Artagnan.de - Fanfiction zu Dumas' drei Musketieren

Reviews zu «Was im Winter geschah»

Rochefort schrieb am 16.11.2016 - 14:19 Uhr zu Kapitel «Geisterkinder Teil II»:

Liebe Alienor!

Was Athos und Raoul hier erleben, ist so ziemlich genau das Gegenteil von dem, was man sich unter einem friedvollen, besinnlichen Weihnachtsabend vorstellt. Auch wenn die Geister keine Gefahr zu sein scheinen - immerhin sind es ja die Vorfahren der beiden Männer - ist es doch mehr als verstörend, ständig mit ihnen konfrontiert zu werden. Witzig fand ich, dass die Geister von der Anwesenheit der Lebenden offenbar genauso irrtiert sind wie umgekehrt!

Thea weiß also, was es mit all dem auf sich hat… Ich bin schon gespannt, was sich hinter ihren Andeutungen versteckt.

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

@Rochefort

 

Danke für dein Review. Ja, für Athos und Raoul sind das sehr verstörende Erfahrungen, sie haben wirklich Angst und wissen nicht was sie nun tun sollen. Und Ja, Thea weiß, was hinter all dem steckt, hat aber ihre Gründe, es den beiden nicht zu verraten. Ich habe das nächste Kapitel bereits fertig und werde es bald online stellen. Ich kann dir schonmal verraten, dass es noch sehr gruselig wird und die Geschichte noch einige überraschende Wendungen bereithält.

Liebe Grüße

Alienor

Rochefort schrieb am 16.11.2016 - 14:08 Uhr zu Kapitel «Geisterkinder Teil I»:

Liebe Alienor!

Eine Geister-Weihnachtsgeschichte! Das ist eine interessante Idee! :-) Es muss ziemlich beklemmend sein, wenn man so direkt und deutlich mit Spukerscheinungen konfrontiert wird, wie Athos und Raoul hier auf La Fére. Besonders die Schilderung, wie sich der Schneemann vor den Augen der beiden zusammensetzt, fand ich richtig gruselig. Ich kann gut nachvollziehen, dass Raoul hier nicht bleiben möchte.

Die fünf neuen Diener scheinen auch mir irgendwie merkwürdig, spätestens nach der Bemerkung, die Thea am Schluss macht. Ein wenig wundert mich, dass Athos und sein Sohn keinen Priester zu Rate ziehen, wenn sich ruhelosen Seelen in ihrem Schloss aufhalten.

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

@Rochefort

 

Danke für dein Review. Es freut mich, dass du dich beim Lesen gegruselt hast, denn genau das wollte ich, dass die Geschichte gruselig wirkt. So hatten sich Athos und Raoul ihr Weihnachtsfest nicht vorgestellt, und ich kann dir schon einmal verraten, dass noch so einiges an unheimlichen  Überraschungen auf die beiden wartet.
Was die Diener betrifft, was es mit diesen auf sich hat, wirst du im vierten Kapitel erfahren, soviel kann ich schonmla verraten. WAs den Priester betrifft, nun, da wäre es für Athos und Raoul sicherlich schwierig, am Heiligen ABend einen zu finden, und sie können ja wegen des Schnees und Nebels auch nicth in die Stadt fahren.
Apropos Priester, du hast mich da jetzt inspiriert, mich auf eine Idee gebracht…. .)
Nein, ich möchte mal noch nicht zuviel verraten, lass dich einfach überraschen.

