Artagnan.de - Fanfiction zu Dumas' drei Musketieren

Reviews zu «Was im Winter geschah»

kaloubet schrieb am 18.12.2013 - 20:23 Uhr zu Kapitel «Nochebuena»:

An einigen Stellen fühlte ich mich sehr an Athos erinnert - dem Kind den Namen vorenthalten, ihn nicht zum Bastard machen und doch nichts mehr wünschen, als dass es den Namen seines Vaters kennen lerne. Zuerst dachte ich, Aramis verschwindet, es hätte zu ihm gepasst, sich leise und diskret zu entfernen, Verzweiflung im Herzen. Doch ist er alt geworden, das ist die letzte Chance, seinen Sohn kennenzulernen, wer mag es ihm vorwerfen? Zumal Charles sehr verständnisvoll reagiert, sehr abgeklärt, zum Glück, denn eine solche Neuigkeit ist sicher nicht einfach zu verdauen. Eine schöne Bescherung - im positiven Sinn ;-)

Liebe Grüße

Kalou


Antwort des Autors:

@Kalou

Danke für dein Review. Du liegst richtig, das war für Aramis und Charles eine schöne Bescherung im positiven Sinn. Und Charles hat wirklich sehr verständnisvoll und abgeklärt reagiert, ich dachte mir beim Schreiben, dass er ja gleich eine tiefe Verbindung zu Aramis spüren könnte, und deswegen nach dem ersten Schock schnell Freude und Stolz empfindet, dessen Sohn zu sein. Und mir hat es auch gefallen, wie Aramis Aramis geschrieben hat, Aramis hat wirklich sehr positiv auf seinen Sohn reagiert und den Mut gehabt, diesem von seiner Herkunft zu erzählen.

Liebe Grüße
Alienor

Liebe kaloubet,
vielen Dank fürs Lesen und deine verständnisvolle Review! Ja, Aramis` erste Reaktion auf die unverhoffte Begegnung mit seinem Sohn ist natürlich Flucht - doch Charles` sanfte Beharrlichkeit bringt ihn dann doch dazu, trotz aller Furcht vor den möglichen Folgen, diesem seine wahre Herkunft zu gestehen. Und Charles ist ein sehr feinfühliger, aber auch entschlossener junger Mann, der angesichts dieser unerwarteten Eröffnung Gott sei Dank nicht die Nerven wegschmeißt.
Eine höchst sentimentale Geschichte, ich geb`s zu, aber Alienor und mir hat`s großen Spaß gemacht, Aramis und seinen verlorenen Sohn am Heiligen Abend zueinanderfinden zu lassen - es ist ja Weihnachten *zwinker*!
Nochmals Danke und liebe Grüße!
Aramis

Rochefort schrieb am 17.12.2013 - 14:19 Uhr zu Kapitel «Nochebuena»:

Lieber Aramis!

Vielen Dank für diese sehr emotionale und berührende Geschichte! Die Tatsache, dass er der eitlen Oberflächlichkeit des Hoflebens nichts abgewinnen kann, macht den jungen Charles gleich sympathisch. Welch’ eine schicksalhafte Fügung, dass er bei diesem Weihnachtsfest an der Tafel ausgerechnet den Platz neben seinem leiblichen Vater zugeteilt bekommt. Dieses Gefühl, einem eigentlich völlig fremden Menschen mit einem Mal nahe zu sein, gibt es tatsächlich. In seltenen Fällen ist mir das auch schon passiert, dass ich jemanden gerade erst getroffen hatte, und doch war da das Empfinden, ich kenne diese Person schon mein ganzes Leben. Der Gewissenskonflikt des Duque d’Alameda ist gut nachvollziehbar und ich fand seine Reaktion sehr menschlich. Er hätte Charles auch die Tür weisen, jeden weiteren Kontakt mit ihm meiden oder ihm eine Lüge auftischen können, statt sich der Vergangenheit zu stellen. So ein Schritt erfordert viel Mut, denn man weiß bei einer so heiklen Situation nie, ob sich die Dinge dadurch zum Guten oder Schlechten wenden und welche Konsequenzen die Wahrheit für alle Beteiligten haben wird. Im Falle von Charles und seinem Vater ist tatsächlich ein Weihnachtswunder geschehen und alles nahm ein glückliches Ende.

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

@Rochefort

Danke für dein Review. Diese Geschichte haben Aramis und ich zusammen geschrieben, sie hat Aramis geschrieben, ich Charles. Das war meine erste Co-Autorengeschichte und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, ich finde das Schreiben einer Co-Autorengeschichte viel interessanter als alleine zu schreiben. Das war in der Tat eine schicksalhafte Fügung, dass Aramis ausgerechnet neben seinem Sohn zu sitzen kam, für beide war das ja wirklich ein großes Glück. Ich kenne das auch, dieses Gefühl, dass man jemanden, den man gerade erst getroffen hat, schon sein Leben lang zu kennen scheint, aber das ist wirklich selten. Und bei Charles und Aramis war diese Verbindung auch sofort da, und Charles fühlte sich, obwohl er es sich nicht erklären könnte, gleich zu dem Herzog hingezogen und empfand eine große Sympathie zu ihm, ohne zu ahnen, dass es sich dabei um seinen Vater handelte. Ich finde auch, dass Aramis das sehr schön geschrieben hat, wie Aramis auf seinen Sohn reagierte, das war schon sehr berührend. Es war wirklich Mut von ihm, dem Sohn die Wahrheit zu sagen, obwohl er nicht wusste, wie Charles darauf reagieren würde. Und für Charles war es zunächst wirklich ein Schock, obwohl er Aramis gerne mochte, denn er hatte ja bis dahin geglaubt, der Herzog von Longueville wäre sein leiblicher Vater. Seine Mutter hatte nie den Mut aufgebracht ihm die Wahrheit zu sagen, besser gesagt, sie konnte es gar nicht, weil sie das Kind ja damals als Sohn ihres Ehemannes ausgeben musste. Ja, das Ganze ist wirklich wie ein Weihnachtswunder für die beiden, und Charles hat den Schock ja rasch verdaut und freut sich nun darüber, mit seinem Vater etwas Zeit zu verbringen und ihn besser kennenzulernen.

Liebe Grüße
Alienor

Lieber Rochefort,
vielen Dank für dein wie immer so treffendes Review! Wie Alienor schon sagte, ist dies eine Co-Autoren-Geschichte - die Idee dazu stammt von ihr, und ich hab dieses Thema gerade als Weihnachtsgeschichte sehr passend gefunden. Bei Dumas verschwindet ja Aramis` leiblicher Sohn sang-und klanglos wieder in der Versenkung, daher war`s auch für mich persönlich spannend, mir diese Begegnung zwischen ihm und Charles mal näher auszumalen.

Nochmals vielen Dank und liebe Grüße!
Aramis


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