Artagnan.de - Fanfiction zu Dumas' drei Musketieren

Reviews zu «Was im Winter geschah»

kaloubet schrieb am 09.12.2013 - 20:55 Uhr zu Kapitel «Porthos und Athos»:

Eine sehr schöne Geschichte, die gut zu einem Abend wie Weihnachten passt - wann, wenn nicht da, ist Zeit in sich zu gehen, wie es Porthos hier macht? Sehr schön finde ich, wie du seine Wandlung beschreibst, wie seine Vorbehalte abplatzen und er erkennt, was hinter Athos´ Fassade steckt. Doch ob dieser, selbst bei größter Trunkenheit, einem noch Fremden diese Geschichte erzählt hätte? Nun, er muss wirklich sehr betrunken gewesen sein, naja, drei Flaschen, das ist schon was. Sehr nett fand ich auch die Episode mit Mme Coquenard, eigentlich müssten das doch gebrauchte Stiefel gewesen sein ;-)

Liebe Grüße

Kalou


Antwort des Autors:

@Kalou

Danke für dein Review. Es freut mich, dass es mir gelungen ist, Porthos Wandlung zu beschreiben. Porthos habe ich bisher noch nie in einer FF geschrieben und ich fand es deswegen ganz interessant mich mal in ihn hineinzudenken, sonst beschäftige ich mich ja meist nur mit Athos oder Aramis. Ja, Athos war wirklich sehr betrunken, ihm war gar nicht bewusst, was er dem ihm noch fremden Porthos da erzählt. Im Roman gab es ja auch diese Szene, in der er sturzbetrunken d´Artagnan von Mylady erzählt. Das freut mich, dass dir die Szene mit Madame Coquenard gefallen hat.  Ja, die alternde Anwaltsgattin ist ja wirklich sehr geizig, und wie man sie kennt, hätte sie ihm eher gebrauchte Stiefel gekauft. Aber aus dem Roman weiss man ja, dass Porthos sich durchaus darauf verstand, sie dazu zu bringen ihm gegenüber großzügig zu sein. Das was sie für die Stiefel ausgegeben hat, wird sie wohl dann wieder bei den Ausgaben für Lebensmittel einsparen, da gibt es dann eben nur dünnen Tee.

Liebe Grüße

Alienor

Rochefort schrieb am 09.12.2013 - 15:01 Uhr zu Kapitel «Porthos und Athos»:

Liebe Alienor!

Eine schöne Idee, den Beginn der Freundschaft zwischen Athos und Porthos an einen Weihnachtsabend zu legen. Dieses Gespräch in der Taverne war für beide Männer, denke ich, ein wichtiges Ereignis, ein Ereignis, das ihre Zukunft mitbestimmt hat. Porthos macht sich möglicherweise zum ersten Mal wirklich Gedanken darüber, dass man durch Neid, Eifersucht und Vorurteile Menschen großes Unrecht zufügen kann. Diese kritische Auseinandersetzung mit seiner eigenen Schwäche kann ihm nur zum Vorteil gereichen und bewahrt ihn vielleicht einmal vor folgenschweren Fehlern. Und Athos trifft auf jemanden, dem er sein Leid anvertrauen kann, gewinnt einen Freund und ist nicht mehr alleine mit seinem Schmerz an diesem Weihnachtsabend.

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

@Rochefort

Danke für dein Review. Es freut mich, dass du die Idee schön findest. Den Einfall habe ich beim Lesen im Musketierroman gehabt, wo ja am Anfang steht, dass Porthos, als Athos zu den Musketieren kam, oft eifersüchtig ihm gegenüber war. Porthos hat durch diese Begegnung in der Taverne wirklich gelernt, dass er Athos Unrecht zugefügt, ihn ganz falsch eingeschätzt hat. Er hat nur die schöne Fassade gesehen, und konnte sich nicht vorstellen, dass ein Mensch wie Athos, der in seinen Augen vom Glück so begünstigt schien, so unglücklich sein könnte., Es ist wirklich gut für Porthos, wenn er in Zukunft die Menschen nicht mehr nur nach ihrem äußeren Anschein beurteilt, und auch Athos wird diese Freundschaft guttun, da er so jemanden gefunden hat, dem er vertrauen kann. Beide Musketiere haben ihre Stärken und Schwächen und können sich durchaus gut ergänzen.

