Artagnan.de - Fanfiction zu Dumas' drei Musketieren

Was im Winter geschah


12. Herbergsuche

von Rochefort


Paris, 25.Dezember 1628:

Es fehlte nicht mehr viel auf Mitternacht. Mit einem leisen Seufzer lehnte sich Comte Armand de Rochefort in die Polsterung der Kutsche zurück. Der Kardinal, der ihm gegenüber saß, zog leicht eine Augenbraue hoch, sagte aber nichts. Die Kutsche setzte sich in Bewegung. Seine Eminenz wollte noch seine Nichte, Marie-Madeleine de Combalet, heim zu ihrem Stadthaus bringen, bevor er ins Palais Cardinal zurückkehrte.

Während der Wagen durch die tief verschneiten Gassen von Paris rollte, ließ Rochefort den heutigen Tag noch einmal kurz Revue passieren – nur um festzustellen, dass sich seine Laune dadurch nicht besserte. Am höchsten Weihnachtsfeiertag standen einmal nicht die politischen, sondern die
geistlichen und gesellschaftlichen Verpflichtungen von Armand-Jean du Plessis
Kardinal de Richelieu im Mittelpunkt und sie hatten jede Minute des Tages bis
zur Neige ausgefüllt. Auch wenn der Politiker Richelieu stets Vorrang vor dem
Kardinal Richelieu hatte, so nahm der Erste Minister von Frankreich seine
persönliche, private Religiosität und die damit verbundenen Verpflichtungen
durchaus ernst. In der Kathedrale von Notre-Dame hatte er das Weihnachts-Hochamt zelebriert. Trotz der Eiseskälte, die in diesen Tagen herrschte, war die Kirche zum Bersten voll gewesen. Seiner Gewohnheit entsprechend hatte sich Rochefort einen Platz gesucht, von dem aus er alles gut überblicken konnte. Er musste sich eingestehen, dass seine Gedanken während des Gottesdienstes nur am Rande bei der heiligen Handlung der Messe und zudem weder besonders fromm noch weihnachtlich gewesen waren. Er hatte die versammelte Menge beobachtet und überlegt, was in den Köpfen des hier versammelten Hochadels und reichen Bürgertums von Paris wohl gerade vorging und war zu keinem erfreulichen Ergebnis gekommen.

Wie viele von denen, die hier scheinheilig fromm die Hände falteten, beteten und sangen, dachten währenddessen in Wahrheit daran, welche Intrigen sie gegen ihre Rivalen bei Hofe oder im Rat der Stadt als nächstes spinnen, wie sie ihren Gegenspielern am effektivsten schaden konnten? Wer von den hohen Herrschaften, die gerade mit heuchlerischen Mienen der Predigt des Kardinals lauschten, hätte ihn wohl lieber heute als morgen zum Teufel gejagt oder gar selbst die Hand mit dem Dolch geführt, der dem Leben des meistgehassten
Mannes von Frankreich ein Ende setzte? Nicht zum ersten Mal fragte sich der
Graf, wie Richelieu es ertrug, mit so viel Hass und Ablehnung zu leben.

Nach dem Hochamt hatte der König im Louvre ausgesuchte Gäste empfangen, darunter natürlich auch seinen Ersten Minister. Da Rochefort zu dieser erlauchten Runde nicht geladen war, hatte er sich notgedrungen die Zeit mit belanglosen Gesprächen mit im Palast anwesenden Höflingen vertreiben müssen und auch dies war nicht im Mindesten dazu geeignet gewesen, irgendeine Art von weihnachtlicher Stimmung in ihm hervor zu rufen. Wenn er es gewollt hätte, hätte Richelieu ihm natürlich den Abend frei gegeben, doch was sollte der damit anfangen? Daheim in seinem Stadthaus erwartete ihn nur die Dienerschaft, oder besser gesagt: jene wenigen Bediensteten, die nicht selbst frei hatten, um mit ihren Familien zu feiern. In früheren Jahren, als sein Vater und sein älterer Bruder noch gelebt hatten, war Armand über die Weihnachtsfeiertage meist nach Hause gereist und hatte die Festtage auf dem Schloss der Familie verbracht. Nun war er selbst der Comte de Rochefort. Doch er war unverheiratet und es gab auch sonst keinen engeren Familienanhang. Ja, entferntere Verwandtschaft war wohl vorhanden, die Rocheforts waren eine verzweigte, alte Adelsfamilie, doch zu diesen Verwandten hatte der Graf nur oberflächlichen, sporadischen Kontakt. Seine „Familie” – das mutete vielleicht seltsam an – aber seine „Familie” war jetzt der Kardinal!

