Artagnan.de - Fanfiction zu Dumas' drei Musketieren

Reviews zu «Was im Winter geschah»

kaloubet schrieb am 18.12.2011 - 15:09 Uhr zu Kapitel «Un acteur»:

Auch mich hat das Gefecht sehr stark an das erinnert, was die Musketiere mit den Gardisten zu Beginn des Romans ausgefochten haben. Malingré ist aber nicht d´Artagnan, da braucht der Gascogner keine Angst zu haben, nehme ich an. Netter Verführungsversuch gegenüber Aramis, aber um den Abbé zu verführen, braucht es wohl ein wenig mehr ;-) - interessant, dass er ihn nicht gefordert hat, da war der Herr Abbé aber in einer sehr gelassenen Stimmung. Tréville wäre nicht erfreut gewesen ;-).


Antwort des Autors:

Auch dir ein Dankeschön für dein Review. Ich habe mit immer wieder überlegt, was wäre passiert, wenn d’Artagnan sich gravierend überschätzt hätte? Meine Antwort ist der grottenschlechte Malingré. Na ja Schaufechten hilft halt nicht wirklich im ernsthaften Gefecht.

Ich meine, im Buch hat Aramis auch d’Artagnan einiges klargemacht, daher war er für mich die richtige Person um Malingr#e den Kopf zurechtzurücken.

AlienorDartagnan schrieb am 18.12.2011 - 11:20 Uhr zu Kapitel «Un acteur»:

Eine wirklich schöne Geschichte. Als ich das mit der zarten, mädchenhaften Gestalt und dem bartlosen Gesicht las, dachte ich zunächst, dass der Schauspieler womöglich eine Frau und Spionin des Kardinals sein könnte. Allerdings sahen ja damals viele Schauspieler weiblich aus, weil damals die Männer ja auch Frauenrollen spielen mussten, weil die Frauen gar nicht auf der Bühne stehen durften.  Das Gefecht mit den Gardisten des Kardinals zeigt, dass der Schauspieler doch ein mutiger Mann zu sein scheint, oder er hat einfach den Erst der Lage verkannt, und das ganze als Spiel angesehen. Mir gefiel die Duellszene, weil sie mich an die Duellszene aus Dumas Roman erinnerte.  Das mit dem König war ja auch peinlich, da hatte Malingré ja Glück, dass der König ihn nicht darauf angesprochen hat. Oder wusste der König, dass es sich um einen Schauspieler handelte? Denn womöglich hat er ihn schon einmal spielen gesehen.
Da hatte Malingé  ja wirklich Glück, dass Aramis auf seine Annäherungsversuche so verständnisvoll reagierte, das hätte nämlich auch böse enden können. Womöglich glaubte der Schauspieler ja, dass Priester alle dem eigenen Geschlecht zugeneigt wären, wobei es damals bestimmt viele Priester gab, bei denen es so war.  Und dank Aramis bringt Malingré jetzt auch mehr Verständnis für die Musketiere auf, und versteht, dass er ihnen mit seinem Verhalten geschadet hat. Die Musketiere könnten ja in dem Schauspieler wirklich einen neuen Freund gefunden haben. d´Artagnans Reaktion ist nur zu verständlich, da er ja nicht weiss, dass Malingé gar kein Musketier ist, muss er jetzt natürlich befürchten, dass der junge Mann seinen Platz bei Porthos, AThos und Aramis eingenommen hat, und auf Malingré ist er ja sowieso nicht so gut zu sprechen. Dass er am Nachmittag nicht mit den Musketieren zum Wachdienst kommen durfte, wird ihn auch schon stutzig gemacht haben, da er seinen Freunden sonst immer Gesellschaft beim Wachdienst leisten durfte.  Und natürlich muss er, der sich schon lange danach sehnt, bei den Musktetieren aufgenommen werden, sich ärgern, dass dem vermeintlichen Musketier Mallingé, kaum älter als er selbst, dies gewährt wurde. Es macht Malingré sehr sympathisch, dass er mit d´Artagnan mitfühlt, und darauf besteht, dass die Freunde ihn einweihen.  Das Ganze war ja auch wirklich lustig…ein Muskeiter, der keiner ist, und dass d´Artagnan ihn für einen hält, zeigt, dass Malingré ein guter Schauspieler ist. In ihm haben die Musketiere bestimmt einen neuen Freund gefunden, auf den d´Artagnan nicht eifersüchtig sein muss.


Antwort des Autors:

Danke für dein Review!  Das Motiv mit dem Schauspieler, der alles durcheinander bringt, wird ja gerne mal in Krimi’s oder SF’s verwendet. Zudem hatte ich einen Film gesehen, indem ein Schauspieler in England (der immer nur Frauenrollen spielte) sich mit der Konkurrenz von Schauspielerinnen auseinandersetzen mußte. Der Film dürfte im 16. oder 17 Jhdt. gespielt haben. Nun, die Kombination des Schauspielers als Praktikant bei den Musketieren mit diesem engl. mädchenhaften Schauspieler ergibt - M. Malingré.

Ein bißchen verbiege ich die Historie ja schon, denn damals wurden die Rollen anders dargestellt. Ich glaube nicht, dass sie damals versucht hätten einen Musketier realitätsnah darzustellen.Ich habe mir also einen modernen Schauspieler vorgestellt, z.B. Darsteller des Musicals, die tatsächlich ja Schau-Fechten trainieren mußten. Malingré glaubt halt, das wäre wie richtiges fechten.

Das Duell ist, richtig erkannt, eine Anspielung auf das Duell mit d’Artagnan, ein bißchen Lester-Film steckt auch mit drin. Es ist quasi eine Alternative Duellszene, freut mich, dass sie dir gefällt.

Ich hab’ da bewußt was ausgelassen, denn aus dem Spott von Jussac und der Kardinalsgarde könnte auch noch manche peinliche aber komische Szene entstehen.

Ich freue mich sehr, dass dir die Geschichte gefällt und dass sie auch lustig rüberkommt. Ich finde das nämlich gar nicht so einfach eine lustige Geschichte zu schreiben.

 


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