglichkeit bestünde, ihn dennoch diesen Weg gehen zu lassen. Vor allem, da er seine Freunde sehr und Aramis im Besonderen mag. Es wäre zumindest ein Weg aus seiner Einsamkeit ...

Nochmal vielen Dank für dein Review und entschuldige diese späte Antwort!

Liebe Grüße

Kalou

AlienorDartagnan schrieb am 14.01.2013 - 19:03 Uhr zu Kapitel «La réponse d`Aramis»:

Oh wie schön, endlich einmal wieder ein neues Gedicht von dir :)
Ich wundere mich ja immer wieder, wie gut du im Stil des 17. Jahrhunderts Gedichte schreiben kannst. Ja, genau so würde Aramis das schreiben…ganz und gar der gefühlvolle Dichter, der seine Liebe zu Athos in genau die richtigen Worte zu kleiden versteht. Ganz sicher müsste das Gedicht Athos auch zum Nachdenken anregen…und er muss sich zu fragen beginnen, ob in seinem Herzen wirklich kein Glück mehr erblühen kann.
Ich finde deine Gedichte echt schön, und ich würde mich freuen, noch häufiger welche von dir zu lesen. Und das ist so schön poetisch, wie Aramis schreibt, dass er, wenn Athos ihm seine Liebe verwehrt, ihn ewig im Traum lieben wird.  

Liebe Grüße

Alienor 


Antwort des Autors:

Liebe Alienor,
Vielen Dank für Deine einfühlsame Review! Ich freu mich über Deine Aussage, dass Aramis in Deinen Augen wahrhaftig die richtigen Verse gefunden hat, um seine Gefühle für Athos in Worte zu fassen - irgendwie hilft ihm die Poesie auch, denke ich, diese Liebe seelisch zu verkraften -
Danke und liebe Grüße!
Aramis

kaloubet schrieb am 14.01.2013 - 18:52 Uhr zu Kapitel «La réponse d`Aramis»:

Ich befürchte, Athos wird sich beim Lesen dieser Antwort ein paar Tränen aus den Augenwinkeln wischen, so schön ist das. Dann wird er die Feder wegwerfen und sich schwören, sie nie wieder anzurühren, denn bei jedem Versuch hätte er die Vollkommenheit vor Augen und könnte doch nur unvollkommen bleiben. Als einzige Anwtort bleibt ihm, die Arme zu öffnen ;-)

Wunderschön!

Liebe Grüße

Kalou


Antwort des Autors:

Liebe kaloubet,
vielen, vielen Dank für Deine Review und Dein Lob! Oh, ich bin sicher, das würde Aramis aus tiefster Seele freuen, wenn er seinem Freund mit seinen Versen eine Träne entlocken könnte - 
Liebe Grüße
Aramis
P.S. Ich wollte gestern Dein wunderbares 2. Kapitel zu dieser Geschichte hier reviewen, aber da kam plötzlich ein Hinweis, dass keine Reviews eigener Geschichten durch den Autor möglich sind. Komisch - Du bist doch Co-Autor, und Dein Review hier hat doch auch geklappt!

AlienorDartagnan schrieb am 14.01.2013 - 15:01 Uhr zu Kapitel «Pas de deux»:

