Artagnan.de - Fanfiction zu Dumas' drei Musketieren

Reviews zu «Weltenbrand»

Rochefort schrieb am 30.12.2016 - 12:36 Uhr zu Kapitel «Die Gattin des Anwalts»:

Liebe Alienor!

Ja, für viele Adelsfamilien müssen die Umbrüche, die die moderne Zeit mit sich brachte, nur schwer zu bewältigen gewesen sein. Die Probleme von Isaac de Portheau schilderst Du wirklich sehr realistisch. Ihm bleibt nur sein klingender Name und sein Stolz - und selbst letzteren musste er, wie man sieht, schon beinah aufgeben. Es muss ziemlich erniedrigend sein, auf solche “Liebschaften” angewiesen zu sein, nur um an Geld zu kommen. Das Auftauchen von Mousqueton war wirklich Rettung in letzter Minute *schmunzel*.

Dass Porthos nicht zu jenen gehört, die den Kriegsausbruch bejubeln, macht ihn sympathisch. Er schätzt das, was da auf die Soldaten zukommt, ganz realistisch ein…

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

@Rochefort

 

Danke für dein Review. Ja, für die Adelsfamilien war es damals in Frankreich nicht leicht, viele haben durch die Revolution einen großen Teil ihres Vermögens verloren und in der Zeit danach blieb ihnen oft nichts mehr als ihr Adelstitel. Isaac hofft darauf, durch eine finanziell lukrative Heirat ADelstitel mit Vermögen zusammenzubringen, aber wie dieses Kapitel zeigt, erscheint ihm die Verbindung mit der Coquenard doch als sehr bittere Pille, da sie mehr möchte als nur gelegentliche flüchtige Küsse. Porthos wuchs mit den Erzählungen seines Vaters vom Krieg auf, weiß deswegen schon, dass da nichts Gutes auf ihn zukommt, und zieht nicht, wie so viele andere junge MÄnner mit fanatischem Idealismus in den Krieg, für ihn ist der Krieg eine noch bitterere Pille als die Verbindung mit der Coquenard. Eines kann ich schonmal verraten…in den späteren Kapiteln wird Porthos noch den kriegsbegeisterten Jungspund d´Artagnan eines Besseren belehren müssen.

Liebe Grüße

Alienor

kaloubet schrieb am 24.12.2016 - 16:42 Uhr zu Kapitel «Die Gattin des Anwalts»:

Liebe Alienor, das klingt ja schauerlich! Also wenn madame Coquenard derart unangenehm anzusehen ist, dann tut mir Porthos wirklich leid - er scheint ja Hoffnungen auf sie zu setzen, aber das eine wird nicht ohne das andere gehen. Das hätte er sich vielleicht vorher überlegen müssen, bevor er mit ihr anbändelte, denn nur für Geld mit einer so abstoßenden Person ins Bett zu gehen, das ist doch etwas grenzwertig. Nun hat er ja ein wenig Schonzeit, wobei Schonzeit nicht stimmt, ein Weltkrieg kündigt sich an, und seine Rückkehr in die Provence ist ja alles andere als garantiert. Ja, die Soldaten dachten damals noch so, Krieg bedeutete Karriere, aber der arme Porthos wird bald erleben müssen, dass dieser Krieg nicht mehr als ein Abschlachten war. Eine Vorahnung hat er ja schon, das scheint mir sehr realistisch gedacht!

Liebe Grüße

Kalou


Antwort des Autors:

@Kalou

 

Danke für dein Review. Tja, du hast Recht, Porthos hätte sich das besser mal vorher überlegt…ihm hätte klar sein müssen, dass eine reiche Dame wie die Coquenard von ihm mehr als nur flüchtlige Küsse verlangen könnte. Ja, im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert gab es solche Ehen  die “Adelstitel und “Geld” zusammenbringen häufiger, aber diese Ehen wurden meist nicht glücklich, worüber der verarmte Porthos aber nicht nachdenkt. Durch den Krieg hat er nun zwar eine Schonfrist, doch er ahnt bereits, dass das, was da auf ihn zukommt, sehr schlimm werden wird, und zieht mit unguten Gefühlen in den Krieg, im Gegensatz zu vielen anderen jungen Männern damals, die den krieg romantisierten. In den späteren Kapiteln wird er den stürmischen, kriegsbegeisterten Gascogner unter seine Fittiche nehmen, denn dieser, soviel kann ich schonmal verraten, wird mit stürmischer Begeisterung in den Krieg ziehen, wie damals viele junge MÄnner es taten.

