Kapitel Coming Home
Verlasst London und begebt Euch auf schnellstem Weg nach La Rochelle. Wir erwarten Euch hier.
Ein kurzer, unmissverständlicher Befehl; keine Erklärung, keine Begründung. De Wardes ließ das Schreiben Monsieur de Rocheforts sinken und stützte den Kopf in die Hand.
Eine Woche war seit dem Attentat auf Lord Buckingham vergangen, das ihn trotz all seiner verzweifelten Bemühungen um eine Fortführung von Charlottes Auftrag buchstäblich ebenso kalt erwischt hatte wie den Premierminister selbst. Danach hatte er sich erst einmal verborgen gehalten, weil ihm klar war, dass eine Enttarnung zu diesem Zeitpunkt gefährlicher denn je wäre, doch darum hatte er nie herausfinden können, was aus Charlotte geworden war, ob sie immer noch in Gefangenschaft war und ob zwischen ihr und dem Attentäter John Felton irgendeine Verbindung bestand.
Die Stimmung in der Stadt war, soweit er das beurteilen konnte, erstaunlich ruhig, als habe der Tod des verhassten Premierministers die Gemüter besänftigt; dennoch schien es den Londonern nicht ratsam, ihre Freude allzu öffentlich kundzutun. Hinter vorgehaltener Hand wurden Spottgedichte weitergeflüstert, ebenso wie Felton betreffende Lobpreisungen, die diesem freilich nichts mehr nützten. Im Jolly Roger, wo de Wardes ab und zu hingegangen war, um nach neuen Nachrichten zu fragen, hatte Will verboten, den Namen Buckinghams zu nennen, damit die Spottlieder der Matrosen ihm keinen Ärger mit der Obrigkeit einbrachten, und de Wardes schien es angeraten, vorerst äußerst vorsichtig zu sein und das Haus möglichst nicht zu verlassen; abgesehen davon hatte er auch einige Tage gebraucht, um sich körperlich wie seelisch von den Geschehnissen zu erholen.
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