Artagnan.de - Fanfiction zu Dumas' drei Musketieren

Reviews zu «Zweisamkeiten»

Rochefort schrieb am 18.04.2016 - 15:02 Uhr zu Kapitel «Nach dem Dîner ...»:

Liebe Kaloubet, lieber Aramis!

Ich finde, in diesem Kapitel kommt die düstere Bedrohung, die sich wie ein Schatten auf die vier Freunde herabsenkt, extrem lebendig und beklemmend zum Ausdruck. Es gibt in der Tat kaum einen schlimmeren Gegner, als einen von Rachdurst beseelten Menschen, der nur ein Ziel kennt, nämlich die Vernichtung seiner - vermeintlichen oder tatsächlichen - Feinde, und der dabei auch auf sein eigenes Leben keine Rücksicht nimmt.

Das Auftauchen von Mordaunt hat tatsächlich etwas Schicksalhaftes und ich glaube, dass Athos deswegen von allen am meisten vom Grauen gepackt wird, weil er sich selbst nie vergeben konnte, was er damals getan hat. So sehr sein Verstand Mylady auch immer verurteilt hat, sein Inneres lässt ihn nicht zur Ruhe kommen und flüstert ihm immer wieder dieses unerbittliche “Du hast Dich schuldig gemacht” zu. Und doppelt angreifbar ist er natürlich durch die Sorge um seinen Sohn.

Ein Glück, dass der Geliebte nun doch an seiner Seite ist und ihm Kraft gibt in diesen dunklen Stunden.

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort,

vielen Dank für dein treffendes Review - ja, ich denke auch, dass Athos genau deswegen Mordaunt auch nicht töten kann. Er sieht ihn ihm einen von Gott gesandten Rächer, der das Recht hat, ihn anzuklagen, vielleicht sogar, ihm das Leben zu nehmen. Zumal er durch seine Vaterschaft weiß, was eine Mutter für ein Kind bedeutet. Mordaunt ist ein um seine Mutter betrogenes Kind und er ist der Schuldige daran. Deshalb bietet er ihm die Hand mitten im Ärmelkanal - zum Glück denkt er im letzten Moment an Raoul, sonst bin ich mir nicht sicher, ob er sich wirklich gewehrt hätte.

Ganz lieben Dank für dein treues Lesen und Reviewen!

Liebe Grüße

Kalou

Rochefort schrieb am 13.04.2016 - 14:09 Uhr zu Kapitel «Place Royale»:

Liebe Kaloubet, lieber Aramis!

Eine gute Idee, die dramatische Aussprache auf der Place Royale zur Ausgangsbasis dieser beiden Kapitel zu machen. Sie war für mich immer einer der dramatischsten Momente überhaupt in den 3 Bänden.

Aramis mit seinem Stolz und seinen im Inneren hoch auflodernden, heftigen Gefühlen muss es in der Tat fast übermenschliche Selbstbeherrschung und Überwindung gekostet haben, sich hier zu zügeln und seinen Degen zu zerbrechen. Dass er aber das Geschehene nicht einfach so auf sich beruhen lassen kann, ist ebenso logisch und folgerichtig, und das daraus resultierende Streitgespräch mit Athos dementsprechend emotionsgeladen. Aramis’ innere Distanz zu d’Artagnan, in der er sich so sehr von Athos unterscheidet, wird hier sehr deutlich. Athos sieht den Gascogner mit völlig anderen Augen als René.

Und wieder einmal wird hier deutlich, dass es die beiden auch nach so vielen Jahren noch immer hervorragend beherrschen, einander misszuverstehen und aneinander vorbei zu reden! *zwinker*

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort,

ja, das aneinander vorbeireden haben sie tatsächlich kultiviert - aber zu ihrer Entschuldigung sei gesagt, dass sie sich vorher wohl längere Zeit nicht sahen, dass viel Ungesagtes zwischen ihnen steht (z.B. die Sache mit Mme de Longueville) und dass Athos von Aramis´ Reaktion etwas, nein sogar sehr überrascht ist. Obwohl sie ihn eigentlich nicht überraschen dürfte, denn Aramis war ja schon immer d´Artagnan gegenüber recht distanziert, selbst im Buch. Diese Szene auf der Place Royale gehört auch zu meinen Lieblingsszenen und es freut mich bzw. uns natürlich sehr, wenn du unsere bzw. Aramis´ Idee, sie aufzugreifen, nachvollziehbar findest. 

