Artagnan.de - Fanfiction zu Dumas' drei Musketieren

Was im Winter geschah


4. Un acteur

von AstridB


Ein sichtlich erregter M. de Tréville trat aus der Tür seines Arbeitszimmers. „Athos, Porthos, Aramis in mein Arbeitszimmer,  tout  de suite.“ Die genannten Drei befanden sich allerdings nicht im Vorzimmer. Die anwesenden Musketiere gaben den Befehl weiter, durch das Haus und in den Hof, wo er Athos, Porthos und Aramis beim Betreten desselben erreichte. Die drei Freunde blickten einander erstaunt an und eilten sogleich zu M. de Tréville.

M. de Tréville empfing seine Musketiere nicht allein. Neben ihm stand ein forscher Jüngling, gekleidet als Musketier. Tréville begrüßte die Musketiere „Athos, Porthos, Aramis, ich möchte euch M. Malingré vorstellen. M. Malingré wurde vor kurzem neu an der Kompagnie des Theaters von Paris engagiert. Für das neue Bühnenstück von Racan benötigt M. Malingré gewisse Erfahrungen aus dem Umfeld des Königs. Seine Eminenz Kardinal Richelieu beliebte es, M. Malingré zum Musketier auf Zeit zu ernennen. Außerhalb dieses Raumes darf jedoch niemand erfahren, dass M. Malingré etwas anderes als ein einfacher Musketier ist. Lehrt ihn, was es heißt ein Musketier zu sein und bewahrt ihn vor Schaden.“ Er wandte sich an Malingré „Monsieur, diese drei Herren sind Athos, Porthos und Aramis, meine besten Musketiere. Ihr werdet sie in den nächsten Tagen begleiten. Vergesst jedoch nie: Das Leben der Musketiere am Hof folgt seinen eigenen Regeln. Diese vier Musketiere werden Euch vor Fehlern bewahren. Es ist daher unabdingbar, dass Ihr ihnen jederzeit gehorcht.“ Malingré nickte. M. de Tréville entließ die vier Herren mit einem Wink.

M. Malingré war ein schlanker, zarter Jüngling von fast mädchenhafter Gestalt. Sein bartloses Gesicht ließ ihn jünger erscheinen, als er war. Wie Tréville gesagt hatte, hatte Malingré schon in verschiedenen Theatern in der Provinz auf der Bühne gestanden. Er war der festen Überzeugung, dass er mit seiner Erfahrung aus Soldaten-Rollen im Theater bestens als Musketiere bestehen würde.

Kaum hatten die vier das Hôtel de Tréville verlassen, verabschiedete M. Malingré sich von den übrigen: „Messieurs, ich bitte Euch um Entschuldigung, ich habe eine dringende Verabredung.“ Athos, Porthos und Aramis sahen sich erstaunt an und setzten ihren Weg fort. An der Place St. Sulpice trafen sie Planchet mit einer Nachricht von d’Artagnan: „um 12 am Luxembourg“ las Athos vor. Aramis ergänzte: „Dann sollten wir uns beeilen, es ist schon kurz vor 12 Uhr.“ „D’Artagnan hat ein Duell und wir sind die Sekundanten.“ schlussfolgerte Porthos.

Pünktlich mit dem Glockenschlag trafen Athos, Porthos und Aramis ein wenig außer Atem am Karmeliterkloster am Luxembourg ein. Dort trafen sie auf d’Artagnan und … M. Malingré. „Ihr schlagt Euch mit M. Malingré?“ fragte Porthos. „Ihr kennt M. Malingré?“ antwortete d’Artagnan. „Aus welchem Grund schlagt Ihr euch?“ wollte Athos wissen. Verlegen sahen d’Artagnan und Malingré einander an: „Eine…“ d’Artagnan zögerte  „Uneinigkeit, über eine Verkehrsregel.“

