Artagnan.de - Fanfiction zu Dumas' drei Musketieren

Reviews zu «Was im Winter geschah»

kaloubet schrieb am 21.12.2012 - 14:28 Uhr zu Kapitel «Der kleine Lord de Winter»:

Liebe Alienor,

das sollte ein Edelmann tun: sich der Armen und Bedürftigen annehmen. Es wundert mich nicht, dass Athos sich des kleinen Mordaunt annimmt, er hätte eine derartige Ungerechtigkeit kaum hingenommen. Den Markt hast du eindringlich beschrieben, auch der Preister war gut getroffen. Aber mich wunderte, wie weitsichtig diese vierjährige Kind schon war, nun vermutlich wird man das auf der Straße. Zum Glück für ihn, sonst hätte das gefährlich werden können. Es ist seltsam, von Mordaunt als Athos´ Sohn zu lesen, auch wenn es nur ein Stiefsohn ist, denn seine Person ist so eng mit Hass und Tod verknüpft, dass es mir geht wie Eugène de Winter ... doch als Vierjähriger war er gewiss noch nicht abgrundtief böse.


Antwort des Autors:

@Kalou

Danke für dein Review. Ja, genau das sollte ein Edelmann tun, und ich denke, dass Athos genau das mit seinem ausgeprägten Ehrgefühl gemacht hätte. Und ich denke auch, dass sich Mordaunt, wenn er bei Athos aufgewachsen wäre, ganz anders hätte entwickeln können. Ich könnte mir gut vorstellen, dass viele STraßenkinder in diesem Alter, wenn sie täglich ums Überleben kämpfen müssen, nicht mehr wie ein Kind denken, sondern viel zu früh erwachsen werden, und entsprechend habe ich Mordaunt beschrieben. Im VAA mochte ich ihn auch nicht, weil sein Denken doch sehr einseitig war, und er seine Mutter nicht so sehen wollte, wie sie wirklich war. Als er mit vier Jahren auf die Straße gesetzt und um sein Überleben kämpfen musste, war er mit Sicherheit noch nicht böse, und ich fand die Vorstellung interessant, einmal eine Geschichte darüber zu schreiben, wie Mordaunt sich entwickelt hätte, wenn er an diesem tragischen Wendepunkt seines jungen Lebens Athos begegnet wäre.

Liebe Grüße

Alienor

Rochefort schrieb am 10.12.2012 - 12:49 Uhr zu Kapitel «Der kleine Lord de Winter»:

Liebe Alienor!

Eine Geschichte, die nachdenklich stimmt. Denn auch wenn wir heute hier sozial besser abgesichert sind, als die Menschen damals - es kann ganz rasch gehen, dass eine vermeintlich heile Welt zusammenbricht und jemand durch Krankheit, Unfall oder ein anderes Unglück von heute auf morgen plötzlich wie der kleine John-Francis mit den Schattenseiten des Lebens konfrontiert wird. Athos beweist ein großes Herz, dass er den Jungen aufnimmt, obwohl er Myladys Sohn ist. Lord Winter hingegen zeigt sich kalt und gleichgültig. Ein wahrer Edelmann würde ein hilfloses Kind nicht derart im Stich lassen.

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

@Rochefort

Danke für dein Review. Das stimmt, auch heute können Menschen von einem Tag auf den anderen vor so einer schlimmen Situation stehn, wie man in den USA, wo es keine soziale Absicherung gibt, schon oft gesehen hat.
Was John Francis betrifft, er hat mit seinen vier Jahren gar keine Chance, er hätte auf der Straße nicht mehr lange überlebt, wenn Athos ihn nicht mitgenmmen hätte, oder wäre bei dem Priester aufgewachsen und von diesem immer wieder missbraucht worden. Im VAA stand irgendwo, dass Mordaunt von seiner Amme auf die Straße gesetzt wurde, nachdem niemand mehr für seine Erziehung bezahlte, und dass er dann von einem Priester aufgenommen worden, und so kam mir diese Idee. Und ich halte es durchaus für möglich dass Mordaunt von diesem Priester keine liebevolle Erziehung erhalten hat, denn sonst hätte er sich anders entwickelt. Und dann kam mir die Idee, Athos an diesem Wendepunkt von John Francis Leben auftauchen zu lassen, mir gefiel der Gedanke irgendwie, und ich würde Athos auch so einschätzen, dass er ein hilfloses, unschuldiges Kind nicht für die Sünden seiner Mutter verantwortlich macht. Lord Winter mochte ich schon im VAA nie, weil da eindeutig hervorgeht, dass er John Francis vom König zum Bastard erklären ließ, und leugnete, dass es sein Neffe war, und dann die Amme nich mehr bezahlte, obwohl er hätte wissen müssen, dass der Junge dann auf der Straße endet. Ich war immer der Meinung, dass Lord Winter mitschuldig daran war, dass aus John Francis der rachsüchtige Mordaunt wurde. In meiner Geschichte habe ich also Athos, der ja ein wahrer Edelmann ist, sich des Kindes annehmen könnte. Im Buch fand ich es immer so traurig, dass aus John Francis der rachsüchtige, verbitterte Mordaunt wurde, und so kam mir die Idee zu dieser Geschichte.

Liebe Grüße

Alienor 

Aramis schrieb am 06.12.2012 - 22:21 Uhr zu Kapitel «Der kleine Lord de Winter»:

Liebe Alienor,
Gott sein Dank hat sich Athos auch in dieser berührenden Geschichte wieder als Retter in der Not erwiesen und den kleinen John Francis vor dem üblen Priester und dessen widerwärtigen Plänen gerettet! Dass sich Lord Winter und seine Schwester dem Jungen gegenüber so abweisend verhalten, ist wirklich grausam - doch für John Francis offenbar sogar ein Glück, denn sonst hätte Athos ihn wohl nicht zu sich nach Frankreich mitgenommen! John und Raoul als Brüder aufwachsen zu lassen, ist eine sehr interessante Idee, in Deiner Geschichte, und offensichtlich bewahrheitet sich Athos` Überzeugung , dass eine liebevolle Umgebung für den kleinen John Francis am allerwichtigsten ist!
Liebe Grüße
Aramis


Antwort des Autors:

@Aramis

Danke für dein Review. Lord Winter mochte ich in den Romanen nie, weil es im VAA hieß, dass er dein kleinen John Francis zum Bastard erklärt und davongejagt hätte, dementsprechend kam er in meiner Geschichte auch nicht so gut weg. Ich fand immer, dass es ein Fehler war, den armen Jungen auf die Straße zu jagen, und dass aus ihm nicht dieser rachsüchtige, skrupellose Mordaunt geworden wäre, wenn er eine liebevolle Erziehung gehabt hätte. Und dann dachte ich mir, dass es doch Athos sein könnte, der diese Erziehung übernimmt., und mir gefiel auch der Gedanke, John und Raoul zu Brüdern zu machen. Und Athos schätze ich auch so ein, dass er ein Kind nicht für die Fehler seiner Mutter verantwortlich machen würde. Ja, Athos Überzeugung hat sich am Ende bewahrheitet, der kleine John Francis brauchte wirklich nur eine liebevolle Erziehung. Ich dachte beim Lesen immer schon, dass Mordaunts Geschichte ganz anders verlaufen wäre, wenn seine Kindheit glücklicher gewesen wäre.  Freut mich, dass dir die Geschichte gefallen hat.

Liebe Grüße

Alienor


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