Ganz vielen Dank für dein Review

Liebe Grüße

Kalou

AramismyLove schrieb am 09.08.2015 - 19:23 Uhr zu Kapitel «Vorabend der Schlacht»:

Ich muss an dieser Stelle mal gestehen, dass es mir am Anfang doch schwer gefallen ist Athos und Aramis als Paar zu sehen. Aber je weiter ich lese umso mehr finde ich Gefallen an der “Zweisamkeit”.

Ich habe bisher auch noch nicht darüber nachgedacht, das die beiden

gefühls-,und schicksalsmäßig so viel verbindet. Das sie sich gegenseitig so gut bestärken und ergänzen - das ist die reinste Form der Freundschsft.


Antwort des Autors:

Liebe AramismyLove, danke für dein Review. Aramis & Athos waren von Dumas ja in keinster Weise als Paar vorgesehen, da setzen wir uns schon ziemlich über die Vorgaben hinweg, weswegen wir deine Zweifel sehr gut verstehen :). Umso mehr freut uns, dass du sie nun mit anderen Augen betrachtest, und unsere Überlegungen - die dennoch ooc sind - vielleicht ein wenig nachvollziehen kannst. 

Liebe Grüße und nochmal danke

Kalou

AramismyLove schrieb am 08.08.2015 - 20:06 Uhr zu Kapitel «Kosmetik»:

Ein sehr schönes Kapitel, es lädt oft zum schmunseln ein.

ICH habe merkwürdiger Weise grade meinen Spass daran, mir einen gewissen Musketier bei Douglas vorzustellen. .......ein Königreich für meine Gedanken :D

Da ich ja noch sehr neu hier bin, habe ich nun den Vorteil gleich weiter lesen zu können.

Bin gespannt, wie es weiter geht. 

 


Antwort des Autors:

Liebe AramismyLove,

vielen Dank für dein Review, wir freuen uns, wenn du Amüsement beim Lesen hattest und das Kapitel deine Vorstellungskraft anregen konnte! *zwinker* Laut Dumas ist Aramis, im Gegensatz zu Athos, der Körperpflege ja sehr zugeneigt, und es hat uns beim Schreiben großen Spaß gemacht, ihre konträren Einstellungen zum Thema Kosmetik mal näher zu beleuchten…

Liebe Grüße
Aramis

Schnuffel schrieb am 29.05.2015 - 22:42 Uhr zu Kapitel «Eifersucht»:

Ach Gottchen, die zwei sind ja zum knutschen… Welch missverständliche Situation… Herrlich. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie entwickel ich für Aramis Muttergefühle. Der hat sich da so reinverannt, dass ich das Bedürfnis hatte, ihn fest in den Arm zu nehmen, seinen Kopf zu streicheln und sagen, dass alles gut wird ;) Und dann hoffen, dass ich Athos für mich alleine haben kann ;)
Ich hoffe, es geht bald weiter, der Schreibstil fesselt mich unglaublich- besser als manche Bücher.

Allerliebste Grüße

Schnuffel


Antwort des Autors:

Liebe Schnuffel,

vielen Dank fürs Lesen und dein so freundliches Review!! Wir freuen uns sehr, wenn dir, als Athos-Fan, Athos` und Aramis` Darstellung gefällt. Kaloubet übernimmt in unseren Co-Geschichten über dieses ungewöhnliche Paar immer in kongenialer Weise Athos` Rolle, und ich bemühe mich, Aramis` Part entsprechend auszufüllen - ich freu mich sehr, wenn er imstande ist, deinen mütterlichen Instinkt zu wecken *zwinker*

Vielen Dank nochmal für dein Lob und liebe Grüße!
Aramis

Rochefort schrieb am 17.11.2014 - 14:45 Uhr zu Kapitel «Eifersucht»:

Liebe Kaloubet, lieber Aramis!