Normalerweise lese ich keinen Slash, aber in dieser Geschichte gefällt das mir richtig gut, weil die Gefühle der beiden so gut beschrieben sind. Und besonders schön finde ich, dass dieses Kapitel Athos Gefühle und seine Sicht der Dinge beschreibt. Wobei die beiden es auch nicht leicht haben werden, da Aramis sich ja immer fragen müsste, ob Athos sich nicht nur aus Einsamkeit auf diese Liebe einlässt…denn bei Athos ist es ja in der Tat so, dass er nach sechs Jahren begierig nach jeder liebevollen Berührung ist. Bleibt nur zu hoffen, dass Athos ihm beweisen kann, dass er es wirklich ernst meint. Passen würde es ja mit den beiden..Aramis der gefühlvolle Dichter und Athos der Romantiker. Allerdings ist es gut möglich, dass Athos sein Ehrgefühl, sein strenges moralisches Denken im Wege steht…das könnte noch Probleme geben, wenn er sich davon nicht lösen kann. Beim Lesen fühlte ich richtig mit den beiden und konnte mich in beide gut hineinversetzen.
Auch wenn in Athos momentan nur Traurigkeit ist, sollte er sich auf Aramis einlassen, denn vielleicht ist es genau das, was er braucht, um dieser Traurigkeit zu entkommen.
Wie gut, dass er sich nach Aramis berührenden Worten doch noch auf den Freund eingelassen hat, vielleicht können nun endlich die Wunden in seiner Seele, die Mylady ihm zugefügt hat, heilen. Es ist durchaus verständlich, dass Aramis am nächsten Morgen, als Athos noch schlief, fortging, um diesem Moment der Reue und Scham, den beide beim Aufwachen womöglich empfunden hätten, aus dem Weg zu gehen.
Mit den Worten, die Athos ihm schreibt, bringt er durchaus genau auf dem Punkt, was er empfindet, und es bleibt nur zu hoffen, dass Aramis darauf reagieren wird.
Ich bin schon sehr gespannt wie es mit den beiden weitergeht. Schon erstaunlich, dass man aus Slash so eine schöne, gefühlvolle Geschichte machen kann. :)

Liebe Grüße

Alienor   


Antwort des Autors:

Liebe Alienor,

du hast die zwei Knackpunkte genau richtig erfasst: Zum einen wird Athos sicher mit seinem Ehrgefühl bzw. noch mehr mit seinem schlechten Gewissen in Sachen Moral zu kämpfen haben, zum anderen liebt er Aramis vielleicht nicht so, wie dieser es sich wünscht. Seine Einsamkeit trieb ihn zu diesem Schritt und auch eine gewisse Sinnlichkeit, die ich durchaus bei ihm sehe. Heilen wird ihn Aramis wohl kaum können, denn ich sehe Athos als einen Menschen, der die Frauen liebt, ein wenig ist Slash daher für mich immer auch ooc. Aber nur ein wenig, denn wie gesagt, er ergibt sich ja auch dem Alkohol, also wäre es durchaus möglich, dass seine moralischen Bedenken nicht sooo groß sind. Hm, die Argumentation ist wohl etwas seltsam - was ich meine, ist, dass ein Moralfanatiker weder trinken noch spielen würde, ergo kann er keiner sein ;-).

DANKE für dein Review!!

Liebe Grüße

Kalou

AlienorDartagnan schrieb am 17.12.2012 - 17:23 Uhr zu Kapitel «Tous pour un»:

Athos in Feierlaune? Das ist in der Tat ungewöhnlich, so kennt man den melancholischen, stets in sich gekehrten Comte ja gar nicht. Da bin ich ja mal gespannt, was wohl der Anlass für Athos Feierlaune ist. Könnte es sein, dass Athos seinen Kummer wegen Mylady überwunden und eine Frau kennengelernt hat? Hm…nein..dass er sich nach der leidigen Geschiche mit Mylady plötzlich der Damenwelt zuwendet..das passt irgendwie doch nicht so richtig zu ihm…also muss etwas anderes dahinterstecken.
Mit allem hätte ich gerechnet, aber nicht damit, dass Athos für d´Artagnans Aufnahme bei den Musketieren eine solche Feier organisieren könnte. Das ist dem Freund gegenüber ja eine sehr schöne Geste. Athos Rede war ja auch sehr berührend, er scheint dem Freund wirklich sehr zugetan zu sein. Hm..man könnte beim Lesen fast den Eindruck bekommen, dass Athos ein Auge auf d´Artagnan geworfen hat…da er ja Frauen meidet, wäre es ja möglich, dass er sich im Zusammensein mit seinen Freunden ein wenig umorientiert hat. Aber ich glaube nicht, dass d´Artagnan da Interesse hätte, er ist ja eher ein Frauenheld, zumindest in jener Zeit, in der diese FF spielt. Und wieso ist Aramis so betroffen? Ist er schockiert über Athos mögliche Homosexualität, oder hat er womöglich sogar selbst Interesse an ihm gehabt? Da Aramis in einem Priesterseminar aufgewachsen ist, dürften ihm ja solche Neigungen durchaus nicht fremd sein. Oje…Athos sauer auf Aramis, d´Artagnan sternhagelvoll..dieser Abend war ja das reinste Fiasko..
Ja..warum vertraut Aramis seinen Freunden nicht an, was er denkt und fühlt? Athos will es nun scheinbar genau wissen..für Aramis nicht gerade eine leichte Situation.
Anscheinend wirkt Aramis auf Athos kühl und unnahbar..ausgerechnet auf ihn, der ja selbst nicht gerade ein besonders offener Mensch ist. Harte Worte von Athos, die Aramis sicherlich hart getroffen haben. Wie auffallend, dass Athos sich nun über Aramis sogenannte Liebe zu den Frauen mockiert..anscheinend hat er doch eher an ARamis Interesse, und nicht an dem Gascogner.
Eigentlich mag ich Slash Geschichten nicht so gerne, aber deine hat mir so gut gefallen, war so gefühlvoll, und vor allem die letzte Szene, die Aussprache zwischen Athos und Aramis, so berührend, dass es eine Freude war, diese Geschichte zu lesen. Im 17. Jahrhundert war so eine homosexuelle Liebe sicherlich gesellschaftlich stark geächtet, und so war es für Aramis und Athos auch nicht leicht, sich ihre Liebe füreinander einzugestehen. Denn wenn einer von ihnen sich geirrt hätte, dann wäre womöglich die Freundschaft zerstört gewesen. Wirst du eigentlich eine Fortsetzung schreiben? Mich würde wirklich interessieren, was Porthos und d´Artagnan zu dieser Entwicklung sagen würden. Würden Athos und Aramis das nicht erst einmal vor ihnen verheimlichen? Und was, wenn jemand, beispielsweise der König oder der Kardinal dahinterkäme…obwohl der König vielleicht damit eher lockerer umgehen würde, weil er ja selbst homosexuell war.
Auf jeden Fall eine schöne, gefühlvolle Geschichte.