Liebe Grüße

Alienor

Aramis schrieb am 23.12.2016 - 07:49 Uhr zu Kapitel «Die Gattin des Anwalts»:

Liebe Alienor,

hu, Madame Coquenard ist ja nicht grad anziehend, mit ihrer Eiterpustel auf der Nase! Und ihr klebriger Kuchen macht auch alles andere als Appetit - kein Wunder, dass der arme Isaac versucht, jede sexuelle Betätigung mit ihr bis auf weiteres zu verschieben! Der verarmte Adelssohn, was tut er nicht alles fürs liebe Geld - seine familiären Hintergrund hast du sehr einfühlsam beschrieben, das gefällt mir gut!
Witzig fand ich, wie Isaac die Nachricht seines Dieners über den Kriegsausbruch zuerst für eine bloße Finte hält, um ihn aus den Fängen der Anwaltsgattin zu befreien! :D Doch leider ist die Mitteilung nur zu wahr, und man versteht nur zu gut seine äußerst skeptischen Gefühle angesichts des Jubels der Bevölkerung. Krieg war und ist niemals eine Lösung und stürzt die Menschheit bloß ins tiefste Elend. Isaac scheint das intuitiv richtig erkannt zu haben…

Liebe Grüße
Aramis


Antwort des Autors:

@Aramis

Danke für dein Review. Freut mich, dass dir das gefallen hat, wie ich Porthos familiären Hintergrund beschrieben habe, ich habe versucht, es auf das 20. Jahrhundert zu übertragen, als ja viele Adelsfamilien verarmt wurden. Die Coquenard wird später noch mal vorkommen, nach dem Krieg, mehr verrate ich mal noch nicht. Krieg ist wirklich niemals eine Lösung und Isaac ahnt schon instinktiv, dass er nichts Gutes zu erwarten hat, er hat ja von den ERzählungen seines Vaters schon erfahren wie schrecklich der Krieg ist. Und es hat mir Spaß gemacht, das mit der Coquenard zu schreiben, ich musste beim Schreiben selbst manchmal schmunzeln.
Im nächsten Kapitel kommt Aramis an die Reihe und ich werde schildern, wie der junge Priesterschüler zum Militär kommt, bin schon gespannt, wie dir das Kapitel gefallen wird. Der Gascogner wird erst später, in Verdun, zu den anderen stoßen, im Roman kannten die drei Musketiere sich ja auch schon ein paar Jahre, als der Gasgogner zu ihnen stieß.

Liebe Grüße

Alienor

Schnuffel schrieb am 04.05.2015 - 16:37 Uhr zu Kapitel «Das gebrochene Herz des Comte de La Fère»:

Liebe Alienor,

ich finde es einen interessanten Ansatz, die Musketiere in die Zeit des Ersten Weltkrieges zu versetzen und bin gespannt, wie du das umsetzen wirst und welche Abenteuer sie erleben werden!

 

Liebe Grüße

Schnuffel

Rochefort schrieb am 12.03.2015 - 14:01 Uhr zu Kapitel «Das gebrochene Herz des Comte de La Fère»:

Liebe Alienor!

Eine interessante Idee, die Helden von Dumas in die Zeit des Ersten Weltkrieges zu versetzen. Dieses erste Kapitel ist emotional sehr berührend. Die Erkenntnis, dass ein Mensch, den man liebt, den man zu kennen glaubte, einen derart hintergeht und in Wahrheit nicht das Geringste für einen empfindet - das muss schauderhaft sein. Dieses jäh aus einer heilen Welt gerissen Werden hast Du auch von der Stimmung her sehr gut rübergebracht: Zuerst die Idylle auf dem Schloss, die Beschreibung des friedlichen, sonnigen Sommertages, als der Comte sich auf den Weg zum Pfarrhaus macht - und dann die mörderische Eifersuchtsszene. Man kann die rasende, besinnungslose Wut von Olivier beim Lesen richtiggehend fühlen und es wird einem ganz kalt und beklommen.

De La Féres Reaktion, als er wieder einigermaßen Herr seiner selbst ist, kann man gut nachfühlen. Als im Grunde durch und durch friedfertiger, äußerst sensibler Mensch, der aber auch vom Stolz des Aristokraten beseelt ist, muss er zutiefst entsetzt und abgestoßen von seiner Tat sein. Den Tod auf dem Schlachtfeld zu suchen, erscheint ihm als der einzige noch halbwegs ehrenvolle Ausweg… Ich bin schon gespannt, wie es weitergeht.