Ein wirklich gelungenes, spannendes Kapitel mit jeder Menge Dramatik. Wahrhaft köstlich der Einstieg mit dem in Kittys Kleidung durch das nächstliche Paris stürmenden d’Artagnan - dieses Bild vor meinem inneren Auge hat mich sehr erheitert.

Der Rest der Geschichte ist wunderbares Beispiel dafür, wie leicht doch der menschliche Verstand irrezuleiten ist, wie sehr der Mensch dazu neigt, das, was er zu sehen GLAUBT, gleich als unumstößliche Wahrheit zu betrachten und wie rasch einem die eigenen Ängste einen bösen Streich spielen können, indem sie die Gedanken in eine völlig verkehrte Richtung lenken. Aramis ist, was sein Vertrauen in Gefühle wie Liebe und Zuneigung betrifft, sowieso zutiefst unsicher, immer ist da im Hinterkopf die Furcht, ja die Erwartung, bitter enttäuscht zu werden. Als er die Szene hinter Athos’ Fenstern beobachtet, wird in seinem Inneren aus der verdrängten nagenden Furcht sofort schreckliche Gewissheit: Athos betrügt ihn! Seine Glaube an die Liebe war wieder nur Hirngespinst, ein naiver Traum, auf den nun das schreckliche Erwachen folgt.

Und so interpretiert er auch das Verhalten von Athos im Folgetag genau in diese Richtung. Ein Glück, dass Athos’ Liebe und sein Verständnis für die Ängste von Aramis größer sind, als seine Enttäuschung über das unberechtigte Misstrauen, die zutiefst verletzenden Anschuldigungen des Geliebten.

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Lieber Rochefort, danke für dein wie immer sehr zutreffendes Review! In der Tat neigt der Mensch Glaube für Wahrheit zu halten und noch dazu, den anderen gründlich misszuverstehen. Solche Dinge entwickeln doch immer ein schreckliches Eigenleben, warum sollten unsere Helden davor verschont bleiben ;) ? Ich denke, Athos ist in solchen Dingen großmütig, er zieht es vor, sich zurückzuziehen, den anderen freizugeben und stumm zu leiden, wohingegen Aramis - zum Glück - zu Explosionen neigt. er leidet nicht still, sondern kocht über, ein gut Teil davon liegt in seiner Unsicherheit in der Liebe begründet, das hast du ganz richtig gesehen. Insofern ergänzen sich die beiden aufs´ Beste ;-)

Nochmal danke für dein Review, liebe Grüße

Kalou

AlienorDartagnan schrieb am 17.11.2014 - 14:21 Uhr zu Kapitel «Eifersucht»:

Dass die Tür versperrt ist, das wird Aramis nun auch völlig falsch deuten, nun macht er sich davon, was man aber angesichts der Situation auch verstehen kann, Aramis muss ja im Moment denken, dass Athos ihn mit dem Gascogner betrügt. Er kann ja nicht wissen, dass d´Artagnan sich den Unmut der Damenwelt zugezogen hat und deswegen noch um diese Zeit bei Athos war. Armer Athos, er leidet noch immer unter Schuldgefühlen, weil er Mylady damals erhängt hat, und das sie noch lebt, das muss für ihn ein Schock sein. Ihr habt das wirklich sehr gut geschrieben, sehr buchgetreu und trotzdem in den Dialog von d´Artagnan und Athos auch eigene Ideen eingebracht, wirklich eine gute Mischung.  
Armer Aramis, man leidet beim Lesen wirklich mit ihm mit, da hat er nun in Athos seine Liebe gefunden, und glaubt nun, ihn an d´Artagnan verloren zu haben, er kann ja nicht ahnen, dass Athos und der Gascogner ganz andere Probleme haben. Für Athos ist das ja auch gerade eine sehr schwere Situation, er muss wirklich Angst um seine Freunde zu haben, weil er ahnt, dass Mylady diesen schaden könnte, um sich an ihm zu rächen, und er spürt wohl auch noch immer ihre gefährliche Anziehungskraft. Er kann zwar froh sein, dass sein Gewissen nicht mehr mit einem Mord belastet ist, doch nun ist seine Vergangenheit in Gestalt von Mylady wieder sehr nahe gerückt. Aber ich bin sicher, dass Athos ihr nicht mehr verfallen kann, er weiß ja jetzt wie gefährlich und auch böse sie ist und es könnte zwischen ihnen nie wieder so sein wie zuvor. Es ist eben wohl so, dass er einfach nicht aus seiner Haut kann und etwas von ihrem gefährlichen Zauber noch immer vorhanden ist. Noch weiß sie ja nicht, dass er noch am Leben ist, aber wenn sie das erfährt, könnte es für ihn gefährlich werden. Und wie man aus dem Roman weiß, sie hat ja vieles versucht, wie beispielsweise der vergiftete Wein, den sie später, in La Rochelle, dem Gascogner zukommen ließ.
Der arme Athos, der sich natürlich keiner Schuld bewusst sein kann, weiß noch gar nicht, was Aramis damit meint, denn zwischen ihm und d´Artagnan ist ja gar nichts vorgefallen, und Aramis hat die Situation einfach nur völlig missverstanden. Aramis denkt jetzt wohl, er wäre für Athos ebenfalls nur ein Schosshündchen gewesen, so wie damals für die Chevreuse, er zweifelt jetzt an sich und an Athos Liebe. Hoffentlich kann Athos ihn vom Gegenteil überzeugen, aber leicht dürfte das nicht werden. Weiß dieser Chavigny eigentlich von Aramis und Athos Liebe? War er nicht derjenige, der in einer eurer Geschichten die beiden an dem See auf einer Waldlichtung beobachtet hatte? Ist schon eine Weile her, dass ich diese Geschichte gelesen hatte, aber irgendwie ist mir Chavignys Name in Erinnerung geblieben. Athos und Aramis müssen wirklich vorsichtig sein, denn wenn jemand, der ihnen nicht wohlgesonnen ist, etwas von ihrer Liebe mitbekommt, könnte das für sie böse enden. Athos hat Recht, auf offener Straße sollten die beiden das lieber nicht diskutieren.