Liebe Grüße

Alienor 


Antwort des Autors:

Liebe Alienor,
vielen Dank, Dass Du diese Geschichte gelesen hast! Ich weiß, dass Du Slash nicht besonders magst, und ich habs eigentlich auch nicht so richtig willentlich geplant, sowas zu schreiben - aber irgendwie hat sich das Ganze  zwingend in diese Richtung entwickelt.
Nein, Athos und D´Artagnan als Paar, das kann ich mir absolut gar nicht vorstellen -  ich wollte Athos auch beileibe nicht unterstellen, da was Heimliches im Sinne zu haben, und Rochefort hat ja in seiner  Review eine sehr gute, scharfsinnige Analyse geliefert, aus welchen Gründen Athos dem jungen Gascogner solche freundschaftlichen Avancen macht. Diese Erklärung kommt mir äußerst plausibel vor!
Aramis` Betroffenheit resultiert vor allem daraus, dass Athos ein so großes, freundschaftliches Interesse an dem jungen, prahlerischen  Lümmel von Gascogner hat, und nicht unbedingt, weil er fürchtet, Athos könnte homosexuell sein. Aramis selbst stell ich mir eher bisexuell vor, wie Shakespeare - und die Vorstellung, wie Athos nun wohl auf Aramis`  handgreifliche Demonstration seiner tiefsten Gefühle reagieren könnte, habe ich dem Leser überlassen, feige wie ich bin -
Wenn Du eine Fortsetzung zu dieser Geschichte lesen möchtest, dann schreib bitte an Kaloubet eine PM! Ich hab sie, die ja solche körperlichen Gefühlsszenen hundertmal besser schildern kann als ich,  gefragt, ob sie nicht eine dazu schreiben will -
Liebe Grüße und vielen Dank für Deine so umfangreiche, ausführliche Review!
Aramis

kaloubet schrieb am 15.12.2012 - 18:58 Uhr zu Kapitel «Tous pour un»:

Oha, und du hast behauptet, keine Gefühlsszenen schreiben zu können? Woah, das geht zu Herzen! Ganz ehrlich, prima geschrieben und ich liebe das Sujet! Athos und Aramis ist das ideale Pairing, nun bleibt sich zu fragen, wie diese Liaison wohl weitergehen mag? Aber das wäre wohl ein wenig indiskret ;-)


Antwort des Autors:

Liebe Kaloubet,
mit der Schilderung von Gefühlen gehts einigermaßen, aber ich kann keine Sexszenen beschreiben - dazu fehlen mir einfach die richtigen Worte. Du hingegen beherrschst das vollkommen, bei Dir hat man beim Lesen den Eindruck, es ist einfach wunderbar, das passt total, das muss einfach so sein! Aber ich schaff das nicht, das würde bloß in einem peinlichen Desaster enden, und daher überlasse ich es lieber dem Leser, sich die Folgen der nächtlichen Wahrheitsfindung zwischen Athos und Aramis auszumalen - möchtest Du nicht vielleicht eine ensprechende Fortsetzung dazu schreiben? Die wäre mit Sicherheit genial - 
Vielen Dank fürs Lesen und liebe Grüße!
Aramis

Rochefort schrieb am 14.12.2012 - 10:53 Uhr zu Kapitel «Tous pour un»:

Lieber Aramis!

Ich habe die Diskussion über Slash im Forum ein wenig mitverfolgt. Gratuliere, dass Du Dich drüber getraut und eine Geschichte geschrieben hast. Wirklich toll!!! Wie immer hat mich besonders begeistert, mit welcher Feinfühligkeit und Intensität Du sowohl die Szenerien - etwa wie sich Aramis für den festlichen Abend ankleidet oder dann das Mahl bei Porthos - als auch die Gefühlswelt der einzelnen Charaktere, ihre Empfindungen und Emotionen, schilderst. Sehr geschmunzelt habe ich bei der Szene, als Athos und Aramis den sturzbetrunkenen Gascogner nach Hause bringen. ;-)))

Ich kann mir vorstellen, wie sehr Athos’ Zuneigung für den ungestümen, prahlerischen d’Artagnan den Schöngeist und Poeten Aramis vor den Kopf stößt, der sich mit dem Wesen des Gascogners so gar nicht identifizieren kann. Es muss für ihn wie eine kalte Dusche gewesen sein. Ich glaube, dass Athos in d’Artagnan etwas findet, was ihm selbst völlig verloren gegangen ist, nämlich diese jugendliche Leichtlebigkeit und Unbekümmertheit, dieses “Was kostet die Welt?”. Deshalb will er den jungen Mann um sich haben, weil er ihn ein wenig aus seiner eigenen Schwermut und Trübsal reißt.

Als Athos Aramis vorwirft, dass er zu keinen tiefen Gefühlen fähig sei, muss diesen das bis ins Innerste treffen, da Aramis doch derjenige ist, der in Wahrheit wohl am heftigsten mit der Intensität seiner Gefühle und den sensiblen Schwingungen seiner Seele zu kämpfen hat. Athos hat ihn damit so sehr verletzt, dass Aramis tut, was er sonst wohl nie getan, nie gewagt hätte: Er gibt seine geheimsten Empfindungen preis, indem er Athos gesteht, dass er für ihn mehr empfindet als Freundschaft. Ich glaube, er sieht sich mehr oder minder dazu gezwungen, da er es nicht erträgt, dass Athos ihn für einen kaltherzigen, gefühllosen Menschen hält.

Liebe Grüße

Rochefort

 

 


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort,
vielen Dank für deine Review!! Du hast  mit Deiner scharfsinnigen und tiefgreifenden Analyse wieder absolut den Nagel auf den Kopf getroffen, und ich freu mich total, dass Dich diese Geschichte angesprechen hat können! Ich hatte schon einige Bedenken, hinterher, muss ich gestehen, angesichts des heiklen Themas -
Athos` Zuneigung, seine zutiefst freundschaftlichen Gefühle für D`Artagnan und ihre verborgene Ursache hast Du in Deiner Review sehr treffend beschrieben, genauso kann ichs mir auch vorstellen, und ich erinnere mich, dass Athos in Dumas` Roman den jungen Gascogner sogar hin und wieder, wenn er sich innerlich besonders gerührt und bewegt fühlt, seinen “Sohn” nennt.
Dass man auf die Leute in seiner Umgebung oft ganz anders wirkt, als es dem eigenen, wahren Naturell entspricht, ist leider eine traurige Tatsache - irgendwie erinnert mich Aramis manchmal ein bissl an das “Phantom der Oper” -
Nochmals vielen Dank und liebe Grüße!
Aramis


Angezeigt 1 bis 9 von 9