So hatte er also getreulich ausgeharrt, bis Seine Eminenz die königliche Festgesellschaft endlich verlassen konnte. Ein Blick in die müden Augen des Kardinals hatte ihm genügt, um zu dem Schluss zu gelangen, dass dessen Empfindungen den heutigen Tag betreffend den seinen wohl nicht ganz
unähnlich waren.

Die Kutsche hielt vor dem Stadthaus von Madame de Combalet.

„Danke, Onkel, dass Ihr mich noch nach Hause gebracht habt.”

„Aber gerne. Ich wünsche Euch ein gesegnetes Weihnachtsfest,
Marie.” Zum Abschied drückte der Kardinal seiner Nichte wohlwollend die Hand. Es war das erste Mal an diesem Tag, dass Rochefort ihn lächeln sah. Dann
wendete der Wagen und rollte in Richtung des Palais Cardinal.

*****************

Zitternd vor Hunger und Kälte starrte die kleine Katze auf die verschlossene Balkontür und stieß ein weiteres klägliches „Miau!” aus. Bis vor wenigen Tagen hatte sie nicht gewusst, was es bedeutet zu frieren oder nichts zu fressen zu haben. Drei Jahre lang war sie die geliebte Spielgefährtin des Mädchens gewesen, das nun zu einer jungen Frau heran gewachsen war und sie hatte immer nur die Geborgenheit und Sicherheit eines auch im Winter behaglich
warmen, vornehmen Hauses gekannt. Doch vor einiger Zeit hatte das Mädchen immer öfter von einer „Hochzeit” zu sprechen begonnen und dann, vor ein paar Tagen, war im Haus hektische Betriebsamkeit ausgebrochen, Kleider und Hausrat waren in Reisetruhen verstaut worden. Am nächsten Morgen hatte das Mädchen, in einen kostbaren, pelzbesetzten Mantel gehüllt, die Katze von ihrem Lieblingsplatz auf dem großen Lehnstuhl im Kaminzimmer aufgehoben, fest an sich gedrückt und gestreichelt. „Du wirst mir fehlen”, hatte sie gesagt – und dann war sie fort gewesen. Ein bedrückendes Unbehagen beschlich das kleine Tier. Es fühlte, dass seine junge Herrin nicht wieder kommen würde.

Zwei Tage später war die Mutter des Mädchens plötzlich vor ihr gestanden und hatte mit missmutiger Stimme zu ihrem Mann bemerkt: „Jetzt, wo Antoinette fort ist, können wir die Katze ruhig nach draußen schaffen. Du weißt, ich war nie besonders begeistert davon, sie im Haus zu haben.”

„Hmm, also eigentlich stört sie doch niemanden”, brummte ihr Gemahl. „Aber wenn Ihr meint…”

„Ja, ich meine. Weil mich stört es nämlich, wenn sie überall ihre Haare hinterlässt. Im Stall kann sie Mäuse fangen und für sich selbst sorgen.”

Der Mann zuckte mit den Schultern und kraulte die große Dogge hinter den Ohren, die zu seinen Füßen lag. Wegen einer solchen Lappalie wollte er mit seiner resoluten Gattin nicht streiten.