„Meine Herren, lasst uns anfangen.“ mahnte Porthos. D’Artagnan und Malingré nahmen einander gegenüber Fechtposition ein. „Schnell, steckt die Degen ein.“ Rief da plötzlich Aramis, der die nahenden Kardinalsgardisten als erster entdeckte. Jussac hatte bereits die Degen entdeckt: „Ihr schon wieder. Missachtung des Duellverbots. Übergebt uns eure Degen. Ihr steht unter Arrest!“ „Niemals“ – „Undenkbar“ – „Unwahrscheinlich“ erwiderten die Musketiere. Athos, Porthos, Aramis und d’Artagnan verständigten sich mit einem Blick und stellten sich den Gardisten entgegen. Malingré drängte sich mit gezogenem Degen vor die vier Freunde. „M. Malingré haltet Euch zurück. Das hier ist kein Spiel!“ sprach Athos für die Gardisten  unhörbar zu Malingré. Dieser erwiderte kriegerisch, dass alle es hören konnte: „Genug der Worte, lasst uns kämpfen!“ und stürmte mit erhobenem Degen auf die Gardisten zu. Der nun folgende Kampf verlief völlig anders, als es sich M. Malingré vorgestellt hatte. Schnell zeigte sich, dass es Malingré an Erfahrung und Übung im Kampfe fehlte. Obwohl Athos, Porthos, Aramis und sogar d’Artagnan sich größte Mühe gaben, Malingré aus dem Gefecht herauszuhalten, gelang es Jussac und seinen Gardisten immer häufiger, Malingré in ernsthafte Bedrängnis zu bringen. Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis die Gardisten um Jussac das schwächste Glied der Verteidigung durchbrechen würden. Da hob Jussac die Hand um Einhalt zu gebieten. Die Musketiere stimmten dem Ende des Kampfes zähneknirschend zu. D’Artagnan folgte, wenn auch widerstrebend, Athos Vorbild. Athos und Aramis waren sich bewußt, dass sie durchaus diesen Kampf hätten gewinnen können, ohne M. Malingré. Allerdings war ihnen letzterer von M. de Tréville anvertraut worden, wenn er zu Schaden käme, wäre das unverzeihlich. So senkten die vier ihre Degen. Porthos hielt Malingré fest, der nicht aufgeben wollte. Jussac versammelte seine Gardisten „Messieurs, wir sehen, dass ihr Eurem Kadetten noch einige Lehrstunden geben solltet!“ sprach‘s und wandte sich mit seinen Kameraden mit lautem Gelächter zum Gehen. Porthos schäumte vor Wut.

„Unser Dienst beginnt, wir müssen zum Louvre. Hoffen wir, dass diese Geschichte mit Jussac und den Gardisten noch nicht an M. de Trévilles Ohren gelangt ist.“ So erinnerte Athos seine Freunde an ihren Dienst. D’Artagnan wollte, wie gewöhnlich, seine Freunde zum Dienst im Louvre begleiten.  Aramis intervenierte „d’Artagnan, ich glaube, heute wäre es nicht so günstig, wenn ihr uns begleitet.“ Und Porthos ergänzte grinsend „Da müsst ihr wenigstens M. de Tréville unter die Augen treten.“ Hoffnungsvoll blickte d’Artagnan zu Athos, doch der legte dem Jüngeren eine Hand auf die Schulter und schüttelte bedauernd den Kopf: „Mein Freund, ich kann es euch nicht erklären, aber heute dürft ihr nicht mitkommen.“

M. de Tréville wies den Musketieren in der Wachstube des Louvre gerade ihre Posten zu, als Athos, Porthos und Aramis mit Malingré eintrafen. Er quittierte ihre Anwesenheit mit einem Nicken und fuhr mit der Einteilung fort. „Ah, Athos und Aramis, ihr übernehmt das Tor der königlichen Gärten, Porthos, Ihr werdet mit M. Malingré die Gartentür zu denselben übernehmen.“

Nicht nur, dass die Drei diesen Schauspieler mitnehmen mussten, jetzt sollten sie sich auch noch die Beine in den Bauch stehen und das ausgerechnet an den langweiligsten Wach-Posten im ganzen Louvre! Für die Neulinge unter den Musketieren war es eine besondere Ehre, diesen Wachdienst zu versehen, da sie ab und an einen Blick auf den König oder die Königin in ihrem Privat-Garten erhaschen konnten, aber Athos, Porthos und Aramis bevorzugten sinnvolle Posten. Die vier verließen gemeinsam die Wachstube. Niemand hatte sich die Mühe gemacht, Malingré über seinen Dienstort aufzuklären und so trottete er völlig orientierungslos hinter den drei verstimmten und wortkargen Musketieren her.