Liebe Grüsse

Alienor

Aramis schrieb am 02.12.2013 - 18:31 Uhr zu Kapitel «Neubeginn»:

Liebe Alienor & liebe kaloubet,

oh, oh, Raoul wandelt auf den Spuren seines Vaters! Das ist ja süß - wird Athos, als alleinerziehender Vater, seinem Sohn nun mit guten Ratschlägen in puncto Säuglingspflege versorgen? *zwinker* Raoul ist ja nun schlussendlich wirklich voll und ganz davon überzeugt, in Mary seine wahre Liebe gefunden zu haben - ein echtes Weihnachtswunder, das sie ihm und Athos hier in ihrem Hause bereitet hat! Sie scheint eine sehr geradlinige und mutige junge Dame zu sein, denn die Folgen ihres intimen Zusammenseins mit Raoul so offen und ehrlich zu präsentieren, erfordert sicher einige Kühnheit. Doch diese hat sich offensichtlich gelohnt, eine neue Familie ist geboren, und Athos kann sich nun nicht nur am neugefundenen Glück seines Sohnes und seiner zukünftigen Schwiegertochter erfreuen, sondern zugleich auch seinen neugeborenen Enkelsohn in die Arme nehmen  - das ist wahrhaft berührend, vielen Dank an euch beide für diese liebevolle Geschichte!
Liebe Grüße
Aramis


Antwort des Autors:

Es ist ja wirklich ein Wunder, was Raoul da wiederfahren sind, und dank Mary und seinem kleinen Sohn kann er die sinnlosen Träumereien über Louise, die ihn beinahe in den Abgrund getrieben hätten, endlich hinter sich lassen. Und da hat sich die Geschichte ja wirklich wiederholt, genau wie Athos war Raoul nicht auf seine plötzlichen Vaterfreuden vorbereitet und muss sich von einem Tag auf den anderen in seiner neuen Rolle zurechtfinden, aber mit Hilfe von Athos und natürlich Mary wird ihm das schon gelingen. Es war von Mary wirklich sehr mutig, Athos und Raoul einzuladen und ihnen das Kind zu präsentieren, aber es war in jedem Fall der richtige Schritt, denn Raoul wäre bestimmt nicht auf die Idee gekommen, sie von sich aus in England zu besuchen. So sehr ich Dumas Romane liebe, (sie sind meine absoluten Lieblingsbücher) so nehme ich es ihm doch etwas übel, dass er am Ende Athos und Raoul so einen traurigen Tod zugedacht hat, und so bereitet es mir immer besondere Freunde in Fanfics ein glücklicheres Ende für die beiden zu finden. Und es hat mir auch gefallen, wie kaloubet Athos geschrieben hat, das hat in dieser Geschichte perfekt gepasst. Es freut mich, dass dir die Geschichte gefallen hat, und du sie berührend fandest.

Liebe Grüsse

Alienor

Rochefort schrieb am 02.12.2013 - 15:35 Uhr zu Kapitel «Neubeginn»:

Liebe Alienor, liebe Kaloubet!

Hier ist Euch eine wirklich berührende und stimmungsvolle Geschichte gelungen, die wunderbar in die Vorweihnachtszeit passt. Die Szenen bei der Ankunft auf Blackmores Manor und dann im Haus selbst sind so lebendig geschildert, dass man meint, dabei zu sein. Faszinierend, wie die Liebe das Leben von Menschen von einem Augenblick auf den anderen völlig verändern kann!  Ich fand es mutig von Mary, die Initiative zu ergreifen und Raoul und Athos zu sich nach England einzuladen. Sicher eine recht ungewöhnliche Handlungsweise für eine alleinstehende Frau der damaligen Zeit. Doch hätte sie ihr Schicksal nicht in die Hand genommen, hätte es sicher für Raoul und vielleicht auch für sie keine Zukunft mehr gegeben. So aber wendet sich durch ihr entschlossenes Handeln alles zum Guten. Einmal mehr wird hier auch Athos’ nobler Charakter deutlich. Nicht jeder Adelige hätte damals ein uneheliches Kind so vorbehaltlos akzeptiert und die Mutter als seine Schwiegertochter willkommen geheißen. Eine ganz tolle Weihnachtsgeschichte!