Ein Diener hatte die Katze hinunter in den Stall gebracht. Doch sie war als winziges Katzenbaby zu Antoinette kommen und von da an immer von Menschen umsorgt worden, hatte nie gelernt zu jagen und für sich selbst zu
sorgen. Gegen die anderen halbwilden Stallkatzen, die den täglichen
Überlebenskampf gewohnt waren, konnte sie sich nicht behaupten, obwohl sie sich tapfer verteidigte. Und immer, wenn sie versuchte, wieder in ihr Haus zu
gelangen, jagte man sie weg.

Schließlich war sie davon gelaufen, ziellos durch die engen, lauten Gassen von Paris irrend, bis sie, verfolgt von einem Straßenköter, in blinder Panik über eine hohe Mauer geklettert war. Dahinter lag ein weitläufiger, gepflegter Park, an dessen Ende sich ein riesiges Gebäude befand. Irgendetwas zog sie dort hin. Über ein Rosenspalier war sie auf einen großen Balkon geklettert und hatte laut miauend versucht, auf sich aufmerksam zu machen. Nach einiger Zeit war Jemand gekommen, hatte die Tür geöffnet und sie verwundert betrachtet. Sie hatte schon gehofft, dass man sie nun ins warme Haus lassen und ihr etwas zu Fressen geben würde, doch der Mann hatte sie nur hochgehoben, durch endlose Flure und über eine lange Treppe hinunter getragen und einem anderen Mann in den Arm gedrückt. Und dieser hatte sie – zu den Stallungen gebracht! Riesigen Stallungen, um ein vielfaches größer, als es der Stall ihres ehemaligen Heimathauses gewesen war. Doch auch hier hatte es andere
Katzen gegeben, die sie, den fremden Eindringling, nicht in ihrem Revier dulden wollten, und die kleine Katze hatte sich zurückziehen müssen.

Einem unerklärlichen Instinkt folgend, hatte sie sich wieder einen Weg in den Park gesucht; es war stockdunkle Nacht. Abermals kletterte sie an dem Rosenspalier hoch, setzte sich vor die Balkontür und begann herzerweichend zu schreien: „Miau! Miau!” Und zum zweiten Mal ging die Tür auf und derselbe Mann erschien. „Da bist Du ja schon wieder. Das gibt’s doch nicht.” Er seufzte, schnappte sich das Kätzchen mit einem leichten Anflug von Ungeduld und trug es durch die hinter der Tür liegenden prunkvollen Räume auf den Gang hinaus.

*************

Richelieu atmete auf, als er seine Gemächer erreicht hatte. Endlich ausruhen! Diener eilten herbei, nahmen ihm noch auf dem Flur Mantel und Handschuhe ab und fragten nach seinen Wünschen: ob er sich umkleiden wolle, ob man etwas zu essen oder zu trinken richten solle. Der Kardinal winkte ab. Gerade als er seine Privaträume betreten wollte, öffnete sich die Tür und ein Bediensteter kam heraus, der eine kläglich maunzende Katze auf dem Arm trug.

„Was ist das für eine Katze?” wollte Richelieu wissen.

„Eine kleine Streunerin vermutlich, Euer Eminenz”, antwortete der Mann. Sie ist schon zum zweiten Mal auf den großen Balkon geklettert. Ich bringe sie weg, damit sie Eminenz nicht stört.”

„Nein, warte. Gib’ mir die Katze.”

Der Diener wirkte ein wenig überrascht, beeilte sich aber, dem Befehl des Kardinals nachzukommen und reichte ihm das Tier.

„Wenn jemand am Weihnachtsabend eine Bleibe sucht, sollte man ihn doch nicht abweisen, oder?” meinte Richelieu.

„Natürlich nicht, Euer Eminenz”, beeilte sich der Diener zu erwidern und verneigte sich ehrerbietig.

„Besorge etwas Futter”, wies Richelieu den Mann an, der sofort davon eilte.

Die kleine Katze schmiegte sich vertrauensvoll in die Falten der prunkvollen Staatsrobe des Kardinals. Große gelbgrüne Augen blickten flehend zu ihm auf.

Er drehte sich zu Rochefort, der schräg hinter ihm stand. „Sie hat ein hübsches Gesicht, findet Ihr nicht?”