Sie erreichten die Gartentüre, an der Porthos und Malingré die Posten ablösten. Sie verabschiedeten sich von Athos und Aramis, die den Weg durch den Garten weitergingen. Porthos wies Malingré seinen Platz an: „M. Malingré, dies ist der königl. Privatgarten. Er ist der königlichen Familie vorbehalten. Unsere Aufgabe besteht darin, den König zu schützen und dabei nahezu unsichtbar zu sein.“ Malingré reagierte aufgeregt darauf: „Da sehe ich ja den König! Wache stehen ist ja leicht, das habe schon so oft auf der Bühne gespielt.“ Es schwang etwas Enttäuschung mit, M. Malingré hatte sich das wohl abenteuerlicher vorgestellt.

Der Dienst erwies sich, gelinde gesagt, als öde. Kein Mensch interessierte sich für den Garten und es war auch nicht abzusehen, dass irgendjemand in absehbarer Zeit den Garten betreten würde. Nun war Porthos ein durchaus geselliger Gefährte, der sich angeregt mit Malingré unterhielt. Durch die vertrauliche Atmosphäre ermutigt, gab Malingré schließlich Anekdoten zu Besten, die in den Tavernen erzählt wurden. Es handelte sich um Gerüchte, um König, Kardinal oder Königin Anna, nicht notwendigerweise schmeichelhafter Art. Im Fluss der Erzählung achtete Malingré nicht mehr auf seine Umgebung. Er hörte nicht auf Porthos Einwendungen, mit denen dieser versuchte, den Redefluss zu unterbrechen. Er wurde erst aufmerksam, als der König schon beinahe vor ihm Stand. Ob er etwas gehört hatte, oder nicht, der König beliebte darüber hinwegzusehen und begab sich in den Garten.

Nun, Malingré hatte Glück, dass der König seine ungebührlichen Aussagen überhörte. Porthos aber, war empört. Es stand einem Musketier nicht zu, Kritik an seinem Dienstherrn zu äußern. Bei der nächsten Inspektion durch Tréville, bat er diesen, in vertraulichem Gespräch, um die Ablösung Malingré’s.

M. de Tréville sandte zwei Musketiere als Ablösung für Athos und Aramis. Athos seinerseits sollte an Malingré’s Stelle mit Porthos Wachdienst versehen, während Aramis und Malingré zur Wachstube zurückkehrten.

M. Malingré zeigte keinerlei Unrechtsbewusstsein. Aramis versuchte Malingré zu erläutern, dass ihnen als Mitgliedern der Regimenter des Maison du Roi nicht anstand, Kritik an König, Königin oder Kardinal zu äußern. Der junge Mann bemühte sich, Aramis von diesem, ihm unangenehmen Thema, abzubringen, und lenkte das Gespräch daher auf Aramis‘ Vergangenheit. Es war unter den Musketieren wohlbekannt und Aramis machte auch kein Hehl daraus, dass er dem Priesteramt zugeneigt war. Dieser Umstand erweckte die Neugier Malingré’s und er forschte bei Aramis nach. Doch, was einen Priesteramtskandidaten bewog, Musketier zu werden, erfuhr Malingré nicht.

In der Wachstube hielten sich noch einige weitere Musketiere auf. Sie wechselten sich mit den Wache stehenden Posten ab, oder verschwanden für einige Zeit um in Außenanlagen zu patrouillieren. Es ging fröhlich und laut zu. Die Musketiere waren unter sich und unterhielten sich ungeniert, da sie sicher sein konnten, dass kein Höfling und schon gar nicht der König die Wachstube je betreten würden. Malingré war in seinem Element. Er verkürzte den anderen die Wartezeit und avancierte zu einem allseits beliebten Unterhalter.