Liebe Grüße

Alienor

Aramis schrieb am 15.11.2016 - 23:03 Uhr zu Kapitel «Geisterkinder Teil II»:

Hm, das wird ja immer mysteriöser! Und dass die Dienerin nicht reden will, ebenso! Kein Wunder, dass Raoul zusehends nervös wird und Alpträume bekommt. Für die Geisterkinder scheint allerdings er der Geist zu sein *kicher*, da vermischen sich Ebenen des Sinnlichen und des Übersinnlichen -
 
Ja, die Chevreuse hat sicher keine Angst vor Gespenstern! ;-) Aber ob sie Athos und Raoul hier tatsächlich helfen könnte?
Hm, beinah bin ich versucht zu glauben, dass Athos und Raoul selbst bereits tot sind und glauben, sie wären noch am Leben. Raouls Tod im VdB war Selbstmord, aber Athos starb im VdB zwar an gebrochenem Herzen, doch eines natürlichen Todes, also ist das sehr unwahrscheinlich, und wenn sie bereits auf die Geistebene gewechselt sind, warum können sie dann ihre Mitgeister nicht sehen? Ich bin schon sehr gespannt, wie sich dieses Rätsel lösen wird…

Liebe Grüße
Aramis


Antwort des Autors:

Hallo Aramis,

Danke für dein Review. Ja, für Raoul ist das sehr belastend, für ihn ist es ein Schock, diese Geisterkinder in seinem Gemach zu hören. Du kommst mit deinen Vermutungen der Sache zwar schon näher, liegst aber nicht ganz richtig. Ich habe vier Kapitel geplant, und schon im dritten wird deutlicher werden, was es mit den Geisterkindern und den Dienern auf sich hat, und auf Raoul und Athos wartet noch einiges an Nervenkitzel, soviel kann ich dir schon einmal verraten, und im vierten Kapitel gibt es dann die Auflösung und dann wirst du dir alles genau erklären können. Dann wirst du auch verstehen, wieso Raoul und Athos die Geisterkinder und ihre Eltern nicht sehen können.Und auch die Bedeutung der Diener wirst du erst im letzten Kapitel verstehen können den Dienern kommt in dieser Geschichte noch eine besondere Bedeutung zu, soviel kann ich dir schon mal verraten.

Liebe Grüße
Alienor

Aramis schrieb am 15.11.2016 - 16:06 Uhr zu Kapitel «Geisterkinder Teil I»:

Oh, eine neue Weihnachtsgeschichte von dir! Wie schön, das passt gut, heute war`s bei mir zu Hause schon winterlich kalt, und geschneit hat`s auch ein wenig!

Hu, wie mysteriös, dieser seltsame Spuk auf La Fère! Gehen hier im Schloss tatsächlich die Geister von Athos` Vorfahren um, die damals auf unnatürliche Weise ums Leben kamen? Oder erlaubt sich da jemand einen üblen Scherz? Doch die Erscheinungen wirken so real und lebendig, sie werden auch von der Dienerin bestätigt, und ich kann irgendwie nicht glauben, dass Athos und Raoul bloß unter Halluzinationen leiden. Werden sie nun tatsächlich mit diesen Geistern zusammen leben müssen? Theas Worte sind mehr als kryptisch. Ich bin gespannt, wohin das führt….

Liebe Grüße
Aramis


Antwort des Autors:

Hallo Aramis,

Danke für dein Review. Bei uns ist es auch kalt, es schneit noch nicht, aber man merkt, dass es in den Winter reingeht, und zum Glück habe ich im Moment etwas Zeit zum SChreiben.
Es freut mich, dass du die Geschichte spannend findest, und es auch für dich noch nicht zu erkennen ist, wie das Ganze weitergehen wird. Ich stelle bald das nächste Kapitel online, das weitere Aufregungen für Athos und Raoul bereithält. Eines kann ich dir schon einmal verraten, unter Halluszinationen leiden die beiden nicht. Sie werden schon bald unglaubliche Dinge über das Schloss erfahren.

Liebe Grüße

Alienor

Rochefort schrieb am 05.01.2015 - 14:59 Uhr zu Kapitel «Frére Jaques»:

Liebe Alienor!

Ich wünsche Dir nachträglich viel Glück und alles Gute für 2015 und hoffe, Du hast die Weihnachtsfeiertage gut verbracht. Danke für diese nette Weihnachtsgeschichte. Das harte Leben auf der Straße hast Du sehr bildhaft und eindringlich geschildert. Wenn man dann noch dazu keine Erinnerung mehr an seine Vergangenheit besitzt und sich ständig mit Mutmaßungen quält, wer man einmal gewesen sein könnte, setzt das dem allen noch die Krone auf.