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

@Rochefort

Danke für dein Review. Es hat mir wirklich Spaß gemacht ,diese Geschichte mit Kaloubet zu schreiben, ich habe richtig Geschmack an Co-Autorengeschichten gefunden. :)
Es war in der Tat von Mary sehr mutig die Initiative zu ergreifen, das war damals für alleinstehende Frauen damals nicht übrig. Aber du liegst genau richtig..wenn Mary nicht die Initiative ergriffen hätte, wären Raoul und sie sicherlich nicht mehr zusammengekommen und es hätte für Raoul ein böses Ende genommen. Und Raouls Sohn hätte als uneheliches Kind in England dann auch keine so schöne Kindheit gehabt. Ich finde auch, dass Kaloubet Athos gut gelungen ist, ich persönlich denke auch, dass er genau so reagiert hätte. Und damals hätte wohl nicht jeder Adelige so reagiert, oft wurden uneheliche Kinder ja damals von ihren adeligen Väter nicht angenommen und die Mutter musste sie alleine großziehen. Ich finde es auch immer schön, Geschichten zu schreiben, in denen es für Raoul und Athos ein glückliches Ende gibt.

Liebe Grüße

Alienor

Rochefort schrieb am 28.11.2013 - 15:27 Uhr zu Kapitel «Familienangelegenheiten - Mylady»:

Liebe Alienor!

Also dass es Dir nicht gelingen könnte, einen bösen Charakter glaubwürdig zu beschreiben, deshalb brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen. ;-)) Anne kommt wirklich eiskalt und skrupellos rüber. Ich frage mich immer, wie sie zu einem solchen Menschen geworden ist; das wird bei Dumas irgendwie nie wirklich erklärt. Ich glaube zwar, dass manche Charaktermerkmale schon auch ererbt sind, aber jeder Mensch hat auch gewisse positive Seiten. Dass jemand schon durch und durch böse auf die Welt kommt, kann ich mir nicht ganz vorstellen. Wäre wirklich interessant, was Anne zu dem gemacht hat, was sie ist. Jedenfalls spielt sie dem armen Athos perfekt die unschuldige, hingebungsvolle Gemahlin vor, während sie insgeheim bereits an seinen Tod und den seiner Familie denkt. Auch ihre sadistische Ader wird deutlich, indem sie sich an dem Familienstreit und dem Kummer der anderen weidet. Ich glaube, Menschen wie sie bekommen nie genug, wenn es um Macht, Reichtum und Titel geht. Egal, wie hoch Mylady gestiegen wäre, sie hätte wohl immer nach mehr gestrebt…

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

@Rochefort

Danke für dein Review. Das freut mich, dass es mir gelungen ist, Mylady so bösartig darzustellen wie ich sie mir immer vorgestellt habe. Genau wie du habe ich mich auch immer gefragt, wie sie wohl zu einem solchen Menschen wurde, Dumas hat ja dazu wirklich nicht viel geschrieben. Mir gehts wie dir, ich glaube auch nicht, dass jemand böse auf die Welt kommt. Ich weiss nicht ob du den Film “Die Nonne” kennst, wo es um eine junge Frau geht, die gegen ihren Willen in ein Kloster gesteckt wird, als sie kaum sechzehn Jahre alt ist. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass Anne nicht freiwillig ins Kloster ging. Die junge Frau in dem Film ist Demütigungen und Quälereien der Nonnen und der Äbtissin ausgesetzt, und ich könnte mir vorstellen, dass Anne im Kloster auch ähnliches durchgemacht hat. Und wir wissen ja auch gar nichts über ihre Kindheit. Laut dem Theaterstück “Die Jugend der Musketiere” starben ihre Eltern ja früh,vielleicht hat auch das sie so traumatisiert, dass sie zu dem bösartigen Menschen wurde, den wir aus dem Roman kennen. Sie muss auf jeden Fall als Kind schlimme Dinge erlebt haben, so dass ihr später jede Empathie wählte und sie wortwörtlich über Leichen ging. Natürlich wäre das keine Entschuldigung für ihre Taten, würde aber erklären, warum sie so geworden ist. Ich glaube, ich werde mich diesem Thema auch mal widmen, und eine Geschichte über ihre Kindheit und Jugend schreiben, und über die Zeit im Kloster. Du hast Recht, manche Menschen bekommen nie genug von Macht, Geld und Reichtum, wollen immer noch höher hinaus, und genau so ein Mensch ist Mylady.  Und ich schätze sie auch als sadistischen Menschen ein, der sich an dem Unglück anderer weidet.  Ich glaube selbst wenn sie königliche Mätresse wäre, würde sie noch überlegen, wie sie die Königin vergiften könnte, um selbst Königin zu werden. Sie wollte immer hoch hinaus, und dann wird sie am Ende umso tiefer fallen.  