Viel zu schnell, endete die kleine Pause und M. de Tréville beorderte Aramis mit seinem Schützling auf ihren Posten zur Ablösung von Athos und Porthos, die sich nun ihrerseits in der Wachstube stärken durften. Derweil standen Aramis und Malingré ziemlich einsam an der Gartentür, denn König Ludwig widmete sich bereits wieder seinen Staatsgeschäften. Es dämmerte und versprach ein langer, ziemlich öder Abend zu werden. Weit und breit war keine Menschenseele zu sehen. Aramis und Malingré standen dicht beieinander und unterhielten sich flüsternd. Im Laufe des Gesprächs rückte Malingré näher und legte seine Hand vertraulich auf Aramis Arm. Dieser zuckte zwar ein wenig, zog aber den Arm nicht zurück. Dadurch ermutigt, wanderte Malingrés Hand den Arm hinauf, Richtung Schulter. Aramis sprang zur Seite, als Malingré ansetzte, ihm über die Haare zu streichen. Aramis reagierte heftig: „Junger Mann, ich gehöre nicht zu denen!“ – „Monsieur, ich … ich dachte, … Ihr, ein Priester, der dem Zölibat verpflichtet ist…“ fing Malingré zu stottern an und zog sich sofort ein wenig zurück. Aramis lächelte den Mann an, um ihn zu beruhigen. „Ich weiß, unter euch Schauspielern gibt es einige, die Männer lieben. Das mag auch für manche Gottesmänner zutreffen, aber nicht für mich.“ Ängstlich stammelnd entschuldigte Malingré sich bei Aramis, der ihm noch einen Rat gab: „Unter den Musketieren ist die Liebe zu Männern nicht gerade angesehen, ich gebe euch den Rat, probiert das mit keinem Musketier, es sei denn, ihr wollt zu einem Duell gefordert werden.“ Er schlug Malingré beruhigend auf die Schulter, bevor er ein wenig zurücktrat. Den Rest ihrer Wache verbrachten die beiden in anregendem, geflüstertem Gespräch. Malingré hatte endlich erkannt, dass er die Musketiere falsch eingeschätzt hatte. Von Aramis erfuhr der junge Mann in der verbleibenden Zeit viel über das Wesen und den Ehrenkodex des Musketier-Corps. Malingré verstand nun, dass sein ungebührliches Verhalten auf Wache mit Porthos  dem Ansehen der Musketiere schadete. So entschuldigte er sich für dieses Verhalten bei Porthos und M. de Tréville, bevor sie den Louvre zum Ende ihres Dienstes verließen.

Athos, Porthos und Aramis fanden Gefallen an dem jungen Mann, der plötzlich nachdenklicher und weniger ungestüm wirkte. Sie luden ihn ein, zum Abschluss des Tages gemeinsam das Wirtshaus Zum Tannenzapfen aufzusuchen.

D’Artagnan entdeckte seine Freunde im Tannenzapfen an einem Tisch zusammen mit dem jungen Musketier vom Morgen. Athos saß wie üblich ruhig daneben, während Porthos und Aramis in ein fröhliches Spiel mit ihrem jungen Kameraden vertieft waren. Dass dieser junge Mann den Rock der Musketiere tragen durfte, hatte ihm bereits am Morgen einen Stich versetzt. Er war den ganzen Tag herumgerannt und hatte versucht, etwas über diesen geheimnisvollen Mann zu erfahren, er fand jedoch niemanden, der ihn kannte. Und diesem Niemand war gelungen, was ihm d’Artagnan bisher verwehrt wurde, obwohl es sein sehnlichster Wunsch war: Musketier zu werden. D’Artagnan setzte sich zu seinen Freunden. Dass sie so vertieft in ihr Spiel waren, dass sie ihn gar nicht bemerkten, nicht mal Athos, den er verehrte, versetzte d’Artagnan einen weiteren Stich. Seine Gesellschaft war ihnen wohl nicht mehr so wichtig. Er fühlte sich zutiefst verletzt und nur diesem Umstand war es zuzuschreiben, dass er alle Regeln des Anstands verletzte und das Gespräch seiner Freunde rüde unterbrach. Während Malingré seinen Kontrahenten vom Vormittag nur unverständig ansah, reagierten Porthos, Aramis und Athos ihrerseits gereizt. „Entschuldigt einen Moment.“ Bat Athos an die Runde und zog d’Artagnan auf die Seite „Junger Freund, mir scheint, ihr seid Eifersüchtig!“ „Und ich habe auch allen Grund dazu.“ Erwiderte d’Artagnan heftig. „Ihr behandelt mich, als wäre ich ein Fremder, ein Eindringling. Und ihr hofiert diesen jungen Schnösel Malingré.“ Porthos und Aramis merkten ebenfalls auf.  „Nennt mir einen Soldaten, der M. Malingré kennt? Niemand kennt ihn. Keiner kann mir mitteilen, auf welche Weise sich M. Malingré ausgezeichnet hat, dass er des Musketiers-Rock würdig ist.“ Aramis mischte sich nun in die Unterhaltung ein: „Aha, daher weht der Wind! Ihr seid auf M. Malingré Eifersüchtig. Doch bedenkt: die Ernennung zum Musketier obliegt alleine dem König. Weder Athos, noch M. de Tréville sind für M. Malingrés Ernennung verantwortlich.“