Mordaunts Zusammentreffen mit Athos und Raoul kam buchstäblich im letzten Moment - eine schicksalhafte Wendung, die Athos die Gelegenheit gibt, eine Tat wieder gut zu machen, die ihn schwer belastet, auch wenn er damals in Notwehr gehandelt hatte. Ob die beiden wirklich so agiert und Mordaunt eine gnädige Lüge aufgetischt hätten, bin auch ich mir nicht ganz sicher. Persönlich finde ich aber, dass es noch die beste der möglichen Alternativen ist. Denn wenn sie den jungen Mann mit der Wahrheit konfrontiert hätten, hätte sich die ganze Spirale von Hass und Vergeltung vielleicht erneut zu drehen begonnen. So bleibt es der Phantasie des Lesers überlassen, ob Mordaunt die Vergangenheit hinter sich lassen und ein völlig neues Leben führen wird, oder ob er sich eines Tages doch noch erinnert…

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

@Rochefort

Danke für dein Review. Ich wünsche dir auch nachträglich alles Gute für 2015 und hoffe, dass auch du ein schönes Weihnachtsfest hattest, meine Feiertage waren sehr schön :) Es freut mich, dass es mir gelungen ist, das Leben auf der Straße, das Mordaunt da durchmachen muss, eindringlich zu schildern. Für ihn ist das wirklich die Hölle, nicht zu wissen was für ein Mensch er war, ob er Familie hat, und sich zu fragen, wie sein altes Leben ausgesehen hat. Er hatte wirklich Glück, dass er durch einen Zufall auf Athos und Raoul traf, denn sonst hätte er auf der Straße mitten im kalten Winter sicherlich nicht mehr lange überlebt. Athos hat zwar in Notwehr gehandelt, aber sein Gewissen quält ihn natürlich trotzdem, und so will er dem jungen Mann natürlich helfen. Ich habe es in meiner Geschichte mit dieser Lüge so gemacht, weil ich mir dachte, dass Athos sich und RAoul schützen würde, denn niemand kann wissen, was geschehen würde, wenn Mordaunt sich wieder erinnert, ob er ein anderer Mensch wäre,  oder sich völlig in seinen Racheschwüren verlieren würde. Deswegen habe ich es der Fantasie des Lesers überlassen, ob er sich eines Tages erinnert oder nicht. Und ich denke auch, dass Athos und Raoul unter normalen Umständen niemals so lügen würden. Aber in diesem Fall mussten sie sich selbst schützen, um diese Spirale von Hass und Vergeltung nicht womöglich wieder in Gang zu setzen. Und MOrdaunt hat die Chance auf ein neues Leben in der neuen Welt, kann womöglich als Abbé sogar noch Gutes tun. Und für ihn bleibt zu hoffen, dass er sich niemals erinnert.

Liebe Grüße

Alienor

kaloubet schrieb am 27.12.2014 - 18:55 Uhr zu Kapitel «Frére Jaques»:

Liebe Alienor, erstmal frohe Weihnachten! Auch wenn das Fest schon vorbei ist, kam beim Lesen deiner Geschichte nochmal sehr weihnachtliche Stimmung auf :-). Du hast den Anfang sehr schön beschrieben, sehr detailliert und das Ambiente so dargestellt, dass man sich auf dem Markt wähnte. Auch Mordaunts Gedanken sind nachvollziehbar, man bekommt fast - aber nur fast - Mitleid. Wunderbar! Den zweiten Teil fand ich weniger nachvollziehbar, die beiden lügen zu gut. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass sie Mordaunt aus dem Stehgreif eine derart komplexe Geschichte erzählen könnten - und noch dazu ausgerechnet Athos, der eh mit dem Lügen so seine Schwierigkeiten hat. Dass er ihm Geld geben würde, wenn Mordaunt abgerissen vor ihm stünde, das finde ich allerdings wieder passend, er hätte ihn wohl kaum kurz angebunden abgefertigt. Auf jeden Fall danke für die Weihnachtsgeschichte und den Duft des Weihnachtsmarktes ;-)

