Das Hauswesen der Musketiere von Silvia und kaloubet
Durchschnittliche Wertung: 5, basierend auf 48 BewertungenKapitel Zuviel Wasser versäuert den Wein
Es tropfte. Unablässig. Athos hatte es aufgegeben, die stetig herunterfallenden Tropfen zählen, geschweige denn die undichte Stelle flicken zu wollen. Angesichts der nur notdürftig gestopften anderen Löcher im Zeltdach erschien es ihm wie vergebliche Liebesmüh. Der Musketier lag, eingewickelt in seinen Mantel und eine dünne Decke, die ihn aber kaum vor der Kälte und der Nässe schützten, auf seinem schmalen Feldbett, in einem undichten Zelt, dessen Boden sich längst in zähen Schlamm verwandelt hatte. Doch das galt im Grunde für das gesamte Feldlager vor La Rochelle, ja, vermutlich für die ganze Provinz, wenn nicht für ganz Frankreich. Seit fünf Tagen regnete es ohne Unterlaß, so, als wolle der Himmel höchstselbst ihnen die Belagerung der hugenottischen Festung verleiden.
Athos hatte bis vor einer halben Stunde in den Gräben vor einer Bastion Wache gehabt und es war zu einigen kleineren, aber kräftezehrenden Scharmützeln mit den Verteidigern von La Rochelle gekommen. Froh, endlich etwas ausruhen zu können, war er danach in das Zelt, das er mit seinen drei Freunden teilte, zurückgekehrt, nur, um d’Artagnan, Porthos und Aramis mißmutig auf ein neues Loch im Zeltdach starrend anzutreffen.
Nach der Anmeldung geht es weiter!
Dieses Kapitel und viele weitere sind verfügbar für Mitglieder. Jetzt anmelden!
Noch kein Account? Jetzt registrieren!