Das Kind der Königin von duchesse
Durchschnittliche Wertung: 5, basierend auf 38 BewertungenKapitel Soucis et soupçons
― Je crois, et je le repète à Votre Majesté, que la reine conspire contre la puissance de son roi, mais je n’ai point dit contre son honneur.
― Et moi je vous dis contre tous deux (…)
Dumas, Les Trois Mousquetaires, Chap. XVI
***
„Mon père, excusez-moi…“
„Il n’y a pas de quoi s‘excuser, Madame. Was führt Euch hierher?“
„Ich weiß, es ist schon spät, mon père, doch…“
„Der gütige Gott kennt die Zeit nicht und ist stets für uns arme Sünder da. Liegt Euch etwas auf der Seele, Madame?“
„Ja. Oh ja… Ihr müsst meine Beichte hören, Hochwürden, ich bitte Euch!“
„Anhören will ich Euch gerne, Madame, doch die Absolution erteilen kann ich Euch nicht, denn ich habe noch nicht die Priesterweihe erhalten.“
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Kapitel Les ombres de la nuit
Als Athos draußen auf der Straße stand, holte er erst einmal tief Atem. Der furchtbare Verdacht, der in ihm aufgestiegen war, hatte beinahe seinen Verstand gelähmt; jetzt brachte ihn die kalte Luft wieder zu sich. Sein erster Weg führte ihn zu Porthos’ Haus, wo er, ihrer Abmachung gemäß, Mousqueton zur Rue Férou schickte. Als nächstes lief er zu d’Artagnans Wohnung in der Rue des Fossoyeurs und begegnete vor der Kirche Saint-Sulpice seinem Diener Grimaud.
„Hast du d’Artagnan gefunden?“, fragte Athos mit einem Funken Hoffnung, denn er vermutete, der Gesuchte sei endlich in seiner Wohnung und Grimaud auf dem Weg zu seinem Herrn, um ihm Bescheid zu sagen. Grimaud aber schüttelte nur den Kopf.
„Waren Monsieur und Madame Bonacieux dort? Oder Planchet?“
Grimaud nickte.
„Hast du mit ihnen gesprochen? Wissen sie, wo d’Artagnan ist?“
„Monsieur und Madame schlafen schon. Planchet sagt, Madame Bonacieux habe am Abend das Haus verlassen und d’Artagnan sei ihr gefolgt. Aber Madame Bonacieux ist zurückgekehrt und d’Artagnan nicht...“
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Kapitel Explications
Doch vor dem Hauptquartier der Musketiere hielt Athos vergeblich nach d’Artagnan Ausschau. Die beiden anderen Männer, die zur Morgenwache eingeteilt waren, schimpften halbherzig über ihren fehlenden Kameraden, den sie noch im Bett wähnten; Monsieur de Tréville jedoch, der dieses Mal persönlich den Wachwechsel beaufsichtigte, wirkte eher besorgt als zornig. Mit jeder Minute, die d’Artagnan auf sich warten ließ, wurden seine Lippen schmaler. Athos stand reglos und stumm an seinem Platz, während der feine Sprühregen seinen Hut durchnässte; er hoffte inständig, Tréville möge den Befehl geben, d’Artagnan suchen zu lassen, damit er endlich etwas unternehmen konnte, anstatt untätig zu warten.
Doch als die Glocke von Saint-Sulpice die Viertelstunde schlug, kam der vermisste Musketier im Laufschritt um die Ecke und rannte auf das Tor zu. Er sah reichlich desolat aus: der Hut hing ihm auf dem Rücken, der Mantel flatterte hinter ihm her, der Degen in dem nachlässig angeschnallten Waffengurt schlug ihm gegen die Beine und er hinkte, weil sein linker Fuß nur halb im Stiefel steckte, den er sich im Laufen vergeblich richtig anzuziehen versuchte. Keuchend blieb er vor seinem Hauptmann und seinen Kameraden stehen, bückte sich und hüpfte auf dem rechten Bein einige Male hin und her, bis er den widerspenstigen Stiefel endlich bis zum Knie hochgezogen hatte.
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Kapitel Une demande
Liebe Leser, zunächst einmal un grand merci an alle, die diese Geschichte lesen und fleißig Reviews schreiben. Ihr seid toll!
Das folgende Kapitel möchte ich kaloubet und Aramis widmen, als Extra-Dankeschön für ein paar wichtige Hinweise ;-)
Es geht weiter:
Aramis verschlief den Nachmittag; die Freunde überlegten indessen, auf welchem Wege sie sich der Lösung des Rätsels nähern sollten. Porthos, der die Gardisten des Kardinals hinter dem Angriff auf Aramis vermutete, schlug vor, sich einen von ihnen vorzuknöpfen, was aber schwerlich mit der Geheimhaltung in Einklang zu bringen war, die Monsieur de Tréville ihnen auferlegt hatte. Athos versuchte, seine Freunde davon zu überzeugen, dass man Madame Bonacieux weiter beobachten müsse. D’Artagnan war empört.
„Ihr wollt ihr nachschleichen wie einer gemeinen Ehebrecherin?!“
„Was tatet Ihr denn gestern abend?“, erwiderte Athos bissig.
D’Artagnan schnappte vor Wut nach Luft, willigte aber schließlich ein. Noch größer war sein Unmut jedoch, als Athos ihm eröffnete, dass er selbst mit Porthos zusammen diese Aufgabe übernehmen wolle.