Aber ob Aramis wohl Athos Erklärung, also die Geschichte des Gascogners glauben wird? Aramis traut Athos Untreue zu, ich kann verstehen, dass ihn das ärgert, aber ich kann auch Aramis verstehen, wer würde nicht eifersüchtig werden, wenn er am Fenster eine scheinbar so eindeutige Situation beobachtet? Aber Aramis scheint auch den Gascogner nicht so gut zu kennen, sonst wüsste er ja, dass dieser eindeutig eher der Damenwelt zugetan ist. Aramis hat schon Recht, in gewisser Weise verbindet Athos mit d´Artagnan ein geheimes Band, weil der Gascogner nämlich seit Amiens von seiner tragischen Vergangenheit und von Mylady weiß, und Aramis kann das ja nicht wissen und deutet deswegen die enge Verbindung von Athos und d´Artagnan ganz falsch. Vielleicht sollte Athos Aramis endlich von der Sache mit Mylady und von deren Zusammenstoß mit dem Gascogner erzählen, dann versteht er endlich was dahinter steckt. Aramis Eifersucht könnte aber auch die Beziehung der beiden auf DAuer gefährden, dass Aramis sagt, er möchte Athos nicht mit anderen teilen, das klingt schon bedenklich. Ich kann verstehen, dass Athos Aramis von d´Artagnans peinlichem Missgeschick(in Frauenkleidern durch halb Paris rennen zu müssen ist für einen Musketier ja extrem peinlich) nichs erzählen möchte um ihn nicht bloßzustellen, aber in diesem Fall wäre es wirklich besser, wenn er es täte, damit Aramis endlich versteht, dass er keinen Grund hat eifersüchtig zu sein. Ihr habt die beiden wirklich sehr gut geschrieben, sowohl Aramis als auch Athos Emotionen kommen sehr überzeugend und authentisch rüber beim Lesen. Und es ist gut, dass Aramis nicht darauf bestanden hat, dass Athos ihm alles erzählt, also warum der Gascogner bei ihm war…Aramis muss lernen zu vertrauen, und nicht in jedem Mann den er in Athos Nähe sieht gleich einen Konkurrenten sehen. Am Schluss des Kapitels musste ich wirklich schmunzeln..Ja, die beiden sollten wirklich lieber die Vorhänge schließen…wenn man von unten soviel sieht wäre es fatal für die beiden, wenn beispielsweise Treville zufällig an dem Haus in dem sich Athos Wohnung befindet vorbeigehen würde..
Ein sehr schönes, emotionales Kapitel, es hat mir sehr gut gefallen und ich habe mich gefreut, dass endlich einmal jemand diese Szene aus dem Buch, in der der Gascogner in Frauenkleidern in Athos Wohnung flüchtet, aufgegriffen hat. Athos und Aramis sind in eurer Slashgeschichte wirklich ein liebenswertes Paar, das einem beim Lesen nie langweilig wird. Und bei mir will das was heißen, bei Liebesgeschichten bin ich normalerweise schnell gelangweilt, weil die Autoren in Gesülze verfallen, aber ihr schreibt die beiden so authentisch und ungekünstelt, und gleitet auch nie in übertriebenen Kitsch ab, einfach das pure Lesevergnügen :)