Liebe Grüße

Kalou


Antwort des Autors:

@Kalou

Danke für dein Review, und ich wünsche dir nachträglich auch frohe Weihnachten. Es freut mich, dass bei dir auch nach dem Fest durch das Lesen meiner Geschichte nochmal weihnachtliche Stimmung aufgekommen ist. Und es freut mich, dass es mir gelungen ist, dass Ambiente auf dem Markt so zu schreiben, dass man sich dort wähnt. Ja…mit Mordaunt bekommt man eben immer nur fast Mitleid, weil er doch im Roman ein ziemlicher Fiesling war. Du hast schon Recht, Athos ist eigentlich kein Lügner, in den Romanen konnte er ja schon nicht lügen, ich habe mir aber gedacht, dass es ihm wichtig wäre, sich und vor allem Raoul zu schützen, denn er könnte ja befürchten, dass Mordaunt sich doch noch erinnert und dann seine Rachepläne wieder aufnimmt. Ich denke auch, dass Athos Mordaunt niemals in diesem abgerissenen Zustand einfach stehengelassen hätte. Er hätte Mordaunt in jedem Fall geholfen. Niemand kann sagen, was geschehen wäre, wenn Mordaunt sich erinnert, ob er dann ein anderer Mensch gewesen wäre, oder seine Rachepläne fortgesetzt hätte, deswegen erschien es mir die beste Lösung, dass Athos ihn weit fortschickt, um sich und seinen Sohn zu schützen. Es freut mich, dass du bei dieser Geschichte den Duft des Weihnachtsmarktes wahrgenommen hast, auch noch nach Weihnachten, mir hat das Schreiben auch sehr viel Spaß gemacht.

Liebe Grüße

Alienor

Aramis schrieb am 21.12.2014 - 11:43 Uhr zu Kapitel «Frére Jaques»:

Der arme Mordaunt! Er tut wir wahrhaftig leid, wie er hier so arm, abgerissen und von der hartherzigen Umwelt zutiefst verachtet um seinen Lebensunterhalt betteln muss! Seine Gefühle und Gedanken in dieser hoffnungslosen Situation hast du gut beschrieben, zusammen mit seinen unbestimmten, vagen Träumen von einer früheren Existenz, und auch die Überwindung, die es ihn kostet, einem anderen die Geldbörse zu stehlen - doch hier treibt ihn schlicht der Hunger, der reine Überlebenstrieb…
Hm, ob Athos, trotz seiner unwillkürlichen Betroffenheit, den jungen Mann tatsächlich im Unklaren über seine wahre Herkunft lassen würde? Dass der Comte hier richtig handelt, wage ich persönlich zu bezweifeln. Diese lügenhafte Geschichte über Mordaunts angebliche Identität als Wandermönch, der nach Amerika auswandern wollte, passt irgendwie nicht zu Athos, dafür muss er wohl über seinen Schatten springen. Und dass er den jungen Mann mit einer großen Summe Geldes abspeist, lässt auf sein schlechtes Gewissen dabei schließen. Aber wie dem auch sei, Athos` heimliche Intention funktioniert, er wird den gedächtnislosen Mordaunt mit Hilfe seiner Vorspiegelungen und mit diesem fürstlichen Geldgeschenk glücklich los, doch was, wenn dieser unverhofft sein Gedächtnis wiedererlangt? Da wäre es wohl besser gewesen, ihm gleich reinen Wein einzuschenken und eine weihnachtliche Versöhnung anzustreben…

Liebe Grüße
Aramis

 


Antwort des Autors:

@Aramis

Danke für dein Review. Es freut mich, dass es mir gelungen ist, Mordaunts Gefühle und Gedanken zu beschreiben und auch die vagen Träume über seine frühere Existenz. Ihm blieb ja leider nichts anderes mehr übrig als zu stehlen, da er genau wusste, dass er ansonsten verhungern muss. Und es ist für ihn auch schlimm, nicht zu wissen wer er ist und woher er kommt. Als ich diese Geschichte schrieb, habe ich mich auch gefragt, ob es Athos wohl zuzutrauen wäre, Mordaunt im Ungewissen über seine Herkunft zu lassen. Ich finde zwar auch, dass es nicht zu Athos passt, Mordaunt zu belügen, aber ich dachte auch daran, dass Athos, wenn er dem jungen Mann die Wahrheit sagt, auch das Risiko eingeht, dass dieser, wen Athos ihm alles erzählt, sich womöglich doch erinnert und seine alten Rachepläne wieder aufnimmt. Und in gewisser Weise will Athos nicht nur sich selbst und seinen Sohn schützen, sondern auch Mordaunt, denn wenn er diesem die Wahrheit sagt, wird Mordaunt, falls er sich tatsächlich geändert habne sollte, womöglich an seiner Schuld zerbrechen, denn es wäre für ihn nicht einfach, damit zu leben dass er einen Henker getötet, einen König enthauptet und seinen Onkel ermordet hat, und dass er ein ganzes Schiff mit mehreren Menschen in die Luft gesprengt hat um diese zu töten. Ich denke, Athos wird sich gedacht haben, dass mit dieser Gewissenslast für den jungen Mann ein Neuanfang schwer wäre, er weiß ja aus eigener Erfahrung, wie sehr schon ein Mord das Gewissen belassen und ein Leben zerstören kann. Aber ich gebe dir Recht, so wie ich es in meiner Geschichte beschrieben habe, ist es nicht typisch für den sonst immer ehrlichen Athos. Eine weihnachtliche Versöhnung wäre vielleicht möglich gewesen, falls Mordaunt sich wirklich geändert hat, aber wenn nicht hätte es gefährlich für ihn und Raoul werden können. Allerdings müssen Athos und Raoul so auch damit leben, dass Mordaunt sein Gedächtnis wiedererlangen und zurückkehren könnte um seine Rache zu vollenden. Allerdings könnte er sich auch tatsächlich verändert haben, denn es kam tatsächlich schon häufiger vor, dass Menschen die einen Gedächtnisverlust erlitten hinterher ganz andere Persönlichkeiten waren als vorher.

Liebe Grüße

Alienor

Rochefort schrieb am 11.11.2014 - 14:50 Uhr zu Kapitel «Der Weihnachtsfrieden»:

Liebe Alienor!

Diese Geschichte hat mir besonders gut gefallen. Ich habe einmal über den Weihnachtsfrieden zwischen Deutschen und Engländern an der Westfront gelesen und dieser Bericht hat mich tief berührt. Eigentlich unvorstellbar, dass man Menschen so weit bringen kann, nach solchen Augenblicken wieder zu den Waffen zu greifen und einander umzubringen. Krieg ist wirklich etwas Schreckliches und zutiefst Krankes. Dass aus dem großsprecherischen Gascogner in der Hölle von Verdun in kürzester Zeit ein wimmerndes Bündel Elend wird, ist sehr realistisch und von Dir gut beschrieben. Wie soll ein so junger Mensch, fast noch ein Kind, verkraften, was sich hier abspielt?

Als sich die Männer zwischen der Front treffen, werden aus den Soldaten wieder Menschen, jeder mit seiner Familie, seinen Sehnsüchten, Ängsten und Hoffnungen - das hast Du wunderbar geschildert. Das Ende der Geschichte ist versöhnlich; selbst d’Artagnan überwindet seine Vorurteile - sein Bespiel zeigt auch hervorragend, wie leicht junge Menschen zu manipulieren und zu verhetzen sind! - und sieht die Deutschen nun mit anderen Augen. Es bleibt die Hoffnung, dass der Schrecken ein Ende nehmen wird und es eine gemeinsame Zukunft für die beiden Völker geben kann. Ein wunderbares Thema für eine Weihnachtsgeschichte!