Noch ein Tipp: In deinen Antworten auf die Reviews beschreibst Du oft schon andeutungsweise, wie Deine Geschichte weitergehen wird. Das finde ich nicht so gut, denn damit nimmst Du den Lesern einen Teil der Spannung weg.

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

@Rochefort

Danke für dein Review. Es freut mich sehr, dass dir die Idee, die Musketiere in diese Zeit zu versetzen gefällt. Ich dachte mir, dass das ja damals eine Zeitenwende war, genau wie im 17. Jahrhundert, und dass die Musketiere deswegen gut dort hineinpassen würden. Für Athos ist das wirklich eine sehr bittere Erkenntnis, das Anne ihn jahrelang betrogen hat und ihn nie wirklich geliebt hat, dass seine Liebe zu ihr nichts als eine Chimäre gewesen ist. Das freut mich, dass es mir gelungen ist, das von der Stimmung her rüberzubringen. Für Olivier war das ein schwerer Schlag und er vergaß sich völlig und konnte nicht mehr klar denken, so konnte es zu der schlimmen Tat kommen. Er glaubt nun wirklich dass der Tod auf dem SChlachtfeld für ihn die einzige Option ist und er keine andere Wahl mehr hat. Und er ist wirklich zutiefst abgestoßen von seiner Tat und kann gar nicht fassen,d ass er tatsächlich einen Menschen ermordet hat. Ihm ist es gleich ob er im Krieg fallen wird, er will nur vor seinen Schuldgefühlen fliehen.
Danke für den Tipp, ich verspreche dir, dass ich in Zukunft in meinen Reviewantworten nicht mehr so viel verraten werde, damit die Spannung auch erhalten bleibt.

Liebe Grüße

Alienor

Aramis schrieb am 11.03.2015 - 19:09 Uhr zu Kapitel «Das gebrochene Herz des Comte de La Fère»:

Liebe Alienor,

oh, das muss wahrhaftig ein furchtbarer Schock sein, seine über alles geliebte Ehefrau so dermaßen überraschend und ohne allen vorherigen Verdacht in den lüsternen Armen eines anderen vorzufinden! Oliviers Reaktion darauf ist schrecklich, schlicht und einfach mörderisch, aber dennoch trotz allem auch irgendwie verständlich. Dermaßen rüde und gewaltsam aus seinem Traum vom idyllischen Familienglück herausgerissen, rastet er komplett aus, verliert jede Kontrolle über sich und tut genau das, wofür er sich selbst hinterher zutiefst verabscheut. Er versucht, vor sich selbst zu fliehen - nach Paris, ins harte Soldatenleben und in den Alkohol, und er beschließt nun, als Buße für seine schreckliche Tat, den Tod im Kampf auf dem Schlachtfeld zu suchen. 
 
Ja, ich kann mich erinnern, du hattest angekündigt, die Geschichte der 3 Musketiere in die Zeit des Ersten Weltkriegs übertragen zu wollen - dieser erscheint hier in deinem ersten Kapitel nun wie eine düstere Ahnung, eine immer deutlicher zutage tretende Bedrohung, vor deren Hintergrund sich die Ereignisse um Olivier, Anne und Georges abspielen. Und die brutale, mörderische Szene zwischen den dreien, als Olivier Annes heimliches, ehebrecherisches Verhältnis mit Georges entdeckt, weist bereits auf zukünftige Greueltaten voraus -

Ich bin jetzt natürlich schon seeehr gespannt, wie du die Geschichte nun weiterführen und den Comte de la Fère auf seine zukünftigen Freunde treffen lassen wirst!

Liebe Grüße
Aramis


Antwort des Autors:

@Aramis

Danke für dein Review. Ja, für den armen Athos war es wirklich ein großer Schock, dass die Frau die er liebe und die er vertaute ihn so sehr enttäuscht hat, und da brannten bei ihm leider alle Sicherungen durch und er tötete sie im Affekt. Seine Reaktion ist, wenn sie auch falsch ist, durchaus verständlich, denn er hat für sie sogar gegen seinen Vater rebellliert und sie gegen dessen Willen geheiratet und er hätte alles für sie getan. Und genau wie beim Athos im 17. Jahrhundert, so ist auch diesem Athos sein Leben jetzt nichts mehr wert und er wird vor sich selbst zu fliehen versuchen, sich sinnlose betrinken, doch seine SChuldgefühle werden ihn überallhin verfologen und den Tod auf dem Schlachtfeld, den er sich jetzt so ersehnt, wird er nicht finden, er wird mit seiner SChuld weiterleben müssen, inmitten der Schrecken des Krieges. Ja, noch ahnt der Comte nicht, dass er Anne irgendwann wiedersehen wird, dann wird er zwar froh sein, dass er sie nicht ermordet hat, aber er und seine FReunde werden eine gefährliche Gegnerin haben. Es wird da auch noch ein düsteres Showdown geben, etwas anders als im Roman, aber nicht weniger schaurig. Und ich habe mich entschieden, soviel kann ich schon einmal verraten, Myladys zweiten Mann, Lord Winter, in meiner Version Baron Winter, mit einzubauen, im Musketierroman war er ja bereits ermordet von Mylady als die Handlung begann. Seine Ermordung durch Mylady, auch das wird Teil dieser sich über vier Jahre erstreckenden Handlung sein. Und auch Georges wird noch einmal in Erscheinung treten in dieser Geschichte. Und Mylady wird nicht weniger mörderisch und skrupellos sein als im Musketierroman und sie wird auch als Agentin arbeiten.
Es freut mich, dass du schon gespannt bist wie es weitergeht. Im nächsten Kapitel geht es vor allem um Porthos, und ich werde dann bald auch Athos und Porthos aufeinandertreffen lassen. Und auch für Aramis habe ich mir schon eine Variante überlegt, wie er zum Militär kommt.

Liebe Grüße

Alienor

kaloubet schrieb am 11.03.2015 - 19:07 Uhr zu Kapitel «Das gebrochene Herz des Comte de La Fère»:

Eine zeitliche Versetzung der Handlung finde ich interessant, warum nicht in den ersten Weltkrieg. So als Hintergrund passt das ja ganz gut, die allgemeine Stimmung ist genauso desolat, wie die des comte de la Fère. Ein grausamer Krieg, ein grausames Schicksal. Warst du mal in Verdun? Wenn du Hintergrundlektüre suchst, lies ´le feu´ von Henri Barbusse, man kriegt das Schaudern. Die Szene, bei der der comte Anne ertappt, hat mich an den russischen Film erinnert, da ertappt er sie ja auch - ein nachvollziehbarer Grund, ihr an die Gurgel zu gehen. Öh, wo hast du den französischen Text her? Der stimmt so nicht - wenn du willst, übersetze ich ihn dir richtig, dann kannst du ihn editieren ;-)

Liebe Grüße

Kalou


Antwort des Autors:

@Kalou

Danke für dein Review. Das freut mich, dass du die Idee interessant findest, ich dachte mir einfach, dass man die Musketiere gut in diese Zeit versetzten kann, in der wirklich die allgemeine Stimmung genauso desolat war wie die des Comte. Und vor Athos liegt nun eine sehr schwere Zeit, er wird bald mit den Schrecken des Krieges konfrontiert werden und außerdem dem Alkohol verfallen, aber er wird auch bald zwei Freunde haben die ihm etwas Halt bieten können, und zuerst wird er, genau wie bei den Musketieren, Porthos begegnen. Danke für den Tipp, ich werde das Buch mal lesen, ich kann für diese Geschichte Hintergrundinformationen gut gebrachen, es soll ja möglichst authentisch sein. In Verdun war ich schon, damals als Schülerin, bei uns fahren fast alle Klassen nach Verdun. Und es ist wirklich sehr erschütternd, wenn man sich vorstellt, wie viele Männer dort auf beiden Seiten einen sinnlosen Tod sterben mussten. Eines kann ich schonmal verraten, in Verdun wird es auch zu einer Begegnung zwischen Athos und Myladys zweitem Mann, de Winter kommen, im Gegensatz zu den Musketieren wird er in meiner Version noch leben und erst im Laufe des Krieges von Mylady vergiftet werden. Den russischen Film habe ich noch nicht gesehen, habe ihn aber bereits im DVD Regal liegen, den muss ich mir unbedingt mal in den nächsten Tagen anschauen. Ja, Athos war nicht meher Herr seiner Sinne und es hat ihn hart getroffen, dass seine Liebe zu Anne nur eine Illusion war. Und als ihm nach seiner Tat klar wurde was er getan war, war er natürlich zutiefst erschüttert, und seine Schuldgefühle werden sich auch, genau wie bei den Musketieren, durch die ganze GEschichte ziehen.
Den französischen Text habe ich von Wikipedia, ich hatte den da abgeschrieben, danke dass du mich darauf hingewiesen hast, dass er falsch ist. Wäre echt nett von dir, wenn du ihn richtig übersetzen könntest, mein französisch ist eben doch noch etwas holprig, so dass ich Fehler nicht gleich bemerke.

Liebe Grüße

Alienor


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