Confrontation avec Richelieu von kaloubet
Durchschnittliche Wertung: 5, basierend auf 53 BewertungenKapitel Recherches
Porthos ging gebückt, sein Blick wanderte von den Leichen zu den Verwundeten, die den Boden bedeckten und die, die man nicht erkennen konnte, drehte er um. Oft sah er dabei in Gesichter, die keine mehr waren, in Gesichter ohne Augen, ohne Nasen, in klaffende Wunden. Und schon mehr als einmal hatte er seine Pistole gezogen und ein Leben beendet, das nur noch aus Qual bestand. D´Artagnan ging neben ihm, totenbleich, entsetzt von dem, was er hier sah. Er hatte dem Tod schon mehr als einmal ins Auge geblickt, aber das hier war anders, grausamer. Das hier war kein würdiger Tod im Kampf, das hier war bloßes, elendes Krepieren, schlimmer als Schlachtvieh. Menschen in Stücke gehackt, Leichenteile, Menschen ohne Hände, Arme, Beine, Menschen mit Wunden, die sich nie mehr schließen würden. Und die da lagen, in ihrem Blut, langsam verreckend. Mit Ekel starrte der Gascogner auf die Krähen, die schon begannen, Stücke aus Toten und auch aus Lebenden zu picken. Er atmete tief durch, bereute das aber sofort, denn der Gestank war grauenhaft. Mit aller Kraft bemühte er sich, den Brechreiz zu unterdrücken, da sah ihn Porthos an. „Kotz, wenn du musst. Haben wir alle gemacht, glaub mir.“
D´Artagnan schüttelte den Kopf. „Geht schon,“ murmelte er, aber mit zusammengebissenen Zähnen. Da richtete sich sein großer Freund auf, blickte einen Kameraden an, der langsam auf sie zukam und den d´Artagnan fast nicht erkannt hätte. Es war Aramis, über und über mit Blut und Schlamm bedeckt. Er wankte leicht.
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