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

@Rochefort

Danke für dein Review. Das freut mich sehr, dass dir diese Geschichte besonders gut gefallen hat. Mir ging es genau wie dir, dieser Weihnachtsfrieden zwischen Deutschen und Engländern hat mich auch tief berührt und war eine der Inspirationen die mich dazu gebracht haben diese Geschichte zu schreiben. Ich stimme dir zu, Krieg ist wirklich schrecklich und zutiefst krank. Damals wurden die menschen ja wirklich gezwungen zu den Waffen zu greifen, da sie einfach eingezogen wurden ob sie wollten oder nicht, wer für kriegstauglich erklärt wurde bei der Musterung, der musste auf die Schlachtfelder, ich finde das auch wirklich schrecklich. Es freut mich, dass es mir gelungen ist, den Gascogner so glaubhaft rüberzubringen, als Inspiration diente mir der Film “Im Westen nichts Neues”, in dem es um einen deutschen Jungen geht, der erst 18 und noch Schüler ist und sich freiwillig, voller Enthusiasmus für den Krieg meldete, und am Ende erging es ihm in Verdun wie d´Artagnan, er verwandelte sich zunächst in ein wimmerndes Häufchen Elend, das einfach nur wieder zurück nach Hause wollte. Aber das Tragische war ja damals, dass man Freiwillige nicht einfach wieder gehen ließ. Es freut mich, dass es mir gelungen ist, rüberzubringen, dass die Soldaten beider Seiten Menschen sind, die Sehnsüchte, Ängste und Hoffnungen haben und Familien die auf sie warten. Der Gascogner hat an diesem Abend wirklich viel gelernt, ihm ist klar geworden, dass es nicht wahr ist was seine Lehrer ihm sagten, dass die Deutschen nicht die Monster sind für die er sie hielt. Ganz sicher wird er diese Lektion ein Leben lang nicht mehr vergessen. Dieser Weihnachtsfrieden brachte den Männern Hoffnung, dass es irgendwann wieder Frieden geben könnte, und deswegen fand ich auch, dass es ein gutes Thema für eine Weihnachtsgeschichte wäre. Und glücklicherweise kam es ja, wenn auch erst fast fünfzig Jahre später, wirklich so, dass beide Nationen von Feinden zu Freunden wurden, 

Liebe Grüße

Alienor 

kaloubet schrieb am 09.11.2014 - 18:47 Uhr zu Kapitel «Der Weihnachtsfrieden»:

Verdun - die Knochenmühle - ein grausamer Ort. Eine Verbrüderung zu Weihnachten ist etwas Magisches und deshalb auch eine gute Idee für eine Weihnachtsgeschichte, auch wenn sich diese Szenen vielleicht nicht in Verdun abgespielt haben. Dennoch habe ich mal gelesen, dass es an vielen Frontabschnitten zu solchen spontanen Weihnachtsfesten kam, es gibt da auch einen sehr schönen Film drüber, dessen Titel mir grad nicht einfällt. Deine Geschichte schildert die Grausamkeit, aber auch die wenigen Momente des Friedens - in der Tat sind ja viele Männer darüber zerbrochen, so wie auch d´Artagnan arg ins Lamentieren kommt. Eine Chance, nach Hause zu kommen, hat er aber nicht, einmal in der Armee, kommt er nicht mehr raus. Es gibt da ein sehr gutes Buch, ´le feu´ von H. Barbusse, es schildert ´la Grande Guerre´ in all seinen grauenvollen Aspekten. 