Der Graf trat näher und betrachtete das Tier. „Ja, ganz entzückend. Und eigentlich sieht sie nicht aus wie eine Streunerin. Ihr Fell wirkt gepflegt und glänzt. Die kann noch nicht lange auf der Straße gelebt haben. Nur ziemlich mager ist sie.”

Mit ihrer schönen, schwarzen Zeichnung auf dem graubraunen Fell und dem auffallend kurzen, am Ende eher stumpfen und mit drei schwarzen Ringen versehen Schwanz sah sie fast aus wie eine Wildkatze – nur war sie wesentlich kleiner als diese wilden Vertreter ihrer Gattung.

„Hm ...was machen wir jetzt mit Dir?” sagte der Kardinal dann halb zu sich selbst. Sie hatten inzwischen seine Gemächer betreten. Eine prächtige weiße Angorakatze und eine schlanke, dreifärbige Glückskatze kamen mit hoch erhobenen Schwänzen angelaufen um die Ankömmlinge zu begrüßen. Als sie
jedoch die fremde Katze erblickten, erstarrten sie mitten in der Bewegung. Die
Dreifärbige kauerte sich in angespannter Lauerposition auf den Boden, während
die große Angorakatze mit allen Anzeichen des Abscheus die Ohren anlegte, ein empörtes Fauchen ausstieß und wie der Blitz beleidigt in einem Nebenraum verschwand. „So habe ich mir das vorgestellt.” Richelieu seufzte. „Immer dasselbe Theater, wenn eine Neue dazu kommt. Und eigentlich sind mir vier Katzen genug. Aber – Ihr könntet sie doch nehmen!” wandte er sich, einem spontanen Einfall folgend, an seinen Stallmeister.

„Ich?! ... Äh, ich weiß nicht ... die Katze hätte nicht viel von mir, so oft, wie ich unterwegs bin…”

„Immerhin hätte sie ein sicheres Zuhause, wo es ihr gut geht. Und wenn Ihr nicht in Paris seid, kann sie genauso gut wie Robyn in Eurer Wohnung hier im Palais bleiben.” Rochefort hatte im Palais Cardinal eine eigene Zimmerflucht zur Verfügung, denn er verbrachte hier mehr Zeit als in seinem eigenen Stadthaus. Zudem pflegte der Kardinal oft bis spät in die Nacht zu arbeiten und wollte den Leiter seines Geheimdienstes in seiner Nähe wissen, wenn es etwas zu besprechen gab. Da war es überaus praktisch für Rochefort, wenn er auch gleich hier schlafen konnte.

Kurz entschlossen drückte Richelieu nun dem Grafen das Tier in die Hände.

Rochefort begann dem Kätzchen den Kopf zu kraulen, was augenblicklich mit lautem Schnurren beantwortet wurde.

„Seht Ihr, sie mag Euch.”

Rochefort lächelte. „Scheint so.”

In dem Moment pochte es an der Tür. Der Diener trat mit einem Futterschälchen ein und an ihm vorbei drängte sich Robyn. Er musste wohl
gespürt haben, dass sein Herr nach Hause gekommen war. Heftig wedelnd stürmte er heran, rutschte in seinem Überschwang beinahe auf dem glatten Holzparkett aus, trampelte ungeniert über die Schleppe der bodenlangen Kardinalsrobe, was deren Träger zu einem ärgerlichen Ausruf veranlasste, und schnüffelte neugierig zu der fremden Katze empor, die sein Herr da im Arm hielt. Auf das kleine Tier musste der riesige Wolfshund mit seiner imposanten Schulterhöhe von neunzig Zentimetern wie ein Ungeheuer wirken, dennoch fauchte es weder, noch machte es Anstalten die Flucht zu ergreifen. Robyn erinnerte das Kätzchen wohl an die große Dogge in seinem alten Zuhause, die immer sanftmütig zu ihm gewesen war.

„Erstaunlich. Sie hat gar keine Angst vor ihm”, stellte Rochefort verwundert fest. „Sie muss wohl mit Hunden aufgewachsen sein.”