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Kapitel Mystère
Die Nacht war für die Freunde und ihre Diener wenig erholsam, da Athos’ kleines Haus nicht als Herberge für sieben Menschen ausgelegt war. Grimaud, Mousqueton und Planchet drängten sich also in der Küche zusammen; Porthos schlief im Sessel, d’Artagnan auf der Chaiselongue und Athos auf dem Boden. Nur Aramis konnte den Vorzug eines Bettes genießen und nutzte ihn auch noch weidlich aus, als Porthos sich um fünf Uhr früh mit furchterregendem Gähnen aus dem Sessel erhob und nach Mousqueton rief, der beim Hereinkommen prompt über den am Boden liegenden Athos stolperte. Obwohl die Musketiere die Enge und Unbequemlichkeit von Heerlagern gewohnt waren, entstand doch ein erhebliches Durcheinander, bis Grimaud Athos im trüben Schein einer Öllampe rasiert und Porthos ein geziemendes Frühstück eingenommen hatte. Um sechs Uhr zogen die beiden los, da sie Wache stehen mussten. Athos schärfte d’Artagnan noch einmal ein, im Haus zu bleiben und sich auf keinen Fall in Gefahr zu begeben.
***
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Kapitel Recherches
In der Tat waren die vier Freunde äußerst vorsichtig, als sie sich am späten Abend auf den Weg machten. D’Artagnan steckte misstrauisch seinen Kopf aus der Haustür und hielt nach dem Spion Ausschau, aber er konnte niemanden sehen. Der Regen hatte aufgehört, doch nun trieb der kalte Novemberwind feuchte Nebelschwaden durch die Straßen. D’Artagnan fröstelte und schlug den Kragen seines Mantels hoch.
„Gehen wir, Freunde.“
Sie hatten beschlossen, zusammenzubleiben, auch wenn der Spion ihnen dann leichter folgen konnte, doch nach den bewaffneten Angriffen wog ihre Vorsicht schwerer als die Geheimhaltung. Um mögliche Verfolger abzuschütteln, schlichen sie durch schmale Gassen und Hinterhöfe. Einmal zog d’Artagnan seinen Degen, als er ein verdächtiges Rascheln hörte, doch es war nur eine Ratte, die in einem Mauerloch verschwand. Schließlich standen sie am Ufer der Seine, dort wo der Pont Neuf den Fluss überspannte. Sie hörten leises Hufgeklapper: Ein Reiter der Stadtwache überquerte vor ihnen die Brücke.
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Kapitel Captivité
Finster musterte Athos den Raum, in dem Rochefort sie hatte einsperren lassen. Weißgekalkte Wände, zwei Kerzen in ihren Haltern, ein paar wacklige Stühle und ein bisschen altes Zeug auf dem Boden: Säcke, Zaumzeug, ein kaputtes Wagenrad. Eine hölzerne Tür zum Keller hin, eine zweite auf der anderen Seite. Dahinter mussten irgendwo Pferdeställe liegen, denn es roch ganz leicht nach Heu. Beide Türen waren verriegelt.
„Jetzt sitzen wir in der Tinte“, sagte d’Artagnan. Athos zuckte nur die Achseln, während Porthos sich auf einen der Stühle fallen ließ. Eine Weile herrschte Schweigen. Dann meldete sich wieder d’Artagnan.
„Was, glaubt Ihr, werden sie mit uns tun?“
„Das werden wir sehen“, sagte Athos rauh, fasste d’Artagnans Arm und drückte ihn fest. Er konnte die Unruhe seines Freundes förmlich spüren. War er zuvor noch derjenige gewesen, der sich mit größter Begeisterung in dieses Abenteuer gestürzt hatte, hatte er nun seine Selbstsicherheit verloren.
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Kapitel Jugement
Athos, Porthos und d’Artagnan horchten auf, als sich draußen Schritte näherten. Der Riegel wurde zurückgeschoben, die Tür ging auf, und fünf Männer der Palastwache kamen mit gezogenen Waffen herein. Bevor einer der drei Freunde eine Bewegung zu der offenen Tür hin machen konnte, hatten die Wachen sie in eine Ecke des Raumes gedrängt. Dann erschien die Gestalt Kardinal Richelieus im Türrahmen, gefolgt von einem weißhaarigen Mann in einer Richterrobe. Den Freunden blieb vor Verblüffung die Luft weg, doch ihr Erstaunen verwandelte sich in Entsetzen, als hinter den beiden Männern Rochefort auftauchte, der einen kleineren Mann mit festem Griff vorwärtsschleppte.
„Aramis!“, rief Porthos und wollte auf ihn zustürzen, doch einer der Gardisten hinderte ihn mit seinem Degen daran. Aramis hob den Kopf. Er sah recht mitgenommen aus, schien zwar ansonsten unversehrt zu sein, aber seine Augen waren voller Verzweiflung. Sein Anblick versetzte den Freunden einen Stich.
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Kapitel En securité
Grimaud öffnete den Musketieren die Tür zu Athos’ Haus und wollte schon nach der Kutsche eilen, die er für die Flucht bereitgehalten hatte, aber Athos packte ihn am Arm und deutete wortlos auf die Tür, hinter der sein Weinkeller lag. Der Diener nickte beflissen und verschwand.
Die Freunde legten Mäntel, Stiefel und Waffen ab und drängten sich in der Küche zusammen, wo im Herd noch Feuer brannte. Porthos ließ sich polternd auf die Küchenbank fallen und machte einer angefangenen Weinflasche, die auf der Anrichte stand, den Garaus. Aramis zog mit langsamen, vorsichtigen Bewegungen Wams und Hemd aus. Athos half ihm, so gut er konnte, und löste dann den blutbefleckten Verband von Aramis’ Rücken.
„Blutet es noch?“, fragte Aramis mit zusammengebissenen Zähnen.
Athos schüttelte den Kopf. „Ein neuer Verband, und Ihr könnt Euch wieder bei Hofe sehen lassen.“
„Besten Dank“, stöhnte Aramis, „darauf lege ich heute wahrlich keinen Wert mehr!“
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