Artagnan.de - Fanfiction zu Dumas' drei Musketieren

Reviews zu «Was im Winter geschah»

kaloubet schrieb am 25.12.2012 - 16:47 Uhr zu Kapitel «Herbergsuche»:

Wie nett, Rochefort und eine Katze. Eine schöne Idee, passt gut zu Weihnachten und macht den Comte ein wenig menschlicher ... wobei er bei dir sowieso sehr menschlich ist, diese Bösewichtaura bekam er ja vor allem durch die Filme. Wie kann man so eine nette Katze nur nach draußen verbannen? Herzlose Menschen. Sehr gut fand ich auch die Gedanken Rocheforts in der Kirche - tja, ich befürchte, er hat mit seiner pessimistischen Weltsicht leider Recht.


Antwort des Autors:

Liebe Kaloubet!

Danke für Dein nettes Review! Ja… “mein” Rochefort hat unter einer harten Schale einen ziemlich weichen Kern - was ihn zwar sympathischer, ihm aber sein Leben und vor allem seinen “Job” an der Seite des Kardinals nicht gerade einfacher macht. Schließlich ist der Hof die reinste Schlangengrube und als Agent kann er es sich selten leisten, Schwäche oder Mitleid zu zeigen. Auch ein Grund, warum Rochefort Tieren in der Regel mehr vertrauen wird als Menschen. Ihnen gegenüber braucht er sich nicht zu verstellen.

Das kleine Kätzchen hatte auf jeden Fall Glück, dass es an den Katzenfreund Richelieu gekommen ist und der ihm gleich eine dauerhafte Bleibe verschafft hat. Für Antoinette war das Tier wohl nicht viel mehr als ein Spielzeug, über das man sich keine besonderen Gedanken macht. Sie hat daher auch nicht darüber nachgedacht, welches Schicksal die Katze nach ihrer Abreise von daheim erwarten wird.

Liebe Grüße

Rochefort

Aramis schrieb am 19.12.2012 - 23:47 Uhr zu Kapitel «Herbergsuche»:

Lieber Rochefort,
eine zutiefst berührende Geschichte! Ich bin ganz begeistert! Die kleine, verstoßene Katze auf Herbergsuche ist einfach rührend, man fühlt und leidet total mit, mit ihr, beim Lesen! Hartherzigkeit und Gedankenlosigkeit gegenüber Tieren hasse ich am meisten, und ich trage es Antoinette schon sehr nach, dass sie ihre kleine Gefährtin, anscheinend ohne alle Gewissenbisse,  einfach zurückgelassen hat! Sie kann sich offenbar gar nicht vorstellen, was nun in dem armen, verlassenen Wesen vorgehen muss, welche Ängste es auszustehen hat! Umso schöner ist es daher, dass die kleine Katze nun durch Richelieus Vermittlung bei Rochefort ein neues Zuhause gefunden hat. Wer den hinterhältigen Menschen zu misstrauen gelernt hat, besitzt meist ein Herz für Tiere, und dass Rochefort nun doch wahrhaft weihnachtliche Gefühle erleben darf, hat er nicht Gott oder den Menschen da draußen zu verdanken, sondern einzig und allein der tiefen Freundschaft Richelieus und dem rührenden Zutrauen dieser süßen, kleinen Katze  -
Liebe Grüße und ein frohes Weihnachtsfest!
Aramis


Antwort des Autors:

Lieber Aramis!

Ich freue mich sehr, dass Dir die Geschichte gefallen und Dich so sehr berührt hat. Im Grunde basiert sie auf realen Ereignissen; ich habe hier verarbeitet, wie ich zu meiner Katze Tara kam. Sie tauchte zwar nicht zu Weihnachten auf, sondern im Herbst und saß tagelang miauend auf dem Balkon einer Nachbarin. Die brachte sie dann zu meinen beiden besten Freundinnen. Ich war an diesem Abend zufällig gerade bei ihnen zu Besuch, und da sie selbst schon mehrere Katzen haben, fragten sie mich, ob ich die kleine Katze nicht nehmen wolle…

Jedes Jahr, vor allem nach Weihnachten und zur Urlaubszeit, erleiden so viele Tiere das Schicksal der Katze aus meiner Geschichte. Auch ich hasse Menschen, die so mit anderen Lebewesen umgehen. Für das Mädchen Antoinette war das Tier nur ein Spielzeug, das man vielleicht nicht gerade gern zurücklässt, aber um das man sich im Endeffekt nicht viele Gedanken macht.

Besonders interessant fand ich es zu beschreiben, wie so ein Weihnachtstag für den Kardinal und Rochefort verlaufen sein könnte, und ich denke, in dieser Schlangengrube, die der Pariser Hof war, ist wirklich nur ihre Freundschaft zueinander - und in diesem Fall auch noch das überraschende Auftauchen des Kätzchen - dafür verantwortlich, dass weihnachtliche Stimmung und Freude für die beiden entstehen kann.