Der Diener hatte das Futter derweil in eine Ecke gestellt und da gab es für das ausgehungerte Findelkind kein Halten mehr. Mit einem Satz sprang die Katze auf den Boden, sauste zu der Schüssel und begann gierig zu fressen. Der Wolfshund, dem der Fleischgeruch natürlich ebenfalls in die Nase gestiegen war, folgte ihr und stupste sie an. Doch die Kleine dachte nicht im Traum daran, sich von ihrer Mahlzeit verdrängen zu lassen. Die große, feuchte, behaarte Schnauze neben ihr geflissentlich ignorierend, tauchte sie ihren Kopf
noch tiefer in die Futterschale.

Der Kardinal und sein Stallmeister tauschten einen Blick und mussten beide schmunzeln. Dann ergriff der Graf Robyn am Halsband und zog ihn weg. „Lass’ sie in Ruhe! Das ist nicht Dein Futter und ich bin mir sicher, Du hast heute Abend schon gefressen.”

„Haben Eminenz noch Wünsche?” fragte nun der Diener.

Der Kardinal überlegte kurz, dann orderte er einen speziellen Kräutertee, welcher immer eine angenehm entspannende und beruhigende Wirkung auf ihn ausübte, und eine Flasche süßen Dessertwein, von dem er wusste, dass
Rochefort ihn besonders mochte. „Bringt das ins Studierzimmer! Und ich möchte dort nicht gestört werden.” wies er den Diener an.

Das Studierzimmer grenzte an die große Bibliothek des Kardinals, die in einem besonders prachtvoll ausgestatteten Raum – eigentlich konnte man es fast schon einen Saal nennen – mit herrlichen bunten Deckenfresken untergebracht war. Dieses Zimmer war Richelieu vielleicht der liebste Raum in seinem ganzen Palais. Nicht zu groß, sodass eine beinah heimelige Atmosphäre herrschte und eingerichtet mit exquisiten Möbeln und Kunstgegenständen. Jetzt im Winter verbreitete ein knisterndes Kaminfeuer wohltuende Wärme. Und doch konnte der Erste Minister von Frankreich die Stunden, die er sich im Monat hier gönnen durfte, meist an den Fingern einer Hand abzählen ...

Als er mit seinem Stallmeister das Zimmer betrat, standen Tee und Wein bereits auf einem Beistelltisch, der zu einer bequemen Sitzgarnitur unweit des Kamins gehörte. Während die beiden Männer zwei Stühle nah ans Feuer zogen, platzierte sich Robyn möglichst weit weg vom Kamin – Hitze war nicht das seine. Die kleine Katze, nun satt und zufrieden, begann vorsichtig den Raum zu erkunden, nachdem ihr neuer Besitzer sie auf den Boden gesetzt hatte.

Bevor sich Richelieu nieder ließ, wandte er sich zu seinem Vertrauten: „Ein gesegnetes Weihnachtsfest, Rochefort.” Dann zog er ihn in seine Arme. „Ein gesegnetes Weihnachtsfest, Monseigneur”, gab dieser zurück und seine Worte kamen aus tiefstem Herzen. Er erwiderte die Umarmung fast ein wenig
ungestüm, so, als versuchte er damit die ganze innige Zuneigung zum Ausdruck zu bringen, die er für seinen väterlichen Freund fühlte. In diesem Augenblick war der Standesunterschied zwischen den beiden Männern aufgehoben – sie waren einfach nur zwei Menschen, die eine tiefe Freundschaft verband.

Sie saßen noch lange vor dem Kamin in dieser Nacht. Auf dem Schoß des Grafen hatte sich sein neuer Hausgenosse zusammengerollt und schlummerte selig. Rocheforts Blick wanderte durch den Raum, richtete sich auf das nun völlig entspannte Gesicht des Kardinals und blieb dann wieder an der kleinen getigerten Katze hängen.

„Ja…”, dachte er, „...jetzt ist Weihnachten!”


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