Kapitel Freunde
Fröstelnd und mit steifen Gliedern erhob sich Aramis schlussendlich von der Bank. Zum Teufel, er konnte schließlich nicht die ganze Nacht hier sitzen und in die Dunkelheit starren! Nein, er wollte zum Feldlager zurückkehren, in sein Zelt, und sich schlafen legen - wer weiß, was ihn morgen früh erwartete! Womöglich ein abermaliger Rüffel oder eine weitere königliche Impertinenz!
Er beugte das Knie und bekreuzigte sich mechanisch, wandte sich um und öffnete das Tor - kalte Nachtluft schlug ihm entgegen, und am Himmel funkelten die Sterne. Da vernahm er plötzlich gedämpfte Stimmen und dazu das leise Klirren von Flaschen - zwei dunkle Gestalten saßen drüben auf den Stufen zur Kirche, wohl Soldaten, und sprachen dem Wein zu. Sei`s drum, sollten sie nur! Er wollte sie beileibe nicht beim Trinken stören! Und so ging er raschen Schrittes und in gehörigem Abstand an ihnen vorbei, um sich sogleich ins Lager zu begeben.
„Heda, Kamerad!“, rief es da hinter ihm mit nicht mehr ganz nüchterner Stimme, „wer seid Ihr und wohin geht Ihr?“
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