Kapitel Orpheus
Er hatte sich vor der Tür zu d´Artagnans Logis von seinem Freund verabschiedet, hatte den jungen Mann umarmt und kurz festgehalten, parbleu, könnte er doch nur all das Unbill von ihm wenden, könnte er die Zeit zurückdrehen und diese vermaledeite Entscheidung rückgängig machen. Aber vielleicht war sie ja richtig gewesen, diese Entscheidung, das Zeug zum Leutnant hatte der Gascogner, da war er sich sicher, und wer weiß, ob sich diese Chance noch einmal ergeben hätte. Manch einer diente sein ganzes Leben lang als Soldat und kam nie auf einen solchen Posten. Trotzdem schmerzte es, den Jungen so geknickt zu sehen. Er wandte sich um und ging langsam in die Richtung zu seiner Wohnstätte, sich dabei verzweifelt das Hirn zermarternd, wie er d´Artagnan helfen könnte – wenn er nur nicht so verdammt alleine wäre. Wenn nur Porthos und Aramis … halt, keinen Gedanken mehr, hör auf, hör auf ...! Der Schmerz überfiel ihn mit Macht, schnürte ihm die Kehle zu und ließ ihn taumeln, sodass er sich an einer Hauswand abstützen musste, bis der Schwindel vorüber war. Er nestelte mit zitternden Fingern die kleine Flasche hervor, die er immer bei sich trug, und trank sie aus mit einem Zug. Der Branntwein tat gut, machte seinen Kopf wieder klar, und er konnte weitergehen, weiter nach Hause, zu der Flasche mit Cognac –
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