Liebe Grüße

Alienor

Rochefort schrieb am 28.11.2013 - 15:12 Uhr zu Kapitel «Familienangelegenheiten - Athos»:

Liebe Alienor!

Deine Idee, das Weihnachtsfest auf La Fére jeweils aus der Sicht von Athos und Anne zu beschreiben, hat mir gut gefallen. Auf diese Weise wird der Gegensatz zwischen diesen zwei Persönlichkeiten am besten deutlich. Zwei unterschiedlichere Menschen, was Charakter und Moralvorstellungen anbelangt, als diese beiden kann man sich ja kaum vorstellen. Dass Olivier völlig in Annes Bann geraten ist, kommt hier sehr gut heraus: er liebt sie, er himmelt sie an, er würde sie gegen jeden verteidigen - auch gegen seine eigene Familie. Er ist völlig arglos ihrem wahren Wesen gegenüber. Vielleicht ist es gerade diese blinde Verliebtheit, die seinen Vater und seinen Bruder misstrauisch gegenüber Anne werden lässt. Es ist ihnen wohl nicht ganz geheuer, dass der sonst überlegte und vernünftige Olivier dieser Frau völlig verfallen ist. Dazu kommt, dass Georges offenbar nicht Annes Talent zur Verstellung hat und durch sein so gar nicht “brüderliches” Gebaren ihr gegenüber Verdacht erregt. Was ich für ein wenig unrealistisch halte, ist, dass Vater und Bruder so offen in Annes Anwesenheit über sie herziehen, sie sogar als “Miststück” und “Hure” beschimpfen würden. Ich glaube, dass das in so vornehmen Familien wie der von Athos eher nicht üblich wäre. Jedenfalls kann ich aber gut nachvollziehen, wie sehr Olivier darunter leidet, plötzlich zwischen der Frau, die er liebt, und seiner Familie zu sehen. Wirklich keine angenehme Situation!

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

@Rochefort

Danke für dein Review, und es freut mich, dass dir die Idee gefällt. Bei dieser Geschichte ging es mir auch genau darum…den Gegensatz der beiden einmal so richtig deutlich zu machen. Der arme Athos war ihr ja so hörig, dass er ihren wahren Charakter einfach nicht erkannt hat. Genauso schätze ich Athos sein, dass er damals, als er sich in Mylady verliebte, nicht mehr klar denken konnte und sie so sehr geliebt hat, dass er sie geheiratet hat, obwohl sein Vater gegen diese Ehe war. Du hast wohl Recht, das haben ja auch die anderen schon in ihren Reviews geschrieben…wahrscheinlich hätten Athos Vater und sein Bruder Raoul sich eher vornehm dezent zurückgehalten und solche Schimpfwörter eher nicht gebraucht. Ich habe es in meiner Geschichte so geschrieben, weil ich mir dachte, dass sie Olivier durch ihr drastisches Verhalten die Augen für Annes wahren Charakter öffnen wollen. Für Athos ist das wirklich eine schwierige Situation, zwischen Anne und seiner Familie zu stehen, denn er würde sie ja gerne alle zusammenbringen und hofft immer noch darauf, dass sein Vater und Bruder mehr Verständnis für seine Gefühle zeigen und Anne akzeptieren. Dass ihn später ein böses Erwachen erwartet, kann er ja an einem Heiligen Abend nicht ahnen.

Liebe Grüße

Alienor

kaloubet schrieb am 27.11.2013 - 21:35 Uhr zu Kapitel «Familienangelegenheiten - Mylady»:

Eh, du solltest öfter Anne schreiben - das ist gut! Man kann ihre Bissigkeit, ihre Bösartigkeit in jedem Satz nachvollziehen, das passt wirklich zu ihr, dieses vordergründig scheinheilige Getue und hinterum dann schlecht von den anderen denken, ja ihnen sogar den Tod zu wünschen. So eine falsche Schlange!