Liebe Grüße

Alienor


Antwort des Autors:

Liebe Alienor, danke für dein Review - so Missverständnisse sind ja richtig aus dem Leben gegriffen, warum sollten unsere Helden davor verschont bleiben ;-) ... und zu einer Liebesgeschichte gehört nun einmal auch Eifersucht - ein solcher Verdacht gepaart mit Aramis´ explosivem Temperament kann eigentlich gar nicht in Kitsch abgleiten ;-). Es freut uns sehr, dass du diese kleine Geschichte mochtest! Was Athos anbelangt, so hält er sich hier noch bedeckt, weil er Aramis später von Mylady erzählen wird (wir hatten das ja schon in einer vorherigen Geschichte geschreiben und wollten es nicht wiederholen). Natürlich hast du Recht, dass es das Beste wäre, er machte reinen Tisch, doch einerseits konnten wir das nicht reinbringen, siehe oben, und andererseits ist er sich selbst noch nicht klar darüber, was das alles für ihn bedeutet. Auch deswegen zieht er es (noch) vor zu schweigen.

Nochmal danke für dein Review, liebe Grüße

Kalou

AlienorDartagnan schrieb am 17.11.2014 - 13:41 Uhr zu Kapitel «Eifersucht»:

Oh, wie schön, ein neues Kapitel :) *grins* Herrlich, dass ihr diese Szene, in der der Gascogner vor der wilden Furie Mylady in Kettys Kleid fliehen musste…einfach herrlich, diese Szene fand ich immer richtig komisch und originell. Eigentlich erstaunlich, dass die bisher niemand in einer Fanfic verwendet hat. Irgendwie war d´Artagnan ja auch selbst Schuld, erst sich Mylady gegenüber als Wardes ausgeben, dann das auch noch zugeben und als er zufällig die Lilie sah, war es klar, dass Mylady wie eine Furie auf ihn losging. So wie der Gascogner mit den Frauen umgeht, darf er sich nicht wundern, wenn er dann mal rasch die Flucht ergreifen muss. Da hatte er aber Glück, dass nicht gerade ein Regiment von Musketieren von einem Gasthaus zurückkam und ihn so in dne Straßen gesehen hat, sonst wäre er bei den Musketieren zum totalen Gespött gewesen, das hätte sicherlich rasch die Runde gemacht. Und herrlich diese Szene, in der Grimaud sagt"Was wollt ihr Metze”, natürlich hält er den Gascogner in dieser Kleidung für eine Frau. Das sagt er im Buch zwar nicht, aber ich finde es passt in diesem Zusammenhang ganz gut. War “Metze” damals nicht der Begriff für “leichtes Mädchen” oder “Hure”? Die Szene habt ihr echt genial gemacht, ich musste lachen, als Athos sagt “Er steht Euch dieser Rock, wie er so nett und elegant geblümt Eure Beine umschmeichelt”; das ist einfach herrlich zu lesen dieser Humor :) Der Gascogner findet das nicht lustig…aber es ist schon irgendwie total lustig…irgendwie hatte ers ja verdient, in Frauenkleidern durch die Straßen von Paris laufen zu müssen..was für ein Glück für ihn, dass es mitten in der Nacht war, sonst wärs ein echter Spießrutenlauf für ihn gewesen. Oje, Athos findet den nackten d´Artagnan durchaus ansprechend? Da bleibt für Aramis nur zu hoffen, dass Athos keinen Gefallen an dem Gascogner findet. Aber d´Artagnan fühlt sich ja auch eher der Damenwelt zugeneigt, ist somit kein Konkurrent für Aramis. Auweh…Aramis ist also auf dem Weg zu Athos Wohnung…na hoffentlich führt das nicht zu Missverständnissen und hoffentlich ist der Gascogner nicht mehr nackt wenn Aramis eintrifft. Aber da das Kapitel “Eifersucht” heißt, ahne ich bereits Böses. Aramis hat also d´Artagnan und Athos am Fenster gesehen und natürlich versteht er die ganze Situation völlig falsch. Ich bin mal gespannt, zu welchen Komplikationen ihr das noch führt. Ich finde ihr macht das wirklich sehr gut, Athos und Aramis sind ein wirklich sehr authentisches Paar, lebensecht geschrieben und nicht so langweilig wie die Friede Freude Eierkuchen Paare die man aus historischen Romanen kennt. Bei ihnen gibt es immer mal wieder Konflikte, Missverständnisse usw, und deswegen werden eure Geschichten auch nie langweilig. Ich mag einfach keine Geschichten, in denen immer nur heiler Liebeshimmel ist, so wie ihr Athos und Aramis schreibt, das mag ich lieber als die Romanpaare, es ist eine Freude das so zu lesen. Ob Aramis jetzt wohl in die Wohnung gehen wird? Oder wird er sich erst einmal zurückziehen um zu verdauen was er da gerade gesehen hat?

Review Teil 2 folgt

Liebe Grüße

Alienor


Antwort des Autors:

Liebe Alienor,

auch von mir vielen Dank für dein umfangreiches Review, ich freu mich, wenn dir das Kapitel gefallen hat! 
Was deine Frage bezüglich Chavigny betrifft: Er ist Musketier und  somit Athos` und Aramis` Waffenkamerad, weiß aber, wie alle Musketiere außer Porthos und d`Artagnan, über das intime Verhältnis zwischen ihnen nicht Bescheid. Der Comte de Chalais war derjenige, der die beiden in “Intrigen” am Waldsee beobachtet hat.
Ja,  Athos` und Aramis` Beziehung bleibt von Turbulenzen leider nicht verschont, und irgendwie hab ich schön langsam den Eindruck, dass primär Aramis daran schuld ist *seufz*

Liebe Grüße
Aramis

Rochefort schrieb am 17.07.2014 - 14:54 Uhr zu Kapitel «Geld»:

Liebe Kaloubet, lieber Aramis!

Armer Aramis! Ich glaube, dass die Notwendigkeit für Geld zu schreiben, oft ziemlich belastend für ihn sein muss, auch wenn er nicht gerade wie hier mit einer Schreibblockade zu kämpfen hat. Das Dichten ist für ihn doch auch die Möglichkeit, seinen tiefsten Emotionen Ausdruck zu verleihen und auf diese Weise seine Seele von allzu schwer lastendem Druck zu befreien. Und doch muss er diese hohe Kunst nur zu oft in den Dienst des schnöden Mammons stellen. - Das kommt fast einer Selbstvergewaltigung gleich. Wenn dann noch düstere Erinnerungen seine Gedanken beherrschen, kann ich mir gut vorstellen, dass seine künstlerische Schaffenskraft erlahmt.

