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Reviews zu «Was im Winter geschah»

Aramis schrieb am 17.12.2012 - 07:30 Uhr zu Kapitel «Die Witwe»:

Eine spannende Geschichte! Ich habe anfangs gar nicht zu hoffen gewagt, dass Professor Martines mit dem Leben davonkommt - wer einmal in die Mühlen der Inquisition geraten ist, kommt in den meisten Fällen nicht mehr lebend aus ihnen heraus -
Die Szene des öffentlichen Autodafés wirkt äußerst lebendig, da wird einem unwillkürlich mulmig, beim Lesen!
Steckte etwa Rochefort selbst hinter der mysteriösen Heiligenerscheinung, um das Leben des Professors zu retten? Zuzutrauen wäre es ihm wohl - wo er doch auch trauernde Witwen täuschend echt zu imitieren versteht! Und der Witwenschleier verbirgt ja auch sein Jakobusgesicht optimal vor den Schergen der Inquisition -
Liebe Grüße
Aramis

AlienorDartagnan schrieb am 13.12.2012 - 16:02 Uhr zu Kapitel «Die Witwe»:

Eine schöne Geschichte, sie hat auch so einen herrlich mysteriösen Touch, weil man sich beim Lesen die ganze Zeit fragt, wer diese Witwe wohl ist. Ich muss zugeben, dass ich ja am Anfang vermutet habe, es könnte die Chevreuse sein, weil diese ja genau zu diesem Zeitpunkt im spanischen Exil weilte.
Diese Autodafés waren ja eine wirklich schreckliche Sache, da wurden viele unschuldige Menschen fälschlicherweise als Ketzer verbrannt, also ich wollte zu dieser Zeit nicht gelebt haben. Beim Lesen stellte sich mir wirklich die Frage, wie dieser Professor im Angesicht des nahenden Todes nur so gelassen sein konnte, ich könnte das nicht, wenn ich in so einer Situation wäre. Hat er vielleicht vorher irgendein Rauschmittel eingenommen? Der verklärte Blick würde ja darauf hindeuten…
Wirklich klug vom Professor, zu behaupten, dass ihm der heilige Jakobus in seiner Zelle erschienen ist…denn so kann er sich vor der Hinrichtung retten..also ich würde auch eindeutig lieber eine Pilgerreise antreten, als Opfer eines Autodafés zu werden.
Interessant, wie schnell die versammtelte Menschenmenge ihre Meinung ändern, erst sind sie gekommen um einen vermeintlichen Ketzer brennen zu sehen, dann jubeln sie laut und feiern ihn als eine Art Held.
Schade ist es allerdins um die Schriften des Professors..schon traurig, dass damals wissenschaftliche Abhandlugen einfach so vernichtet wurden.  Das gönne ich dem Großinquisitor, dass er sich nun verärgert zurückziehen muss…schön, dass das Leben des Professors durch diese Erscheinung gerettet wurde.
Was für eine Überraschung am Schluss, dass die Witwe Rochefort war, damit hätte ich nicht gerechnet. Da drängt sich mir doch die Frage auf, ob er dem Professor, als Heiliger Jakobus verkleidet, in seiner Zelle “erschienen” ist. ;)
Zumindest wäre das meiner Vermutung nach sein Grund, am Autodafé teilzunehmen, um zu sehen, ob sein Plan funktioniert hat.
Eine sehr schöne Geschichte, die gut in die Weihnachtszeit passt, ich fand es gut, dass der Professor nicht ein Opfer des Autodafés wurde.

Liebe Grüße

Alienor


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