Artagnan.de - Fanfiction zu Dumas' drei Musketieren

Reviews zu «Was im Winter geschah»

Rochefort schrieb am 17.12.2013 - 12:58 Uhr zu Kapitel «Die Gräfin von Mortain»:

Liebe Alienor!

Das ist wirklich einmal eine ganz andere Weihnachtsgeschichte. Sie beginnt wie eines dieser romantischen Märchen, in dem ein armer Bursche eine wunderschöne Prinzessin kennenlernt und danach all seine Not ein Ende hat - und wandelt sich plötzlich zum Grusel-Thriller! Ziemlich heftig. Mit so einer Wendung habe ich jedenfalls nicht gerechnet, das hast Du sehr gekonnt hinbekommen. :-)) Als besonders beklemmend habe ich es empfunden, dass die Gräfin eigentlich ja nicht aus Grausamkeit und Bosheit handelt, sondern dass sie, bereits seit frühester Kindheit von ihrem Vater beeinflusst, tatsächlich glaubt, ein gutes Werk zu tun und arme Seelen von ihren irdischen Qualen zu erlösen. Irgendwie fragt man sich am Ende, wie das weiter gehen wird. Wird tatsächlich nie jemand ihr Tun durchschauen? Immerhin könnten sich Menschen, die mitbekommen, dass sie Bettler mit auf ihr Schloss nimmt, fragen, was mit all diesen Leuten passiert… Vielleicht gibt es ja eines Tages eine Fortsetzung dieser Geschichte! :-))

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

@Rochefort

Danke für dein Review. Es freut mich, dass mir der Überraschungseffekt gelungen ist und dir die Geschichte gefallen hat. Ich wollte einfach mal etwas ganz anderes schreiben, und keine Friede, Freude Eierkuchen Weihnachtsgeschichte, sondern mal etwas Düsteres, eine überraschende Wendung. Und ich wollte aber auch keine bösartige Mörderin, sondern eine die es nicht besser weiß, weil sie von frühester Kindheit an von ihrem Vater so erzogen wurde und das Morden an Weihnachten dann als etwas völlig Normales ansah. Natürlich könnte es sein, dass sie eines Tages ertappt wird, immerhin holt sie die Bettler ja jedes Jahr an der gleichen Stelle mit. Wenn mir etwas einfällt, schreibe ich im nächsten Jahr auf jeden Fall eine Fortsetzung. :)

Liebe Grüße

Alienor

Aramis schrieb am 12.12.2013 - 21:22 Uhr zu Kapitel «Die Gräfin von Mortain»:

Oh, das ist ja eine wahrhaft gruselige Geschichte! Sie beginnt wie ein schönes Märchen über eine barmherzige Samariterin und endet absolut tödlich - diese  Wendung ist wirklich überraschend! Mir tut Mordaunt fast schon leid - dieser barmherzigen Mörderin zum Opfer zu fallen, das ist irgendwie noch fürchterlicher als der kalte Tod auf See - die Gräfin meint ja offenbar wirklich, eine gute Tat zu begehen, indem sie  zu Weihnachten einem Bettler ins vermeintliche Himmelreich verhilft. Ein sehr raffiniertes Kapitel!
Liebe Grüße
Aramis
 


Antwort des Autors:

@Aramis

Danke für dein Review. Das freut mich, dass es mir gelungen ist, diese Wendung so überraschend darzustellen. Genau das war nämlich mein Ziel…der Leser sollte sich zunächst in einem typischen Weihnachtsmärchen, einer dieser Weihnachtswundergeschichten wähnen, um dann plötzlich eine böse Überraschung zu erleben. Es freut mich, dass dir das Kapitel gefallen hat, es hat mir wirklich Spaß gemacht das zu schreiben. Ja, obwohl Mordaunt so viele schlimme Taten begangen hat, hat man beim Lesen fast ein bisschen Mitleid mit ihm. Ja, die Gräfin glaubt wirklich, dass sie ihm mit dem Mord etwas Gutes tut…sie ist da ein Opfer der Erziehung ihres Vaters, der sie in diese eigenartige Familientradition einführte. Du hast Recht, es ist fürchterlicher als der Tod auf See, erst schöpft er etwas Hoffnung auf ein besseres Leben, und merkt erst als das Gift zu wirken beginnt, dass er der Falschen vertraut hat.
Ich wollte einfach mal eine etwas andere Weihnachtsgeschichte schreiben, ohne das übliche Happy End, mit einer überraschenden Wendung.

Liebe Grüße

Alienor


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