Mit Sensibiltät und Einfallsreichtum gelingt es Athos, hier auf unkonventionellem Wege Abhilfe zu schaffen. ;-)) Genial geschildert, wie er hier selbst zu Aramis’ Muse wird und den Geist seines Geliebten wieder beflügelt. Die beiden leben eine Beziehung, in der sicher nie Langeweile aufkommt!

Was in diesem Kapitel auch sehr gut herauskommt, ist, dass der Alltag der Musketiere oft so gar nichts mit dem heroischen Flair gemein hat, das diese Eliteeinheit umgibt. Wenn man oft nicht weiß, wo man seine nächste Mahlzeit herbekommt, kann man so gar nicht von einem lockeren, lustigen Soldatenleben sprechen. Bazin als “dicker Hausmäuserich” ließ mich schmunzeln!

Liebe Grüße

Rochefort


Antwort des Autors:

Liebe Rochefort, danke für dein wohlwollendes Review für dieses einmal nicht so ernste Kapitel. Wir hatten viel Spaß beim Schreiben und freuen uns, wenn es dir auch ein wenig gefiel. Athos übernimmt hier eine ungewohnte Rolle, aber sein Gemüt ist ausnahmsweise einmal nicht bedrückt, er freut sich des Lebens und erlaubt sich ein wenig Frivolität, zumal diese seinem Freund zugute kommt. Für Geld zu schreiben ist für Aramis, das kann ich, denke ich in Aramis´ Namen behaupten, ein Leid, aber was soll er tun? Kreativ sein zu müssen kann ja eigentlich nicht gehen, doch mit Athos an seiner Seite gelingt es ihm immerhin, seine Schreibhemmung zu überwinden - und andere Hemmungen auch ;-)

Liebe Grüße und danke für dein Review!

Kalou

AlienorDartagnan schrieb am 14.07.2014 - 19:55 Uhr zu Kapitel «Geld»:

Aber wie es scheint, wirkt Marie im Moment nicht inspirierend auf Aramis, sondern die Erinnerungen an sie blockieren ihn eher. Hoffentlich kann Athos ihm da irgendwie helfen das Gedicht fertigzustellen, obwohl er ja eigentlich nicht so viel für die Poesie übrig hat. Ja..Athos ist wohl das optimale Anschauungsobjekt…es muss ja auch keine Dame sein, die ihn für die Frau des Potiphar im Gedicht inspiriert. Wow…Athos Versuche haben gewirkt, er hat es tatsächlich geschafft, Aramis zu inspirieren und nun sprudeln die Ferse nur so aus ihm heraus :)
Und es ist wirklich amüsant zu lesen wie Athos mit blumigen Worten den Verführer spielt und Aramis dann spielerisch die Ferse dichtet, die ihm plötzlich wie von selbst in den Kopf kommen. Dank der Inspiration seines Geliebten konnte Aramis sich gleich am nächsten Morgen daran machen, das Gedicht zu Papier zu bringen…und Athos wird sich wohl daran gewöhnen müssen öfters alleine aufzuwachen, das muss er als Geliebter eines Dichters wohl hinzunehmen lernen.
Ein wirklich sehr gut geschriebenes Kapitel, das mich sogar neugierig gemacht hat, mal wieder in der Bibel zu lesen. Wer weiß, vielleicht ist die gar nicht so langweilig wie ich dachte.

Liebe Grüße

Alienor


Antwort des Autors:

Liebe Alienor, danke für dein überaus schnelles Review - ich gestehe, ich habe nicht in der Bibel gelesen, sondern bei Wikipedia nachgelesen - mir geht es nämlich wie Athos, ich bin auch nicht so sonderlich bibelfest. Wobei es immer erstaunlich ist, was so alles in der Bibel steht, die ganzen Sünden der Menschheit. Aber vorgelesen bzw. selbst lesen durfte man immer nur einen kleine Teil ;-). Die kleine Geschichte hat uns einfach amüsiert, mal ein kleiner Rollentausch anhand einer Schreibblockade und wir freuen uns, wenn du sie amüsant und lesbar fandest. Was den Sold anbelangt, so kann ich für Athos nur sagen: Spielschulden *seufz*

Nochmal danke für dein Review, liebe Grüße

Kalou

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