Nochmals ein schönes und friedvolles Weihnachtsfest!

Liebe Grüße

Rochefort

AlienorDartagnan schrieb am 19.12.2012 - 17:59 Uhr zu Kapitel «Herbergsuche»:

Eine wirklich gute Weihnachtsgeschichte, es ist schön, einmal eine weihnachtliche Geschichte aus Rocheforts Sicht zu lesen. Er liegt ganz sicher richtig mit seiner Vermutung…es dürfte nicht sonderlich viele Messbesucher geben, die sich wirklich auf die Weihnachtsmesse konzentiert haben, die meisten schmiedeten in Gedanken bestimmt schon wieder die nächsten Hofintrigen, und das Hochamt, das der Kardinal selbst zelebrierte, dürfte den meisten recht gleichgültig gewesen sein.
Ich finde es sehr mutig vom Kardinal, dass er, obwohl er so vielen verhasst ist, noch selbst die Weihnachtsmesse hält, das müsste er ja als Kardinal auch eigentlich gar nicht tun, das könnte ja auch der Bischof von Paris machen..oder hat Paris gar keinen Bischof gehabt zu der Zeit?
Für den armen Rochefort scheint Weihnachten ja wirklich eine trostlose Angelegenheit zu sein, so ganz ohne Familie…der Kardinal scheint für ihn wirklich zu einer Art Familienersatz geworden zu sein, solange er in seinen diensten steht, vergisst oder verdrängt er wohl meist seine Einsamkeit. Aber da der Kardinal beim König eingeladen ist, sieht es für Rochefort nun so aus, als müsste er den Abend ganz alleine verbringen. Ziemlich trostlos, wie er in den Vorzimmern bei den Höflingen ausharren muss, bis der Kardinal die königliche Feier verlässt..und auch der Kardinal scheint kein so tollesFest gehabt zu haben.
Ich finde, dass es dir sehr gut gelungen ist, aus der Sicht der Katze zu schreiben, das war wunderschön und berührend zu lesen. :) Ich liebe ja Katzen, deswegen mag ich Geschichten, in denen welche vorkommen immer sehr gerne. Wie traurig, dass Antoinette ihre Katze nicht mitnehmen konnte, und wie herzlos ihre Eltern mit dem armen Tier umgingen…da kamen mir beim Lesen echt die Tränen. Besonders die Mutter ist ja ziemlich zickig und stellt sich wegen ein paar Katzenhaaren so an. Das arme Tier, ich habe wirklich mit ihm gelitten, wie es verschreckt durch die Gassen von Paris irrte, das hast du alles sehr gut aus der Sicht der Katze beschrieben. Die hektischen lauten Gassen sind für eine Katze ja wirklich erschreckend, wenn sie bisher in einem behüteten Haushalt bei einem liebevollen Frauchen gelebt hat. Ach, wie schön war das doch zu lesen, wie berührend, als die Katze ausgerechnet bei Richelieu ein neues Zuhause findet…das hat mich richtig gefreut :)
Und auch Rochefort hat die Katze Freude gebracht, nun ist auch für ihn Weihnachten. Ach, ist das schön, ich liebe solche Geschichten, besonders wenn Katzen darin vorkommen. :) Und ich weiss aus eigener Erfahrung, wie glücklich einen so eine Katze machen kann, wie schön so ein seliges, zufriedenes Schnurren sein kann.

Liebe Grüße

Alienor


Antwort des Autors:

Liebe Alienor!

Vielen Dank für Dein ausführliches Review. Ich freue mich wirklich sehr, dass Dir die Geschichte gefallen hat und dass mir auch die Passagen aus der Sicht der Katze gelungen sind. Irgendwie lag mir sehr viel an dieser Geschichte, weil sie einerseits einen realen Hintergrund hat - ich kam auf dieselbe Art zu meiner Katze Tara wie Rochefort zu seiner (nur dass sie im Herbst u. nicht zu Weihnachten auftauchte) - und ich es andererseits interssant fand, eine Weihnachtsgeschichte aus der Sicht von Richelieu und Rochefort zu schreiben.

Soweit ich weiß, hat der Kardinal zu besonderen Anlässen auch selbst Messen zelebriert. An Mut fehlte es ihm bestimmt nicht. Egal wie sehr man ihn gehasst oder man ihm gedroht hat und wie viele Feinde er sich machte, er ist immer seinen Weg gegangen und hat die Ziele verfolgt, der er für richtig hielt.

Rochefort hat sich meiner Vorstellung nach schon recht bewusst dafür entschieden, keine eigene Familie zu gründen, da er das mit seinem Dienst für den Kardinal nur sehr schwer für vereinbar hält. Er lebt ein gefährliches Leben, ist viel unterwegs und mit einer Familie wäre er für seine Feinde viel leichter angreifbar und erpressbar und müsste ständig in Sorge um die Sicherheit von Frau und Kindern sein.

Liebe Grüße und ein frohes Weihnachtsfest!

Rochefort


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