Viele Grüße

Kalou


Antwort des Autors:

@Kalou

Danke für dein Review. Ich dachte mir auch, dass diese Verbrüderung der Soldaten zu Weihnachten etwas Magisches hat und daher gut passen würde. Diesen Film kenne ich, den hatte ich auch vor Jahren mal gesehen, fand den auch sehr gut, aber leider weiß ich den Titel gerade auch nicht mehr. Und wenn in Verdun Ende Dezember  noch gekämpft worden wäre, hätte es vielleicht auch dort zu einer solchen Szene kommen können. Ich habe auch mal einen Film gesehen “Im Westen nichts Neues”, der in Verdun spielte und von einem Jungen handelte, einem Deutschen, der sich mit 18 Jahren freiwillig für den Krieg meldete, voller Enthusiasmus und dort zerbrach, und ein älterer Kamerad nahm sich seiner an, diese beiden dienten mir als Inspiration für Athos und d´Artagnan in dieser Geschichte, denn ich dachte mir, dass der Gascogner am Anfang sicherlich übermütig wäre und Athos sich seiner sicherlich annehmen würde. Dass damals viele Männer am Krieg zerbrochen sind ist viel verwunderlich, die meisten waren ja keine Berufssoldaten sondern wurden auf die Schlachtfelder gezwungen. Und der Gascogner hat leider wirklich keine Chance wieder heimzukommen, zumindest nicht vor Ende des Krieges, denn wer sich freiwillig meldete, durfte ja keineswegs wieder einfach so gehen. Danke für deinen Buchtipp, da ich ja eine längere FF mit den vier Musketieren im ersten Weltrkieg schreiben möchte, werde ich das auf jeden Fall lesen.

Liebe Grüße

Alienor

Aramis schrieb am 05.11.2014 - 23:20 Uhr zu Kapitel «Der Weihnachtsfrieden»:

Liebe Alienor,

eine sehr schöne Geschichte - der Gedanke des Weihnachtsfriedens zwischen den gegenerischen Fronten vor Verdun ist berührend, und die versöhnliche Szene zwischen Deutschen und Franzosen im Niemandsland mitten in der Hölle des Krieges vermittelt wahrhaftig den Geist der Weihnacht.
Eine interessante Idee, die vier Musketiere in die Zeit des Ersten Weltkriegs zu verpflanzen! Mit diesem Krieg fand ja zugleich auch ein großer politischer und kultureller Umbruch statt, und ich denke, diesen Zwiespalt zwischen althergebrachten, konservativen Elementen und modernem Fortschritt könnten diese vier Charaktere hier sehr gut zum Ausdruck bringen.

Liebe Grüße
Aramis 


Antwort des Autors:

@Aramis

Danke für dein Review, es freut mich, dass dir die Geschichte gefallen hat. Genauso hatte ich mir das auch gedacht, dass diese Szene des Friedens inmitten des Krieges den Geist der Weihnacht vermitteln soll, ein kleines Licht in all diesem Dunkel das die Soldaten täglich durchleben sein soll.
Es freut mich, dass dir Idee, die Musketiere in diese Zeit zu verpflanzen gefällt, ich werde dann, sobald ich eine der anderen Fanfics fertiggeschrieben habe, eine Fanfic daraus schreiben, die alle vier Jahre des ersten Weltkrieges umfasst. Und genau wie im 17. Jahrhundert fand ja zur Zeit des ersten Weltkrieges eine Art Zeitenwende statt, ein großer Umbruch, und gerade da kann ich dann den Zwiespalt zwischen der konservativen Vergangenheit und dem Fortschritt gut zur Geltung bringen. Athos wird auch in dieser Fanfic ein Mann sein, der an alten Idealen und Werten festhält und der Gascogner wird, genau wie bei Dumas in seinen Freunden seinen einzigen Halt sehen und es nach dem Krieg schwer haben, ohne die drei zurechtzukommen und seinen Platz im Leben zu finden. Porthos wird es da schon leichter haben, auf ihn wartet auch in dieser Version eine alternde Anwaltsgattin und Aramis geht zu den Jesuiten zurück. Ich freue mich schon richtig diese Fanfic zu schreiben, sie wird damit beginnen, wie Athos und Porthos sich in ihrem Regiment zu Beginn des Krieges zum ersten Mal begegnen und kurz darauf in ihr erstes Gefecht in den Schützengraben müssen.

Liebe Grüße

Alienor

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