„Entschuldigt, daran habe ich nicht gedacht!“ lenkte d’Artagnan ein. Aber ganz so schnell war seine Wut noch nicht verflogen. Porthos lud d’Artagnan ein, sich an ihrer Unterhaltung zu beteiligen. M. Malingré folgte schweigend aber sehr aufmerksam dem Gespräch. Sein schauspielerischer Erfolg gründete darauf, zu erspüren, was das Publikum von ihm erwartete und selbiges dann auch zu erfüllen. Seine Feinfühligkeit half ihm nun auch, die besondere Schwierigkeit in der sich die Musketiere in Bezug auf d’Artagnan befanden, zu erkennen. So hörte er einige Zeit den vier Freunden zu, denn dass sie Freunde waren, sprach auch aus den harschen Worten, die sie wechselten. Dass Athos, Aramis und Porthos den jungen Mann zu beschwichtigen suchten, zeigte ihre tiefe Zuneigung zu d’Artagnan. Wäre er ihnen gleichgültig gewesen, hätten sie ihn einfach ziehen lassen. Es brach ihm beinahe das Herz, zuzusehen, wie sich die drei Freunde quälten, da sie sich um den Erhalt von d’Artagnan’s Freundschaft bemühten, ohne ihm die Wahrheit anvertrauen zu dürfen. Er spürte auch die Zweifel, die d’Artagnan beschlichen, die ihn um diese besondere Freundschaft bangen ließen. Wenn er auch nicht auf Freundschaft hoffen durfte, so erhoffte sich M. Malingré doch ihren Respekt zu erlangen. So sprach er Athos an: „Athos, ich möchte, dass ihr euren jungen Freund in die Angelegenheit einweiht. Unter dem Siegel der Verschwiegenheit, versteht sich!“ Athos zögerte, reagierte dann jedoch erleichtert. Nur M. de Tréville durfte sie in seinen Augen, von ihrer Schweigepflicht entbinden. Andererseits war M. Malingré ja selbst Bestandteil dieses Gebots, sodass Athos ihm schlussendlich auch das Recht zur Entbindung von der Schweigepflicht zubilligte. Sie setzten sich alle wieder an den Tisch. Athos platzierte d’Artagnan zwischen sich und Malingré. Im Schutz der an den Nachbartischen geführten lautstarken Unterhaltungen, klärte er d’Artagnan flüsternd darüber auf, dass M. Malingré eigentlich Schauspieler war, aber auf Befehl Richelieus einmal den Alltag der Musketiere erleben sollte. Malingré nickte hin- und wieder um Athos‘ Bericht zu bestätigen. Porthos und Aramis forschten in d’Artagnan’s Gesicht, um zu sehen, wie dieser die Geschichte aufnahm. Am Ende der Erzählung verzog sich sein Gesicht zu einem herzhaften Lachen. Im Rückblick erkannten die Fünf die besondere Komik in den Geschehnissen des aktuellen Tages.


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