Liebe Grüße

Kalou


Antwort des Autors:

@Kalou

Danke für dein Review. Das freut mich, dass es mir gelungen ist, Anne so bösartig zu schreiben wie ich sie mir vorstelle, sie ist ja sonst eher ein Charakter, mit dem ich mich schwertue. Eine falsche Schlange ist sie wirklich, und ich habe es mir auch immer so vorgestellt, dass sie Athos gegenüber das sanftmütige Engelchen gespielt hat, und sich dahinter in Wirklichkeit eine wahre Teufelin verbirgt. Vielleicht sollte ich sie wirklich öfters schreiben…ich glaube, ich werde nächstes Jahr im Advent mal eine Geschichte schreiben, in der sie ein Jahr nach dem Weihnachten mit Athos auf einem Weihnachtsball bei Hofe für den Kardinal spioniert.

Liebe Grüsse

Alienor 

kaloubet schrieb am 25.11.2013 - 22:01 Uhr zu Kapitel «Familienangelegenheiten - Athos»:

Das ist sehr gut geschrieben, doch bin ich mir nicht sicher, ob die la Fères sich wirklich am Tisch gezankt hätten, noch dazu vor den Ohren Annes. Athos hat seine bewundernswerte Haltung ja ganz bestimmt von seinem Vater geerbt, und dass dieser ein Weihnachtsfest dergestalt entgleiten lässt ... als Familienoberhaupt ... kann ich mir irgendwie nicht vorstellen. Sehr schön finde ich, wie du Athos´ Verliebtheit darstellst, die wirklich nicht erkennen will, was für ein Teufel da mit ihnen am Tisch sitzt und sich ungerührt bedient - was ja zeigt, wie wenig Sensibilität die Dame hat. ´Ausrasten´ finde ich als Begriff allerdings zu modern. Dennoch eine sehr schön geschriebene Geschichte - wobei mich interessieren würde, ob es damals schon Weihnachtsbäume gab, ich gestehe, da bin ich mir echt nicht sicher.


Antwort des Autors:

@Kalou

Danke für dein Review. Ich persönlich habe es mir so vorgestellt, dass die La Féres sich zanken, weil ich im Roman und in dem Stück “Die Jugend der Musketiere” gelesen habe, dass Athos Familie überhaupt nicht mit der Heirat einverstanden war. Aber vielleicht hast du da schon Recht, dass Athos Vater, genau wie er selbst ein Muster an Haltung und Selbstbeherrschung gewesen sein muss, er muss ja ein Vorbild gehabt habe. Ich habe es mir nur gedacht, dass er eben alles tut um seinen Sohn zu schützen und Anne in seinem Haus einfach nicht akzeptieren kann, weil er ahnt was da kommen wird. Ich habe mir Athos Ehe mit Mylady immer so vorgestellt, dass er alles durch die rosarote Brille betrachtet und deswgen einfach nicht ihren wahren Charakter erkennt. Danke für den Hinweis, Ausrasten ist wohl wirklich etwas zu modern..das Wort gab es wohl im 17. Jahrhundert noch nicht. Was die Weihnachtsbäume betrifft, da habe ich mal gegoogelt und die gab es um 1620 nur in den Kirchen, aber noch nicht in den Häusern.

Liebe Grüße

Alienor

Aramis schrieb am 22.11.2013 - 19:11 Uhr zu Kapitel «Familienangelegenheiten - Mylady»:

Ja, Anne macht ganz den Eindruck einer skrupellosen jungen Frau, der jedes Mittel recht ist, ihren gesellschaftlichen Aufstieg voranzutreiben. Auch ihr Geliebter ist ihr nur Mittel zum Zweck,und sie wird auch ihn erbarmungslos beseitigen, wenn er ihr nicht mehr nützt. Dieses Schicksal hat sie auch Olivier und seiner Familie zugedacht, und offenbar hat sie sich in der Vergangenheit bereits erfolgreich als Mörderin betätigt. Beeindruckend, wie kalt und routiniert sie ihrem Gemahl innigste Liebe vorgaukelt, den Wunsch nach Kindern und gemeinsamem ländlichen Familienglück vortäuscht - sie ist wirklich mit allen Wassern gewaschen, und nichts wird sie von ihrem heimtücksichen Plan abbringen - das zeigt ihre Zuversicht am Ende des Kapitels nur allzu deutlich.
Liebe Grüße
Aramis


Antwort des Autors:

@Aramis

Danke für dein Review. Ich habe Mylady im Roman immer so eingeschätzt, dass sie keinerlei Skrupel hat und dass ihr, wenn sie etwas bestimmtes erreichen will, jedes Mittel recht ist. Und meiner Meinung nach ist sie eine Meisterin der Täuschung, im Roman ist es ihr ja sogar gelungen, den armen Felton von ihrer unglaubwürdig klingenden Geschichte zu überzeugen. Und ich habe es mir immer so vorgestellt, dass sie während ihrer Ehe Athos innige Liebe vortäuschte und wohl auch so getan hat, als ob sie die gleichen Wünsche und Träume hätte wie er.  Dumas hat ja nie erwähnt, wann und wie Athos Vater starb, es ist ja nur bekannt, dass er bei der Hochzeit noch gelebt hat, und später, als Athos die Lilie entdeckt hat, wohl schon tot war. Und da erscheint es mir durchaus möglich, dass Mylady nachgeholfen haben und den Tod des alten Mannes als Unfall hingestellt haben könnte..deswegen hegt sie in meiner Geschichte bereits  solche mörderischen Gedanken. Es freut mich jedenfalls dass es mir gelungen ist, Mylady so skupellos darzustellen. Und da sie ja später auch Lord Winter vergiftet hat, bin ich einfach davon ausgegangen, dass sie das womöglich auch in ihrer ersten Ehe so geplant haben könnte. Ich habe Mylady ja immer so eingeschätzt, dass sie sich stets ein wenig überschätzt hat, deswegen ist sie am Ende meiner Geschichte auch so zuversichtlich und glaubt daran, dass sie ihre hochfliegenden Pläne erreichen wird. Wenn ihr in jener Weihnachtsnacht jemand gesagt hätte, dass ihr eines Tages ein Henker den Kopf abschlagen würde, hätte sie wohl nur gelacht und kein Wort davon geglaubt.

Liebe Grüße

Alienor

Aramis schrieb am 22.11.2013 - 18:50 Uhr zu Kapitel «Familienangelegenheiten - Athos»:

Oh, bei diesem Weihnachtsfest sprühen ja wahrhaftig die Funken, zwischen den Mitgliedern der Familie de la Fère,  statt von den Wunderkerzen am Christbaum! Erstaunlich, dass Athos` Vater und sein jüngerer Bruder beim Weinachtsmahl ihre Abneigung gegen seine junge Ehefrau Anne so dermaßen deutlich zeigen. Und ebenso erstaunlich, wie Anne die beleidigenden Worte der beiden ungerührt von sich abprallen lässt. Als Hure bezeichnet zu werden, müsste ihr ja das Blut ins Gesicht und den Zorn in alle Glieder treiben. Athos scheint wirklich äußerst heftig in sie verliebt sein, wenn er sich, zusätzlich zu seinen kostbaren Geschenken, sogar bemüht, sie durch Herumalbern aufzuheitern und ihr eine lustvolle Schneeballschlacht liefert - das erinnert an zwei Kinder, die vertraut miteinander spielen. Doch sein Vertrauen in seine junge Frau wird, wie wir ja wissen, bitter enttäuscht werden - ich les gleich mal das 2. Kapitel!
Liebe Grüße
Aramis


Antwort des Autors:

@Aramis

Danke für dein Review. Nun, was Athos Vater und seinen Bruder betrifft, im Gegensatz zu dem verliebten Athos, der gerade alles durch die rosarote Brille der Liebe betrachtet, haben die beiden Myladys wahren Charakter längst erkannt und wollen Athos klarmachen, dass sie ihm nur etwas vorspielt und nicht wirklich etwas für ihn empfindet. Und was Mylady betrifft, im zweiten Teil, der ihre Sicht der Dinge schildert, wirst du erfahren, warum sie Raoul und ihrem Schwiegervater nicht mal gehörig die Meinung sagt. Sie verstellt sich nur und spielt die Sanftmütige, weil sie weiss, dass Athos sie wie ein Löwe verteidigen und so einen Familienstreit auslösen wird. Ich schätze Mylady so ein, dass sie es sehr genießt, Menschen gegeneinander aufzuhetzen, einen Streit zu verursachen. Und sie hegt bereits sehr mörderische Pläne, genauso würde ich sie einschätzen, dass sie die Ehe mit Athos nur als Übergangslösung einschätzte und es noch bis zur Herzogin oder sogar noch weiter bringen wollte. Der arme Athso ahnte ja zu dem Zeitpunkt noch nicht, was ihn im nächsten Jahr erwartet, er glaubt wirklich daran, dass er gemeinsam mit Mylady alt werden wird.

Liebe Grüße

Alienor

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